Ist gebrauchte Software immer noch ausreichend?

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Dinge gebraucht zu kaufen ist im Trend. Überall schießen Second-Hand-Läden aus dem Boden, Online-Plattformen bieten Gebrauchtgegenstände zum Kauf an. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Kleidung, Geschirr, Bücher oder Elektrogeräte handelt. Wer gut erhaltene Gebrauchtware an- und verkauft, der tut gleichzeitig der Umwelt und seinem eigenen Geldbeutel etwas Gutes. Immer mehr im Kommen ist auch der Kauf von gebrauchter Software.

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Bild: Gebrauchte Software kann für Unternehmen durchaus ausreichend sein. Bildquelle: Pexels/pixabay.com

Diese ist erheblich günstiger als eine Neuanschaffung. Gerade Unternehmen benötigen bekanntlich viele Softwarelizenzen. Während der Corona-Pandemie hat im Durchschnitt jeder vierte Arbeitnehmer im Home-Office gearbeitet. Viele Unternehmen behalten das bei. Doch das bedeutet gleichzeitig die Anschaffung von noch mehr Software-Lizenzen, da Arbeitsplätze nicht mehr so einfach geteilt werden können. Aber ist gebrauchte Software denn überhaupt ausreichend?

Rechtssicherheit bei gebrauchter Software
Zunächst einmal sei erwähnt, dass gebrauchte Software zu verkaufen oder zu kaufen völlig legal ist. Die großen Softwarehersteller zweifeln das immer wieder an und sorgen dafür, dass Gerüchte, die anders lauten, sich verbreiten. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat im Jahr 2021 endgültig entschieden, dass der Handel mit gebrauchter Software nicht gesetzeswidrig ist. Wichtig ist jedoch, zu beachten, dass dieses Urteil nicht für Programme gilt, die im Abo oder in der Cloud genutzt werden. Lediglich sogenannte lebenslange Lizenzen dürfen weiterverkauft werden.

Gebrauchte Software für Unternehmen
Gerade Unternehmen profitieren von gebrauchter Software. Vor allem Lizenzen für Programme wie Microsoft Office oder diverse Anwendungen von Adobe, werden gerne gebraucht gekauft. Wichtig dabei ist, dass die gebrauchte Software von einem seriösen Händler gekauft wird, um in jedem Fall Rechtssicherheit zu garantieren. Gute Händler von gebrauchten Software-Lizenzen beraten ihre Kunden umfangreich. Außerdem kommt es regelmäßig vor, dass Software-Hersteller Audits bei ihren Kunden, vor allem bei großen Unternehmen, durchführen. Hierbei überprüfen sie, ob die Zahlen der Lizenzen, die vom Unternehmen genutzt werden, mit den von ihnen zur Verfügung gestellten übereinstimmen. Wenn nun ein Unternehmen gebrauchte Software gekauft hat, dann kommt hierbei ein Unterschied in den Zahlen heraus. Die Folge davon wäre eine teure Nachlizensierung durch den Software-Hersteller. Ein Gebrauchtsoftware-Händler unterstütz seine Kunden auch bei den Audits und übernimmt hier die Kommunikation, sodass keine Komplikationen auftreten. Wer bei einem seriösen Händler eine Software kauft, die gebraucht ist, der kann außerdem sichergehen, dass die Vorbesitzer bekannt sind und es auch von dieser Seite keine Probleme geben wird.

Gebrauchte Software kann sich lohnen
Der Kauf von gebrauchter Software ist in jedem Fall für kleine, mittelständische und auch große Unternehmen sinnvoll. Bei der Anschaffung können sie 40 bis 60 Prozent gegenüber dem Neupreis sparen. Die Software-Hersteller sind übrigens verpflichtet, Käufern von gebrauchter Software den gleichen Support zukommen zu lassen, wie jemandem der alle Lizenzen neu kauft. Auch alle Updates müssen bereitgestellt werden. Gerade in Unternehmen ist es oftmals nicht nötig, immer über die neueste Programmversion zu verfügen. Oftmals ähneln neue Versionen ihren Vorgängern und bieten nicht unbedingt Funktionen, die wichtig sind. Daher kann ein Unternehmen gut und gerne gebrauchte Lizenzen von älteren Versionen der Programme kaufen und ist damit trotzdem gut bedient. Gerade, wenn neue Mitarbeiter eingestellt werden oder mehrere Arbeitnehmer anfangen, mit einem Programm zu arbeiten, werden ja neue Lizenzen benötigt. Auch hier bietet sich dann der Kauf von gebrauchten Lizenzen an. Das Sparpotenzial für Firmen ist hier enorm.

Privatpersonen sollten aufpassen
Viele der seriösen Händler für gebrauchte Software verkaufen ihre Ware überwiegend an Unternehmenskunden. Diese benötigen oftmals eine große Anzahl an Software-Lizenzen, weshalb das Geschäft für beide Seiten lohnend ist. Doch gerade Privatpersonen sollten beim Kauf von gebrauchter Software gut aufpassen. Hier gibt es viele schwarze Schafe unter den Anbietern. In der Vergangenheit kam es sogar vor, dass statt Software-Lizenzen einfach Produktkeys verkauft wurden. Das sind aber lediglich Aktivierungsschlüssel für bestimmte Programme, berechtigen den Nutzer jedoch nicht zum Gebrauch der Software.

Egal ob als Privatperson oder als Unternehmen, wer eine gebrauchte Software kaufen möchte, der sollte unbedingt darauf achten, dies bei einem seriösen Anbieter zu tun. Der Markt ist zwar nicht übermäßig kompliziert, doch ganz einfach ist er auch nicht. Da die großen Software-Hersteller natürlich nicht viel Interesse daran haben, dass der Handel mit gebrauchter Software sich etabliert, bringen sie immer mehr Cloud-Produkte und Abo-Modelle heraus, deren An- und Verkauf, zumindest momentan, nicht erlaubt ist. Daher ist es immer nötig, sich über die Rechtssicherheit zu informieren.
 
L

Limbo

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1.160
Bleibt die Frage, ob die älteren Versionen auf neuen Betriebssystemen laufen. Ich habe viel gute Software verloren, weil sie auf neueren Plattformen nicht laufen. Das ist auch ein Grund, weshalb ich für mein Notebook noch HDDs mit alten Betriebssystemen habe.
Da geht es vordringlich um Scansoftware und Texterkennung.

Hans
 
blino

blino

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Ort
Da, wo andere Urlaub machen 😅
Hab auch schon das eine oder andere günstige Notebook für die Familie dort erworben. Kann das nur empfehlen, gerade die "Grade A"-Geräte im Angebot lohnen sich oft. :up
 
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