[DE] Blei und Stromverbrauch - Wie PCs die Umwelt belasten

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#1
Eric-Cartman

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Alle reden über den Klimawandel und denken dabei an Autos oder Fabriken. Computer werden mit der Erderwärmung weniger in Zusammenhang gebracht. Dabei zeigt eine vom Chiphersteller AMD in Auftrag gegebene Studie, dass weltweit 14 Kraftwerke mit einer jeweiligen Leistung von mindestens 1000 Megawatt nur laufen, um Rechenzentren mit Strom zu versorgen. Hinzu kommen etliche Millionen PCs in Haushalten und Unternehmen. Aber auch die Herstellung und die Entsorgung belasten die Umwelt. Verbraucher sollten sich beim Kauf eines Rechners nach Umweltaspekten erkundigen und zu Hause dessen Stromverbrauch in Zaum halten.

Dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden zufolge steht in rund 25 Millionen deutschen Haushalten mindestens ein Computer. Ein durchschnittlich ausgestatteter PC ziehe etwa 75 Watt, heißt es bei der Deutschen Energie-Agentur (Dena) in Berlin.
Angenommen, jeder Haushalt nutzt seinen PC eine Stunde am Tag, ergäbe das einen ein Verbrauch von 1875 Megawattstunden. Ein durchschnittliches Kraftwerk braucht rund zwei Stunden, um diese Menge an Energie bereitzustellen. Dies ist eine vorsichtige Rechnung, denn High-End-Rechner können auch 295 Watt benötigen. Und PCs, die im Büro den halben Tag laufen, sind nicht berücksichtigt.

Das Nutzerverhalten beeinflusst den Stromverbrauch: "Deshalb immer die Energiesparfunktion aktivieren!", rät Mona Finder von der Dena. Ruht die Arbeit am PC, wird der Monitor ausgeschaltet. Bewegte Bildschirmschoner seien Relikte früher Computertage: "Die verbrauchen eher noch mehr Strom, und den Bildschirm schonen sie auch nicht."

Wie viel Energie und Wasser und welche Menge an Rohstoffen die Herstellung eines PCs schluckt, lässt sich lediglich schätzen. Die Hersteller nennen keine Zahlen - oder haben sie selbst nicht. Es gebe Schätzungen, nach denen für einen Prozessor 15 Kilo Rohstoffe benötigt werden, sagt Martin Hojsik von Greenpeace International in Bratislava in der Slowakei.

Sicher ist, dass in und an einem PC wertvolle Materialen stecken, so dass sich das Recycling lohnt: Besonders interessant ist dabei das Gehäuse, das meist zumindest teilweise aus Metall bestellt. "Metall erzielt derzeit gute Preise", sagt Andreas Habel vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) in Bonn. Auch Silber und Gold stecken im PC - aber nur in geringen Mengen. Spulen und Kabel enthalten zudem Kupfer.

Jährlich fallen allein in Deutschland rund 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Das reicht, um einen Güterzug zu füllen, der von Flensburg nach München reicht. Mehr als die Hälfte davon entfällt aber auf Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen. IT-Schrott macht 114.000 Tonnen aus - Tendenz steigend. Habel geht davon aus, dass die Menge jedes Jahr um drei bis fünf Prozent wächst.

Was kann der Verbraucher tun?

Für den Verbraucher ist der Umgang mit alten Elektrogeräten einfach: Er kann sie kostenlos an den Hersteller zurückgeben oder zu einer Sammelstelle in seiner Gemeinde bringen, etwa zum Recycling-Hof. Für die Umwelt bleibt dies laut Hojsik dennoch problematisch. Denn selbst wenn für das Recycling modernste Technik angewandt würde, bliebe ein nicht unerheblicher Rest, der nicht wiederverwendet werden kann und entsorgt werden muss.

Wichtig für die Umwelt ist zum Beispiel die Wiederverwertung von Bleilot. Die Legierung findet sich vor allem auf den Bildröhren von Monitoren. Früher wurden Bildschirme noch auf Deponien geschafft, so Habel - "mit dem Ergebnis, dass 40 Prozent der Bleibelastungen auf Deponien aus alten Monitoren stammte".

Nach dem Gewicht bemessen, landen 65 Prozent der Rechner wieder im Wertstoffkreislauf. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass das aus Metall bestehende Gehäuse den größten Anteil am Gewicht eines PC ausmacht. Die Recyclingquote von Metallen im Elektroschrott liegt bei über 95 Prozent. Leiterplatten werden teils zu Mischkunststoffen umgewandelt, nachdem sie von Kondensatoren und anderen Komponenten befreit wurden.

Etwa zehn Gewichtsprozent eines PCs werden energetisch verwendet - das klingt gut, heißt aber nichts anderes, als dass das Material verbrannt wird. Laut Habel geschieht das immerhin so, dass daraus ein Nutzen entsteht: zur Wärmegewinnung in Zementwerken etwa. Es bleibt aber immer noch ein "Beseitigungsanteil" von rund 15 Prozent übrig.

Martin Hojsik macht darauf aufmerksam, dass noch immer IT-Schrott ins Ausland gebracht wird. Das ist eigentlich nicht erlaubt, aber die Geräte würden auch nicht als Müll deklariert. In China oder in Westafrika würden sie dann unter Bedingungen auseinander genommen, unter denen der Schutz von Umwelt und Gesundheit keinen Platz haben.

Manche Hersteller wollen den Kunden Rechner schmackhaft machen, deren Produktion und Nutzung die Umwelt weniger belastet als üblich. Fujitsu-Siemens etwa hat einen "Green-PC": "Wir haben ausgerechnet, dass wir für seine Herstellung umgerechnet etwa 25 Sack Kohle weniger brauchen als für ein herkömmliches Gerät", sagt Marketingleiter Jörg Hartmann. Billiger als ein herkömmlicher ist ein "Green-PC" aber nicht - im Gegenteil. Und es sei nicht einfach, Kunden davon zu überzeugen, für ein umweltfreundliches Gerät mehr Geld auszugeben.

Was kann der Verbraucher tun? Label und Zertifikate, die für eine gewisse Umweltfreundlichkeit stehen, gibt es auch für PCs - fast schon zu viele, wie Hojsik findet. "Ich bin skeptisch, was solche Label angeht." Besser sei es, sich vor dem Kauf beim Hersteller oder Händler nach der Herstellung, dem Stromverbrauch oder der Entsorgung zu erkundigen. Da Computer technisch besonders schnell veralten, sei es zudem sinnvoll, darauf zu achten, dass sie sich aufrüsten lassen.

Quelle: IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT Online
 
#2
B

Bohnenjim

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schon gewaltig was computer an strom verbrauchen
wenn es keine computer geben würde dann würde es wieder ein anderes unterhaltungsprodukt geben dass viele auf der welt nutzen und damit auch viel geld blechen müssen

mfg
 
#3
Mike

Mike

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Nachdem das jetzt schon das x-te Thema ist bzgl. Umweltprobleme und Computer.
Verwendet doch einfach keine Computer.
Alleine die 500-1000 User die stundenlang auf WinBoard (mehr als 1 Stunde pro Tag) online sind verbrauchen also schon eine KleinStadt voll Strom :D

Das nervt.
Jeder sollte so wenig als möglich mit Computer arbeiten - aber jeder braucht einen.
Wenn man bedenkt, dass von 6.5 Mrd Menschen eh nur 2 Mrd mit Computern arbeiten -- denkt mal wieviel Strom es wäre, wenn alle mit PC arbeiten würden ??

Leider, aber wahr --- Hinter mir die Sintflut
 
#4
Fireblade

Fireblade

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Alleine die 500-1000 User die stundenlang auf WinBoard (mehr als 1 Stunde pro Tag) online sind verbrauchen also schon eine KleinStadt voll Strom
Also ehrlich,diese bösen User..
Du bist auch einer davon.(ich auch)
Aber du hättest an der 1 noch ne 0 hängen müssen. :rofl1
 
#9
Fireblade

Fireblade

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Ich muß den Pc schon durchgehend laufen lassen,hat auch mit der Fa. zu tun.Kann mir nicht erlauben den abzuschalten,dann gibts Ärger.
 
#10
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Lenny

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Lasst das nicht Beckstein hören, dann verbietet Er Flatrate ;)
 
#11
Fireblade

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Was haben wir mit den Bayern am Hut..:D
 
#13
Fireblade

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Na Gott sei dank,die Bande soll da bleiben wo sie ist.Das fehlt uns hier auch noch.:thumbdown
 
#14
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DDavis

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bla bla bla, ich kanns nicht mehr hören, was soll das?
Hallo wacht doch mal alle auf?
Ich denke das Deutschland eines der umweltfreindlichsten Länder ist, und uns wird das schlechteste Gewissen durch die Medien gemacht, ich kotz bald...
Ich werde keine Minute weniger vorm PC sitzen so lange in anderen Länder nur zugesehen wird wie der Smog zum Himmel steigt!
Andere dürfen alles und wir müssen immer mehr bezahlen?
Wofür? Macht das die Umwelt tatsächlich besser? oder bessert das nur ein paar Kassen auf?
Was sollen wír noch alles über uns ergehen lassen?
Wacht endlich alle auf!
 
#15
Fireblade

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Ich werde keine Minute weniger vorm PC sitzen so lange in anderen Länder nur zugesehen wird wie der Smog zum Himmel steigt!
Vor allem die Länder östlich von uns,die tun überhaupt nichts.
 
#16
Mike

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Die Angie M. hat ja jetzt auch indirekt bestätigt, dass Atomstrom naturfreundlich ist und die EU-Staaten dafür sogar "belohnt" werden, wenn sie Atomstrom verbrauchen (Fra, etc.)

Quelle: Nachrichten 10.3.2007

Mike
 
#17
S

sloobm

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atomkraftwerk?

Die Angie M. hat ja jetzt auch indirekt bestätigt, dass Atomstrom naturfreundlich ist und die EU-Staaten dafür sogar "belohnt" werden, wenn sie Atomstrom verbrauchen (Fra, etc.)

meinst wohl so wie in tschernobyl????

ich denke mal, etwas teurer, aber umweltfreundlicher wäre es wenn die komplette sahara mit solarzellen ,,verschönert,, wäre :blush
 
#19
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Bohnenjim

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Ja klar,Atomstrom ist naturfreundlich...
es ist naturfreundlich ;)
ist echt kein witz es ist einfach so

es werden ja nur atome geteilt oder was weis ich (ich hab nicht so gut in physik aufgepasst)

bei kalorischen kraftwerken geht doch sehr viel schmutz in die luft obwohl es durch zahlreiche filter herausgefiltert wird kommt der feinstaub durch
nur wenn atomkraftwerke überhitzt werden oder andere störfälle haben dann wirds kritisch :thumbdown

ich bin trotzdem sehr gegen atomstrom weil die folgen einer explodierung fatal sind
nehmt euch ein beispiel an österreich!!!
wir haben kein einziges atomkraftwerk in betrieb (eines steht zwar in zwentendorf aber es wurde NIE eingeschaltet)

wir beziehen unseren strom zwar auch aus atomkrafwerken weil viele anbieter (verbund usw) aus den umliegenden atomkraftwerken strom importieren

mfg
 
#20
Rebecca M.

Rebecca M.

...wird behandelt...
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wollte mich ja eigentlich nicht einmischen, aber...

und uns wird das schlechteste Gewissen durch die Medien gemacht,
Denke ebenso.
Alle diese Experten wirken einfach nur lächerlich :kotz

Ich bin mir fast sicher, das jeder PC Besitzer sich irgendwann Gedanken über den Stromverbrauch des Computers usw. macht.
Wie er damit umgeht, richtet sich wohl eher nach seinen finanziellen Ressourcen :unsure

Wenn aber Staatslenker wie Herr Kurt Beck behaupten:

Die Atomenergie verursache mehr CO2 als Kohlekraftwerke, weiß ich nicht wer im Moment die größere Gefahr für uns ist.

Er sagte etwa: "Betrachten wir die CO2-Bilanz von der Erzeugung des Urans bis zum Abbrennen in einem Kraftwerks Reaktor, sei ein AKW „CO2-intensiver als ein Braunkohlekraftwerk“ oder so ähnlich.

Seither habe ich mehr Angst vor Politikern als vor der Klimakatastrophe, wenn die Volksvertreter so etwas von sich geben. Ich glaube diese Herrschaften brauchen unsere Hilfe, oder wenn die keine Ahnung haben, sollen sie einfach mal die „Fresse“ halten.


Rebecca


P.S. ich habe gezwungenermaßen in Physik gut aufpassen müssen :pfeifen

.
 
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