Ethereum-Kurs im freien Fall - Stabilisierung der Grafikkarten-Preise in Sicht? - UPDATE II

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maniacu22

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Nachdem der Wert der Krypto-Währung in den vergangenen Monaten deutlich zugelegt hat, befindet sich dieser seit einigen Tagen wieder im Fallen. Damit dürfte das Ethereum-Mining für viele mögliche Neueinsteiger dermaßen unlukrativ werden, dass sich die seit Monaten enorm angestiegenen Preise für Grafikkarten und Mainboards in den kommenden Wochen respektive Monaten wieder erholen könnten




UPDATE vom 19.07.2017 - 14:16 Uhr

Obwohl der Preis für Etherum seit Anfang der Woche wieder einen Anstieg zu verzeichnen hat und auf über 200 Euro pro Einheit kommt und die erwarteten Panik-Verkäufe ein dementsprechend geringes Niveau angenommen haben, scheint das die wachsende Verfügbarkeit der Radeon-RX-Karten laut Preisvergleich nicht mehr negativ zu beeinflussen. Auch wenn die Massen-Einkäufe nachgelassen haben mögen, haben nicht zuletzt auch die eigens dafür angebotenen Mining-Grafikkarten ohne Display-Ausgänge einen großen Anteil an der Stabilisierung der Verfügbarkeit. Wann allerdings wieder mit einer Preisminderung der Karten auf ihr altes Niveau gerechnet werden kann, steht momentan noch in den Sternen.


UPDATE vom 17.07.2017 - 17:53 Uhr

Auch wenn zum heutigen Tag wieder ein leichter Preisanstieg bei den Ether-Coins zu beobachten gewesen ist, lässt sich weiterhin ein allgemeines Sinken des Kurses feststellen. Gestern hat es einen weiteren Kurssturz auf unter 150 US-Dollar gegeben, womit der aktuelle Durchschnittspreis des Ether-Coins unterhalb des letztwöchigen Tiefstpreises gelandet ist.




Diese Entwicklung hat natürlich auch Auswirkungen auf den Grafikkartenmarkt, welcher sich allmählich wieder entspannt. Das heißt zwar nicht, dass aktuell schon ein Sinken der Neupreise von Grafikkarten zu beobachten ist, doch scheint sich die Verfügbarkeit aufgrund einer geringeren Nachfrage wieder zu erholen. Auch die Gebrauchtpreise auf Ebay und Co. scheinen sich ebenfalls zu erholen, da hier mittlerweile mit Panikverkäufen gerechnet werden muss. So können Radeon RX 580-Modelle wieder ab 350 Euro erstanden werden, während zwischenzeitlich 500 Euro keine Seltenheit dargestellt haben.

Ob und wann sich die aktuelle Entwicklung auf die Neupreise von aktuellen und auch bevorstehenden Grafikkarten-Serien auswirken wird, kann im Augenblick sicherlich noch Niemand mit Gewissheit voraussagen.


Original-Artikel vom 11.07.2017 - 18:02 Uhr

Auch wenn derzeit noch nicht geklärt werden kann, ob der aktuelle Kurs-Sturz bezüglich der Kryptowährung Ethereum nur kurzfristig oder sogar länger anhält, ist dieser mittlerweile auf ein Niveau gesunken, dass es sich für die meisten Neueinsteiger des Ethereum-Minings nicht mehr lohnen dürfte.

Der Trend des Ethereum-Minings begann ungefähr Mitte Mai, als der Kurs der Krypto-Währung über 100 US-Dollar gestiegen ist. Am 13. Juni hat Ethereum dann seinen Zenit erreicht, welcher bei knapp 400 US-Dollar pro Ether-Einheit gelegen hat.

Das Lukrative am Ethereum-Mining ist der Umstand, dass man nach einer Investition in einen neuen Rechner mit entsprechender Hardware, diesen nur hat arbeiten (minen) lassen müssen, womit man Ethereum-Einheiten "verdienen" konnte - sprich man konnte Geld verdienen, ohne dass man einen Handschlag machen musste. Das Problem, welches durch diesen Trend entstand, bestand darin, dass Hardware in erster Linie in Form von Grafikkarten und Mainboards zu Massen aufgekauft worden ist und der Handel beziehungsweise die Hersteller selbst gar nicht schnell genug nachproduzieren konnten oder auch wollten. Resultat aufgrund von Angebot und Nachfrage war, dass die besagte Hardware unheimlich teuer geworden ist, wenn sie denn überhaupt erhältlich ist. Dieser Trend hält sogar bis heute an.

Auf der Webseite Ethereumprice.org lässt sich schön verfolgen, wohin sich der Kurs der Kryptowährung entwickelt. Alleine am heutigen Tag sank der Tiefstpreis für die Währung auf 175,77 US-Dollar pro Einheit, womit sich effektiv ein Mining nicht mehr lohnen dürfte, insofern die Anschaffungskosten sowie der Kilowattstunden-Preis mit eingerechnet werden.

Offen ist natürlich immer noch die Frage, ob diese Entwicklung des fallenden Kurse nur von zeitweiliger Dauer ist, oder ob die Trendblase wirklich am zusammenbrechen ist. Stellt man unter Ethereumprice-org den Zoom auf "All Time", dann kann man schön erkennen, dass der Ethereum-Preis noch im Januar vergangenen Jahres bei unter 1 US-Dollar gelegen hat. Ob sich der Preis wieder dahin entwickelt, ist ungewiss. Gleichfalls ungewiss ist der Umstand, wann und ob überhaupt diese Entwicklung wieder Einfluss auf die Hardware-Preise haben wird, oder ob die Marktpreise weiterhin so hoch bleiben.

Meinung des Autors: Der Trend Ethereum-Mining klang definitiv für Leute interessant, die sich mit relativ geringem Aufwand ein paar Euro/USD dazuverdienen wollten. Allerdings war es auch abzusehen, dass dieses Konzept nicht für den "Massenmarkt" ausgelegt ist, wodurch die Folgen für die Hardware-Käufer deutlich schlimmer ausfallen können, als für die Ethereum-Spekulanten, die jetzt ihre Fehlinvestitionen beklagen. Ich persönlich bin relativ froh darüber, dass diese Trend-Blase jetzt wieder in sich zusammenbricht, so schnell wie sie gekommen ist. Ob die Preise für Hardware demnächst wieder sinken werden, ist wünschenswert, bleibt allerdings ungewiss.
 
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LiberalGelb

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Der Markt reguliert sich früher oder Später immer selbst. Schön zusehen wenn Kapitalismus einfach Funktioniert.
 
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Mehrere Boardpartner haben wohl angekündigt dem Ansturm auf die Gaming Karten zukünftig mit Modellen ohne Display Anschlüsse kontern zu wollen.
 
Alfiator

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Verrückte Welt;wer hätte vor 2 Jahren gedacht das es mal Grakas ohne Display Anschluss gibt.Eigentlich sinnfrei aber wie man sieht: Sag niemals nie.Woher kenne ich diesen Satz nur...:hm
 
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Meine CAD Software nutzt die Graka, kann das Bild aber auch auf dem Monitor anzeigen der am Mainboard hängt. Ob das mit solchen Karten auch bei Spielen ginge? ;)
 
maniacu22

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@Alfiator:

ich meine mich zu erinnern, dass im Profi-Segment schon seit mehr als 20 Jahren Grakas (wenn man sie denn so bezeichnen kann) gegeben hat, die keine Display-Ausgänge haben. Diese werden wie Co-Prozessoren zur Unterstützung bei irgendwelchen Berechnungen eingesetzt. Da diese aber wirklich selten sind, ist es nicht schlimm, dass du noch nie etwas davon gehört hast.
 
Alfiator

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Hm,ich denke das ich da sicher nicht der Einzige bin dem diese Grakas unbekannt sind....;)
 
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Hm,ich glaube es geht wieder aufwärts mit Ethereum;zumindest steht es hier so....
 
DonJean

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Ich hab den ganzen Hickhack wohl ziemlich verschlafen:

Kann mir einer für Dummies mal kurz erklären, was genau es damit auf sich hat und was dieses Mining ist? Stehe auf dem Schlauch :D
 
maniacu22

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Schlafen,andere für sich arbeiten lassen und trotzdem Kohle machen.Einfach nur traumhaft oder etwa doch nicht?:hm
 
JumpingJohn

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Schön und gut, jetzt weiß ich wie ich theoretisch auch Miner werden kann, aber was genau mit meiner eingesetzten Rechenleistung gemacht wird verstehe ich immernoch nicht.
Ich könnte das ganze z.B. verstehen wenn ich meine Rechenleistung einer Uni oder einem Institut für rechenintensive Aufgaben zur Verfügung stelle und dafür dann in Form von Bitcoins oder ähnlichem entschädigt werde. ist das hier was ähnliches?
 
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G-SezZ

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Das ganze ist wie Bitcoin eine Währung. Währungen kann man nicht einfach nach belieben drucken, sonst sind sie ja nichts wert. Der ganze Rechenaufwand dient hauptsächlich nur der Wertschöpfung. Es wird eine Pseudo-Arbeit verrichtet die in dieser Währung ausbezahlt wird. Eine internationale Währung an echte Arbeit zu binden wäre kaum möglich, weil deren Gegenwert in verschiedenen Teilen der Welt viel zu unterschiedlich ist. Die Stromkosten für die Berechnung sind zwar auch recht unterschiedlich, aber bei weitem nicht so wie Arbeitslöhne.

Ich habe in dem Zusammenhang mal gelesen dass Unternehmen, oder Universitäten Rechenleistung in einem solchen Netz kaufen können. Ich weiß aber nicht bei welcher dieser digitalen Währungen das war. Ich glaube nicht bei Bitcoin, und über Ethereum weiß ich auch nicht viel.

Eine Währung mit dezentralisierter Wertschöpfung könnte große Vorteile gegenüber Währungen von Zentralbanken haben. Wie eine Währung die auf Pseudo-Arbeit beruht funktionieren kann ist mir allerdings auch ein Rätsel. Für meine Begriffe muss die irgendwann in einem ganz großen Knall platzen, wie die Reichmark als sie gedruckt wurde wie Briefpapier. Ich verstehe auch zu wenig vom Finanzmarkt um das nachvollziehen zu können.
 
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