[EU/DE] Festnetzbetreiber kritisieren Eingreifen der EU in deutschen DSL-Markt

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Eric-Cartman

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Die deutschen Festnetzbetreiber befürchten einen Wettbewerbsnachteil durch das Eingreifen der Europäischen Kommission in den Breitbandmarkt.

"Wir sehen unsere Investitionen gefährdet, wenn der Preis für Bitstrom nicht im richtigen Verhältnis zu den Entgelten für die Telekom-Anschlussleitung steht", sagte Peer Knauer, Chef von Versatel Deutschland, am Dienstag in Köln der dpa-AFX. Die EU hatte am Montag eine Regelung der Bundesnetzagentur gebilligt, womit der so genannte Bitstrom-Zugang gewährleistet werden soll.

Die Telekom-Wettbewerber können über den Bitstrom-Zugang eigene Internetangebote zusammenstellen und unter eigenem Namen und Rechnung anbieten. Die nötigen Investitionen für den Zugang zum Telekom-Netz verringern sich durch Bitstrom nach Einschätzung von Experten deutlich, da das eigene Netz nicht mehr so eng mit der Infrastruktur der Telekom verwoben werden muss. Profitieren werden davon vor allem die Wiederverkäufer von DSL-Anschlüssen der Telekom, die über kein eigenes Netz verfügen. Unternehmen wie Versatel Deutschland, Arcor, Telefonica/O2 und HanseNet haben bereits massiv in den Ausbau ihrer Infrastruktur investiert und benötigen daher den Bitstrom-Zugang nicht mehr.

Trotz der Investitionen sind die Netzbetreiber von der Telekom abhängig, die quasi ein Monopol über den direkten Hausanschluss (letzte Meile) zu den Kunden verfügt. Diese sogenannte Telekom-Anschlussleitung (TAL) mieten die Wettbewerber der Telekom daher für knapp elf Euro im Monat pro Anschluss bei dem Bonner Konzern. Sollte der Bitstrom-Zugang kaum teurer als die Anmietung einer TAL sein, dann rechnet sich der Netzausbau nach Angaben von Versatel-Chef Knauer nicht. Auch andere Festnetzbetreiber fürchten um ihre getätigten Investitionen, halten sich allerdings noch bedeckt.

Die Netzagentur müsse nun dafür sorgen, dass Bitstrom nicht zu günstig werde, sagte Knauer, der auch Präsident des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko) ist. In den vergangenen Wochen habe es bereits Gespräche mit der Bonner Behörde gegeben. "Ich habe nicht den Eindruck, dass der Regulierer mit Augenmaß entscheiden wird." Die Bundesnetzagentur äußerte sich auf Anfrage nicht zu der geplanten Entgeltstruktur. Diese müsse nun festgelegt und der Telekom innerhalb von drei Wochen zugestellt werden.

"Wir sehen unsere Investitionen gefährdet, wenn der Preis für Bitstrom nicht im richtigen Verhältnis zu den Entgelten für die Telekom-Anschlussleitung steht", sagte Peer Knauer, Chef von Versatel Deutschland, am Dienstag in Köln der dpa-AFX. Die EU hatte am Montag eine Regelung der Bundesnetzagentur gebilligt, womit der so genannte Bitstrom-Zugang gewährleistet werden soll.

Die Telekom-Wettbewerber können über den Bitstrom-Zugang eigene Internetangebote zusammenstellen und unter eigenem Namen und Rechnung anbieten. Die nötigen Investitionen für den Zugang zum Telekom-Netz verringern sich durch Bitstrom nach Einschätzung von Experten deutlich, da das eigene Netz nicht mehr so eng mit der Infrastruktur der Telekom verwoben werden muss. Profitieren werden davon vor allem die Wiederverkäufer von DSL-Anschlüssen der Telekom, die über kein eigenes Netz verfügen. Unternehmen wie Versatel Deutschland, Arcor, Telefonica/O2 und HanseNet haben bereits massiv in den Ausbau ihrer Infrastruktur investiert und benötigen daher den Bitstrom-Zugang nicht mehr.

Trotz der Investitionen sind die Netzbetreiber von der Telekom abhängig, die quasi ein Monopol über den direkten Hausanschluss (letzte Meile) zu den Kunden verfügt. Diese sogenannte Telekom-Anschlussleitung (TAL) mieten die Wettbewerber der Telekom daher für knapp elf Euro im Monat pro Anschluss bei dem Bonner Konzern. Sollte der Bitstrom-Zugang kaum teurer als die Anmietung einer TAL sein, dann rechnet sich der Netzausbau nach Angaben von Versatel-Chef Knauer nicht. Auch andere Festnetzbetreiber fürchten um ihre getätigten Investitionen, halten sich allerdings noch bedeckt.

Die Netzagentur müsse nun dafür sorgen, dass Bitstrom nicht zu günstig werde, sagte Knauer, der auch Präsident des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko) ist. In den vergangenen Wochen habe es bereits Gespräche mit der Bonner Behörde gegeben. "Ich habe nicht den Eindruck, dass der Regulierer mit Augenmaß entscheiden wird." Die Bundesnetzagentur äußerte sich auf Anfrage nicht zu der geplanten Entgeltstruktur. Diese müsse nun festgelegt und der Telekom innerhalb von drei Wochen zugestellt werden.

Quelle:IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 
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