Die Zukunft der Digitalisierung – eine andere Gesellschaft?

Diskutiere Die Zukunft der Digitalisierung – eine andere Gesellschaft? im IT-News Forum im Bereich News; Seit Jahren ist die Digitalisierung unserer Gesellschaft praktisch in vollem Gang. Doch sind die normalen User heute überhaupt schon im Stande...
Seit Jahren ist die Digitalisierung unserer Gesellschaft praktisch in vollem Gang. Doch sind die normalen User heute überhaupt schon im Stande, den kompletten Umfang und die Konsequenzen in positiver und negativer Hinsicht abzuschätzen? Dagegen sprechen zum Beispiel die rasante Entwicklung der sogenannten Industrie 4.0 und der Smart Homes. Der Prozess beschränkt sich aber nicht auf diese Gebiete, die schon lebensverändernd sind. Werden etwa Kriege in Zukunft nur noch digital geführt? Und wie wird die Politik von Sozialen Medien beeinflusst?

Bild1.jpg

Die Gegenwart der Digitalisierung

Doch vor dem Blick in die Zukunft ist eine Betrachtung der Gegenwart unerlässlich, um den Stand der Digitalisierung annähernd nachvollziehen zu können.

Zumindest in zwei Bereichen ist Deutschland vorne mit dabei. So gehen ganze 81 Prozent der Internetnutzer per Smartphone ins Netz – die mobile Nutzung des Internets ist in Deutschland also sehr beliebt und von entscheidender Bedeutung. Und auch die Bereitschaft zur Investition von Staatsseite ist enorm gestiegen. 100 Milliarden Euro sollen laut Angela Merkel bis 2025 zum bundesweiten Breitbandausbau bereitgestellt werden. Ziel der Investition sei es dabei, "die Verfügbarkeit von Gigabit-Breitband überall“ sicherzustellen. Das Internet ist indes aus dem Alltag der Bundes-Bürger nicht mehr wegzudenken und auch die Politik erkennt die Dringlichkeit des Themas. Nicht umsonst versuchen fast alle Parteien, es zur Bundestagswahl 2017 für sich in Anspruch zu nehmen.

Deutschland und das digitale Zeitalter

Ganz von der Tatsache ablenken, dass der Breitbandausbau insbesondere in punkto Umstellung auf Glasfaserkabel hinterherhinkt, kann die üppige Investitionszahl allerdings nicht. Denn lediglich 6,6 Prozent der hiesigen Haushalte können von der Technologie profitieren – im ländlichen Raum sogar nur 1,6. Die entsprechende Studie der Bertelsmann-Stiftung kritisiert, dass Deutschland damit bei weitem hinter Staaten wie Estland, Schweden, Spanien und der Schweiz liegt. Einer der Gründe für diese Tatsache ist, dass die Telekom auch in Zukunft lieber auf die alten Kupferkabel setzt, die sie so aufbessern möchte, dass die Kabel schnellere Datenübertragungen zulassen. Ein Hauptgrund für diese Einstellung dürften allerdings die anfallenden Kosten beim Umbau des Netzes auf Glasfaserkabel sein – denn die möglichen, hohen Geschwindigkeiten haben ihren Preis. Glasfaserkabel ermöglichen es durch "Lichtblitze" eine entfernungsunabhängige Geschwindigkeit zu erreichen. Besonders abgelegene Orte können davon profitieren. Die Kabel sind zudem neben der rasanten Geschwindigkeit auch weniger störungsanfällig. 2400 Euro pro Haushalt, der an das Glasfasernetzwerk angeschlossen wird, ist jedoch auch eine stolze Summe.

Bedenklich ist aus deutscher Sicht, dass nach wie vor alle Internet-Großkonzerne aus dem Ausland und ganz überwiegend aus den USA stammen. Hat sich Deutschland in den klassischen Industriebereichen als Nation ersten Ranges etabliert, steht diese Entwicklung für den digitalen Bereich noch aus. Zwar unterstützen deutsche Unternehmen viele Forschungen der digitalen Riesen, kommen aber über eine Rolle als Zuarbeiter bislang kaum hinaus.

Smart Life

Nicht nur die Technologien für das Smart Home halten überall Einzug. Smart Life ist vielmehr ein Begriff, mit dem sich die Digitalisierung in den verschiedensten Bereichen beschreiben lässt. Egal, ob unsere Smartphones uns in immer mehr Lebensbereichen durch verschiedenste Apps unterstützen oder wir mit fortschrittlichen Kühlschränken unterwegs nachsehen können, ob wir noch etwas einkaufen müssen: Unsere Leben werden durch Technologie komfortabler. Dabei werden nicht nur neue Möglichkeiten geschaffen, sondern auch schon lange existente Technologien beeinflusst, wie das Fernsehen durch die Entwicklung des Smart TV.

Werden unsere Häuser immer schlauer?

Die Ursachen dafür, dass Smart Homes so gefragt und erfolgreich sind, geben Hinweise für die Zukunft ihrer Entwicklung. Eine Rolle dabei spielt der gestiegene Stress der arbeitenden Bevölkerung, die nach einem langen Tag möglichst wenig Aufwand und viel Komfort haben möchte. Hinzu kommt, dass der demographische Wandel greift und das Komfortbedürfnis im Alter bei so gut wie allen Menschen steigt. Das wachsende Umweltbewusstsein spielt auch eine Rolle – schließlich sind fortschrittliche Smart Homes in der Lage, Energieverschwendung auf ein erträgliches Maß zu reduzieren und den Wasserverbrauch in Grenzen zu halten.

Dass die Hersteller weiterhin fest an den Erfolg ihrer intelligenten Heim-Konzepte glauben, zeigt, dass die jährliche Wachstumsrate des Marktes zwischen 2015 und 2020 geschätzt bei 17 Prozent liegt – eine immense Rate. Die Vielfalt der möglichen Lösungen fürs Eigenheim erleichtert dabei den Erwerb, da sie sehr spezifisch auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden können. Findige Bastler können sich beispielsweise entscheiden, per Raspberry Pi selbst ein intelligentes Zuhause zu erschaffen. Aber auch professionelle Hersteller bieten die verschiedensten Systeme zur Automation des Hauses an.

Die Optionen dabei sind so vielfältig wie die Herstellerzahl. So kann man sich bei der Wahl darauf beschränken, die Fenster bei einer bestimmten Temperatur zu öffnen oder zu schließen, kann aber auch die Sicherheit des Hauses an das Smart Home abgeben und vieles mehr. Dass in Zukunft noch viel mehr Entwicklungen in diesem Bereich zu erwarten sind und wir bislang nur eine sehr vage Vorstellung davon haben, was möglich ist, zeigt Mark Zuckerberg mit seinem Projekt Jarvis.

Dieses Experiment zeigt, dass Künstliche Intelligenz in der Hausautomation eine wichtige Rolle spielt. Zuckerberg, Gründer von Facebook, hat für sein eigenes Haus ein Programm (nach der KI "Jarvis" aus dem "Iron Man"-Franchise benannt) geschaffen, das unter anderem in der Lage ist, an der Tür selbstständig Besucher zu erkennen und diesen den Eintritt zu ermöglichen. Doch die Fähigkeiten gehen noch weiter: Per Chat kann Zuckerberg direkt mit dem Programm kommunizieren und ihm Befehle geben. So ist es unter anderem im Stande, passende Musik auszusuchen. Der Clou dabei ist, dass das Programm sich durch Lernprozesse fortbildet und somit immer mehr Fähigkeiten entwickeln kann.

Da Zuckerberg und andere momentan viel mit solchen fortgeschrittenen Künstlichen Intelligenzen deren Möglichkeiten ausloten, ist davon auszugehen, dass Endverbraucher auf lange Sicht von den Fortschritten profitieren können, sofern sie dies denn überhaupt wollen. Denn manchem Verbraucher dürfte die scheinbare Allmacht der digitalen Assistenten zu viel werden.

Bereiche der Vernetzung

Doch die Vernetzung endet nicht in den eigenen vier Wänden. So sind selbstfahrende Autos keineswegs mehr Science-Fiction. Die großen Autobauer planen die Realisierung entsprechender Produkte für den Endverbraucher bereits für die 2020er-Jahre. Natürlich wird bei solchen vollmundigen Ankündigungen der Versuch dabei sein, sich marketingtechnisch als fortschrittlich zu präsentieren, doch entwickeln auch aus anderen Branchen stammende Firmen wie Google selbstfahrende Autos.

Nicht nur nicht mehr selbst fahren, sondern auch nicht mehr selbst einkaufen: Eine Idee, die wiederum in das Bedürfnis nach mehr Komfort und weniger aufzubringender Eigeninitiative passt. Denn der Lebensmittelhandel verlagert sich zunehmend spürbar auf den Online-Bereich. Dafür sorgt vor allem ein großer Spieler, der schon andere Branchen aufgemischt und revolutioniert hat: Amazon. Seitdem der Großkonzern sich mit für seine Verhältnisse überraschend leisen Sohlen auf dem deutschen Lebensmittelhandel positioniert, kommen auch andere Größen wie etwa Rewe oder Edeka in Zugzwang.

Doch trotz der Investments solcher gewaltiger Unternehmen mit Milliardenumsätzen werden in der Digitalisierung auch weiterhin die Start-Ups mit ihren Innovationspotenzialen einen wichtigen Beitrag leisten. Gerade durch ihre kleinere Größe und entsprechend immense Wendigkeit bieten sie die Möglichkeit zu neuen Entdeckungen, die nicht selten zur Übernahme durch Größen wie Amazon, Google oder Facebook führen.

Industrie 4.0

Wo es gerade um Unternehmen geht: Im Zuge der Digitalisierung bleibt auch die Industrie nicht unberührt, im Gegenteil. Industrie 4.0 lautet das Stichwort, das sowohl von Wirtschaftsverbänden als auch Regierungskreisen in Stellung gebracht wird.

Zunächst handelt es sich nicht um einen im wissenschaftlichen Sinne präzise definierten Begriff. Ein wichtiger Aspekt, der allerdings von den meisten Wortführern aus diesem Bereich genannt wird, ist der der Automation. Ähnlich wie bei Smart Homes steht hier der Gedanke im Hintergrund, dass Produktion und Logistik künftig mit wesentlich weniger menschlichem Aufwand gestaltet werden können. Dabei ist die Verwendung von internetbasierten Abläufen der Schlüssel.

Bild2.jpg

Weiterhin geht es um eine größtmögliche Individualisierung der angebotenen Produkte bei gleichzeitiger Verknüpfung der Produktion mit Dienstleistungen. Im Zuge dieser Entwicklungen sollen Technologien wie der 3D-Drucker eine entscheidende Rolle spielen.

Ein Prinzip dieses Prozesses ist es, Kunden alle Aspekte der Produktion und Lieferung nachverfolgen zu können und im Stande zu sein, die Bedürfnisse der Kunden durch die Automation individueller befriedigen zu können. Sonderwünsche, die früher schlichtweg unrentabel gewesen wären, lassen sich heute ohne den Verlust von Ressourcen wie Geld oder Zeit bedienen. Dies liegt vor allem an den heute zugänglichen Technologien.

Ein Beispiel: Sollte in einer Produktionsanlage ein Bauteil defekt sein, eine Reparatur nötig werden oder die Nachbestellung von Material fällig sein, erledigt die Produktionsanlage diese Aufgaben praktisch von selbst und ohne menschliches Zutun. Dies geht natürlich nur durch möglichst schnelle Internet-Verbindungen, denn alles läuft über kabelloses Internet. Erklärtes Ziel dabei ist die Steigerung von "Wohlstand und Lebensqualität für alle".

Der Entstehungsvorgang der Industrie 4.0 ist eng verknüpft mit dem sogenannten Internet der Dinge. Ziel dabei ist es, Prozesse und Aufgaben, die bisher auf eine menschliche Steuerung angewiesen waren, durch das Internet zu automatisieren. Der Wunsch nach diesem Vorgang kommt aus der Logistik, wo der Vorgang zum Ziel hat, dass selbst Container intelligent werden und unter anderem ihre Verladung selbst etwa an LKW weitermelden. Dadurch würden Unternehmen potenziell gewaltige Summen und viel Zeit einsparen können.

Arbeitsplätze in Gefahr?

Die Industrie 4.0 birgt allerdings durch die Automationsprozesse eine gewaltige Gefahr in sich. Denn wo Prozesse mit dem Verzicht auf menschliche Arbeit sogar vereinfacht werden können, wird dies vermutlich auch geschehen. Schließlich geht es Unternehmen am Ende auch immer um gute Bilanzen – und dauerhaft sind Maschinen nach aller Wahrscheinlichkeit günstiger als menschliche Angestellte, die Urlaubsansprüche vertreten, krank werden und Fehler machen können.

Doch ist das Problem in Wirklichkeit komplexer: Obgleich definitiv Arbeitsplätze bedroht sein werden - wie viele das insgesamt sein werden, kann realistisch niemand sagen – ist ein Verzicht auf die Industrie 4.0 fast unmöglich. Deutschlands Motor für den Wohlstand ist und bleibt die Wirtschaft. Schwächelt diese, lässt sich auch das hohe Wohlstandsniveau der Bundesrepublik nicht nur nicht steigern. Je nach Stärke der Rückschläge wäre auch ein Abfall des Wohlstandes möglich. Wird etwa auf die Vorzüge der Industrie 4.0 verzichtet, gerät die deutsche Industrie automatisch ins Hintertreffen. Damit dies nicht passieren würde, müssten praktisch alle Industrieländer gleichzeitig den neuen Entwicklungen entsagen und würden damit erstmals in der Geschichte global auf Wirtschaftswachstum verzichten.

Diese Perspektive erscheint entsprechend sehr unwahrscheinlich. Gefährlich ist die Entwicklung vor allem für niedrig und mittelmäßig qualifizierte Arbeitnehmer, denn es gilt: Je einfacher die Tätigkeit zu programmieren ist, umso unwahrscheinlicher ist es, dass sie künftig noch von Menschenhand ausgeführt wird. Es gibt allerdings auch Beispiele, bei denen gut qualifizierte Kräfte ersetzt werden.

So ist etwa die Digitalisierung des Bankwesens in Form des Online-Bankings verantwortlich für den Wegfall vieler Arbeitsplätze in diesem Sektor, wo allerdings stattdessen nie neue Jobs entstanden sind.

Vielerorts hört man von Experten, dass die Hälfte aller Jobs in den nächsten zwanzig Jahren wegfallen könnte. Angesichts der Dimensionen, die eine Automation in allen Bereichen des Lebens dazu annehmen müsste, darf man diese Aussicht für eher unwahrscheinlich halten. Stellt man sich vor, dass dazu selbstfahrende LKW, Taxis, Autos, Roboter-Krankenpfleger und –Buchhalter in etwa zwanzig Jahren flächendeckend installiert sein sollen, klingt das doch etwas absurd. Schließlich sind die Anschaffungskosten insbesondere für mittlere und kleinere Unternehmen doch recht erheblich. In der Industrie allerdings könnte es nicht nur Geringerqualifizierte, sondern gerade Facharbeiter treffen. Denn diese sind oft für die Maschinenwartung zuständig – wenn allerdings die Maschinen ihre Fehlerquellen selbst identifizieren, brauchen sie keinen Techniker, der die Diagnosen stellt.

Der Krieg der Zukunft

Nun haben wir einen Überblick über die Änderungen, die auf die Privatnutzer und auf die Wirtschaft zurollen. Doch auch abseits des zivilen Sektors befindet sich die Welt im Wandel. Denn das Militär ist nicht mehr dasselbe wie im zwanzigsten Jahrhundert. Vorbei die Zeit des Ersten Weltkrieges, in der man den Feind mit purer Artillerie-Macht und der schieren Masse an Soldaten brechen sollte. Vorbei auch die Taktiken des Zweiten Weltkrieges, die erheblich ausgefeilter waren. Die Möglichkeiten der heutigen Kriegsführung sind weitaus vielfältiger – und schwerer zu durchschauen.

Diese Art der hybriden Kriegsführung, die konventionelle Kriegsführung mit dem Streuen von Desinformationen, wirtschaftlichem Agieren und der neuartigen Drohnentechnologie verändert das militärische Handeln nachhaltig. Ein großer Teil dieser von mächtigen Staaten verfolgten hybriden Kriegsführung ist für kleinere Gruppen weder logistisch noch finanziell zu stemmen und stellt somit einen Grund für die unkonventionellen Taktiken dar.

Politische Gefahren von Social Media

Mittlerweile nutzen aber auch Global Player wie Russland unkonventionelle Mittel, um die Politik in anderen Ländern zu beeinflussen – auch eine Art von ungewolltem interventionistischen Handeln, also Krieg. So nutzt Wladimir Putin seinen Sender Russia Today (meist RT) abgekürzt, um insbesondere über die Videoplattform YouTube "seine" Version der Wahrheit zu verkünden. So setzte man bereits über YouTube und Facebook eine Geschichte in die Welt, nach der ein russisches, 13-jähriges Mädchen mehrfach von mehreren Migranten vergewaltigt worden sei.

De facto stimmte diese Geschichte nicht. Doch die ständige, von verschiedenen Kanälen ausgeschmückte Story, die schon bald von Verschwörungstheoretikern aufgegriffen wurde, sorgte dafür, dass sie zunehmend als Realität wahrgenommen wurde. Auf diese Weise beeinflussen politische Kräfte gezielt die öffentliche Wahrnehmung von politischen Themen zu ihren Gunsten.

Das Problem bewusster Falschmeldungen ist eine Art der politischen Kriegsführung, die nicht nur von staatlichen Akteuren, sondern auch von Parteien und anderen Interessengruppen gezielt eingeführt wird. Problematischer weise kann die Politik dagegen nur eingeschränkt vorgehen. Schließlich würde dies eine Beschneidung der Meinungsfreiheit bedeuten, obgleich solche Fake News zur Destabilisierung der öffentlichen Ordnung durchaus geeignet sind. Sie können zugleich ohne Filter von den Nutzern konsumiert werden – wichtig ist es also, kritisch zu denken und mehrere, verschiedene und glaubhafte Quellen heranzuziehen. Nur so kann man eine differenzierte Sicht bekommen.

Cyber War und Drohnen

Bild3.jpg

Während allerdings der Kampf um die Deutungshoheit und wahrheitsgemäße Berichterstattung in anderer Form schon früher mit anderen Mitteln tobte, ist der sogenannte Cyber War etwas Neues. Denn die Möglichkeiten der Informatik standen früher noch nicht zur Verfügung. Zu den Waffen des Cyber War zählen Spionage, die Manipulationen von Internetseiten, Angriffe auf Hardware über das Internet oder die Unterdrückung von feindlichen Diensten. Dabei ist die digitale Kriegsführung nicht so jung, wie man zunächst annehmen würde, denn ihre Methoden kamen bereits im Kosovokrieg 1999 zum Einsatz.

Bewaffnete und unbewaffnete Drohnen gehörten unter anderem schon unter US-Präsident Barack Obama zu den Instrumenten der modernsten Kriegsführung. Insgesamt rund 50 Länder bauen derzeit solche unbemannten und oft ferngesteuerten Fluggeräte – sie sind recht einfach herzustellen. Die besten Waffen dieser Gattung bauen allerdings die Vereinigten Staaten und Israel. In der erstgenannten Nation versucht man, zusätzlich zu den bisher schon etablierten Aufklärungs- und Bomberdrohnen auch unbemannte Kampfjets zu entwickeln, was aber schwierig ist – jenseits der Schallmauer fliegen die Piloten meistens mit ihren Instinkten, die die Flugdrohnen natürlich nicht haben.

Sowohl beim Cyber War als auch bei der Drohnenkriegsführung gibt es allerdings große Gefahren. Denn ethische Grenzen werden durch die Möglichkeiten des in der Ferne Zuschlagens verschoben. Für den steuernden Piloten, der in der sicheren Basis sitzt, ist das Töten erleichtert, funktioniert es doch beinahe wie bei einem Computerspiel und passiert hunderte, vielleicht sogar tausende Kilometer entfernt.

Mittlerweile gibt es sogar winzige Mini-Drohnen, die man dennoch mit tödlichen Granaten bestücken kann. Dass in diesem Bereich noch viele Neuentwicklungen anstehen, scheint klar. Ferngesteuerte Waffen sind in allen möglichen Variationen die Waffen der Stunde.
(Abbildungsquellen:
Abbildung 1: fotolia.de © Mimi Potter #130091343
Abbildung 2: fotolia.de © kiri #136283864
Abbildung 3: fotolia.de © Gorodenkoff #164586542)​
 
Thema:

Die Zukunft der Digitalisierung – eine andere Gesellschaft?

Die Zukunft der Digitalisierung – eine andere Gesellschaft? - Ähnliche Themen

Karriere in der Informatik - Viele Wege ein Ziel: Wer eine Karriere in der Informatik starten möchte, hat die Qual der Wahl: Die Vielzahl an unterschiedlichen Tätigkeiten zieht viele Möglichkeiten...
Smart Home mit Microsoft – so profitiert man vom Smart Home Hub: Der Microsoft Smart Home Hub richtet sich vor allem an Familien. Mit ihm wird das Familienleben attraktiver und die Haushaltsführung erleichtert...
Wie du deine Privatsphäre im Internet schützen kannst: Mal eben das Foto vom heutigen Kneipenbesuch hochgeladen, noch schnell ein paar trendige Sneakers im Online-Shop gekauft und den neuesten...
Wie sich der PC wieder beschleunigen lässt: Mit der Zeit sammelt sich auf dem Computer eine Menge Datenmüll an. Bemerkbar macht sich dies in langen Ladezeiten und einer immer langsameren...
Perfekte Passwortsicherheit in wenigen Minuten: Egal ob Amazon, Ebay, Facebook oder Onlinebanking – ohne Passwort kommt man nicht mehr weiter. Die Folge davon ist eine unüberschaubare Anzahl...
Oben