Hintergrund: Wie die Polizei Internet-Täter aufspürt

Diskutiere Hintergrund: Wie die Polizei Internet-Täter aufspürt im IT-News Forum im Bereich IT-News; Großes Erwachen. Die IP Thematik dürfte jedem der sich etwas mehr mit Computern und Netzwerken beschäftigt schon lange klar sein. Ist doch schon...
#21
S

seppjo

Gast
Großes Erwachen. Die IP Thematik dürfte jedem der sich etwas mehr mit Computern und Netzwerken beschäftigt schon lange klar sein.

Ist doch schon seit einiger Zeit möglich. Jetzt werden halt einfach die Suchalgorithmen dazu gebastelt. Wenn dann auch noch mit Gesetzesentwürfen dafür gesorgt wird, daß alle kriminalisiert sind, erweist sich das Internet als eine Optimale Schuld- & Geldschleuder. Eingentlich muss man sich dann nur noch auswählen wer einem nicht in den Kram passt und schon kann man den verdonnern. Ne Ursache wrid man schon irgendwie finden.
 
#22
L

Lenny

Gast
Dann passt das ja auch dazu...

Die Brandenburger Datenschutzbeauftragte Dagmar Hartge hat den Entwurf zum neuen Landespolizeigesetz kritisiert. Er übergehe nicht nur nahezu alle Einwände der Experten, sondern verschärfe entgegen deren Rat auch noch viele der ohnehin schon verfassungsrechtlich zweifelhaften Vorschriften, heißt es in einer Mitteilung der Datenschützerin. Es werde die Chance vertan, ein den heutigen Sicherheitsrisiken angepasstes Polizeirecht zu schaffen, das zwischen Freiheitsrechten und notwendigen polizeilichen Eingriffsbefugnissen abwäge.

Wohnraumüberwachung oder Videoüberwachung sollen in das Gesetz aufgenommen werden. Bei Hinweisen auf geplante Straftaten soll die Polizei die Befugnis zur vorbeugenden Telefonüberwachung erhalten. Bestehende Telefonkommunikationsverbindungen könnten unterbrochen oder verhindert werden, erläuterte Hartge.
Zitat: heise.de


UND das auf jeden Fall...

BGH verbietet Online-Durchsuchung von Computersystemen

Online-Untersuchungen von PCs sind illegal, berichtet die tageszeitung (taz) unter Berufung auf den Bundesgerichtshof. Dies ergebe sich aus einem entsprechenden Beschluss, den Ulrich Hebenstreit, Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) am 25. 11. gefällt hat. Die Begründung zu dem noch nicht veröffentlichten Beschluss liegt der taz vor. Danach seien Anträge der Bundesanwaltschaft auf Online-Durchsuchungen mit Hilfe von Trojanern nicht genehmigungsfähig, weil dem schweren Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung "die notwendige gesetzliche Gestattung" fehle.
Zitat: Heise.de
 
#24
S

Secula

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583
Hallo,

um mal etwas Ruhe in's Thema zu bringen hier mal ein aktuelles Zitat von der ComputerBase-HP:

Bundesgerichtshof stoppt Polizei-Hacker
Recht & Gesetz

11. Dez 2006, 19:45 Der Bundesgerichtshof erklärt Online-Durchsuchungen von PCs für illegal. Damit sind andauernde Spekulationen über die „Polizei-Trojaner“ aus dem Weg geräumt. Die Bundesregierung will jedoch schon in Kürze eine gesetzliche Grundlage für den Einsatz von Spionage-Software in der Ermittlungsarbeit schaffen.

Laut dem Bericht der Tageszeitung taz sind Online-Durchsuchungen von PCs „nicht genehmigungsfähig“ und daher illegal, so der Beschluss eines BGH-Ermittlungsrichters vom 25. November. Der Beschluss wurde laut taz noch nicht veröffentlicht, weshalb es in den letzten Tagen zu den wüstesten Spekulationen von kleinen Trojanern bis hin zum „Polizei-Hacking“ gekommen war. Bei den angewandten Hacks der Polizei handle es sich „um einen schwerwiegenden Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung“, dem die „notwendige gesetzliche Gestattung“ fehle, heißt es in dem Beschluss weiter.

Die bisher genutzte Vorschrift zur Überwachung der E-Mail-Kommunikation - Paragraf 100a Strafprozessordnung (StPO) - genüge nicht, so der BGH-Ermittlungsrichter Ulrich Hebenstreit, weil „der Kommunikationsvorgang abgeschlossen ist“, wenn die E-Mail auf dem heimischen Rechner gespeichert wurde.

Doch dazu gibt es natürlich gleich Gegenwind von der Regierung. So hat die Generalbundesanwältin Monika Harms gegen den Beschluss Beschwerde eingelegt. Sollte der Senat des BGH den Beschluss bestätigen, will die deutsche Bundesregierung eine gesetzliche Grundlage für Online-Durchsuchungen schaffen. Parallel dazu veröffentlichte ein Sprecher von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ein Statement: „Das Bundesinnenministerium hat Online-Durchsuchungen des Bundeskriminalamtes bis auf weiteres gestoppt“.

Doch das Rad dreht sich schon und kommt gerade richtig in Schwung. Die erste gesetzliche Erlaubnis für Online-Durchsuchungen schafft derzeit Nordrhein-Westfalen. Diese Maßnahmen sollen dann aber nicht von Gerichten genehmigt werden, sondern von einer im Landtag gewählten Kommission. Das Gesetz soll bereits in zwei Wochen beschlossen werden. Dann ist nur die Frage, wann die Bundesregierung nachzieht.
MfG
Secula
:up
 
#26
L

Lenny

Gast
Eben aktuell eine Live Debatte zum Thema online Datenschutz und Onlineuntersuchung...ganz grosses Kino, nur ein paar Politiker dabei, so wichtig scheint es Ihnen zu sein...kurzes Fazit eben...die CDU/CSU vertritt die Meinung das einschleusen von Trojanern ok ist..

Läuft auf Phönix


edit/ Andere sind da schon weiter..

Was in Deutschland geplant ist, wird in der Schweiz vom Departement für Umwelt, Verkehr und Kommunikation (UVEK) bereits erprobt. Mittels der Spionagesoftware eines schweizerischen Sicherheitsunternehmens lassen sich via Internet geführte Telefongespräche abhören und andere Daten übertragen. Da das System nur Ermittlungsbehörden zur Verfügung gestellt wird, sollen Firewalls und Antivirenprogramme auf den ausspionierten Rechnern nicht auf die Software reagieren können, da diese den Datenbanken nicht bekannt ist.

Im einfachsten Fall wird das Spionageprogramm per E-Mail auf den zu überwachenden PC eingeschleust. Die Zielperson kann aber auch zu einer Webseite gelockt werden, von wo aus sich unbemerkt im Hintergrund das Spionageprogramm installiert. Die Internetverbindung braucht das Programm nur, um sich auf dem Rechner zu installieren – danach sammelt es selbstständig im Hintergrund die gewünschten Daten. Ist der Vorgang abgeschlossen, wird das Ergebnis per Internet automatisch an die Fahnder übermittelt. Wird der PC vor Ende der Übertragung abgeschaltet, nimmt das Programm dieses nach dem nächsten Start wieder auf.

Das in der Schweiz getestete Programm kann sogar noch mehr: Die Software kann auch das eingebaute Mikrofon oder angeschlossene Web-Kameras aktivieren und somit Räume überwachen. Nach Abschluss einer Abhöraktion kann sich das Programm zudem zeitgesteuert selbst deinstallieren. Ermitteln kann die Software nicht nur auf Windows-Computern, sondern auch auf Rechnern mit anderen Betriebssystemen. Auch gegen das Verschlüsseln von Dateien ist das System gewappnet: Es aktiviert sich erst, nachdem die verschlüsselte Datei durch die Eingabe eines Kennworts vom Nutzer geöffnet wurde.

Zitat: tagesspiegel.de
 
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#29
Fireblade

Fireblade

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Gestern Abend kam noch ein Bericht im TV,in Nordrhein-Westfalen wird online geschnüffelt.Damit ist wohl das Urteil des Bundesgerichtshofs hinfällig.
 
#30
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SuperTux

Gast
Ob deren Software auch auf Linux oder unter Windows ohne Admin-Rechte läuft? Bezweifel das.
 
#31
Fireblade

Fireblade

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Wer weiß was da für Software eingesetzt wird.Denke mal das der normale User davon nichts mitbekommt.Irgendwie umgehen die das garantiert.
 
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