Firefox-Vater: „Internet Explorer 7 sieht sehr gut aus, aber…“

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Eric-Cartman

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In einem Zeitungsinterview äußert sich Firefox-Vater Blake Ross über den Internet Explorer 7, Microsoft, Google und die Zukunft von Firefox.

Bereits mit 15 Jahren durfte Blake Ross bei Netscape mitarbeiten. Richtig berühmt wurde er aber, als er zusammen mit Dave Hyatt das Projekt Firefox startete und es der ersten Version gelang, Marktanteile vom Giganten Internet Explorer abzuluchsen. Blake Ross hat sich nun in einem Interview mit dem Seattle Post-intelligencer zur Zukunft von Firefox geäußert. Ross räumt darin ein, dass die Erwartungen an Firefox 2.0 entsprechend hoch seien nach dem Erfolg der Vorgängerversionen. Das mache die Weiterentwicklung etwas schwierig, denn Ziel bei Firefox sei es immer gewesen, die Dinge einfacher zu machen und nicht ständig neue Funktionen hinzuzufügen, wie es beispielsweise Microsoft bei seinem Office-Paket mache.

Auf die Frage, was er vom Internet Explorer 7 hält, antwortet der 21-jährige Blake Ross: „Ich habe ihn etwas genutzt. Die Wahrheit ist, dass er sehr gut aussieht. Die Leute erwarten immer von mir, dass ich sage, er sei schrecklich“. Microsoft habe beim Internet Explorer 7 genau das getan, was man auf Seiten von Firefox erwartet habe: Die Funktionen seien erweitert worden, so dass der Internet Explorer gegenüber Firefox aufgeholt habe. „Ich habe keine echte Innovation gesehen, die über das hinaus geht, was wir mit Firefox geliefert haben“, so Ross, der sich zuversichtlich darüber äußert, dass Firefox wieder viele Schritte vor dem Internet Explorer sein wird und Microsoft dann wieder aufholen muss.

Ross betont im Interview, dass das Firefox-Projekt niemals gestartet wurde, um Microsoft zu schaden oder irgendeinen Wettbewerb zu gewinnen. Immer wenn er so etwas höre, werde er wütend. Andererseits gibt Ross Microsoft die direkte Schuld für Spyware, Adware und Werbe-Popups. Das alles sei im Web aufgetaucht, nachdem Microsoft die Entwicklung des Internet Explorer für fünf Jahre aufgegeben habe. Ein Argument für Firefox gegenüber dem Internet Explorer 7 sei daher, dass man keinem Unternehmen vertrauen sollte, dass schon mal sein Produkt für mehr als fünf Jahre fallen ließ. Niemand könne ausschließen, dass dies erneut passiere.

Google bezeichnet Ross als „unglaublichen Partner“ für Firefox. Google hatte kürzlich einen Tag lang auf seiner Seite für Firefox geworben. Diese Aktion sorgte laut Angaben von Ross für enormen Zulauf, für den man ansonsten ein Jahr benötigt hätte. „Offensichtlich ist ihre Motivation klar. Sie sehen, dass der IE 7 herauskommt und die MSN-Suche in der Suchbox intergiert ist“, sagt Ross. Insgesamt freue man sich über die Partnerschaft mit Google.

Quelle: IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 
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MountWalker

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ZITAT„Ich habe keine echte Innovation gesehen, die über das hinaus geht, was wir mit Firefox geliefert haben[/b]
Wie wärs mit Quicktabs und Phishing-Filter? Nicht dass ich persönlich diese MS-Innovationen für unverzichtbar halte, aber es ist nunmal Fakt, dass Microsoft beides zuerst in die Entwicklung brachte und Mozilla beide Funktionen erst für FF 2.0 vorgeschlagen hat, als die MozDevs sie bei IE7-Previews - bzw. den Phishing-Filter damals auch als Beta-Update für IE6 sahen.

Drei Browser-Distributoren, Microsoft, Mozilla und Opera, haben sich schon im November letzten Jahres darauf geeinigt auch Funktionen von einander abzuschauen, damit die Bedienung von verschiedenen Web-Browsern insgesamt etwas einheitlicher wird und damit der Wechsel in der Anwendung verschiedener Browser möglichst wenig Hürde darstellt. Ich finde das gut. Wer unbedingt eigenartige Webentwicklungen braucht, soll sich halt nen proprietären Flashplayer installieren - da hat er die Garantie, dass die Funktionen nicht von anderen abgeschaut werden, weils proprietär ist. Sowas (proprietäres Gehabe nach dem Motto: "Ich kanns alleine besser als alle anderen") ist absolut nicht das Ziel von Mozilla, widerspricht den eigentlichen Zielen des Mozilla-Projekts sogar und deshalb stimme ich auch mit Ross darin überein, dass die Browser-Wars-Fanatiker eigentlich keine Mozilla-Fans sein dürften.
 
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