FBI schleust Trojaner zur Online-Durchsuchung ein

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#1
Eric-Cartman

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Antiviren-Hersteller werden verdächtigt, mit Behörden zusammenzuarbeiten

Hierzulande ist die heimliche Online-Durchsuchung noch umstritten, in den USA wird sie bereits praktiziert. Wie jetzt in einem konkreten Fall bekannt wurde, schleust das FBI eigens entwickelte Trojaner auf Computer strafverdächtiger Personen ein. Ein richterlicher Durchsuchungsbefehl, der den Eingriff auf dem Computer eines amerikanischen Schülers genehmigte, ist nun an die Öffentlichkeit gelangt. Das FBI schleuste die Spyware auf dem PC des jungen Mannes ein, nachdem dieser mehrere Bombendrohungen über die Kommunikationsplattform Myspace verschickt hatte.

Die vom FBI eingesetzte Spyware namens Cipav (Computer and Internet Protocol Address Verifier) durfte dem richterlichen Beschluss zufolge nur die IP-Adresse des Anwenders sowie eine Liste über die laufenden Programme, Benutzerinfos aus Registry-Einträgen und aufgespürte Seriennummern von installierter Hard- und Software übermitteln. Da zu diesem Zweck aber die gesamte Festplatte durchsucht werden muss, gilt als wahrscheinlich, dass die Spyware technisch auch in der Lage ist, Informationen über Dokumenteninhalte und Online-Kommunikationsvorgänge an die Ermittler weiterzuleiten.

Ebenfalls unklar ist die Frage, wie die FBI-Spyware es schaffte, sich an installierter Firewall und Anti-Virenprogrammen vorbeizuschleusen. In diesem Zusammenhang geraten zunehmend auch etablierte Antiviren-Hersteller unter Verdacht, mit den Behörden für derartige Geheimmissionen zusammenzuarbeiten. Werden die Signatur-Datenbanken auf das Auftauchen eines derartigen Spyware-Programmes "vorbereitet", würde die Spyware auf dem Computer unentdeckt bleiben. Bisher haben aber alle etablierten Security-Anbieter offiziell stets versichert, dass auch für Behörden keine Ausnahmen gemacht werden.

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#2
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>> Murphy-Gesetz <<

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wenn jetzt schon die Antiviren-Hersteller anfangen mit den Behörden zusammen zu Arbeiten na schönene dank auch tolle sache was ist denn dann noch sicher ???
 
#3
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FWAR86

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also rein theoretisch wären die av hersteller besser beraten, die spyware nicht absichtlich unerkannt zu lassen. sie zu erkennen wäre fürs geschäft mit sicherheit besser, weil, angenommen irgendein bösewicht findet heraus durch welchen code das programm eingeschleust werden kann und unerkannt bleibt, so könnte er dies für sich nutzen. beispiel: industriespionage. ich denke einfach mal, dass die av hersteller aus solchen gründen eben nicht mit dem staat kooperieren würden, so lang dies nicht gesetzlich vorschrift ist. denn angenommen es kommt heraus, dass nicht nur in einem einzelfall daten gestohlen wurde obwohl das system mit dem selben av programm geschützt worden ist, würde dieses produkt doch keiner mehr kaufen. und da heute alle geldgeil sind...:up
 
#5
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Phraser

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Kinder wenn ihr was zukunftssicheres lernen wollt, steigt in elektronische Abwehr und Manipulationsbranche ein.:D
 
#6
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milworm

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Ich kann mir gut vorstellen, dass manche Hersteller von Virenschutzprogrammen trotz ihrer Guten Vorsätze mit Behörden zusammenarbeiten. Es könnten schließlich eine Menge Vorteile für die Firmen dabei rausspringen, ich denke da an Ausschreibungen und so. Und wer kann schon nachweisen ob der Virenscanner absichtlich oder nicht versagt hat?

Was lernen wir daraus? Am besten nur Ausländische Schutzsoftware benutzen, die mit Deutschland und erst Recht den USA nichts am Hut hat. Und selbst dann laufen wir Gefahr abgehört zu werden, denn nicht nur die USA und Deutschland haben einen Geheimdienst.

Tja, es ist eben zum Heulen. Und was mach ich in solchen Fällen? Ich setzt mich in meinen Garten, lese eine Zeitung, und lass die CIA eben CIA sein.:satisfied
 
#8
Bullayer

Bullayer

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Ich denke mal, dass niemand sich weigern würde, einen Trojaner über ein Update auf nem PC einzuschleusen, wenn das FBI vor der Tür steht. ;)
 
#9
DiableNoir

DiableNoir

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Ich finde ein solches Vorgehen für unverantwortlich. Die Sicherheitsfirmen verkaufen dem User die Produkte und lassen ihn in den glauben dass er sicher ist. Gleichzeitig werden Türen für Schädlinge offen gehalten.

Wer sagt, dass diese Backdoors nur von Behörden mit richterlichen Beschluss verwendet werden? Was passiert wenn zB irgendwelche Hacker/Spammer herausfinden wie man diese nutzt?
 
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