DRAM-Entwicklung: Samsung soll Ausbau seiner Produktionskapazitäten in Südkorea planen

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Die Preise im DRAM-Markt sind seit nunmehr über einem Jahr permanent am Steigen und eine Relativierung des Preisniveaus ist noch lange nicht in Sicht. Die Nachfrage an DRAM ist allerdings nach wie vor sehr hoch und trotzdem scheuen sich die Speicherhersteller ihre Produktionskapazitäten anzuheben. Man befürchtet, dass es wieder zu einer Überproduktion kommt, durch welche die Preise wieder auf ein Niveau wie vor gut zwei Jahren fallen könnten, bei welchem an der Wirtschaftlichkeit gezweifelt werden muss. Nun sind aber Gerüchte laut geworden, dass der Speicherhersteller Samsung eine Erhöhung seiner Produktionskapazitäten in Erwägung zieht, womit zumindest längerfristig mit einer Entspannung des Preisanstiegs zu rechnen sein dürfte




Beim Neukauf oder auch nur der Aufrüstung eines bestehenden PCs werden mit Sicherheit schon einige von Euch festgestellt haben, dass alle Komponenten mit verbautem Speicher deutlich teurer geworden sind, als dies vielleicht noch vor ein oder zwei Jahren der Fall gewesen ist. Darunter fallen nicht nur Komponenten wie der mittlerweile unverschämt teure Arbeitsspeicher (RAM), sondern auch SSD-Laufwerke aller Art (SATA, PCIe) oder auch Grafikkarten, dessen verbauter Videospeicher ebenfalls in diese Kategorie fällt.

Der Markt rund um DRAM und NAND begründet die angestiegenen Preise mit den Lieferengpässen, welche laut Aussage von Experten vornehmlich auf den steigenden Bedarf bei Smartphones zurückzuführen sind. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Viele der Speicherhersteller haben ihre Produktion auf das aktuelle Level zurückgefahren, da sie eine solche Situation wie vor gut zwei Jahren vermeiden möchten, in welcher die Preise durch eine Überproduktion dermaßen in den Keller gerutscht sind, dass der Verkauf von DRAM an den Grenzen der Wirtschaftlichkeit schrammte oder diese schon überschritten hatte.

Wie einem Bericht von businesswire.com via dramexchange.com nun zu entnehmen ist, soll der aus Süd-Korea stammende Speicherhersteller Samsung, welcher als einer der größten am Markt gefeiert wird, seine Produktionskapazitäten bezüglich der DRAM-Fertigung erhöhen zu wollen. Hierzu sollen die beiden in Süd-Korea angesiedelten Fertigungsstraßen in Pyeongtaek und in Hwasung entsprechend umgerüstet werden. Während die Produktion in Hwasung von 2D-NAND auf DRAM umgestellt werden soll, sind in der zweiten Ebene des Werks in Pyeongtaek neue Fertigungshallen geplant.

Auch wenn sich die Produktionserhöhung bereits im ersten Quartal 2018 bemerkbar machen könnte, bleibt ungewiss, ob sich diese auch auf die Preise auswirken wird., da diese letztendlich auch von der Nachfrage bestimmt werden. Bleibt letztere aber auf einem so hohen Niveau wie bisher, könnte eine Preissenkung vorerst kleiner als gedacht ausfallen. Zudem geht man sowieso davon aus, dass eine Preissenkung frühestens in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres zu erwarten ist, wenn überhaupt.

Viel interessanter dürfte die Frage ausfallen, in wie weit auch Samsungs Mitbewerber wie SK-Hynix auf die Produktionserhöhungen reagieren werden. Da keiner der Hersteller die anfangs erwähnte Situation herbeiführen möchte, dass die RAM-Preise aufgrund einer Überproduktion wieder in den Keller wandern, bedarf es sehr viel Fingerspitzengefühl. Für uns Consumer kann es nur von Vorteil sein, dass die Produktionskapazitäten entsprechend der aktuell hohen Nachfrage angepasst werden und solange die Preise nicht weiter steigen wie bisher, wäre das schon als Erfolg zu verbuchen.

Meinung des Autors: Ich gebe ja zu, dass die RAM-Preise im Sommer 2016 auf einem Niveau angelangt waren, dass man sich fragen musste ob die Hersteller überhaupt noch etws an ihren Produkten verdienen konnten, aber mittlerweile sind die Preise auf einem solch absurd hohem Niveau wie lange nicht mehr. Dennoch kann der PC-Markt nicht wie von einigen Experten befürchtet als rückläufig angesehen werden. Die Absatzzahlen sehen trotz der hohen Preise durchaus vernünftig aus. trotzdem hoffe ich, dass Samsungs Erweiterung der Produktionskapazitäten wieder dazu beträgt, dass sich die Preise normalisieren.
 
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