GELÖST Gesetzgebung "Hacking"

Diskutiere Gesetzgebung "Hacking" im Off Topic / Small Talk Forum im Bereich Sonstiges; Hallo zusammen Ich bin an einem Vortrag über das Thema "Hacking kavaliersdelikt?". Dies ist eher eine moralische frage, dennoch möchte ich die...
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B34n

Gast
Hallo zusammen

Ich bin an einem Vortrag über das Thema "Hacking kavaliersdelikt?". Dies ist eher eine moralische frage, dennoch möchte ich die genauen Gesetze die uns vor Attacken schützen kennen. Leider fand ich nirgens passende Informationen. Kann mir wer weiterhelfen?
Danke schon im Voraus!
greez B34n
 
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kunalfiesta

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Eindringen in gesicherte Bereiche wird laut Strafrechtsnovelle strafbar | Bis
zu sechs Monate für Umgehung "spezifischer Sicherheitsvorkehrungen" | Bis
zu zwei Jahre Haft bei Schäden über 2.000 Euro | Umstrittenes "Cybercrime"-
Abkommen wird bereits in nationales Recht umgesetzt

Der seit kurzem zur Begutachtung vorliegende Entwurf des
Strafrechtsänderungsgesetzes 2002 sieht neben Änderungsvorschlägen "zur
wirksameren Bekämpfung des Terrorismus" auch eine große Zahl von neuen
Regeln im so genannten Bereich "Cybercrime" vor.

Paragraf 118a StGB ["Widerrechtlicher Zugriff auf ein Computersystem"] hat
eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten für bloßes Betreten
geschützter Bereiche in petto, wenn "spezifische Sicherheitsvorkehrungen"
umgangen werden. Da diese freilich nicht weiter spezifiziert werden, würde in
der vorliegenden Form des 118a auch so genanntes "White Hat Hacking"
unter Umständen strafbar.

Als "White Hats" werden jene Hacker bezeichnet, die nach Entdeckung einer
Sicherheitslücke den Eigentümer eines mangelhaft abgesicherten Servers
oder einen Softwareproduzenten von der entdeckten Schwachstelle
informieren. Einleitende Worte zum Strafrechtsänderungsgesetz 2002



Beweislast wird umgekehrt
Wenn sie dabei auf geschütztes Terrain geraten, weil etwa durch grobe Schlamperei der Programmierer anderweitig geschützte Bereiche "seitwärts" einfach offen sind, sind Hacker ebenso erstmals strafbar wie gewöhnliche User, die zufällig in diese Bereiche geraten sind.

Dass Letzteres im Internet geradezu auf der Tagesordnung ist, berücksichtigt der Entwurf nämlich nicht.

Die Beweislast wird damit umgekehrt. Der betroffene User muss künftig beweisen, dass er keine Sicherheitsvorkehrungen überwunden hat, sondern dass der Eigentümer des Rechners in Bezug auf die Sicherheit fahrlässig gehandelt hat. Was schwer sein dürfte, zumal der Eigentümer ja den betreffenden Rechner kontrolliert und der technisch Verantwortliche schließlich kein Interesse daran haben dürfte, dass ihm Fahrlässigkeit nachgewiesen wird.

Einzige Einschränkung: "Der Täter ist nur mit Ermächtigung des Verletzten zu verfolgen




In der Praxis sind es Kids
In der Praxis zielt dieser Paragraf auf eine kleine Gruppe zumeist sehr junger Täter [so genannte "Defacer"] ab, die mit fremden Scripts mangelhaft abgesicherte Rechner cracken und die Frontpage einer Website temporär durch eigene ersetzen.

Wer einen 40.000 Euro übersteigenden Schaden auf einem fremden Netzwerk herbeiführt, wird mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft.
 
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B34n

Gast
wow danke für die schnelle Antwort ..
Für welche Länder geillt dieses Gesetz ?
Danke nochmals...
greez
 
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kunalfiesta

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ist für österreich und teilweiße deutschland,aber ein europaweites gesetzt ist unterweges und wird ähnlich sein zu diesem.
 
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B34n

Gast
Wird bei dem EU-Gesetz die Schweiz auch min eingeschlossen oder haben wir wieder eine Speziallösung?
Wie sieht es im Moment in der Schweiz aus ?
Thx!
 
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kunalfiesta

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für EU sieht dder entwurf konkret so aus:--

Die EU-Justizminister haben die Gesetzeslage für Hacker und so genannte Cyber-Terroristen signifikant verschärft. Wer sich unbefugt in Informationssysteme einklinkt, begeht nach der neuen Rechtsprechung ein Delikt, das so bislang nicht per Gesetz als abzustrafender Tatbestand festgehalten war. Außerdem erhöhten die Minister das Strafmaß empfindlich. Die Vorschläge der EU-Justizminister müssen jetzt noch das EU-Parlament passieren, um dann auch in die nationale Rechtsprechung eingearbeitet zu werden.

Die Politiker einigten sich unter anderem darauf, dass Hacker und Virenautoren bis zu fünf Jahre hinter Gitter kommen können. Online-Kriminalität soll nach dem Beschluß der Minister einen einheitlichen Strafkodex in Europa erhalten.“Wir legen eine gemeinsame Definition und ein Strafmaß für Online-Kriminalität in allen 15 Mitgliedsstaaten fest“, sagte Antonio Vitorino, EU-Kommissar für Justiz und Inneres. Hacker ist nach dem harmonisierten EU-Strafrecht danach jede Person, die sich rechtswidrig Zugang zu Informationssystemen verschafft. Als “rechtswidriger Eingriff in Informationssysteme“ werden Angriffe auf Dienste oder Verbreitung von Viren bezeichnet. Kann eine solche Tat in Zusammenhang mit organisierter Kriminalität gebracht werden, setzen die Minister das Strafmaß auf zwei bis maximal fünf Jahre an. In weniger schweren Fällen können Delinquenten ein bis drei Jahre in Haft kommen.


da schwitz nicht zu EU gehört werden die EU gesetzte nicht auf der schweiz übertragen aber man geht davon aus ,dass derren gesetzte auch dem EU ähnlich sein werden.
 
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kunalfiesta

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das recht zur zeit in der Schweiz sieht so aus :
 

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B34n

Gast
Thx hast mir sehr weiter gehollfen! thx
noch schönes wknd!
greez
 
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Gesetzgebung "Hacking"

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