Google: Neuer Warnhinweis vor gefährlichen Websites–und es trifft auch harmlose Sites

Diskutiere Google: Neuer Warnhinweis vor gefährlichen Websites–und es trifft auch harmlose Sites im IT-News Forum im Bereich IT-News; Unzählige Websites versuchen Anwendern Malware unterzuschieben. Gemeinsam mit StopBadware.org versucht Google dem Treiben seit einiger Zeit einen...
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Eric-Cartman

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Unzählige Websites versuchen Anwendern Malware unterzuschieben. Gemeinsam mit StopBadware.org versucht Google dem Treiben seit einiger Zeit einen Riegel vorzuschieben. Wenn in den Suchergebnissen eine potentiell gefährliche Website gelistet wird und der Anwender auf den Link klickt, dann erschien bisher eine Warnseite, die den Anwender über die potentielle Gefahr informierte. Neuerdings werden Anwender noch eindringlicher vor potentiell gefährlichen Websites gewarnt. Manchmal erwischt es aber auch Sites, die mit Malware gar nichts am Hut haben und bei denen es dann plötzlich um die Existenz geht, wie ein Beispiel zeigt.

Im August 2006 führte Google eine Warnfunktion für die Suchergebnis-Seite ein, die Anwender besser vor gefährlichen Websites schützen soll ( wir berichteten ). Erst kürzlich übten diverse Organisationen Kritik an dieser Funktion ( wir berichteten ).

Ungeachtet dieser Kritik warnt Google neuerdings die Anwender noch eindringlicher vor möglicherweise gefährlichen Websites. Bereits in den Suchergebnissen wird der Hinweis „Diese Website kann Ihren Computer beschädigen“ eingeblendet. Das ist beispielsweise der Fall, wenn bei Google nach dem Begriff „crackspider“ gesucht wird.

Auf dieser Seite erläutert Google, wann dieser Hinweis eingeblendet wird: „ Wir zeigen eine Warnmeldung wenn Sie auf ein Suchergebnis klicken, dass wir als eine Website identifiziert haben, die möglicherweise schädliche Software auf Ihrem Computer installiert.“

Klickt der Anwender trotz des Warntextes auf den Suchergebnis-Link so landet er immer noch nicht auf der gewünschten Website, sondern es wird eine Website mit einem weiteren Warnhinweis eingeblendet. Hier kann sich der Anwender dann darüber informieren, wieso Google/StopBadware.org die Site als potentiell gefährlich einstufen. Dies allerdings bis dato nur in englischer Sprache, so dass rein deutschsprachige Anwender zumindest derzeit noch nicht die genauen Details erfahren, wieso die jeweilige Website für sie gefährlich sein könnte.

Existenzbedrohend, wenn es eine harmlose Site trifft

Welche Websites bei StopBadware.org als gefährlich eingestuft werden und vor denen Google dann warnt, ist dieser Liste zu entnehmen. Derzeit umfasst die Datenbank über 8100 Website-Einträge, darunter auch mehrere Dutzend deutsche Sites.

Dort stießen wir auch auf die URL einer deutschsprachigen Spartenzeitschrift. Vor dem Besuch dieser Website warnt Google ebenfalls, sobald man den Namen der Zeitschrift in der Suche von Google eingibt. Wir haben die Zeitschrift kontaktiert. Dort wusste man noch gar nichts von der Warnung, man wolle sich nun darum kümmern. Zwischenzeitlich dürfte so mancher Google-Nutzer verwirrt sein und im schlimmsten Fall auf den Besuch dieser Website verzichten.

Was es für eine Website bedeuten kann, die fälschlicherweise von dem System als potentiell gefährlich eingestuft wird, haben die Betreiber von Adwarereport.com erfahren. In einer Welt, in der die Masse der Internet-Anwender mit Google nach Inhalten im Internet sucht, kann es um die Existenz einer Website gehen, wenn Google die Anwender vor dieser Site warnt.

Adwarereport.com hat sich auf das Testen von Anti-Spyware-Produkten spezialisiert und wurde im vergangenen November fälschlicherweise von Google/StopBadware.org als gefährlich eingestuft. Sprich: Anwender, die in Google nach der Website suchten oder auf sie stießen, erhielten vor dem Besuch der Website einen Warnhinweis eingeblendet. Diesem Eintrag bei StopBadware.org ist die Warnung bezüglich der Site immer noch zu entnehmen.

Die Folge: Bei Adwarereport.com sank im November der Traffic um über 70 Prozent und die Website wurde aus dem DMOZ-Katalog gestrichen, einer umfangreichen und von Menschen erstellten Linksammlung (auch als Open Directory Project oder Directory at Mozilla bekannt). Zusätzlich konnte die Website sich vor dem Problem in der Top 10 für 50 Begriffe bei Google positionieren und nach dem Problem war die Website nur noch bei vier Begriffen bei Google in der Top 10 gelistet. Websites müssen sich finanzieren und sind von möglichst vielen Besuchern abhängig. Wenn diese plötzlich wegbleiben, kann es das Ende einer Website bedeuten.

Was war passiert? Nach langem hin und her konnten die Betreiber von Adwarereport.com herausfinden, dass StopBadware.org die Seite als gefährlich eingestuft hatte, weil ein Hacker sich Zugriff auf eine Archiv-Seite der Website verschafft hatte und dort einen Javascript-Code abgelegt hatte, der zu einer russischen Malware-Site führte. Das Loch wurde umgehend gestopft und der Code entfernt.

„Es wäre fair gewesen, wenn Google nur vor dieser Unterseite gewarnt hätte, aber das taten sie nicht. Sie warnten vor allen Seiten unserer Site. Wir hatten mal über Google tausende Besucher täglich. Heute sind im Schnitt um die 30”, schreiben die Betreiber der Website.

Wichtig für Betreiber von Websites, die fälschlicherweise als gefährlich eingestuft werden: Stopbadware.org überprüft seitens Google mit einem Warnhinweis versehene Sites, wenn Anwender eine Mail an appeals@stopbadware.org senden. Daraufhin nimmt das Projekt die jeweiligen Websites genauer unter die Lupe. Sollte das Projekt zu dem Ergebnis kommen, dass die fragliche Site sauber ist, informiert es wiederum Google und der Warnhinweis wird wieder entfernt. Eine derartige Analyse kann jedoch bis zu 10 Werktage dauern.

Quelle:IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 
#2
Michel

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Dort stießen wir auch auf die URL einer deutschsprachigen Spartenzeitschrift. Vor dem Besuch dieser Website warnt Google ebenfalls, sobald man den Namen der Zeitschrift in der Suche von Google eingibt.

Quelle:IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
Wer rauskriegt wer es ist, kriegt hundert Gummipunkte. Wir könnten einen Rate-Thread unter Off-Topic dafür aufmachen. ;)
 
#3
Fireblade

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„Es wäre fair gewesen, wenn Google nur vor dieser Unterseite gewarnt hätte, aber das taten sie nicht. Sie warnten vor allen Seiten unserer Site. Wir hatten mal über Google tausende Besucher täglich. Heute sind im Schnitt um die 30”, schreiben die Betreiber der Website.
Das ist natürlich dumm gelaufen.
 
#4
Bullayer

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„Es wäre fair gewesen, wenn Google nur vor dieser Unterseite gewarnt hätte, aber das taten sie nicht. Sie warnten vor allen Seiten unserer Site. Wir hatten mal über Google tausende Besucher täglich. Heute sind im Schnitt um die 30”, schreiben die Betreiber der Website.
Bekommen die Betreiber eigentlich Schadensersatz in irgend einer Form??
 
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