[DE] Telekom-Chef hält Angebot für Konzernumbau aufrecht

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#1
Eric-Cartman

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Unternehmen will T-Service am 1. Juli starten

Die Deutsche Telekom hält im Konflikt um den Konzernumbau ihr Angebot ungeachtet der Ablehnung von Verdi aufrecht. "Unsere Hoffnung ist nach wie vor, dass sich der Sozialpartner doch noch öffnet", sagte Vorstandschef René Obermann am Montag in Bonn. Das Unternehmen will rund 50.000 Mitarbeiter in neue Gesellschaften auslagern und hat dazu der Gewerkschaft ein bis Mittwoch befristetes Tarifangebot unterbreitet.

Am Wochenende hatten sich die Mitglieder der Großen Tarifkommission von Verdi gegen das Angebot ausgesprochen. Die formale Entscheidung soll am Freitag fallen, nach dem Auslaufen der von der Telekom gesetzten Annahmefrist. Obermann ließ offen, wie die Gesellschaft reagieren wird: "Am Mittwoch werden wir darüber beraten", sagte er.

Mit dem Konzernumbau will Obermann die Kosten senken und gleichzeitig die Servicequalität steigern. Der neue Bereich mit dem Namen T-Service soll zum 1. Juli starten, notfalls ohne die Zustimmung von Verdi. Geplant ist eine Kürzung der Löhne um neun Prozent sowie eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um mindestens vier Stunden.

Quelle: CNET Networks Deutschland GmbH/ZDNet.de und CNET.de
 
#2
Fireblade

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Geplant ist eine Kürzung der Löhne um neun Prozent sowie eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um mindestens vier Stunden.
Ist schon heftig wenn man das so liest,aber mittlerweile ist das fast überall so üblich das Lohneinbußen hingenommen werden müßen...und das schon lange.
Von daher gesehen ist es nichts neues,bei anderen regt sich keiner auf.Die Gewerkschaften sind auch nicht mehr das was sie mal waren.:thumbdown
 
#3
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Nichtwirklich

Gast
die bisherigen Telekom Optionen:

- 34 Stunden Woche
- 20% übertarifliche Bezahlung
- Der "Staatsbetrieb" voller Beamter.


Irgendwie seh ich das anders; Gegenbeispiel der jetzige Metaller Streik. Das ist freie Wirtschaft und für mich nachvollziehbar.
 
#4
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joker0222

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ich sehe das ähnlich.
auch wenn "voller beamter" arg übertrieben ist, muss man doch sehen, dass bei der telekom im vergleich zur branche überdurchschnittlich gut bezahlt wurde. und zu glauben, dass der verlust von einer million kunden an der belegschaft ohne spuren vorbeigeht, halte ich für ziemlich realitätsfern.
zumal auch bei einer 1:1 umsetzung der pläne die bedingungen im branchenvergleich immer noch gut wären.
klar ist es bitter wenn man einschnitte hinnehmen muss (mein AG hat vor 2 jahren auch die wochenarbeitszeit von 38,5 auf 42std erhöht und das einkommen um rd. 10 % gekürzt, ohne dass es streiks gab), aber andere wären froh sie hätten so eine arbeit.
 
#5
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Nichtwirklich

Gast
@joker
naja, weil man Beamte eben nicht so leicht los wird, müssen eben auch "öffentlich Angestellte" dran glauben.
Das ist das Generalproblem (ehemaliger) Staatsbetriebe.

Was mich an der ganzen Sache eventuell stören tut (was für ein deutsch *g*), ist:
Die Gewerkschaften.
Nix gegen die, aber irgendwie sind die noch auf der Schiene von 1970 und so.. keine Ahnung.
Arbeitszeitverkürzung, (sicher auch berechtigte) Lohnerhöhung. Und das gleich branchenweit. Wenn die sich nicht modernisieren und ein differentielles Vorgehen lernen, laufen denen noch mehr Mitglieder weg. Im Härtefall durch Arbeitslosigkeit.
ver.di ist da so ein ganz spezieller Komplex.....
Deren Chef Psirske dürfte auch so ein "Pöstchenhänger" sein und durch Parolen nur noch überleben.
 
#6
J

joker0222

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ich habe das genaue jahr des privatisierungsbeginns nicht im kopf, aber seitdem dürften dort keine beamten mehr eingestellt werden. schätze mal, das war zu beginn der 90er.
im moment dürfte herr obermann sich wünschen, er hätte nur beamte beschäftigt :D

den eindruck von den gewerkschaften habe ich manchmal auch. manche funktionäre, besonders bsierske und peters scheinen keine gelegenheit auszulassen, sich als die oberklassenkämpfer produzieren zu müssen. da ist auch viel heuchelei im spiel. sieht man z.b. bei der mindestlohndebatte. viele tarifverträge, die jetzt als ausbeutung von herrn bsierske gegeisselt werden, wurden von verdi selbst abgeschlossen.
 
#7
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Nichtwirklich

Gast
och..
Du kennst das Jahr nicht mehr, als die Telekom an die Börse ging? Als "Volksaktie"? mit was um die 15 Euro Einstieg und ner Spitze von über 110€?
Ich meine, das war mit eine der größten Staatsverar***e, die es gab.

Aber gut.
Dieser Ex-Staats-Betrieb muß nun wirtschaftlich und börslich arbeiten.
Und das kostet eben. Auch wohl ehemals gut und bequemes Gewohntes.
Fern ab von der wirtschaftlichen Entwicklung und der sogenannten Globalisierung.

Aber wieder mal ein Spielfeld für Bsierske...
Gut für sein Image, wenn ich demnächst nur noch nen "Besetzt-Ton" auf der Leitung habe...
 
#8
J

joker0222

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och..
Du kennst das Jahr nicht mehr, als die Telekom an die Börse ging? Als "Volksaktie"? mit was um die 15 Euro Einstieg und ner Spitze von über 110€?
Ich meine, das war mit eine der größten Staatsverar***e, die es gab.

...
das jahr des börsengangs ist auch nicht das jahr der privatisierung.
z.b. ist die bahn seit jahren ein privatunternehmen, auch ohne dass es börsennotiert ist.

generell sollte man beim aktienkauf übrigens einkalkulieren, dass es auch abwärts gehen kann und sich nicht hinterher darüber beschweren, dass man sich vorher nicht informiert hat (geht nicht gegen dich, sondern weil da immer viel drüber gejammert wird)
 
#9
Fireblade

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Grüßt die Winboarder
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(mein AG hat vor 2 jahren auch die wochenarbeitszeit von 38,5 auf 42std erhöht und das einkommen um rd. 10 % gekürzt, ohne dass es streiks gab), aber andere wären froh sie hätten so eine arbeit.
Auch der hat sich an Tarifverträge zu halten,aber wenn keiner in der Gewerkschaft ist bzw. aufmuckt dann wunderts mich nicht.Ist schon ne Sauerei was heutzutage abläuft.Alle haben Angst um ihre Arbeitsplätze. :sneaky
 
#10
N

Nichtwirklich

Gast
@joker..
Ich hab keine Aktien. Ich habe diesen "Spaß" nur damals mitverfolgt.
Wie die Lemminge sind die auf die TeleDoof Aktien drauf. Einige haben gewonnen, viele verloren. Und den Umbau haben wir jetzt mit sicher gesicherten Pensionen für die Beamten.

@Fireblade...
Gewerkschaften werden unmodern und nutzlos, wenn sie weiter so wie vor 50 Jahren agieren. Heute heißt es wirtschaftlich denken und WIRKLICH die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten. Im Moment (und schon seid langem) habe ich eher den Eindruck, den Gewerkschaften gehts ums eigene Überleben und um verschiedenen Pöstchen einzelner Vorstände. Also nix neues. Im Notfall wandert die Wirtschaft ab - siehe AEG in Nürnberg.
Was die früher rausgeholt haben, gilt eben heute nicht mehr.
Mein letzter Arbeitsvertrag sah auch 42 Wochenstunden vor sowie pro Monat 15 unbezahlte Überstunden. Die wurden automatisch vom Zeitkonto abgezogen. Und in der Firma herrschte "Gewerkschaftsverbot".
 
#11
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HighDx

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Auch der hat sich an Tarifverträge zu halten,aber wenn keiner in der Gewerkschaft ist bzw. aufmuckt dann wunderts mich nicht.Ist schon ne Sauerei was heutzutage abläuft.Alle haben Angst um ihre Arbeitsplätze. :sneaky

Da sitzen die meißten lieber still in ihren Kämmern als Arbeitslos zu werden, kann ich gut nachvollziehen. Ich habe vor 5 Jahren mitgestreikt und protestiert und die kürzungen nicht hingenommen, was hatte ich davon:
ich wurde nach 3 Monaten Arbeitslos weil der Betrieb Pleite gegangen ist, und in meinem Bereich ne Arbeit finden war schon sehr schwehr.

Ich denke das muss man abwägen, aber wie kann es sein das die großen Firmen Rekordgewinne einfahren aber als gegenzug Leute entlassen und bei den anderen die bleiben dürfen Lohnkürzungen beschließen mit dem Argument den Arbeitsplatz zu erhaltn, und als Belohnung erhöhen die Manager mal eben ihr Gehalt um 10-30 Prozent.
Da kann doch wohl etwas nicht ganz richtig sein?
 
#12
Bullayer

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Ich denke mal, dass für die Telekom-Mitarbeiter das größte Problem die Auslagerung in eine neue Gesellschaft ist. Dadurch fängt die Betriebszugehörigkeit bei Null an. Ist also ein leichtes, solche Leute schnell zu entlassen, falls die neue Gesellschaft Verlust macht. Und darauf wollte ich auch nicht unbedingt verzichten.
 
#13
H

HighDx

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Ich denke mal, dass für die Telekom-Mitarbeiter das größte Problem die Auslagerung in eine neue Gesellschaft ist. Dadurch fängt die Betriebszugehörigkeit bei Null an. Ist also ein leichtes, solche Leute schnell zu entlassen, falls die neue Gesellschaft Verlust macht. Und darauf wollte ich auch nicht unbedingt verzichten.

Da gebe ich Dir Recht, da würde ich auch nicht drauf verzichten!!!!
 
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