Hausnetzwerk - Verkabelungsberatung

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JumpingJohn

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Hallo zusammen,

bald ist es so weit. Dann kann ich endlich mit meiner Frau in die eigenen 4 Wände einziehen. :sing
Da ich in meinen bisherigen Wohnungen nie 100%ig mit der abdeckung und Leistung des WLANs war und auch DLAN nicht die erhoffte Leistung brachte will ich in den eigenen 4 Wänden alle stationären Netzwerkgeräte (Sat-Receiver, PS3, Desktop PC, Laptop im Büro und zukünftig einen NAS) per Kabel versorgen. Das Haus ist in dieser Hinsicht noch Jungfräulich, so das ich quasi alles so gestallten kann wie ich es möchte oder wie es am sinnvollsten ist.

Da ich wegen zu schlechtem Angebot der Telekom zum dort ansässigen Kabelanbieter fürs Internet und Telefon wechseln werde gibt es nun für mich 3 mögliche Varianten das Netzwerk aufzubauen.

1. Variante: Ich lege ein Koaxial-Kabel (rot) bis ins Büro, dort an das Kabel-Modem (Fritz!6360) klemme und dessen Netzwerk-Ports zur Verteilung an PC, Laptop und NAS nutze. Eine weitere Leitung geht ein Stück zurück, durch die Decke ins Wohnzimmer, wo meine alte Fritz!7240 die Verteilung an Receiver und PS3 übernimmt und das WLAN für Smarthphones, Tablets und Laptops bereitstellt.
GrundrissUG_V1.jpg

2. Variante: Vom Kabel-Hausanschluss gehe ich direkt vorort in den Kabelrouter (Fritz!6360), von da in einen 8-fach Switch (den ich auch schon habe) und von dort Verteile ich sternförmig an alle notwendige Stellen. Im Wohnzimmer bleibt es wie bereits oben beschrieben.
GrundrissUG_V2.jpg

3. Variante: Eine Mischung aus den beiden ersten und daher mit dem größten Aufwand und benötigt am meisten Kabel. Ich Lege wieder ein Koaxialkabel bis zum Modem im Büro, mit einem LAN-Kabel geht es direkt wieder zurück zum Zentralen 8fach Switch und von dort wird wieder verteilt.
Auch hier ändert sich an der Verteilung im Wohnzimmer nichts.
GrundrissUG_V3.jpg

EG:
GrundrissEG_V1.jpg


Vor und nachteile aus meiner Sicht:
1. Variante:
pro= schnell aufgebaut, günstig
contra= Büro Router bereits voll, somit nicht ohne weiteres ausbaubar

2. Variante:
pro= gut erweiterbar (z.B. Kinderzimmer, Partykeller, Schlafzimmer)
contra= deutlich mehr Kabel zu verlegen, dadurch teurer, Fritz!Box Funktionen (WLAN, DECT, USB-Port, LAN-Ports) mach an diesem Standort keinen bzw. wenig Sinn

3. Variante:
pro= gut erweiterbar, Fritz!Boxen können voll genutzwerden (WLAN- und/oder DECT-Repeater, USB-Ports, zusätzliche LAN-Ports im Büro)
contra= teuerste und aufwendigste Variante


Das gute an der ganzen Geschichte ist das ein großteil der Kabel nur im Keller verlaufen werden und ich diese einfach unter die Decke im Kabelröhren oder -kanäle verlegen werde da es mich dort nicht stört. :up

Wie würdet ihr das in meinem Falle umsetzen? Habe ich schon die richtige Ideen (wenn ja welche ist die sinnvollste) oder sollte ich das komplett anderst angehen? :confused

Danke schon mal für eure Meinungen, Gruß
JJ
 
Mike

Mike

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Das Haus ist in dieser Hinsicht noch Jungfräulich, so das ich quasi alles so gestallten kann wie ich es möchte oder wie es am sinnvollsten ist.
Bevor ich irgendetwas machen würde, würde ich mittels eines Routers ein WLAN überhaupt einmal testen. Sollten nämlich 300MBit möglich sein, dann würde ich mir die Kabel sparen.
LAN würde ich nur verwenden, wenn ich unbedingt 1GBit haben will zwischen den Geräten.

Da ich selten zwischen den Geräten kommuniziere brauche ich lediglich eine Leistung von ca. 20-56MBit um glücklich zu sein, da das Internet eh nicht schneller ist :)
 
tacky

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Hi Jumping John,

lass dich von Mike nicht kirre machen, geht nichts über Kabel.

Ich würde eindeutig Variante 2 bevorzugen, scheint mir die sauberste Lösung zu sein.

Aber falls es ein Neubau ist oder sowieso Elektroinstallationen gemacht werden müssen, würde ich Dir empfehlen, es proffesionell zu machen. Patchfeld, Netzwerdosen etc.
Den Bildern nach scheint es aber wohl alles schon fertig zu sein, bzw. ist eine nachträgliche Lösung gesucht.
Die Leerohre solltest du ruhig etwas grösser dimensionieren, damit du zukunftsssicher bist.

T@cky
 
JumpingJohn

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Hi, schon mal danke für eure Beteiligung.

@Mike: Sicher zum surfen würde ich vielleicht ein ausreichend starkes Netzwerk aufgebaut bekommen, aber auch nur mit einem Repeater! Ich kenne das schon aus zwei Mietswohnungen und aus den zweigeschossigen Häusern meiner Eltern und meiner Schwester. Da ich aber hin und wieder auch mal größere Datenmengen durch die gegend schiebe, z.B. 3GB an Urlaubsbildern, mehrere teils über 1GB große Videos von meinen Biketouren, Steam-Installationsverzeichnisse macht ein WLAN, bei dem man von möglichen 150 nur 65-80 erreicht und dann nur eine Ausslasstung von 30-40% erreicht, einfach keinen Spaß. Achja und in meiner jetztigen 100m² Wohnung habe ich nicht überall Empfang, da ich nicht die Möglichkeit habe die Fritz irgendwo zentral aufzustellen, das selbe Problem hätte ich im Haus auch!

@tacky: leider ist es kein Neubau, sonst würde ich die Leerrohre auch im Keller unter Putzlegen, aber wie gesagt im Keller stört es mich ja nicht. Ich weiß das 1997 als das Haus gebaut wurde eine Kabelverteilung verbaut wurde, habe in der Ecke wo der Kabel-Hausanschluss zu finden ist auch einen 4fach-Verteile für analoges Kabel gesehen, nur weiß ich nicht wo die Kabel alle hinführen, ich weiß das es einmal ins Wohnzimmer EG geht und einmal in den Partykeller. Vielleicht geht auch eines ins Büro, dann wäre Variante 3 natürlich relativ einfach. Wenn irgendwann mal eine Grundsanierung anstehen sollte, dann werde ich auch Netzwerkdosen setzen. Für den Anfang werde ich an den Kabelenden erst einmal Stecker verwenden.

Ich bin schon mal recht zufrieden mit mir das meine Überlegungen wohl prinzipiell garnicht so schlecht sind! Falls noch jemand einen guten Rat hat, ich bin für alles offen.
 
Mike

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Achja und in meiner jetztigen 100m² Wohnung habe ich nicht überall Empfang, da ich nicht die Möglichkeit habe die Fritz irgendwo zentral aufzustellen, das selbe Problem hätte ich im Haus auch!
:hm was ist in den Wänden. Habe auch diese Größe und überall inkl. Balkon Empfang mit über 28MBit/sec ohne Repeater. Mach das WLAN allerdings nicht mit einer FritzBox - da wurde ich auch enttäuscht.
 
Andy

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Ich würde auch zu der Variante 2 tendieren.

Und selbst wenn der WLAN Empfang überall wirklich top ist, würde ich die Gelegenheit des Einzugs nutzen und Kabel verwenden.
Wie die meisten Vorredner schon sagten ist das noch immer die stabilste und sicherste Lösung.

WLAN wenn man keine Installationen möchte, kein Kabel legen darf/kann oder Kabel zu teuer wäre.
In allen anderen Fällen immer Kabel.

Und selbst wenn es kein Neubau ist, würde ich schauen, dass du möglichst viel mit Leerrohren arbeitest. Die kannst du ja auch unter den Sockelleisten verlegen. Und die würde ich auch gleich in alle Zimmer legen. Wenn du mal eingezogen bist, ist sowas nachträglich immer schwierig.

Ist zwar im ersten Schritt ein deutlicher Mehraufwand und teurer, aber du solltest eben die Gelegenheit nutzen solange das Haus noch leer ist. Wenn du nachträglich etwas ändern willst oder mal ein Kabel defekt ist, wirst du froh sein.
 
Alfiator

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Ich würde auch sehr hochwertige Kabel benutzen falls diese später doch nicht auswechselbar sein sollten.Und falls auch TV mit verteilt werden sollte rate ich zu SAT over IP.Sind die selben Kabel und falls die Bandbreite dazu nicht ausreicht halt ein 2. Kabel benutzen.Lohnt sich auf jeden Fall weil man dadurch sehr flexibel ist...
 
JumpingJohn

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Also die Kabel werden definitiv austauschbar verlegt, im Keller in den erwähnten Kabelröhren, in die noch zu leistende Bohrung zwischen UG und EG kommt dann auch ein Rohr, da wir im Wohnzimmer nicht allzu viel neu machen müssen werden bis zur nächsten größeren Renovierungen die Fussleisten herhalten müssen.

Mhhh...! Sat over IP könnte noch eine eine Interesante sein die ich mir mal genauer anschauen muss. Es ist bisher eine nachträglich installierte Doppel-LNB Anlage installiert, deren Koax-Kabel bisher einfach unschön direkt durch die Außenwand zum zu versorgenden Raum gelegt sind. Hatte bisher überlegt den Doppel-LNB gegen einen Quad zu tauschen, die Kabel ums Haus herum in einen Erdkanal zu legen der dann direkt durch die Kellerwand am Strom-Verteiler endet, dort hatte ich vor die beriets verlegten Koax-Kabel des Kabelanschlusses zu verwenden, aber Sat over IP wäre ab da natürlich auch nicht schlecht. Muss ich mir mal anschauen wie groß der finanzielle aufwand wäre, den da muss ja ein SAT-IP-Wandler kommen und am Receiver muss es ja wahrscheinlich wieder ein IP-SAT-Wandler hängen oder wie läuft das? Brauch man am Ende gar spezielle SAT-IP-Receiver?
 
JumpingJohn

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Also Sat over IP ist ja anscheinend nicht ohne Komplettumstellung auf Sat-IP fähige Wiedergabegeräte möglich, außerdem sind die wichtigstens Räumlichkeiten durch die Kabel-Koaxialverkabelung ja schon versorgt bzw. ist eine Umstellung auf Sat einfach zu bewerkstelligen (Dosentausch). Somit ist die ganze Sache für mich eher uninteresant, maximal irgendwann mal als Ergänzung und Erweiterung.
 
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Sat IP ist eigentlich nur für Wlan interessant wenn man haben möchte, ansonsten Koax Kabel ist das beste.
 
JumpingJohn

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So, ich habe da nochmal eine Frage. Ich möchte die Verkabelung in Rundrohren unter die Kellerdecke hängen. Soweit so gut, ich frage mich aktuell welcher durchmesser ich bei der hier aufkommenden Menge an Kabel ich benötigen werde. Gehen wir mal vom Beispiel 3 aus, dann muss es zumindest vom 8-fach Switch aus 8 LAN-Kabel und 1 Koaxialkabel fassen können.

Reichen M25 Rohre oder muss ich gar auf M32 gehen? Habe mir diese herausgesucht: M25-Installationsrohr

Achja und im Büro möchte ich einen BR Kabelkanal setzen und dahinein dann zwei Doppel-Netzwerkdosen, benötige ich für die dann zwangsweise ein Anlegewerkzeug oder gibt es da unterschiedliche Modelle? Die Restlichen Enden werden vorerst direkt mit Netzwerksteckern versehen, gibt es dabei irgendwas essentielles zu beachten?
 
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