Identitätsdiebstahl in P2P-Netzen

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#1
Eric-Cartman

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Viele File-Sharing-Nutzer geben mehr von sich preis als sie ahnen. Oft finden sich in freigegebenen Verzeichnissen Dateien mit persönlichen Informationen.

Die Zahl der Suchanfragen in P2P-Netzwerken nach vertraulichen Informationen hat bereits die in der Suchmaschine von Google überschritten. Dies hat Howard Schmidt, früher Sicherheitschef bei Microsoft, in der letzten Woche vor Tagungsteilnehmern in Kalifornien berichtet. Die Sucherfolge seien vor allem dadurch zu erklären, dass viele Nutzer von P2P-Netzen nicht nur einen dedizierten Ordner freigeben, in dem sich nur Musik, Bilder oder Filme befinden. Oft ist einfach der Ordner "Eigene Dateien" freigegeben und eröffnet so aller Welt den Zugriff auf persönliche Daten.

Kriminelle nutzen diese Nachlässigkeit der Internet-Benutzer und und suchen ganz gezielt nach für sie interessanten Informationen, indem sie Suchbegriffe wie "bank statement for August" oder "account summaries" verwenden. Sie setzen einen Rechner mit P2P-Software auf, führen einige Suchläufe durch und laden interessant erscheinende Dateien herunter. Nach kurzer Zeit verschwinden sie wieder aus dem Netz.

Sie erhalten auf diese Weise zum Teil komplette Kontodaten, Kreditkarteninformationen und auch medizinische Daten. Letzteres ist zum Beispiel bei einem Arzt passiert, der versehentlich knapp hundert Patientenakten in einem P2P-Netzwerk freigab. Schmidt schätzt, dass die Anzahl der Suchanfragen in P2P-Netzen bereits viermal so groß ist wie bei Google.

Während mit der Web-Suche Daten gefunden werden, die ungeschützt auf Web-Servern herum liegen, gelangen Kriminelle mit der P2P-Suche direkt auf die Rechner potenzieller Opfer. Sie brauchen weder Trojanische Pferde einzuschleusen noch Phishing-Mails zu versenden. Alles was sie benötigen, ist bereits vorhanden und oft frei zugänglich. Wer File-Sharing nutzt, sollte sich also nicht nur über Raubkopien Gedanken machen sondern auch über den Schutz seiner persönlichen Daten.

Quelle: IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 
#2
Fireblade

Fireblade

Grüßt die Winboarder
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ZITATSie setzen einen Rechner mit P2P-Software auf, führen einige Suchläufe durch und laden interessant erscheinende Dateien herunter. Nach kurzer Zeit verschwinden sie wieder aus dem Netz. [/b]
Schon heftig wenn sowas passiert,aber ich sage mir...die sind es selber Schuld wenn sie so nachläßig sind!
 
#3
S

SuperTux

Gast
ZITAT(Eric-Cartman @ 26.06.2006, 18:22) Quoted post
Sie erhalten auf diese Weise zum Teil komplette Kontodaten, Kreditkarteninformationen und auch medizinische Daten. Letzteres ist zum Beispiel bei einem Arzt passiert, der versehentlich knapp hundert Patientenakten in einem P2P-Netzwerk freigab.
[/b]
Schönes Beispiel dafür, wie Unwissenheit anderen Mitmenschen schadet. Und ein Arzt ist sicher nicht dumm. Aber wenn man sich nicht über Sicherheit von PCs informiert, schadet man nicht nur sich selber, sondern auch vielen anderen Menschen. Auch als normaler User.
 
#4
Gabriel

Gabriel

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mhh mann legt ja seine Privaten Daten auch nicht unter "Eigene Dateien" ab. Und Freigeben sollte man als Normalverbraucher im I-net sowieso nix. am Besten die Daten(kontodaten, Rechnungen, Schreiben etc.) in nem Ordner auf ner Kleinen Partition legen und verschlüsseln lassen oder besser noch auf ner RW/RAM sichern.
 
#5
M

m.rph

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ZITAT(Gabriel @ 27.06.2006, 09:22) Quoted post
in nem Ordner auf ner Kleinen Partition legen und verschlüsseln lassen oder besser noch auf ner RW/RAM sichern.
[/b]
das bekommt doch kein anfänger hingebogen...das einfachste ist ein usb-stick mit passwortschutz...den man physikalisch vom rechner trennt wenn man ihn nicht mehr brauch...einfach benutzen...abstecken...und in ne lade, genau neben den altmodischen nicht-e-paper :-)
und ja nie mitnehmen wohin auch immer!!!

und für gabriel unserem verschlüsselungsexperten legen wir das ganze noch in einen verschlüsselten container...truecrypt hilft
 
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