Intel Iris Pro - verabschiedet sich der Chipriese von seinen starken Grafikeinheiten?

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Ohne offizielle Ankündigung scheint sich der Chiphersteller allmählich von seinen integrierten, High-Performance-Grafikeinheiten der Iris-Pro-Serie zu verabschieden. Während in der siebten Generation (Kaby Lake) der Intel Core-Prozessoren eine Iris-Grafikeinheit zwar noch erwähnt wird - allerdings nicht in der Pro-Version, sollen neuesten Gerüchten zufolge in der achten Intel-Core-Generation namens Coffee Lake definitiv keine Iris-Pro-Grafikeinheiten mehr verbaut werden




Bildquelle: tech4gizmos.com


Neben einigen wenigen Intel-Prozessoren ohne integrierte Grafikeinheit hat der Chiphersteller seit der ersten Intel-Core-Generation in zahlreichen Prozessoren eine IGP (Integrated Graphics Processing Unit) verbaut, deren Leistungsspitze letztendlich in den Iris-Pro-Grafikeinheiten mündete, welche durch teilweise mehr verbauten Stream-Prozessoren aber auch eigenen Embedded-DRAM deutlich mehr Rechenleistung als die herkömmlichen HD-Grafikeinheiten bringen. Doch wie die Kollegen von fudzilla jetzt herausgefunden haben, scheint Intels Interesse an diesen High-Performance-Grafikeinheiten bei den kommenden CPU-Generationen gesunken zu sein, weshalb schon in der siebten Intel Core-Generation (Kaby Lake) keine Iris Pro, sondern maximal noch die non-Pro-Versionen der Iris-IGP verbaut werden sollen. Diese Entscheidung soll sowohl für den Desktop- als auch Notebook-Markt gelten.

Unbeantwortet bleibt allerdings die Frage, ob Intel die Iris-Pro-Serie nun komplett einstellen wird oder ob sich Intel aktuell nur eine "Produktionspause" gönnt, da sich derzeit die Integration der leistungsfähigen IGPs wirtschaftlich nicht rechnet. Zumal steht die Frage im Raum, wer diese relativ teuren Grafikeinheiten wirklich benötigt, da die Gaming-Community für mehr Leistung sowieso auf eine dedizierte Grafikkarte setzt und Office-Anwendern meist die Leistung der deutlich günstiger herzustellenden GT2 Grafikeinheiten der Marken "Intel-HD-Graphics-Unit" ausreicht, welche im Grunde auch einer Iris-Grafikeinheit entsprechen kann, jedoch nicht einer Iris Pro.

Da sich die hohen Entwicklungskosten der Iris-Pro-Grafikeinheiten auch auf den Endverbraucher ausgewirkt haben - was Prozessoren mit Iris-Pro vergleichsweise teuer gemacht hat, haben ihr übriges dazu beigetragen.

Meinung des Autors: Diese angebliche Entwicklung würde mich persönlich nicht wundern. Wer Grafikleistung benötigt, setzt sowieso auf eine dedizierte Grafikkarte und wer einfach nur Multimedia-Anwendungen wie Surfen, Film schauen, Office-Anwendungen starten oder auch kleinere, einfachere Games spielen möchte, für den reicht auch eine Intel HD Graphics beziehungsweise dürfte dieser mit den AMD-APUs besser beraten sein. Wie denkt ihr darüber? Braucht man eine Iris-Pro-Grafik oder war das nur ein Versuch, den in diesem Segment deutlich performanteren AMD-Chips eine Konkurrenz zu sein?
 
C

Castle

Gast
Notebooks mit Iris Pro waren mir immer zu Teuer. Der Verlust hält sich daher für mich in grenzen :D
 
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