Facebook: So wird die personalisierte Werbung ausgeschaltet

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Geronimo

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Ab heute hat Facebook neue Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), die mit dem Einloggen automatisch akzeptiert werden. Hauptkritikpunkt ist die nochmals gesteigerte Sammelwut des sozialen Netzwerks, die eine deutlich bessere Grundlage für zielgerichtete Werbemaßnahmen bietet. Doch man sich davor zumindest teilweise schützen


Die neuen AGB erlauben es Facebook, auch Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps außerhalb des Netzwerks auszuwerten. Dadurch kann das Unternehmen beispielsweise Informationen darüber erhalten, wann sich der Nutzer wo aufhält und welche seiner Kontakte sich dabei in der Nähe befinden. Anhand der Browserhistorie lassen sich auch bestimmte Vorlieben der Nutzer ermitteln, die dann in die personalisierte Werbung einfließen. Facebook selber erklärt dazu in seinen Hinweisen zu den Werbeanzeigen:
Eine der Möglichkeiten, wie dich Werbeanzeigen erreichen, besteht darin, dass ein Unternehmen bzw. eine Organisation Facebook bittet, seine bzw. ihre Werbeanzeigen solchen Personen zu zeigen, die seine/ihre Webseiten und Apps außerhalb von Facebook genutzt haben. So kannst du beispielsweise die Webseite eines Unternehmens besuchen, die Cookies nutzt, um ihre Besucher zu erfassen. Das Unternehmen bittet Facebook anschließend, seine Werbeanzeige den Besuchern auf der Liste zu zeigen, und du kannst diese Werbenanzeigen dann möglicherweise sowohl auf als auch außerhalb von Facebook sehen. Es handelt sich dabei um eine Art von interessenbasierter Werbung.

Facebook nennt allerdings auch einen Weg, wie man der Werbung entgehen kann. Dieser Weg gilt interessanterweise nicht nur für das soziale Netzwerk, sondern liefert detaillierte Informationen , ob und wie rund 100 Anbieter von Internetseiten und Werbeangeboten auf die persöndlichen Daten der Nutzer zugreifen können. Zu finden ist dieser Dienst unter der Internetadresse www.youronlinechoices.com/de/praferenzmanagement/. Bei Aufruf der Seite wird erst einmal ermittelt, welche Berechtigungen die einzelnen Anbieter haben und von Ihnen überhaupt sogenannte Cookies zur Verfolgung gespeichert sind. Allerdings kann es bei der Abfrage Probleme geben, wenn Werbeblocker wie AdBlock, oder aber Dienste zum Blocken aktiver Inhalte wie NoScript oder Ghostery, genutzt werden. Sofern es also bei der Abfrage zu vielen Fehlermeldungen kommt (symbolisiert durch ein oranges Symbol, das eine getrennte Steckerverbindung zeigt), müssen diese Dienste abgeschaltet werden.


Nach der erfolgreichen Abfrage liegt zu (fast) jedem der Anbieter eine klare Aussage zum Datenverhalten vor. Dabei sollte man sich aber nicht von den vielen "Ein"-Anzeigen abschrecken lassen, denn die detaillierten Informationen finden sich erst nach einem Klick auf das Dreieck in der jeweiligen Zeile. Vielfach sind dort Informationen zu lesen, dass der entsprechende Dienst noch keine Spuren hinterlassen hat oder Daten sammelt. Dennoch sind diese Dienste potenziell gefährdend, denn für die Zukunft stehen ihnen Möglichkeiten zur Datensammlung offen. Kritischer sieht es bei den Werbenetzwerken aus, die mit einem grünen Haken gekennzeichnet sind. Diese haben bereits fast unbeschränkten Zugriff auf Informationen im Rechner, inklusive den Nutzernamen auf einzelnen Seiten. Hier sollte in jedem Fall geprüft werden, ob diesen Diensten nicht schnellstens die Berechtigung entzogen werden soll. Im Fall von Facebook, das Stand jetzt nur mit "Ein" gekennzeichnet ist, muss das Feld "Aus" angeklickt werden. Anschließend lässt sich die oben abgebildete Meldung lesen, sofern diese mit dem Dreieck geöffnet wird.

Die Sache hat aber einen Haken: sie muss für jeden Browser und für jedes Endgerät gesondert durchgeführt werden, da diese Informationen dieser Art nicht untereinander austauschen. Wer noch einen Schritt weiter gehen will, sollte der Facebook-App auf dem Smartphone die Berechtigung entziehen, per GPS auf den Standort von Gerät und Nutzer zuzugreifen. Auch diese ortsbasierten Daten verwendet das Unternehmen, um Werbung "persönlicher" zu gestalten.

Meinung des Autors: Facebook sammelt jetzt noch mehr Daten seiner Nutzer, aber man kann sich wehren. Und das nicht nur beim sozialen Netzwerk. Die Zeit für die Überprüfung und Änderung sollte sich jeder Nutzer nehmen, der Wert auf Privatsphäre legt.
 
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