GELÖST Erfahrungsbericht: Brother DCP-330C (Multifunktionsdrucker)

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Freak-X

Gast
Wer auf der Suche nach einem Multifunktions Tintendrucker ist, der wird sich wundern, wie billig diese Geräte mitlerweile schon geworden sind. Teilweiße findet man da schon einen solchen Alleskönner für 60 €uro. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn hinter denn Sonderangeboten steckt sehr oft eine unglaubliche Kostenfalle: Denn sobald die oft nur sehr gering befüllten Tintenpatronen leer sind, muss Ersatz ran: Dieser kostet schnell mal genauso viel oder sogar mehr, als das eigentliche Gerät.
Das wohl beste Bsp. für solche Tinten-Abzocke ist Lexmark. - Immer wieder sieht man in Supermärkten (bevorzugt Aldi) solche Alleskönner, die angeblich unglaublich preiswert und überhaupt so toll sein sollen. - Klingt ja auch toll, was die alles können: Kopieren, scannen, drucken, faxen und das Ganze dann auch noch ohne PC! - Zudem sind solche Geräte obendrein trotz ihrer niedrigen Preissklasse auch noch fototauglich... - Auf dem Papier jedenfalls.
Die Realität sieht leider anders aus: Grade Lexmark-Geräte sind dafür bekannt, mit der ohnehin schon geringen Tinten-Menge der Patronen sehr verschwenderisch um zu gehen und tlw. bis zu 5 Picoliter (Tröpfchegröße) auf das Papier zu bringen. - Nach wenigen Seiten ist die Tinte dann schon alle und dann wird's teuer. - Zudem leidet nicht nur der Geldbeutel unter den Lexmark-Geräten, sondern auch die Qualität: Durch die verhältnismßig große Tröpfchengröße wirken die Druckergebnisse sowohl bei Bildern als auch bei Texten immerzu recht unscharf, zudem fehlt es an Details, wodurch die Ausdrucke "bröselig" wirken. - Gängige Tröpfchengröße sind heute maximal 2 Picoliter.
Alles in einem ist also jedem User von Lexmark-Geräten ab zu raten.

Dann gibt es noch manch andere namenhafte Hersteller wie Canon oder Epson: An den Geräten dieser beiden Firmen gibt es qualitativ nicht viel aus zu setzen, jedoch sind auch diese Geräte im Verbrauch leider alles Andere als billig. Wie bei JEDEM Hersteller kosten die Patronen unglaublich viel Geld. Manch Einer macht dann gerne den Vorschlag, doch einfach Alternativ-Patronen von Drittanbietern zu benutzen - Diese sind ja, wie man hört und liest, qualitativ kaum von den Originalen zu unterscheiden, kosten aber weit weniger als die Hälfte.
Tja, wenn da nicht diese blöden Chips wären, die überprüfen, ob die Patronen nachgefüllt wurden bzw. von einem Fremdhersteller kommen. - Wenn eines der beiden Punkte zutrifft, verweigert der Drucker den Dienst und fordert den User auf, doch bitte Original-Patronen des Herstellers zu benutzen.

Allmählich stellt man sich dann die Frage, welche Marke man denn nun kaufen soll... - Ich habe mir nach langen hin und her ein Gerät der Marke Brother gekauft und es nicht bereut:

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Als der Brother DCP-330c bei mir ankam, packte ich das Gerät aufgeregt wie ein Kleinkind an Weihnachten aus :D, und begutachtete den Alleskönner erstmal etwas genauer: Auffallend war sein sehr schicke Design, welches sich von dem stumpfen Standard-Design vieler anderer Geräte deutlich hervor hob.
Als ich ihn dann an seinen Platz stellen wollte, viel mir erstmal der etwas klapprige Scanner-Deckel auf: Tatsächlich hatte ich Angst, das ich gleich etwas kaput machte, so wacklig war das Ding befestigt. Als der Drucker dann auf seinem Platz stand, ging es an die Verkablung. - Alles ging leicht und problemlos von der Hand und fünf Minuten später installierte ich auch schon die Treiber für das Gerät. Auch hier traten keinerlei Probleme auf.
Nach der Installation musste ich erstmal einen Tetdruck machen: Ein langer Text, mit einigen bunten Firemn-Logos. Das Ergebnis war voll und ganz zu meiner Zufriedenheit, alles war sehr scharf deutlich zu erkennen. Die Druckgeschwindigkeit vel dabei auch nicht besonders auf, er lag im guten, mitleren Durchschnitt im Vergleich zu anderen Tintendruckern.
Gespannt, was das Gerät bei Fotos für Ergebnisse liefern würde, suchte ich mir ein schönes Motiv heraus und lies da Gerät loslegen - Nach etwas über einer Minute hatte ich ein Bild im Din A4 - Format vor mir: Vor Schreck, welch grausiges Bild ich da in den Händen halte, ist mir erstmal alles aus dem Gesicht gefallen - Alles wirkt viel zu blass und farblos. - Dann ist mir aufgefallen, dass das eingelegte Papier ja gar nicht glänzt, ich hatte glatt vergessen, das Normal-Paier gegen das Fotopapier zu tauschen. Also das Office-Papier raus, das Fotopapier rein und noch schnell den Papier-Typ in den Einstellungen geändert und noch ein Versuch: Diesmal war das Ergebniss ebenfalls unglaublich - Unglaublich gut! Ich konnte kaum glauben, dass dieses Ergebnis aus meinem neuen Drucker stammen sollte...:
Das sehr farbenfrohe Bild kam sehr kräftig und farbtreu daher - zwar leuchteten die Farben unglaublich schön, allerdings immer in genau dem Ton, den man ich auch als Original auf dem Monitor sehen konnte. - Keiner der Farben wirkte zu blass oder zu knallig, geschweigedenn, dass einer der Farben einen leichten Stich einer anderen Farbe angenommen hätte.
Mit den Druckergebnissen sehr zufrieden, wollte ich nun mal schaun, wie viel Tinte noch übrig geblieben war: Ich entnahm dem Gerät also die Patronen (Worauf hin der Drucker übrigens gleich meckerte, die Patronen seien leer :) und öffnete sie erneut (Ich hatte dies schon vor dem ersten Test-Druck getan - Wer das nach machen will, sollte SEHR vorsichtig sein, da die Schutzhülle um die Tinte herum nur sehr dünn ist) und überprüfte die Füllmenge: Die Schwarze Patrone war noch so voll, wie am Anfang, die 3 Farbpatronen ebenfalls - Das sprach für die kleine Tröpfchengröße von 1,5 Picolitern
Ich besitze diesen Drucker nun schon mehr als 3 Monaten und habe auch schon viel damit gedruckt. - Dabei ist mir oft aufgefallen, dass die tatsächliche Füllmenge der Patronen deutlich von dem abweichen, was mir der Drucker auf dem Display anzeigte. - Laut dem Gerät seien die Patronen noch zu 2 Drittel voll, aber ich stellte fest, dass sie nur noch gut zu 50% befüllt waren.
Wenn ich den Füllstand nicht direkt am Gerät abfragte, sondern in der Steuer-Software, so wurde mir steht's die richtige Füllmenge angezeigt. Dieses seltsame Phänomen ist recht einfach zu erklähren: Da spezielles Fotopapier wesentlich weniger Tinte in sich aufsaugt, als normales Papier (Wegen der fehlenden Glanz-Beschichtung) ist der Tintenverbrauch bei normalen Papier logischerweiße wesentlich höher, als bei einem Fotopapier. Da ich anfangs leider oft vergaß, bei einem Bild-Druck das Normal-Papier zu entfernen, druckte das Gerät auf das stark einsaugende Normal-Papier. Da im Treiber aber Fotopapier eingestellt war, berechnete das Gerät einen niedrigeren Tintenverbauch, als es in Wirklichkeit der Fall war. - Somit stimmten die Berechnungen des Gerätes nicht mehr und es wurde mir mehr Tinte angezeigt, als in Wirklichkeit verfügbar war. Eine eMail an Brother führte zu der Erkentniss, dass die im Gerät integrierte Füllstandkontrolle legendlich an Hand der Druckmenge und des eingestellten Papier-Types berechnet, wie viel Tinte noch übrig sein müsse. Zuverlässig sind die Angaben der Füllstandkontrolle nur, wenn man eine Füllstandkontrolle vom Treiber aus veranlasst - Denn da wirdenichts berechnet oder geschätzt sondern tatsächlich nachgemessen. (Mit einer Infrarot-Lichtschranke)

Doch nun genug vom Drucker, kommen wir mal zum Scanner:
Die ersten Scanns machten einen guten Eindruck, auch wenn alles ein wenig blass wirkte - Dieses Problem lies sich schnell und einfach in den Einstellungen beheben. Schon wirkten die Scanns wesentlich farbenfroher und kräftiger.
Mitlerweile existiert eine neue Version des Treibers, der dieses Problem behebt.
Nachdem ich mehrere Vorlagen eingescannt hatte und mit den Ergebnissen absolut zufrieden war, folgte ein recht gemeiner Test, bei der Brother DCP-330C wie erwartet weniger gut abschnitt: Ich nötigte das Gerät dazu, zwischen zwei Heftseiten einer PC-Zeitschrif zu scannen - Also mit einer Einbuchtung zwischen den beiden Seiten. - Zwischen den beiden Seiten wirkte alles recht unscharf, der Text, der grade auf dem Glas auflag, wurde dagegen einwandfrei dargestellt. - Diese Schwierigkeiten haben aber eigentlich alle Scanner in dieser Preisklasse. - Ja selbst der 500 €uro teure HP-Laser Drucker/Scanner meines Vater schnitt hier kaum besser ab, wenn überhaupt.

Doch der DCP-330C kann mehr, als nur drucken und scannen - Ich habe das Gerät auch mal einige Seiten kopieren lassen: Texte und bunte Firmen-Logos sahen sehr gut aus. Bei Fotos war die Qualität zwar noch in Ordnung, doch war das Ergebnis etwas balss, wenn auch immer noch sehr scharf. - Die Ausdrucke von ein und dem selben Foto als Datei auf dem PC gespeichert, lieferten dagegen - wie schon gesagt, eine 1A-Qualität.
Aber ein Scanner wird ja auch eher mehr für Texte als für Bilder benutzt, von daher ist das O.K.
Was die Geschwindigkeit betrifft, so kann man nichts schlechtes sagen, war im Durchschnitt.

Der DCP-330C kann zudem Bilder direkt von einer Digitalkamera (PictBridge) oder einer Speicherkarte drucken - Auch hier war die Druck-Qualität bei richtigen Einstellungen 1A, allerdings war das Gerät beim Lesen der Karte oder von der Kamera nervtötend langsam. - Die Kompabilität zu Speicherkarten war soweit in Ordnung, nur mit MicroDrive-Karten wollte der DCP-330C nicht arbeiten, diese wurden als "unlesbar" bezeichnet, obwohl der PC bestens mit ihnen klar kam.

Als Ersatz für einen USB-Kartenleser geeignet? - Nein.
Dafür ist der DCP-330C auf Grund von USB 1.1 viel zu langsam. (Wen das nicht stört, kann allerdings problemlos den intigrierten Kartenleser verwenden)

Womit es anfing, endet es auch - Dem Tintenverbrauch und den Materialkosten: Der Brother DCP-330C ging erfreulich sparsam mit der Tinte um und war zudem besonders umgangsfreundlich mit Patronen von Fremdanbietern: Da er keinerlei Chips verwendet, ließen sich auch die Patronen eines Fremdanbieters problemlos benutzen, womit man seeeehr viel Geld sparen kann...
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=220109359585&ssPageName=STRK:MEWN:IT&ih=012

Ein Hinweis:
Für das Gerät ist schon eine neue Firmware verfügbar, die einen Fehler behebt, wodurch bei den Werkeinstellungen alles (Foto, Grafiken und Text) ein wenig zu hell gedruckt wurden (Lies sich aber per Treiber korrigieren, die neue Firmware macht diese Treiber-Korrektur allerdings überflüssig
http://welcome.solutions.brother.co...330c_all&type2=4&os=7&flang=17&dlid=dlf002679

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Fazit: Toller Allrounder, nur etwas klapprige Scanner-Deckel Befestigung

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Pluspunkte:
- Sparsam im Tintenverbrauch
- Tolle Druckqualität bei Fotos und Texten
- Guter Scanner, hat nur bei Ausbuchtungen Probleme
- Sehr einfache Bedienbarkeit

Minuspunkte
- Etwas klapprige Scanner-Deckel Befestigung (Was auch kein Problem darstellen sollte, solange man mit dem Geräte nicht Fußball spielt ;)
- Langsamer Kartenleser, zu dem Probleme mit MicroDrive.

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http://www.brother.de/index.cfm?pos=product&artnr=DCP330CG1
 
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