Die Globalisierung der Online-Kriminalität

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Eric-Cartman

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Sicherheitsunternehmen berichten über eine zunehmende weltweite Kollaboration von Online-Kriminellen, die ihre Ressourcen miteinander teilen und so ihre Angriffe effizienter gestalten können.

Die Globalisierung macht auch bei der Internet-Kriminalität nicht Halt. Das allein ist an sich keine ganz neue Erkenntnis mehr, jedoch hat Chris Boyd vom Sicherheitsunternehmen Facetime kürzlich auf der RSA-Konferenz neue Erkenntnisse vorgestellt. Wie Boyd berichtet, nutzen Online-Kriminelle ihre Ressourcen gemeinsam mit anderen Gruppen, darunter auch solche, die mit terroristischen Aktionen in Verbindung gebracht werden.

So nennt Boyd etwa eine Gruppe namens "Q8Army", die im Verdacht stehe, radikale islamistische Aktivitäten zu unterstützen. Diese Gruppe nutze zum Beispiel Angriffe über Instant Messaging, um Spyware zu verbreiten. Auch eine weit gehende Kooperation zwischen chinesischen und westlichen Malware-Autoren schien bis vor Kurzem noch nicht vorstellbar, finde jedoch mittlerweile statt.

Während Kollaborationen zwischen Hacker-Gruppen aus den USA, Südamerika und Osteuropa schon länger bekannt sind, finden sich inzwischen Hinweise, dass chinesische Malware-Schreiber Code und Methoden westlicher "Kollegen" adaptieren. Bislang waren sie eher dafür bekannt, vergleichsweise primitive Schädlinge zu produzieren, die von Sicherheitsfirmen relativ einfach zu analysieren sind.

Auch Symantecs halbjährlicher Sicherheitsbericht " Internet Security Threat Report " berichtet über gemeinsam genutzte Pools von Online-Ressourcen wie Botnets oder gehackte Web-Server. Wer kriminelle Ziele verfolgen will, muss nicht mehr selbst ein Trojanisches Pferd programmieren. Es genügt völlig einen Schädling zu kaufen oder ein Botnet zu mieten.

Craig Schmugar von McAfee Avert Labs sieht in der Globalisierung der Malware-Szene aber auch die Chance für Sicherheitsforscher und Ermittlungsbehörden mehr Erkenntnisse darüber zu gewinnen. Andererseits bestünde auch die Möglichkeit, dass Täter falsche Fährten legen, um die Ermittler über ihre Herkunft zu täuschen. Gut organisierte Gruppen verfügten inzwischen über Agenten in verschiedenen Erdteilen sowie über eine Art Management-Struktur.

Quelle: IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 

DiableNoir

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War ja klar dass sowas kommt, die sind ja auch nicht blöd und entwickeln sich weiter und nutzen die starke Vernetzung immer mehr aus.

Ich finde aber, Botnetze sind das gefährlichste überhaupt. Sie erlaube es einem Angreifer verdeckt zu operieren und mit einer gewaltigen Bandbreite zuzuschlagen. Würden sich mehr User endlich mal um Ihre Sicherheit scheren, wäre dies sicher nicht ein so immenses Problem.

Wäre vielleicht besser die Provider lassen niemanden mehr ohne Virenscanner bzw. Firewall in's Netz. Eine entsprechende Funktion ließe sich ja zumindest technisch leicht realisieren.
 
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