[DE] T-Service: Einigung zwischen Telekom und ver.di über Stellenumbau

Diskutiere [DE] T-Service: Einigung zwischen Telekom und ver.di über Stellenumbau im IT-News Forum im Bereich IT-News; Nach einem monatelangen Arbeitskampf haben die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di ihren Streit über den massiven Stellenumbau beigelegt...
#1
Eric-Cartman

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Nach einem monatelangen Arbeitskampf haben die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di ihren Streit über den massiven Stellenumbau beigelegt.

Bei den Verhandlungen im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr einigten sich die Tarifpartner am Mittwoch in der Frage der umstrittenen Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern in Service-Betriebe auf einen Kompromiss: Danach sinkt das Einkommensniveau um 6,5 Prozent, sagte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder nach einem Verhandlungsmarathon von acht Tagen. Die Arbeitszeit in den neuen Gesellschaften werde um 4 Stunden auf 38 Wochenstunden ohne Lohnausgleich verlängert, fügte Telekom- Personalvorstand Thomas Sattelberger hinzu. Der Samstag solle zu einem Kundendienst-Tag werden.

Die Telekom hatte ursprünglich deutlich höhere Einbußen beim Einkommen verlangt, zunächst waren es zwölf Prozent, dann neun Prozent. Nun sollen die Einkommenseinbußen in den ersten 18 Monaten durch einen Ausgleichsfonds zu 100 Prozent abgefedert werden, berichtete Schröder. Diese Zahlungen sollen dann bis Ende 2010 schrittweise auf Zwei Drittel abgesenkt und ab 2011 ganz entfallen. "Die Gehälter der Beschäftigten sind gesichert", sagte er. Sie könnten darauf vertrauen, dass auf dem Weg in die neuen Gesellschaften kein Griff in ihre Geldbeutel erfolgt. Der Gewerkschafter bedankte sich zugleich bei den Streikenden. Sie hätten den Kompromiss erstritten und die Lösung möglich gemacht.

Personalvorstand Sattelberger begrüßte die Einigung, schränkte aber ein, bei einem Kompromiss gebe es nie strahlende Gewinner. "Beide Seiten haben Federn gelassen", sagte er. "Wir haben 50.000 Arbeitsplätze im Konzern gesichert und die Basis für Neueinstellungen geschaffen". Zugleich betonte der Manager, der erst Anfang Mai zur Telekom gekommen war, dass "der finanzielle Zielkorridor des Sparprogramms ordentlich getroffen" wurde. Die Telekom will durch den Umbau zwischen 500 Millionen und 900 Millionen Euro einsparen. Weitere Details nannte er nicht.

Die Große Tarifkommission von ver.di wollte noch am Nachmittag in Köln über das Ergebnis in Köln beraten. "Wir werden dem Gremium die Annahme empfehlen", sagte Schröder, der auch stellvertretender Vorsitzender des Telekom-Aufsichtsrates ist. Er zeigte sich dabei zuversichtlich, dass die Tarifkommission die Lösung absegnen werde. Damit könnten die mehr als fünf Wochen andauernden Streiks schon bald beendet werden. Hierüber werden die Beschäftigten aber noch in einer Urabstimmung abschließend befragt.

Neben der Kosteneinsparung ist das Ziel der Telekom, die Serviceleistungen wesentlich zu verbessern. Die Telekom hatte im Festnetzgeschäft allein im vergangenen Jahr mehr als 2 Millionen Kunden verloren und will durch diese Maßnahmen den Wettbewerbern Paroli bieten. Der neue Kundentag am Samstag gehört zur serviceorientierten Flexibilisierung der Arbeitszeiten. So sollen Auftragsspitzen deutlich besser abgefedert werden.

Wie Schröder sagte, sei zwischen den Tarifpartnern außerdem verabredet worden, die ausgeweiteten Arbeitszeiten auch zur Qualifizierung der Mitarbeiter zu nutzen. Ferner verständigten sich beide Seiten auf eine so genannte "Beschäftigungsbrücke" für Nachwuchskräfte, wodurch mehr als 4000 Neueinstellungen möglich würden. Dabei werden die Einstiegsgehälter um mehr als 30 Prozent auf 21.400 bis 23.200 Euro abgesenkt. "Wir haben aber verhindert, dass es auf Billiglohnniveau Neueinstellungen gibt", unterstrich Schröder.

Als "fast einmalig in Deutschland" bezeichnete Sattelberger die getroffenen Sicherungsregelungen für die Beschäftigten der T-Service- Gesellschaften. Der Kündigungsschutz wurde bis Ende 2012 ausgeweitet und betrage somit fünfeinhalb Jahre. "Das bietet unseren Beschäftigten ein wichtige Planungssicherheit für sie selbst und ihre Familien", sagte Sattelberger. Jetzt komme es darauf an, "dass wir durchstarten für den Kunden". Für die Service-Einheiten solle ein Verkaufsschutz zunächst bis 2010 gelten.

Quelle: IDG Magazine Media Verlag GmbH/PC-Welt Online
 
#2
E

eifelyeti

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... und wer gewonnen oder verloren hat , werden wir in ein paar Monaten sehen!
Ein Gewinner sind schon mal die Konkurrenzunternehmen , die hatten deutlich höheren Zulauf!!!!!!
 
#3
B

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Das Ergebnis ist ... sch****

Ich hätte mehr von verdi erwartet und hoffe das die Telekom-Angestellten das "Angebot" nicht annehmen und verdi zu weiteren Verhandlungen zwingen (oder aus der Gewerkschaft austreten), denn das was verdi erreicht hat ist so gut wie nichts
 
#5
Rebecca M.

Rebecca M.

...wird behandelt...
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...hat doch alles wie geplant geklappt...

Ist euch schon mal aufgefallen das all die Gewerkschaften nichts mehr taugen. :thumbdown
Jetzt wollen die Unternehmen auch mal was sehen, wofür sie die korrupten Gewerkschaftsfunktionäre jahrelang geschmiert haben.
Den Anfang hat doch der Karstadt "Kompromiss" - gemacht.

Es kommt ja noch die Urabstimmung, und wenn dann die Arbeitnehmer einknicken, brauchen wir die Gewerkschaften nicht mehr. Aber die Arbeitnehmer haben es in der Hand, dem Kompromiss nicht zuzustimmen.

Ich glaube, sie kapitulieren, machen dann wieder dicke Backen im TV, und haben es doch selber verdient.

Die Parole" stark durch Gemeinschaft" existiert in Deutschland nicht mehr.

Rebecca :sing
 
#6
Bullayer

Bullayer

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Wenn das mit den Gewerkschaften in Deutschland so weitergeht, werden sie immer mehr Mitglieder verlieren und dadurch letztendlich in der Bedeutungslosigkeit versinken.
 
#7
X

XXLocutusXX

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Moin erstmal...

Ich verstehe nicht das sich jetzt alle wieder mal aufregen und sagen böse Gewerkschaft.. klar ist sie nicht mehr das was sie war aber mal ehrlich ich bin von einem Einstiegsgehalt von 21000-33000€ weit entfernt und bin jetzt 5j. in einer Firma, und mein Job ist nicht gesichert bis 2012, und 38std. da liege ich auch weit drüber. Die Geschichte mit den ganzen Entlassungen und Auslagerungen damit man sie dann besser verkaufen kann ist doch lang, da ist die Telekom doch nicht die erste Firma. Grund für die ganze sache ist meiner Meinung nach der staat der mit den Reformen und Steuererhöhungen wurde schon der Grundstein dafür gelegt. Sollte die Neuverschuldung dieses Jahr wirklich was ich nicht glaube bei null sein dann OK. Dann wird vielleicht doch noch was aus Deutschland in ein paar Jahren,

Versteht mich nicht falsch die unternehmen tragen da auch eine große schuld mit denn gerade die Telekom hatte in den letzten Jahren die höchsten preise (trotz riesen gewinne) und es war doch klar das die kunden verlieren.

Gruß Locutus
 
#9
Fireblade

Fireblade

Grüßt die Winboarder
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Jetzt wollen die Unternehmen auch mal was sehen, wofür sie die korrupten Gewerkschaftsfunktionäre jahrelang geschmiert haben.
Den Anfang hat doch der Karstadt "Kompromiss" - gemacht.
Jetzt weiß ich auch warum ich keiner Gewerkschaft angehöre,denke genauso.
Das Geld kann man sich besser sparen.
 
#10
N

Nichtwirklich

Gast
Ihr vergeßt (was hier zum Thema in nem Thread auch irgendwo mal stand - ich glaub von mir ;) ),
daß der Chef dieses Staatsbetriebes Obermann die ausdrückliche Rückendeckung der Regierung für seine Maßnahme hatte.
Und daß man jetzt nicht nur dort, sondern auch an der Börse hochzufrieden über das Ergebnis ist.

Mich persönlich interessierts nicht.
Wir haben einfach "nur" 50000 mehr, die so langsam sich dem eigentlichen Boden der harten Wirtschaftsrealität "nähern"...

Willkommen im "Club der Bevölkerungs-Mehrheit".
Ähm.... der "noch arbeiten dürfenden vogelfreien" Bevölkerungsmehrheit.
 
#11
N

Nichtwirklich

Gast
Fazit:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/91632

"...
Der seit sieben Wochen andauernde Telekom-Streik hat die finanzielle Situation der Gewerkschaft Ver.di weiter geschwächt. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel in seiner am kommenden Montag erscheindenen Ausgabe berichtet, kam es bisher zu 449.132 Arbeitsniederlegungen, für die über 30 Millionen Euro Streikgeld ausgezahlt wurden. Die Gesamtkosten für die Gewerkschaft beliefen sich mittlerweile auf 40 Millionen Euro.
..."

Woher holen die sich diese 40 Mio wieder?
 
Thema:

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