GELÖST Festplatte defekt? (Laden braucht ewig und Daten fehlen)

Diskutiere Festplatte defekt? (Laden braucht ewig und Daten fehlen) im Massenspeicher Forum Forum im Bereich Hardware Forum; Hallo, ich stehe vor einem sehr merkwürdigem Problem: Vor zwei Tagen hat mein Rechner (siehe mein Sysprofile am Ende des Beitrags) kurz gehangen...
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d-d-1

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Hallo,

ich stehe vor einem sehr merkwürdigem Problem:

Vor zwei Tagen hat mein Rechner (siehe mein Sysprofile am Ende des Beitrags) kurz gehangen (Musikschnipsel lief auf einmal im Loop) und hat sich dann nach ein paar Augenblicken neu gestartet. Allerdings lief der Start des Betriebssystems danach nur noch in Zeitlupe ab. Der "Windows 98 wird gestartet"-Hinweis kam erst nach ca. zwei MInuten (sonst immer sofort) und nach zwei weiteren Minuten der Hinweis, dass eine vxd-Datei nicht gefunden wurde.

Daraufhin habe ich nach einem Neustart über F8 die Eingabeaufforderung aufgerufen und dann den Befehl "win" eingeben. Nach ca. 10 Minuten war Windows interessanter Weise komplett geladen.

Der Explorer verriet mir, dass auf einmal nur noch das Windows-Verzeichnis auf der Platte ist. Ein Klick auf die Eigenschaften des Laufwerks verriet mir aber, dass von den 114 GB der Platte 14 GB noch frei sind und der Rest belegt. Das stimmt auch so. Allerdings werden mir die Dateien und Ordner (bis auf das komplette Windows-Verzeichnis) nicht angezeigt. (Auf dem Desktop hingegen wurden alle Symbole angezeigt, was ja ein Zeichen dafür ist, dass die Dateien da sein müssen.)

Ich hab sogar versucht, sie als Slave einzubinden, aber das führte nur dazu, dass der Bootvorgang von Linux (als Master angeschlossen) wegen Zeitüberschreitung abgebrochen wurde.

Weiß hier jemand zufällig was hier los ist? Ich verstehe das Verhalten der Festplatte überhaupt nicht.

Die Platte wird im Bios richtig erkannt. SIe läuft auch ordnungsgemäß und macht keine Knarz- oder Klick-Geräusche. Trotzdem lädt alles nur in Zeitlupe und knapp 100 GB an Daten werden nicht angezeigt, obwohl anhand der Laufwerkseigenschaften 100 GB mit Daten gefüllt sind.
 
Dirk

Dirk

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Was sagt denn der Virenscanner bzw. HiJack ? Könnte mir vorstellen, dass Du Dir eine Virus/Trojaner eingefangen hast der sich an deinen Dateien vergreift.

Die Icons auf dem Desktop sind "nur" Verknüpfungen ... sprich "Startknöpfe" und nicht die Programmdateien selber. Wenn die Dateien auf der Platte gelöscht sein sollten, bleiben die Icons auf dem Desktop trotzdem bestehen.

Du kannst also nur durch Betätigen der Icons herausfinden, ob diese Verknüpfungen tatsächlich noch funktionieren.

Die Dateien könnten

* mit dem Attribut "hidden / versteckt" versehen sein, kann ggf. mit "Systemdateien anzeigen" wieder behoben werden

* im Papierkorb / Abfalleimer liegen (und belegen so noch Platz auf der Platte).


Wird die Platte im BIOS auch mit der richtigen Größe erkannt ?

Hat sich vielleicht mal die angezeigte Uhrzeit / das Datum um Jahre verstellt ?
 
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d-d-1

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Hallo Dirk,

danke für deine Antwort.

Was sagt denn der Virenscanner bzw. HiJack?
Da ist kein Virenscanner drauf installiert, da die Platte noch nie Kontakt mit dem Internet hatte. (Fürs Internet habe ich eine Platte mit Linux.)

Die Icons auf dem Desktop sind "nur" Verknüpfungen ... sprich "Startknöpfe" und nicht die Programmdateien selber.
Ich weiß. Aber normalerweise werden die Icons aus dem entsprechenden Programm nachgeladen. Und wenn das Programm nicht da ist, kann auch kein Icon geladen werden. (Verknüpfung einer Datei auf dem Desktop angelegt und dann Datei gelöscht ==> Icon wurde durch das Windows-Standard-Icon (weißes Blatt Papier) ersetzt.) Wobei es da scheinbar auch Ausnahmefälle geben muss, da - wie beschrieben - auf meinem Desktop alle Icons angezeigt wurden - auch das, welches auf Laufwerk D verwies, welches wiederum gar nicht angeschlossen war.

Du kannst also nur durch Betätigen der Icons herausfinden, ob diese Verknüpfungen tatsächlich noch funktionieren.
Habe ich probiert: nichts da.

Die Dateien könnten mit dem Attribut "hidden / versteckt" versehen sein, kann ggf. mit "Systemdateien anzeigen" wieder behoben werden
SInd leider nicht versteckt.

im Papierkorb / Abfalleimer liegen (und belegen so noch Platz auf der Platte)
Der Papierkorb ist leer.

Wird die Platte im BIOS auch mit der richtigen Größe erkannt ?
Ja.

Hat sich vielleicht mal die angezeigte Uhrzeit / das Datum um Jahre verstellt?
Nein.

Ich habe heute mal noch eine Uralt-Platte mit Win98 reaktiviert und diese als Master benutzt. Die "defekte" Platte wurde als Slave angeschlossen. Die Probleme blieben dieselben. Daten fehlten und sobald irgendwie ein Zugriff auf die Platte erfolgte, dauerte alles wieder ewig.

Ich habe mal ein paar Screenshots gemacht, die die absurde Datensituation zeigen:


Bild oben (es geht um Laufwerk D): Alles was von Tausenden von Dateien und Ordnern noch auffindbar ist: Der komplette Windows-Ordner und ein paar System-Dateien im Hauptverzeichnis (es fehlt lediglich die Autoexec.bat, sofern ich mich recht erinnere).


Bild oben: Von 100 GB sind nur noch knapp 1 GB auffindbar.


Bild oben: Alles in Butter: 100 GB belegt, 14 GB frei.

Was ich in den Bildern leider nicht darstellen kann, ist die unglaublich Langsamkeit, bis diese Informationen überhaupt angezeigt wurden.

Hab' auch mal eine Intensiv-Prüfung mit ScanDisk gestartet, was dann auch gleich am Anfang einen Fehler gefunden hat. (Ich habe ScanDisk dann abgebrochen, weil ich noch mit MaxBlast eine Diagnose fahren will).

Ansonsten stehe ich immer noch vor einem Rätsel. Eventuell werde ich mal einen Datenretter kontaktieren und fragen, ob ihm sowas schon mal untergekommen ist.
 
Dirk

Dirk

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Was ich in den Bildern leider nicht darstellen kann, ist die unglaublich Langsamkeit, bis diese Informationen überhaupt angezeigt wurden.

Hab' auch mal eine Intensiv-Prüfung mit ScanDisk gestartet, was dann auch gleich am Anfang einen Fehler gefunden hat. (Ich habe ScanDisk dann abgebrochen, weil ich noch mit MaxBlast eine Diagnose fahren will).
Wie sieht es denn mit den installierten Chipsatztreibern für das Board aus ? Die sind ja auch zuständig dafür wie der Datenfluss von den Geräten läuft.

Schon mal versucht die neu zu installieren ? ggf. noch einmal die Seite des Boardherstellers kontaktieren, ob da vielleicht etwas aktuelleres liegt wie Du zu Hause hast.

BIOS-Einstellungen schon mal versuchsweise auf Standard / Default gestellt ? Auch wenn Du der Meinung bist, dass sie auf Standard läuft noch einmal separat auswählen. Hin und wieder passiert es mal, dass sich das BIOS verstellt.

Auch wenn der Rechner keinen Kontakt mit dem Internet hatte, kann man sich Viren/Trojaner auf den PC holen ... und wenn es nur die von der Arbeit mitgebrachte Word-/Exceldatei oder ein Tool von einer Heft-CD ist.
 
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speedø

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Warum sind denn da zwei Windows Ordner ??
Ist das so gewollt ?
 
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d-d-1

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Wie sieht es denn mit den installierten Chipsatztreibern für das Board aus ? Die sind ja auch zuständig dafür wie der Datenfluss von den Geräten läuft.
Schon mal versucht die neu zu installieren ? ggf. noch einmal die Seite des Boardherstellers kontaktieren, ob da vielleicht etwas aktuelleres liegt wie Du zu Hause hast.
Bios ist das "neuste" drauf, bzw. die letzte Version, die für diesen Rechner noch veröffentlicht wurde. Der ganze Computer ist eigentlich bis zum Anschlag ausgereizt. Der Prozessor ist der schnellste, der vom Bios unterstützt wird. Arbeitsspeicher und Festplattengröße sind durch WIn98 begrenzt und auch am Limit (ich weiß, es gibt Modifikationen mit denen man diese Schranken durchbrechen kann).

BIOS-Einstellungen schon mal versuchsweise auf Standard / Default gestellt ? Auch wenn Du der Meinung bist, dass sie auf Standard läuft noch einmal separat auswählen. Hin und wieder passiert es mal, dass sich das BIOS verstellt.
Das ist ein Dell-BIOS. Die Verstellmöglichkeiten gehen da gegen Null. Kein Vergleich mit den Standard-Boards, wo man zig Parameter einstellen kann. Hab' trotzdem mal geschaut: Alle Werte sind so wie sie sein sollten.

Zudem habe ich noch eine baugleiche Platte, welche mein eigentliches Laufwerk D ist. Und die schnurrt problemlos.

Auch wenn der Rechner keinen Kontakt mit dem Internet hatte, kann man sich Viren/Trojaner auf den PC holen ... und wenn es nur die von der Arbeit mitgebrachte Word-/Exceldatei oder ein Tool von einer Heft-CD ist.
Das ist richtig. Aber in den letzten Wochen wurde nichts dergleichen auf die Platte gebracht.

Vielleicht noch ein paar Worte zu den Festplatteneinstellungen und dem Ablauf:

Beide Festplatten sind bei mir so eingestellt, dass sie sich nach 15 Minuten Untätigkeit abschalten. Zum Zeitpunkt des "Crashs" lief der Rechner bereits 'ne knappe Stunde und ich war gearde dabei in dem grandiosen Oldie "Imperium Galatica 2" einen Planeten zu übernehmen. Da das Spiel größtenteils vom Speicher aus läuft, ist es keine Seltenheit, dass sich beide Platten abschalten. Wenn dann (eine oder) beide Platten wieder im Spiel angesprochen werden, hängt das Spiel kurz (Bild friert ein, Musik läuft im Loop) und man hört die Festplatten hochfahren. Wenn die Festplatten wieder Solldrehzahl erreicht haben (nach vielleicht zwei, drei Sekunden), dann läuft das Spiel normal weiter. Ähnliches ist auch beim "Crash" passiert. Das Spiel hing auf einmal fest und die Musik lief im Loop. Ich wartete kurz, ob vielleicht die Festplatten erst hochgefahren werden mussten, aber da ich nichts hörte, war der nächste Gedanke "Reset-Knopf drücken". Aber der Computer war schneller und startete sich selbst neu - mit dem bekannten Resultat. Zur "Unglückszeit" war es zwar sehr warm im Zimmer (ca. 27°C), aber das sehe ich nicht als so problematisch an, da der Rechner auch schon anstandslos bei fast 30°C lief.

Ich habe die Platte mit PowerMax im Schnelldurchlauf überprüft, da gab's keine Fehler. Den "Advanced Modus" habe ich hingegen wieder abgebrochen, da selbst nach über 10 Minuten kein Ergebnis vorlag (das Licht der Festplatte leuchtete zwar, aber sie gab keine Geräuche ab).

Der Test mit MaxBlast lieferte ebenfalls kein Ergebnis, da das Programm immer mit einem I/O Timeout beim Sektor 58709 abbrach.

Es muss also irgendwas mit der Festplatte passiert sein. Die Frage ist nur was. Ich überlege schon, ob ich die Sache mit dem "ins Eisfach legen" mal ausprobieren soll, allerdings hat die Platte ja keinen mechanischen Defekt. (Zumindest glaube ich das nicht, da sie ja ohne zu Murren hochfährt und dann anstandslos ihre Runden dreht. Lediglich der Zugriff auf die Daten lässt zu wünschen übrig.)

Hier mal ein Bild von der Prozessorauslastung beim Klick im Eplorer auf das "defekte" Laufwerk(Auslastung 100%):



Das erklärt zumindest schon mal die unendliche Trägheit des Systems. Was ich nicht verstehe ist, wieso die Prozessorauslastung so hoch ist.

Warum sind denn da zwei Windows Ordner ??
Ist das so gewollt?
Die Platte C ist meine Ersatz-Platte mit dem Betriebssystem, welches gestartet wurde (Master-Platte). Die Platte D ist meine eigentlich Arbeitsplatte, welche aber "defekt" ist. Daher habe ich diese als Slave-Platte angeschlossen. Deshalb gibt es zwei Windows-Ordner.

So, jetzt aber erst mal schauen, ob die 22 Ball-Artisten auch brav nach der Pfeife des Schiedsrichters tanzen, hehe. :D
 
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Gangsta99

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Versuch es mal im DOS-Modus mit CHKDSK [Laufwerk:][/F]
 
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jdr_85

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Was sagen denn die SMART-Werte der Platte?
Z. B. unter Linux mit installierten smartmontools
smartctl -a /dev/hdx bzw. /dev/sdx
 
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d-d-1

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Versuch es mal im DOS-Modus mit CHKDSK [Laufwerk:][/F]
CHKDSK verweist mich auf SCANDISK. Hab ich also das ausprobiert. Da scheint eine ganze Menge auf der Platte in Unordnung zu sein: Datenträger-Beschreibung fehlerhaft, Dateizuordnungstabellen defekt und die Verzeichnisstruktur im Eimer. Von einer automatischen Korrektur habe ich erst einmal abgesehen, nachdem ich mir die Vorgehensweise zur Fehlerbehebung durchgelesen hatte.

Ich verstehe das nicht. 99 GB können doch nicht in drei Sekunden so zerschossen werden.

Was sagen denn die SMART-Werte der Platte?
Z. B. unter Linux mit installierten smartmontools
smartctl -a /dev/hdx bzw. /dev/sdx
Smartmontools wollte ich installieren, habe dann aber nach der Hälfte der Installation einen postfix-Konfigurations-Dialog bekommen, wo ich e-Mail Einstellungen und so vornehmen sollte. Da sich der Dialog nicht beenden lies, habe ich Linux zum Neustarten geschickt. Unter diesen Umständen lasse ich erstmal die Finger von smartmontools.

Da AIDA die Daten angeblich auch auslesen kann, werd' ich es mal damit versuchen. Aber erst morgen. :-)
 
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d-d-1

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So, ich habe mir Smartmontools für WIn98 heruntergeladen und wollte es damit nun testen, allerdings scheiterte es daran, dass ich dazu eine vxd-Datei hätte verschieben müssen. Und Schreib-Zugriffe auf der "defekten" Platte wollte ich nun nicht durchführen.

Ich hab auch Powermax noch einmal über eine halbe Stunde im Advanced-Modus laufen lassen, aber da passiert einfach nichts.
 
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Gangsta99

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CHKDSK mit dem Zusatz /f hätte eigentlich die Verzeichnisstruktur reparieren müssen/sollen?
... wenn da Fehler sind??

..und eigentlich hätte ich erwartet, dass es zumindest meldet ...nicht reparierbar oder ähnlich???

aber Verweis auf Scandisk?
 
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d-d-1

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aber Verweis auf Scandisk?
Die Erklärung gibt's hier: http://de.wikipedia.org/wiki/CHKDSK#Ur-CHKDSK_unter_DOS

Ich zitiere mal: "Dieses Ur-CHKDSK wurde dann ab MS-DOS 6.2 sowie unter den Windows-9x-Betriebssystemen durch scandisk abgelöst, bis dieses wiederum durch die um NTFS-Fähigkeiten erweiterte NT-Version von CHKDSK ersetzt wurde."

---

Mit "HDD Health" ist es mir nun endlich gelungen, ein paar Informationen zu bekommen. Da in meinem Rechner zudem noch eine identischen Platte werkelt, konnte ich beide sogar vergleichen (die linke Spalte zeigt die Einstellunge der "defekten" Platte, die rechte Spalte die der "gesunden"; die Unterschiede sind farblich hervorgehoben):



Wie man erkennen kann, ist bei der "defekten" Platte zum einen SMART deaktiviert und zum anderen "write cache" außer Betrieb. Letzteres erklärt nun auch endlich, warum die Festplattezugriffe der Platte so unendlich langsam sind: der Festplatten-Cache wurde deaktiviert.

Da SMART abgeschaltet wurde, kann ich dazu nichts sagen. Bei der "guten" Platte sind alle SMART-Werte im grünen Bereich.

Meine Frage ist jetzt: Gibt es eine Möglichkeit SMART und den "write cache" wieder zu aktivieren?
 
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d-d-1

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Ich habe mal MHDD durchlaufen lassen, mit folgendem Ergebnis:

Scan started
MODE: IDE
Device: Maxtor 6B120P0
F/W: BAH41E00
SN: B426J8JH
-------------------------------
Lap: 1
LBA scan: 0 to 240121727
LBA Error: 58710
Time spent: 00:43:42
Blocks < 3ms = 626967
Blocks < 10ms = 313946
Blocks < 50ms = 738
Blocks < 150ms = 2
Blocks < 500ms = 0
Blocks > 500ms = 0
Errors: 1 Warnings: 0
Done
Von über 240 Millionen Blöcken wurde einer als defekt erkannt (UNC => data is uncorrectable). Draufhin habe ich mir von debug den defekten Block und die beiden angrenzenden Blöcke mal ausgeben lassen (vorher noch Umrechnung: physischer Block 58710 - 63 = logischer Block 58647 (= 0xE517)).

Block vor dem defekten Block (0xE516):


Defekter Block (0xE517):


Block nach dem defekten Block (0xE518):


Wie man wunderbar sehen kann, enthält der defekte Block nur noch Datensalat. Dur diese Unterbrechung der Datenstruktur werden die folgenden Blöcke nicht mehr gelesen. Das erklärt auch das Fehlen der "Autoexec.bat" (steht am Anfang von Block 0xE518), was mich im ersten Post schon verwundert hat.

Meine Fragen nun:

  • Die Fesplatte ist immer noch unglaublich langsam. Kann die Ursache dafür wirklich in dem defekten Blcok liegen? (HDD Helath hatte mir ja mitgeteilt, dass der "write cache" abgeschlatet ist)
  • Gibt es eine Chance, die Daten wiederherzustellen?
  • Ich würde die Daten zuerst gerne 1:1 auf einen andere Festplatte sichern. Kennt ihr brauchbare, kostenlose Programme für DOS (um von Diskette zu starten)?
Bisher habe ich es mit folgenden Klon-Programmen probiert:
  • Copyr.DMA: würde ich gerne benutzen, aber das Programm ist auf Russich und DOS zeigt mir statt der russichen Buchstaben nur Zeichen-Salat an
  • HD Duplicator: ist begrenzt auf 30 GB
  • cmaxx: war in einem Versuch unterirdisch langsam (30.000 Blöcke in 10 Minuten, das sind knapp 1,5 mb/min; theoretisch sollten es 1 bis 2 gb/min sein)
  • dd_rescue: gibt es nur für Linux
 
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d-d-1

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Was spricht denn dagegen, das unter Linux zu machen?
Nichts. Bin schon grad am rumprobieren. Mir ist nämlich noch eingefallen, dass ich ja noch eine dritte Platte als zweite Slave dranhängen kann. Dadurch erübrigt sich das zwangsweise Starten-müssen-von-Diskette, da ich neben der "kaputten" FP und der leeren FP, nun eine dritte Festplatte mit einem OS zum Starten verwenden kann.
 
Slayer10061977

Slayer10061977

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Hi d-d-1!

Sobald Du die Platte kopiert hast, kannst Du mal mit dem Hersteller-Festplattentool versuchen den Schreibcache und die SMART-Funktion zu reaktivieren... (sollte da von Maxtor ne Tool zu geben, eventuell kann man das ja auch schon im Maxblast irgendwo einstellen...)

Das die Platte ohne Schreibcache und mit defektem Dateisystem langsam ist, finde ich da denn nicht weiter verwunderlich...:blush

P. S. : Viel Glück beim Datenretten, ich würde mein Glück als erstes mit Scandisk probieren...
 
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d-d-1

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Mh... dd_rescue scheint nicht wirklich das Gelbe vom Ei zu sein. Obwohl in Wirklichkeit nur ein einziger Block (Sektor) defekt ist, hat das Programm neben dem fehlerhaften Block auch die nachfolgenden 110 Blöcke als fehlerhaft angesehen und diese nicht 1:1 übertragen. Erst der 111. nachfolgende Block war wieder okay. Mit der debug.exe exe konnte ich hingegen die fehlenden Teile problemlos kopieren. Ein Vergleich der ersten Zeile vom 111. Block mit den Daten von debug führte überraschenderweise dazu, dass nach der debug.exe nur 104 Blöcke fehlen und nicht 110. Zu guter Letzt musste ich feststellen, dass die Anzahl der Blöcke der Kopie (240.048.768) nicht mit der Anzahl an Blöcken des Originals (240.121.728) übereinstimmt. Es fehlen somit 72.960 Blöcke. Darunter auch die ersten 69 Blöcke.

Anhand dieser Ergebisse frage ich mich, welchen Wert die erstellte Kopie hat.

Ich werde wahrscheinlich der Demo-Version vom HD Duplicator mal den Auftrag gegeben, die ersten 30 MB zu kopieren und dann schau ich mal, was davon mit der von dd_recsue gemachten Kopie übereinstimmt.
 
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d-d-1

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Mh... dd_rescue scheint nicht wirklich das Gelbe vom Ei zu sein.
Meine Schuld. Ich habe übersehen, dass ich für eine 100%-ige 1:1 Kopie den Parameter "-A" setzen muss. *headdesk*

Auf ein Neues also.
 
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d-d-1

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Um die Geschichte zu eine kurzen Abschluss zu bringen: SIEG!!! Die Daten befinden sich auf einer neuen Platte und der fehlerhafte Sektor wurde händisch repariert.

So gings:

1. Aufstöbern einer gebrauchten Maxtor 6B120P0.
2. Erstellen von Kopien der Sektoren um den beschädigten Sektor herum (100 Sektoren davor, 100 Sektoren danach) mit Debug .
2. 1:1 Kopie der Daten von der kaputten Platte auf die neue Platte mit Copyr. Lediglich um den beschägten Sektor herum wurden einige Daten falsch geschrieben.
3. Korrektur der Daten von Hand anhand der mit Debug gemachten Kopien.
4. Rekonstruktion des beschädigten Sektors.

Danke an alle für eure Antworten.
 
Thema:

Festplatte defekt? (Laden braucht ewig und Daten fehlen)

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festplatte braucht lange zum laden

,

festplatte cache testen

,

laden von festplatte dauert ewig

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