Interne oder externe Festplatte? - Vorteile im Vergleich

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Zum Speichern größerer Datenmengen wird man an der Anschaffung einer Festplatte nicht drum herum kommen. Je nach Computerbauform, Speicherbedarf und eigenen Vorlieben können hier sowohl interne als auch externe Modelle sinnvoll erscheinen. Welche Varianten für wann und für wen zu empfehlen sind, möchten wir in diesem Ratgeber einmal aufzeigen.


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Auch wenn die herkömmliche Hard-Disk-Drive (HDD) immer mehr Konkurrenz durch die wesentlich schnellere, aber auch teurere SSD-Technik bekommt, gibt es genügend Anwendungsgebiete, die immer noch für die Festplatten mit ihren extrem großen Kapazitäten sprechen. Bei der Anschaffung eines sogenannten „Datengrabs“ steht der Nutzer oftmals davor, zwischen einem internen oder externen Modell wählen zu müssen. Beide Modell-Varianten haben ihre jeweiligen Vor- aber auch Nachteile, die beim Kauf beachtet werden sollten.


Mobilität:

Externe Festplatten genießen den großen Vorteil der Mobilität, wodurch problemlos auch mehrere Terabyte an Daten auf andere Rechner überspielt werden können. Zudem lassen sich herstellerspezifisch verschiedenste Designs wählen, wodurch der Nutzer seinen ganz individuellen Geschmack umsetzen kann.

Eine interne Festplatte wird einfach in den Rechner eingebaut und verweilt dort im Regelfall so lange, bis diese durch einen Defekt oder aufgrund von Platzmangel ausgetauscht werden muss. Mobilität oder Design spielen hier keine Rolle, da diese nicht gebraucht beziehungsweise nicht zu sehen ist.


Konnektivität:

Bei einer externen Festplatte ist es wichtig, auf einen schnellen Anschluss zu setzen, was im Grunde mindestens ein USB-3.0-Anschluss sein sollte, damit es hier nicht zum Flaschenhals kommt. Nichts ist ärgerlicher, wenn beispielsweise die Datenübertragung einer 5 Gigabyte-Datei mehrere Stunden dauert, weil nur der alte USB-2.0-Anschluss zur Verfügung steht.

Auch wenn einige ältere PCs noch über Festplatten mit IDE-Schnittstelle verfügen, werden mittlerweile die meisten Datenträger den schnelleren SATA-Anschluss mit dem Computer verbunden. Bei den Festplatten spielt es allerdings keine Rolle, ob diese an einem SATA-6GB/s-Anschluss oder an einem SATA-3GB/s-Anschluss angebunden sind. Der Geschwindigkeitsvorteil lässt sich nur bei den deutlich schnelleren SSD-Drives messen.


Unterschiede in der Übertragungsgeschwindigkeit:

Blickt man auf den Bereich der Übertragungsgeschwindigkeit, kommt es auf zwei ausschlaggebende Faktoren an. Neben der eben beschriebenen Schnittstellenwahl hängt die Geschwindigkeit auch stark von der Rotationsgeschwindigkeit der verbauten „Platter“ ab. Neben den langsam-drehenden 5.400 U/Min gibt es auch Modelle, die mit 5.900, 7.200 und auch 10.000 U/Min ihre Arbeit verrichten. Zusätzlich gibt es auch Exoten mit mehr als 10.000 U/Min, die aber im Consumer-Bereich in den seltensten Fällen zur Anwendung kommen.

Bei einer externen Festplatte kommt es sozusagen auf den Controller im PC-Gehäuse, die USB-Spezifikation sowie den Controller im Festplattengehäuse beziehungsweise in der Festplatte direkt an, wie schnell Daten von der externen Platte auf eine interne Platte transferiert werden können. Zum besseren Verständnis mal ein Beispiel zur theoretischen Datenübertragungsgeschwindigkeit:

  • USB-1.1: 12-15 MBit/s
  • FireWire 400: 400MBit/s
  • USB-2.0: 480 MBit/s
  • FireWire 800: 800 MBit/s
  • USB-3.0: 5 GBit/s
  • (e)SATA: bis zu 6 GBit/s
  • Thunderbolt: 10 GBit/s
  • USB-3.1: bis zu 10 GBit/s
  • Thunderbolt 2: 20 GBit/s


Speicherkapazität:

Bezüglich der Speicherkapazität lassen sich kaum noch Unterschiede zwischen internen und externen Festplatten feststellen, solange diese im 3,5-Zoll-Format gewählt werden. Während im 3,5-Zoll-Format intern sowie extern Speicherkapazitäten von rund 6 Terabyte erreicht werden – 8-TB-Modelle bilden noch die Ausnahme - lassen sich im 2,5-Zoll-Format derzeit Modelle von bis zu 2 Terabyte antreffen, die wiederum kein gesondertes Netzteil benötigen.


Preis-Leistungs-Verhältnis:

Obwohl lange Zeit die externen Festplatten bezüglich des Preis-Leistungs-Verhältnisses den internen Pendants unterlegen schienen, hat sich dieser Nachteil mittlerweile fast relativiert. Dennoch sind interne Festplatten gegenüber ihren externen Geschwistern immer noch etwas günstiger, was daran liegt, dass für die externen Modelle neben dem Gehäuse mitsamt Controller sowie den Anschlussmöglichkeiten, bei den 3,5-Zoll-Modellen noch ein externes Netzteil benötigt wird. Zusätzlich lassen sich die Hersteller den Faktor „Mobilität“ gesondert bezahlen.


Alternativen:

Externe Festplatten haben den Nachteil, dass diese in der Regel nicht aufrüst- respektive erweiterbar sind. Einerseits gibt es separate Gehäuse für Festplatten zu kaufen, die dem Nutzer die Möglichkeit einräumen, eine interne Festplatte ihrer Wahl einzubauen, andererseits gibt es auch sogenannte Home-NAS-Systeme, die dafür ausgelegt sind eine oder auch mehrerer Festplatten in einem externen Gehäuse unterzubringen, wodurch eine Speicherkapazität erreicht werden kann, die fast keine Wünsche mehr offen lassen dürfte. Um die Zugriffsgeschwindigkeit auf ein solches NAS so kurz wie möglich zu gestalten, werden neben dem USB-3.0-Standard auch noch Ethernet-Anschlüsse oder sogar WLAN in den verschiedensten Kategorien, sowie diverse RAID-Modi angeboten.


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Als zweite Alternative für Datensammler empfiehlt sich eine Docking-Station für interne Festplatten, womit eine beliebige interne Festplatte bei Bedarf angeschlossen werden kann, ohne dass diese im PC-Gehäuse eingebaut werden muss. Der Vorteil ergibt sich aus der einmaligen Anschaffung der Docking-Station, die zwischen 30 und 50 Euro zu haben ist, wodurch der Nutzer den Aufpreis für externe Laufwerke irgendwann relativieren kann, da ab sofort nur noch interne Festplatten gekauft werden müssten, die je nach Bedarf angeschlossen werden.


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