Fakten und Entwicklungen bei Windows - Ratgeber: Windows XP, Vista: Und was dann?

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News von DiableNoir


Kein Witz: XP wird 2014 Freeware. Vista ist gut, hat aber keinen guten Ruf. Windows 7 soll besser werden, ist aber nur ein optimiertes Vista. Wie geht’s weiter mit Windows? Wir liefern 7 Fakten, die Sie kennen sollten.


Microsoft-Quellen zufolge lebt Windows XP noch länger als bislang bekannt. Vista schicken die Medien bei jedem Kratzer auf die Intensivstation – das zeigte sich erneut bei der letzten Black-Hat-Sicherheitskonferenz. Ein Rätsel bleibt Windows 7: Das System soll nun so eindeutig auf Vista aufbauen, dass wesentliche Änderungen kaum mehr möglich erscheinen. Hier will Microsoft aber erst im November die Geheimniskrämerei beenden. Und – ja: Midori kommt wirklich. Da stellt sich die Frage, auf welches der Microsoft-Systeme es sich zu setzen lohnt. Wir stellen die Fakten zusammen und bieten einen Überblick über die derzeitige Situation.
Übrigens: Eine Linkliste, die alle in diesem Beitrag ausgewerteten Quellen zu XP, Vista, Windows 7 und Midori zusammenfasst, finden Sie hier.

1. XP-Verkaufsende mit Win7-Klausel
Stand der Dinge: Seit 30. Juni 2008 verkauft Microsoft keine neuen XP-Lizenzen mehr an OEM-Partner, Gleiches gilt für den Verkauf der Retail-Software. Die preisgünstigen System-Builder-Versionen (SB) gibt es noch bis 31. Januar 2009. SB-Versionen sind eigentlich nur für die Auslieferung an PC-Einzelhändler vorgesehen. Deutsches Recht gestattet es allerdings dem Endanwender, SB-Versionen auch ohne Hardware zu erwerben. Noch bis 30. Juni 2010 dürfen Hersteller von Netbooks und schwach ausgerüsteten Billig-PCs (Ultra Low Cost PCs, ULC-PCs) ein XP Home vorinstallieren. Wer sich privat MS Windows XP Home oder MS Windows XP Pro kaufen möchte, der kann dies immer noch bei Conrad.


Die XP-Win7-Klausel: Diesen bisherigen Stand hat Microsoft Ende Juli klammheimlich durch eine spektakuläre Zusatzklausel für die Netbooks und ULC-PCs erweitert: „Falls die kommende Betriebssystem-Generation mit dem Code-Namen ‚Windows 7‘ später als geplant erscheint, steht Windows XP Home Edition noch ein Jahr nach Verfügbarkeit von Windows 7 bereit“. Damit koppelt Microsoft das endgültige Ende von XP direkt an die Erstveröffentlichung von Windows 7.

Diese Änderung hat Folgen: Wenn Windows 7 – wie inzwischen offiziell angekündigt – Anfang 2010 erscheint (siehe Punkt 6), gibt es XP-Home-Lizenzen mindestens bis Anfang 2011. Jede Verspätung von Windows 7 wird den Lebenszyklus von XP weiter verlängern. Da der Markt der kostengünstigen Netbooks (Eee PC & Co.) rasch wächst und Microsoft den „Ultra Low Cost PC“ nicht genau definiert hat, wird XP auch weiterhin mehr als eine kleine Nische besetzen. Nebenbei bemerkt: Vista ist tatsächlich kein System für schwache PCs. Aber diese XP-Win7-Klausel bedeutet auch eine Degradierung für Vista. Sie erklärt Windows 7 zum eigentlichen Nachfolger von Windows XP.

2. Letztes XP-Update 2014: XP wird kostenlos

XP lebt länger als jedes andere Microsoft-System: Nach 13 Jahren wird der Support für XP am 8. April 2014 auslaufen. Diese Lebensdauer ist insbesondere für die Home-Versionen die ganz große Ausnahme, denn deren Support endet gewöhnlich bereits nach fünf Jahren (für Windows Vista Home und Ultimate enden die Updates folglich schon im April 2012). Diese Daten sind seit einiger Zeit bekannt. Rätselraten herrscht aber noch bei der Frage, ob sich ein Windows XP auch nach dem 8.4.2014 installieren und aktivieren lässt. Mit anderen Worten: Wird Microsoft seine Aktivierungs-Server laufen lassen und weiterhin pflegen, obwohl das System endgültig ausgemustert ist? Die Anwort ist „Nein, aber“, denn Microsoft wird das Aktivierungsproblem viel einfacher lösen.

Das letzte XP-Update: Unter der Adresse stellt Microsoft unmissverständlich klar, dass sich die Aktivierung ausschließlich gegen die Raubkopierer richtet und keinen Kunden zum Upgrade zwingen soll. Das gilt für alle Microsoft-Produkte. Daher wird Microsoft die Aktivierung am Ende des XP-Lebenszyklus durch ein letztes Update einfach abschalten: XP wird sich dann installieren lassen und nach Einspielen dieses Updates ohne Aktivierung weiterlaufen.

3. „Windows XP 2.0“ gibt es nicht

In letzter Zeit taucht immer wieder die Bezeichnung „Windows XP 2.0“ auf. Zahlreiche Anwender lassen sich von dieser erfundenen Produktbezeichnung verwirren. Entwicklungen innerhalb eines Systems: Natürlich gibt es in Wirklichkeit kein Windows XP 2.0, und es wird auch nie eines geben. Doch im Laufe des mittlerweile sieben Jahre dauernden Lebenszyklus haben unzählige Microsoft-Updates und unabhängige Erweiterungen das ursprüngliche XP aus dem Jahr 2001 fundamental verändert. Gemessen an den Weiterentwicklungen der Ur-Version ist die Bezeichnung 2.0 sogar noch eine Versionsnummer untertrieben.

4. Leck in Vista – aber keine Havarie

Nach Service Pack 1 und dem erstaunlichen Performance-Patch KB952709 schien endlich einmal die Sonne über dem XP-Nachfolger. Vista hatte wesentliche Mängel ausgeräumt und erhielt Lob. Doch nach der Black-Hat-Sicherheitskonferenz Anfang August hieß es wieder: „Aus für Vista“. Alexander Sotirov, Sicherheitsexperte bei Vmware, hatte unter anderem die Vista-Sicherheitsfunktionen ASLR (Address Space Layout Randomisation) und DEP (Data Execution Prevention) ausgehebelt – über den Browser sowie spezielle Java- sowie .NET-Anwendungen. Er beurteilte damit die Vista-Funktionen gegenüber solchen Browser-Exploits als „nicht sonderlich effektiv“.
Aber die Vista-Fehler sind kein Schiffbruch: Entgegen den ersten Reaktionen sind die aufgedeckten Schwächen dank Java-, Flash-, Vista- und Browser-Fixes ganz offensichtlich zu beheben. Auch ist der gern gesuchte direkte Vergleich mit der Sicherheit von Windows XP schon deshalb fehl am Platz, weil die trickreich umgangenen Funktionen unter XP größtenteils gar nicht existieren. Folglich, so auch Sotirov selbst, bietet Vista trotz nachgewiesener Probleme insgesamt mehr und bessere Schutzmechanismen beim Speichermanagement.

5. Microsofts Bluff mit „Mojave“

Microsoft zieht derzeit alle Register, um Vistas schlechten Ruf auszuräumen: Auf einen Vista-Tuning-Ratgeber (gut gemeinte Windows-Tipps neben saftigen Hardware-Ansprüchen) folgt nun eine teure Werbekampagne. Darin präsentiert Microsoft 70 Amerikanern, die Vista ablehnen (aber nicht wirklich kennen), das angeblich neue Betriebssystem „Mojave“. Ersten vorab veröffentlichten Ergebnissen zufolge äußerten sich die Anwender nach einer Videodemonstration von „Mojave“ allesamt begeistert.

„Mojave“ ist Vista: Dieses angeblich neue System ist nichts anderes als Windows Vista. Microsofts Motiv bei diesem simplen Trick ist offenkundig: Vista wird von den Medien zu Unrecht verteufelt und soll wieder einen guten Ruf bekommen. Die Vorurteile und Bedenken entfallen angeblich sofort, wenn unvoreingenommene Anwender Vista mit einem Decknamen vorgeführt bekommen – also gar nicht wissen, dass es sich um Vista handelt.

6. Windows 7 ab sofort im Fokus
Unter der Adresse http://blogs.msdn.com/e7/ berichtet Windows-Chef Sinofsky seit August über den Stand der Dinge bei Windows 7. Offensichtlich soll der Blog das Interesse an der nächsten Windows-Version wecken und substanzlose Gerüchte entkräften. Aktuell bietet er nur organisatorische Infos. Richtig konkret wird’s ab November, wenn während der Win HEC (Windows Hardware Engineering Conference) Windows 7 im Detail vorgestellt wird
Windows 7 ist Realität: Für Hardware-Hersteller ist das für Anfang 2010 angekündigte Win7 schon jetzt Realität: Microsoft verpflichtet die OEM-Partner seit 1. Juni, neue Geräte nicht nur mit Vista zu testen, sondern auch mit der aktuellen Beta-Version von Windows 7. Das Vista-Logo „Certified for Windows Vista“ vergibt Microsoft nur noch dann, wenn auch die Kompatibilität mit Win7 nachgewiesen ist. Sofern man nicht pure Schikane unterstellt, bedeutet dies eine weitgehende Übereinstimmung zwischen Vista und seinem Nachfolger. In der Tat soll Win7 laut Microsoft auf allen Systemen laufen, die heute die Mindestvoraussetzungen für Vista erfüllen. Der Vista-Nachfolger wird demnach sicher nicht grundsätzlich anders aufgebaut sein, sondern lediglich zusätzliche Funktionen wie die Multi-Touch-Technologie bieten.


7. System „Midori“ offiziell bestätigt
Das Projekt Midori (japanisch: „grün“) tauchte erst jüngst als Gerücht in der Betriebssystem-Landschaft auf und wurde inzwischen lapidar von Microsoft bestätigt: „Midori ist eines von vielen Entwicklungsprojekten, die Microsoft betreibt.“ Anders als Windows 7 ist Midori ein fundamental neues System. Es soll die nötige Abwärtskompatibilität via Virtualisierung leisten (Microsofts Hyper-V). Midori basiert auf dem bereits seit dem Jahr 2003 entwickelten Projekt „Singularity“. Dessen wesentliche Merkmale sind obligatorische und genau definierte Prozesseigenschaften (Manifest-based Programs), Prozesskommunikation über definierte Channels (Contract-based Channels) sowie abgeschottete Prozessdaten (Software-isolated Processes).


Modular aufgebautes Midori: Neben diesen Sicherheitsmechanismen realisiert Midori die Vision des Cloud Computing: Die (Midori-)PCs bilden einen Verbund aus Hardware- und Software-Ressourcen, wobei sowohl Anwendungen als auch Hardware-Kapazitäten via Web verteilt werden können. Über die Regeln dieses Ressourcen-Austauschs – technisch und/oder kommerziell – ist ebenso wenig bekannt wie über den Veröffentlichungstermin des Systems.

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A

AlienJoker

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Schon der erste Satz ist falsch. Das Wegfallen der Aktivierung von XP macht es nicht zu Freeware!!!!!!!!!!!! Die Installation ohne Lizenz ist weiter illegal und eine Lizenz muss erworben werden.
 

DiableNoir

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Falsch....nur der erste Satz dürfte falsch sein. Die PCW wirft nun mal gerne - wie alle anderen auch - gerne mal bei Überschriften und Introtexten mit Superlativen um sich. Hier sind sie eben ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen.

Aber die Entwicklung ist schon ziemlich interessant. Besonders, wegen der Koplung von XP an das Release von Windows 7.
 
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AlienJoker

Gast
Die Kopplung ist interessant, aber wie bei Vista werden die Änderungen von Win7 immer weiter beschnitten, sodass wieder nur ein optisch überarbeitetes OS herausspringt.
Die Möglichkeit, auf das OS einzuwirken, wird selbst erfahrenen Leuten immer schwerer gemacht. Allein der versuch, Vista-eigene Software zu entfernen ist schon extrem aufwendig und ohne Neuinstallation mir einer gebastelten DVD unmöglich. Mal schauen, was mit 7 wird. Ist ja noch ne weile bis hin. Beobachten sollte man es. ich frage mich nur, ob es der Konkurrenz durch XP gewachsen sein wird. Da auch 7 bestimmt nicht auf Netbooks läuft, wird XP auch noch ne ganze Weile leben müssen.
Warten wir es ab.
 
I

Intelpower

Gast
Eine Vista Lite Version (welches erweitertes XP ist) wäre sicherlich nicht schlecht für Netbocks.
Windows XP wird noch lange Leben, es gibt ja jetzt noch eine Windows 98 Fan Gemeinde ;)
Service Packs werden dann auch noch kommen.
 

DiableNoir

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Eine Vista Lite Version (welches erweitertes XP ist) wäre sicherlich nicht schlecht für Netbocks.

Windows Vista, 7 werden nie auf Netbooks laufen. Das Problem ist ja, dass ja schon das Grundsystem so aufgebläht ist. (Sieht man schon an Server 2008 Core)

Windows XP is ja eigentlich auch nicht einmal dafür geeignet. Aber es benötigt nun mal sehr viel weniger Ressourcen.

Wenn M$ auch in Zukunft Windows auf Netbooks sehen will, dann müssen Sie Windows modularer aufbauen und entschlacken.

Die Kopplung ist interessant, aber wie bei Vista werden die Änderungen von Win7 immer weiter beschnitten, sodass wieder nur ein optisch überarbeitetes OS herausspringt.

Wieviele wirkliche technische Änderungen es geben wird, sieht man ja schon daran, dass Hardware die für Vista zertifiziert werden soll, auch unter Windows 7 Beta getestet werden muss. Sowas ist schon ein großes Indiz darauf, dass Windows 7 nichts anderes als ein optimierteres Vista sein wird, so wie es schon von Anfang an hätte sein sollen.

Die Aussicht, dass der Hypervisor von M$ später (sicher nicht in Windows 7) integriert wird, hat zumindest den Vorteil, dass ein Windows nicht immer zur Kompatibilität die Altlasten mitschleppen muss. Allerdings sehe ich dann schwarz für die Performance von alten Programmen, insbesondere Spiele.

Da fragt man sich dann allerdings doch, weshalb... :wacko
Weil es nun mal auch Menschen gibt, die damit zufrieden sind. Außerdem gibt es ja noch unzählige alte Rechner, auf denen nicht einmal Windows 2000 läuft.
Solange man nicht damit surft, sehe ich darin auch kein Problem.
 
A

AlienJoker

Gast
Da fragt man sich dann allerdings doch, weshalb... :wacko

Weil Lizenzen GELD kosten und das wächst nicht auf Bäumen ;)
gerade die Win98 und 2k-Installationen der User auf den Heim-PCs sind doch mindestens zu 75% Raubkopien. Bei Xp dürfte es kaum besser sein. Erst Vista hat da bessere Raten, wegen der schärferen Aktivierung und da jede nummer nicht nur geprüft wird, ob sie gültig ist, sondern auch registriert, sodass Mehrfachnutzungen schneller auffallen.
 
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