Erfahrungsbericht: eine Woche Wave 525

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AlienJoker

Gast
Wie versprochen kommt hier ein kleiner Erfahrungsbericht zum kleinsten Handy aus der Wave-Familie, dem Wave 525 oder Samsung GT-S5250.

Ich habe wegen massiver Stabilitätsprobleme den Kauf von Nokia-S60-Telefonen mit einem weinenden Auge aufgegeben. Das Offline-Navi wird mir fehlen, genau wie die sehr umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten.
Was sollte also als Ersatz her? Google oder iWare kommt auf keinen Fall in Frage und dann bleibt auch schon nicht mehr viel. Samsung kam mir wegen der guten Erfahrungen mit dem sogenannten Volkshandy "Star", dem S5230 als erstes in den Sinn. Nach einigem Hin- und her wegen einem Dual-SIM-Gerät habe ich mich für das kleinste Wave entschieden.

Gründe:
  1. lange Standby-Zeit
  2. 16 GB SD-Kartenunterstützung für meine Musiksammlung
  3. WLan um unterwegs mal schnell was nachzuschlagen, Mails abzurufen oder Anwendungen zu installieren.
  4. IMAP-Support
  5. UMTS optional

Das Urwave und das Wave 2 waren mir zu teuer für den erhaltenen Mehrwert, also blieben Wave 525 und Wave 723. Der einzige feststellbare Unterschied ist, dass das Wave 723 mit UMTS umgehen kann. Da ich das nicht brauche, habe ich das 525 bei Amazon gebraucht (Warehouse Deals) für knappe 80€ gekauft.

Technische Daten in Kurzform:
  • Bada-OS v1.1, vermutlich keine Updates auf höhere Versionen
  • Quadband, n-WLan, Bluetooth
  • 3,2 Zoll Multitouch-Screen mit 400x240px
  • A-GPS
  • µ-SD-Karten bis 16GB

Wer mehr wissen möchte, kann bei Samsung oder im Online-Shop der Wahl nachschauen.

Lieferumfang:
Das Übliche, inklusive Datenkabel

Das Gerät:
Als Erstes fiel mir mal auf, dass Samsung bereits via USB lädt (und zwar ausschließlich). Das Netzteil ist also absolut entbehrlich und leicht ersetzbar. Jedes USB-Kabel an einem PC tut den gleichen Job. Ansonsten bekommt man erstaunlich viel für sein Geld. Der Bildschirm reagiert flott, präzise und unterstützt zu meiner großen Überraschung Multitouch (Bilder zoomen geht mit 2 Fingern...).
Die Sprachqualität ist allererste Sahne. Das Telefon wirkt solide und liegt gut in der Hand. Alle Tasten sind für Rechtshänder bequem mit einer Hand bedienbar. An Tasten gibt es eine seitliche Taste zum Aus- und Einschalten, sowie für die Tastensperre, einen kameraauslöser und eine Lautstärkewippe. Dazu die relativ üblichen 3 Softkeys unter dem Display. Dazu kommen 3 Shortcuts auf dem Toucscreen, die sich frei belegen lassen, so wie sich das gesamte Menü schnell und leicht umbauen lässt, bis alle Icons da sind, wo man sie braucht. Wie viele Arbeitsfläche hier zu Verfügung stehen, weiß ich nicht, aber es sind genug.
Außerdem gibt es am oberen Ende des Bildschirms eine ausklappbare Leiste mit 2 Schnellzugriffen, um WLan und Bloototh an- und auszuschalten oder das Handy stumm zu schalten. Äußert praktisch, auch wenn nach meinem Geschmack der Flugmodus hier fehlt.

Der Einstellungsbereich ist für einen Symbian-Umsteiger sehr gewöhnungsbedürftig, aber halbwegs logisch aufgebaut. In ein paar Minuten hat man das im Griff und die gewünschten Settings eingestellt.

Der Umfang der vorinstallierten Anwendungen entspricht dem Standard. Social-Network clients, die sich bedauerlicherweise nicht entsorgen lassen, Audio- und Videoplayer (kein DivX), Browser, App-Market, E-Mail-Client...
Dazu können eine Reihe mehr oder minder nützliche Widgets auf den bis zu 10 Homescreens platziert werden. Viel Platz, der einem den Blick auf den Himmel erspart, um das aktuelle Wetter zu erfahren. Anwendungen wie auch Widgets können aus dem nicht sehr umfangreichen "Samsung Apps"-Store entnommen werden. Dazu wird Java unterstützt. Mir persönlich reicht das volll und ganz. Ich brauche weder Bier-App nocht Wetter-Widget. Ich habe Gläser im Schrank und Fenster in jedem Zimmer.
Das Kalender-Widget vergisst man auch lieber ganz schnell, den die Termine der Kalenderanwendung zeigt es nicht an. Das ist aber aus dem Appstore schnell mit dem Termin-Widget korrigiert.
Sehr gelungen ist der sogenannte Social-Hub, über den neue SMS genauso schnell gefunden sind, wie EMails oder der ganze Facebook-Kram, aber NUR, was auch wirklich eingerichtet ist.

Der Mediaplayer unterstützt zum mindest MP3 und WMA. Mehr habe ich auch nicht. Das Navigieren in der Bibliothek gestaltet sich aber mitunter sehr zäh, wenn man wie ich alle Cover integriert hat und einen Interpreten mit vielen Titeln anzeigen möchte. Der Sound ist soweit OK.

Das Problem mit der Zähigkeit tritt noch an anderer Stelle auf. Liegt das Handy lange rum, braucht die CPU schonmal ein paar Sekunden zu Wachwerden, sodass der optische Effekt beim aufheben der Tastensperre verloren geht. Auch der installierte Webkit-Browser ist eher träge und das liegt nicht am Browser. Opera Mini 6 ist gefühlt noch langsamer. Hier merkt man den günstigen Preis. Da kann man keine Wunder erwarten. Mir reicht es aus. Zum surfen habe ich schließlich einen ultraleichten 13'-Laptop.

Wo ich gerade beim Internet bin:
Das Wichtigste ist mir der IMAP-fähige Maiclient. Dieser macht seinen Job gut und lässt sich ausreichen umfangreich einstellen (Abruf nur Header, nur neue E-Mails etc) und ist auch angenehm schnell. Nummer 2 ist ein Webradio (90Elf-Ligaradio ist wichtig). Leider ist im Gegensatz zu Nokia keins installiert, aber mit TuneIn Radio ist das schnell behoben. Der Stream läuft im heimischen 300MBit-Wlan absolut stabil.

Beim GPS muss man vorsichtig sein. Ich habe es komplett deaktiviert, da das Handy NUR A-GPS kann, also immer das Internet mit einbezieht.

Akkulaufzeit:
Also nach 8 tagen musste das Wave erstmals an die Steckdose. Das neue Gerät habe ich nicht aufgeladen. Da ist also noch Luft nach oben. Allerdings mache ich auch nicht viel damit.

Zum Abschluss etwas zu Kies (oder Splitt oder Schotter? - sehr unglücklicher Name):
Die Samsung-Software wird viel kritisiert, allerdings sehe ich mit Kies 2 die meisten der Kritikpunkte behoben. Das Adressbuch war schnell aus einem CSV geladen, der Kalender mit Outlook abgeglichen (was anderes als Outlook geht hier auch nicht). Das Firmwareupdate des Wave geht auch stabil und halbwegs schnell über die Bühne. ABER was nciht geklappt hat, war das Überspielen meiner Musiksammlung auf die Speicherkarte. Da hat Kies irgendwann gemeint, die Karte sei voll (6GB frei). Das Wave hat wohl Probleme, wenn zu viele Musiktitel in einem Ordner liegen. Das hat sich mit ein paar neuen Unterordnern aber erledigen lassen. Überspielt habe ich danach im USB-Modus. Kies ist da keine Pflicht. Außer dem Kies-Modus sind USB oder DRM-Dings für den Mediaplayer. Per Bluetooth lässt man das lieber gleich. Die Anbindung ist so laaahm, dass selbst kleine Dateien ewig brauchen. Da hat Samsung auch gepatzt.

Alles in allem bin ich begeistert. Der einzige, was echt stört, ist der MP3-Player, der viel zu träge navigiert (200 Titel bei einem Interpreten lassen das ganze Handy ne Weile einfrieren) und die sehr schlechte Datenrate via Bluetooth, die selbst zum Überspielen einzelner MP3 kaum geeignet ist.
Das gibt 8 von 10 Nudelsternen.
 
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