Das Internet der Zukunft - Was uns in Kürze und in einigen Jahren erwartet

Diskutiere Das Internet der Zukunft - Was uns in Kürze und in einigen Jahren erwartet im IT-News Forum im Bereich News; Das Internet entwickelt sich rapide weiter. Entwickler und enthusiastische Visionäre arbeiten an den Strukturen des Webs und an Veränderungen der...
Das Internet entwickelt sich rapide weiter. Entwickler und enthusiastische Visionäre arbeiten an den Strukturen des Webs und an Veränderungen der Wege, wie wir das Internet erreichen und nutzen können. Da ständig Optimierungen, Verbesserungen, Anpassungen und Änderungen vor sich gehen, ist bereits ein Blick auf die beiden kommenden Jahre 2019 und 2020 spannend. Neben dem „Internet of Things“ sind vor allem ein schnelleres Kabelnetz und ein neuer Mobilfunkstandard die aktuellen Themen. Was sich in einigen Jahren ändern könnte, verraten offizielle Projekte, die in den Medien die Runde machen.

An neuen Netzen, die die Welt umspannen und zuverlässigeres Internet bieten, an schnellerem Kabelnet, an einem neuen Mobilfunkstandard und vielen weiteren Innovationen rund um das Internet wird gearbeitet. Manches davon ist schon in wenigen Monaten, anderes wohl erst in einigen Jahren zu erwarten.​




Das Internet in den Jahren 2019 und 2020


Das Internet überholt das Fernsehen

In den meisten Haushalten findet sich heutzutage ein Fernseher. Und das obwohl immer wieder Debatten über die Gefahren des Fernsehkonsums etwa von Kindern und den moralisch fragwürdigen Charakter einiger Fernsehsendungen aufkommen. Wie wir bereits in einem älteren Artikel berichteten, besaßen, laut statistischem Bundesamt, von 36,65 Millionen Haushalten sogar knapp 98 Prozent ein TV-Gerät. Allerdings entspricht das Fernsehen heute nicht mehr dem Fernsehen von früher. Vielmehr tendiert das Fernsehen hin zum Trend des Smart-TV, einer Vernetzung von Internet und Fernseher. Traditionelles Fernsehprogramm spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, während Nutzer vielmehr die Möglichkeit nutzen, bequem auf Mediatheken und Filme im Netz zuzugreifen. Weltweit sollen 2019 zum allerersten Mal mehr Menschen das Internet nutzen, als das Fernsehen. Streamingdienste, die über das Internet auf dem Fernseher abgerufen zählen dabei zur Internetnutzung. 170,6 Minuten täglich – so ergaben es die Berechnungen der Medienagentur Zenith – sollen Menschen durchschnittlich täglich im Internet verbringen, wohingegen es nur 170,3 Minuten vor dem Fernsehgerät sind. In Europa, Lateinamerika, Kanada und den USA jedoch soll das Fernsehen weiterhin in Führung liegen. Erklären lässt sich der Anstieg des Internetkonsums vor allem durch die Verbreitung mobiler Endgeräte und den darauf abrufbaren Videoplattformen wie YouTube sowie Streamingdiensten wie Netflix. Insgesamt nehme auch der Medienkonsum im Allgemeinen weiter zu – ein Viertel dieses Konsums erfolgt dabei sogar alleine über das mobile Internet.

Wie die Blockchain den Datenschutz erhöhen soll



Die Blockchain soll den Datenschutz etwa beim Einkaufen online sowie im stationären Handel gewährleisten.​
Die heutige Welt ist eine durchdigitalisierte und vernetzte Welt, in der Datenschutzverletzungen genau so dazugehören, wie die Vorteile, die sich durch die Technologien ergeben. Neue Methoden und Wege zu finden, mit denen die Privatsphäre geschützt werden kann und mit denen Identitätsprüfungen sicher und risikolos erfolgen können, wird eine der Aufgaben der kommenden Jahre sein. Die Blockchain-Technologie, die sich in der nahen Vergangenheit als recht junge und innovative Möglichkeit durchgesetzt hat, wenn es darum geht, robuste, unbestechliche und doch verschlüsselte Aufzeichnungen bereitzustellen, könnte hierbei eine tragende Rolle spielen. Unternehmen wie das US-Amerikanische „Evernym“ beginnen bereits damit, sich die Blockchain für derartigen Nutzen zu eigen zu machen. Die Blockchain kann darüber hinaus aber auch für die Sicherheit beim Einkaufen verwendet werden – egal, ob online oder im stationären Handel. „Shopin“, ein Startup, das in diesem Bereich auf den Markt gegangen ist, hat jetzt ein "Universal-Shopper-Profil" geschaffen, das von der Blockchain unterstützt wird. Anders als die meisten Systeme heutzutage, in denen die Kaufhistorien der Konsumenten gespeichert und von großen Firmen wie Google sorgfältig geprüft und geteilt werden, beschränkt Shopin die Sammlung und Weitergabe von Informationen nur auf die Personen, welche die Konsumenten zur Weitergabe eigenständig freigeben. Am Beispiel Shopins lässt sich auch beobachten, wie Händler zukünftig Anzeigen kaufen könnten: Durch den Erhalt von sogenannten Shopin-Tokens für das Anschauen von Anzeigen, ist es der Verbraucher, der wirtschaftlich profitiert und nicht der Content-Anbieter. In einer neuen Ära der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (und anderer ähnlicher Online-Datenschutzgesetz, die teilweise auch noch ausgearbeitet werden) könnte die Blockchain das Potenzial haben, in der heutigen Wirtschaft eine zentrale Rolle einzunehmen. Man kann dabei davon ausgehen, dass diese Veränderung von oben nach unten erfolgen wird: Die wenigsten werden die Blockchain von sich aus verlangen. Stattdessen werden Unternehmen die Verantwortung für den Übergang zu diesem System übernehmen müssen.

Deutsches Kabelnetz wird deutlich schneller

Immer mehr Privatanwender genauso wie Unternehmen wünschen sich leistungsfähigeres Internet. Dieser Bedarf wird versucht, kontinuierlich mittels Breitbandausbau zu decken. Im August 2018 billigte das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf zur Schaffung eines Sondervermögens "Digitale Infrastruktur" mit einem Startvolumen von zunächst 2,4 Milliarden Euro für den Breitbandausbau. Es ist damit zu rechnen, dass mit diesem Geld vor allem auch die Digitalisierung tausender Schulen verstärkt werden soll. Für ein genauso schnelles Internet wie etwa in Schweizer Privathaushalten oder Unternehmen würde allerdings deutlich mehr Geld benötigt – zumindest, wenn sich auf einen Glasfaserausbau direkt am oder im Gebäude konzentriert würde. Mittels „Fiber to the Curb“, wo die Verteilerkästen eben hier stehen und nicht wie in Deutschland bis zu teilweise mehrere hundert Meter von Gebäude entfernt, kann eine deutlich größere Leistungsfähigkeit erzeugt werden. Allerdings war bislang noch niemand bereit mehrere Milliarden für einen Glasfaserausbau in Deutschland zu investieren, weshalb wir im Vergleich zu anderen Ländern nicht nur Europas, sondern gar weltweit hinterherhinken. Neben einem weiterhin zu erwartenden Glasfaserkabelausbau, der nachhaltige und zukunftssichere Kommunikationsinfrastrukturen gewährleisten soll, ist außerdem mit der Einführung eines brandneuen Übertragungsstandards ab spätestens 2020 zu rechnen. Im Herbst 2017 veröffentlichte das CableLabs-Konsortium den Standard DOCSIS 3.1, mit dem Kabel-Provider Datenraten von bis zu 10 Gbit/s im Downstream sowie bis zu 1 Gbit/s im Upstream realisieren können. Der Kabelnetzbetreiber „Vodafone“ beispielsweise will bis Ende 2021 sein Netz fit für Gigabit-Speed durch die Einführung von DOCSIS 3.1 machen. Doch damit ist der Zenit der Übertragungsstandards lange nicht erreicht. Wie bereits erwähnt, soll ab 2020 dann schon eine brandneue Weiterentwicklungen von DOCSIS 3.1 eingeführt werden: Mit DOCSIS 3.1 Full Duplex sollen schließlich auch Bandbreiten von bis zu 10 Gbit/s bei Uploads erzielt werden können. Bislang hinkte der Upload deutlich hinter der Download-Geschwindigkeit hinterher. Provider sollten dank DOCSIS 3.1 Full Duplex Tarife in Zukunft aber mit symmetrischen Geschwindigkeiten, also mit gleich hohen Down- und Upload-Raten anbieten können.

Das „Internet der Dinge“ wächst rapide

Das IoT, das „Internet of Things“, oder im Deutschen eben das „Internet der Dinge“, hat schon jetzt einen riesigen Wachstumsschritt hinter sich. Gerade im Bereich der Smart-Homes sowie bei mobilen Endgeräten, aber auch in der Medizin und der Automobilbranche hat sich einiges getan. Doch 2019 bereits dürften eine Reihe weiterer Veränderungen und Neuerungen auf uns zukommen, die das Wachstum des IoT unterstreichen. Bis dahin sollen laut Prognosen auch schon ganze 3,6 Milliarden Geräte über das IoT miteinander verknüpft und im Einsatz sein. Da diese Geräte wiederum mehr Internetkapazität benötigen wird auch für sie ein Ausbau der digitalen Infrastruktur unerlässlich sein. Diese Infrastruktur muss gleichzeitig auch sicher sein. Derzeit sind viele IoT-Devices noch anfällig für Hacks und Sicherheitslücken. Hardware sowie Software bedürfen ebenfalls weiter einer Verbesserung: Systeme zur Verschlüsselung, als auch zur Datensicherung und für eine generelle Überwachung der Netzwerke werden eingeführt werden müssen.

Gerade in der Industrie wird das IoT in Zukunft eine noch viel größere Rolle spielen.​



Die stärkere Verbreitung des IoT ist schließlich in den kommenden Jahren vermehrt in folgenden Bereichen zu erwarten:
  • Industrie und Medizin: Die Industrie nutzt bereits zahlreich die Möglichkeiten des Internet der Dinge. Ob es RFID-Tags sind, Sensoren oder Scanner – sie alle kommunizieren bereits miteinander und stehen für ein neues industrielles Zeitalter, das auch in Zukunft immer automatisierter und robotergesteuerter werden dürfte. Ein Großteil der medizinischen Dienstleistungsunternehmen dürften in den kommenden ein bis zwei Jahren außerdem auch von der IoT-Technologie profitieren. Wichtig ist gerade auch hier aber, weil es um die Gesundheit der Menschen geht, sich nicht nur mit dem Potenzial, sondern auch mit den Gefahren und Aufgaben auseinanderzusetzen.
  • Innenstädte:Selbst smarte Gebäude und smart ausgebaute Wohnhäuser ändern nichts daran, dass smarte Städte derzeit noch nicht wirklich florieren. Das könnte sich aber bald ändern, da im Rahmen des IoT daran gearbeitet wird, dass etwa Sensoren durchgängig etwa wie Temperatur, den Kanaldurchfluss oder auch Carsharing-Aktivitäten messen. Mit diesen Daten soll es dann einfacher sein, eine sicherem komfortable und sauberere Lebensumgebung zu schaffen, als bisher.
  • Automobile: Sowohl die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander mit Hilfe des IoT, als auch diese mit externen Quellen wird in den kommenden Jahren verbessert und weiterentwickelt werden. Bei neuen Automodellen lässt sich das Potenzial der Technologie in diesem Bereich bereits jetzt ablesen.

Neuer Mobilfunkstandard 5G kommt

Spätestens 2020, aber eventuell sogar schon 2019 ist mit der Einführung eines neuen Mobilfunkstandards, nämlich 5G zu rechnen. Mit der Technik der fünften Generation soll nicht nur eine extrem schnelle Datenübertragung möglich sein (bis zu um das 10-fache schneller als das bisherige LTE), es soll auch für eine deutliche Stromersparnis pro Mobildienst sorgen (um den Faktor 1000 niedriger als bislang) und Latenzen von unter einer Millisekunde haben. Viele Experten vermuten daher sogar, dass mit der Einführung von 5G auch das Ende des WLANS eingeläutet werden könnte. Vor allem aus der Industrie setzte sich in vermehrtem Maße für eine Beschleunigung der Entwicklung und Einführung des neuen Mobilfunkstandards ein. Für das IoT dürfte 5G neue Möglichkeiten eröffnen und der vernetzten Produktion einen neuen Schub verleihen. Ohne eine Netzwerktechnik wie 5G muss das maschinelle Lernen weiterhin eher in Kinderschuhen stehen. Neben der erhöhten Geschwindigkeit und dem gleichzeitig geringeren Energieverbrauch ermöglicht 5G übrigens beispielsweise auch, dass kleinste Sensoren eingebunden werden, die nur wenige Daten mit großen Pausen dazwischen. Außerdem lässt sich das Netz virtuell in viele tausende, einzelne Leitungen zerschneiden – im Fachjargon auch „Network Slicing“ genannt. Solche Slices wiederum können etwa die im Zusammenhang mit den Innenstädten und dem IoT genannten „Sensoren“ anbinden, die dann zum Beispiel ein oder zwei Mal am Tag einen bestimmten Temperaturwert senden.

Offizielle Projekte, die eine Ahnung geben

1989 startete Tim Berners-Lee, seinerzeit Informatiker am Kernforschungszentrum CERN, die erste Website. Das World Wide Web sollte zunächst Wissenschaftlern, Universitäten und Forschungseinrichtungen dabei helfen, Informationen und Daten einfacher austauschen zu können. Dass der Erfinder des Internets, wie wir es heute nutzen, mit seiner Idee nicht einmal reich wurde, wie es etwa später Steve Jobs oder Bill Gates wurde, ist kaum vorstellbar. Und in diesen noch nicht einmal 20 Jahren hat sich Etliches getan: Diverse Skript- und Programmiersprachen haben sich verbreitet, tausende Menschen streamen täglich Filme und Serien über das Internet, browsen und arbeiten damit oder übertragen Daten innerhalb weniger Sekunden ans andere Ende der Welt. Heute zeichnen sich ganz neue Wege ab, wie das Internet noch einmal zehn oder zwanzig oder vielleicht auch erst fünfzig Jahre später aussehen könnte. Spannende Projekte von Visionären und Entwicklern mit den unterschiedlichsten Ansätzen lassen ein vages Bild des Webs von morgen entstehen.

Autonome Netze



Mittels autonomer Netze soll Empfang auch in abgelegenen Landstrichen oder Regionen, denen der Breitbandausbau versagt wird, ermöglicht werden.​



Dass es sich dabei nicht ausschließlich um digitale Projekte handelt, zeigte etwa Dr. Paul Gardner-Stephen, der sich selbst als eine Art „Digitalschmied“ ansieht und eine ganz neue Form des Messenger-Dienstes entwickelte. Sein Ansatz war es, eine Lösung für den Ausfall des Internets nach Katastrophen, wie etwa dem Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 zu finden. Freunde und Familien hatten über weite Strecken keinerlei Möglichkeit, sich via Facebook, WhatsApp & Co. zu erkundigen, wie es einander geht. „Serval“, der Messenger Gardner-Stephens leitet Nachrichten über ein Peer-to-Peer-Netzwerk weiter, welches über WLAN-Verbindungen zwischen einzelnen Smartphones gebildet wird. Alle modernen Smartphones sind in der Lage, vollkommen autonome Mesh-Netze zu bilden. Allerdings wird diese Option kaum genutzt. Dabei kann mit ihr im größeren Kontext mitunter ein ganzer Landstrich mit Netz versorgt werden. In Slowenien beispielsweise wird mittels des Mash-Netz-Projekts „WLAN Slovenija“ und hierbei mittels verbundener WLAN-Stationen und Funkstrecken versucht, Dörfern, die überhaupt keine Breitbandverbindung haben, durch freiwilligen Spendern Internetzugriff zu ermöglichen. Auch Initiativen in den USA (etwa NYC Mesh) existieren bereits. Denn große Telekomunternehmen verweigern manchen Stadtteilen und Regionen programmatisch den Breitbandausbau. NYC Mesh und andere Projekte legen außerdem Wert darauf, etablierte Internet Service Provider zu umgehen. Neben flächendeckender WLAN-Abdeckung und Funkstrecken wird oft auch ein direkter Zugang zu einem Internet-Backbone hergestellt, damit sich User im Netz neutraler bewegen und staatlicher Überwachung entgehen können.

Das InterPlanetary File System

Seit 2015 wird unter der Leitung des Informatikers Juan Benet das Das „InterPlanetary File System“ entwickelt. Auch Benet bedient sich der Peer-to-Peer-Methodik, möchte mit dieser aber ein dezentrales und damit nicht abschaltbares Netzwerk im Internet schaffen. Über das Das InterPlanetary File System soll somit im Grunde jeder Computer zu einem Webserver werden, auf welchem Bilder, Videos und andere Daten für die anderen User im Netz bereitgehalten werden. Das Protokoll des IPFS adressiert nicht etwa die Ablageorte der Dateien, sondern diese selbst, indem jedes Fragment einer Datei eine Art Fingerabdruck erhält. Mit diesem ist es möglich, neue Versionen auszutauschen oder Duplikate zu entfernen. Jeder User kann selbst entscheiden, welche Dateien er für die anderen User bereithalten möchte. Auch das InterPlanetary File System soll selbstverständlich dank der Blockchain ermöglicht werden, die sowohl die Grundlage für das Protokoll als auch den Linkspeicher bilden würde. So lässt sich vermeiden, dass Inhalte innerhalb des Netzes des InterPlanetary File Systems verlorengehen oder blockiert werden. Weil Dateienanfragen außerdem an jedes am IPFS teilnehmende Gerät gerichtet werden können, kann die Datenauslieferung in diesem dezentralen Netz um einiges beschleunigt werden. Im Gegensatz zu Freenet-Projekten verringert dies unter anderem auch die Bandbreite für Audio- und Videostreaming. Intern wird gehofft, dass das IPFS eventuell irgendwann das HTTP ablösen kann.

Neue Soziale Netzwerke durch Steem

Die Idee des neuen sozialen Netzwerks „Steem“ knüpft an den Mechanismus des IPFS an. Die Daten der User sollen also in einem Peer-to-Peer-Netz gespeichert werden und damit dezentral auf Servern liegen, von denen sie nicht mehr verloren gehen könnten und Zensur fast nicht mehr möglich wäre. Die grundsätzliche Idee hinter Steem ist jedoch eigentlich, dass der Wert des sozialen Netzwerks in den Usern selbst steckt. Jeder Post und Kommentar, den User hinterlassen und der in der Blockchain sicher abgespeichert wird, soll mit Geld aus hauseigenen Kryptowährungen „belohnt“ werden. Wie alle anderen Kryptowährungen, wie Bitcoin, Ethereum & Co. lassen sich diese dann auch wieder in traditionelle Währungen auszahlen. Mittels des Blogging- und Social-Media-Dienst „Steemit“, der in ähnlicher Weise funktioniert wie die Plattform „Reddit“ wird bereits jetzt erprobt, ob sich dieses System durchsetzen könnte. Kryptogeld in Höhe von mehr als 30 Millionen Dollar soll bereits an Nutzer ausgeteilt worden sein. Auch das „Akasha Project“, das vor allem die Zensur und Datensicherheit der Nutzer in den Vordergrund rückt, nutzt einen ähnlichen Ansatz wie Steem.

Der Browser Brave

Brendan Eich, der Mozilla-Co-Gründer und Brian Body haben auf Basis von Chromium (dem Browser, welcher den Großteil des Quelltextes von Google Chrome unter der BSD-Lizenz als Open-Source-Projekt zur Verfügung stellt) einen neuen Browser entwickelt. „Brave“ soll Werbung und Tracking unterbinden und das Surfen im Netz schneller, privater und sicherer machen. Der Browser nimmt dafür manche Werbeanzeigen ganz heraus oder ersetzt gefährliche und unseriöse Ads durch bessere. Der Erlös wird mit Nutzern und Publishern geteilt. Eine mitgelieferte Plattform soll es möglich machen, Einzelpersonen oder bestimmten Websites eine Spende zukommen zu lassen. „Brave Payments“, das seit September 2016 existiert und auf Ethereum basiert erlaubt es Usern eine Wallet zu eröffnen und diese mit Geld in Form von „Basic Attention Tokens“ zu füllen, um schließlich einen selbst festgelegten Betrag über den Monat hinweg zu verteilen. Brave kann dafür beispielsweise – insofern der Nutzer das möchte – automatisch registrieren auf welchen Websites oder etwa auf welchem YouTube-Channel der Nutzer wieviel Zeit verbringt und so auch automatisch die Verteilung des Betrags berechnen. Anschließend läuft die Zahlung unkompliziert und beiläufig ab.

Starlink von Elon Musk: Eine Internetrevolution?



Die ersten Satelliten von Elon Musks ,,Starlink" befinden sich bereits zu Testzwecken im All.​
Das aktuelle Bestreben Elon Musks besteht nicht nur darin, zum Mars zu fliegen, er plant auch eine Revolution des Internets. „Starlink“ soll das die Erde umspannende Netz aus 11.943 Satelliten heißen, welches sein Raumfahrtunternehmen SpaceX aufbauen soll. Die Satelliten sollen dafür in einem niedrigen Orbit platziert werden, was in erster Linie denjenigen zu Gute kommen dürfte, die in eher dünner besiedelten oder weit abgelegenen Gebieten leben und bislang unter einem eher langsamen Internetzugang litten. Auch wenn die Idee keine neue ist, sind es die Dimension und Verfügbarkeit und vor allem auch die angestrebte Zuverlässigkeit durchaus: Quasi an jedem Ort und zu jeder Zeit – egal ob in der tiefsten Großstadt, inmitten der Wüste oder auf dem offenen Ozean – soll der Zugang ins Internet möglich sein. Die ersten beiden Testsatelliten für Starlink sind bereits im Einsatz. Am 22. Februar 2018 sind Tintin A und Tintin B gestartet. Das vollständige Netz möchte Musk zwischen 2019 und 2025 aufbauen. Später soll das Funktionsmodell für den Mars adaptiert werden. Die Konkurrenz schläft im Übrigen nicht: Was für viele noch nach Science-Fiction klingen mag, klingt für OneWeb nach einer erfolgreichen Zukunftschance. Schon dieses Jahr noch soll eventuell der erste Testsatellit starten, dem mindestens 649 weitere Satelliten folgen sollen, um ein ebenfalls erdumspannendes und bestehendes Netz aufzubauen, das zu einem späteren Zeitpunkt außerdem noch weiter aufgestockt werden soll.



Abbildung 1: fotolia.de © sdecoret (#191741795)
Abbildung 2: fotolia.de © peshkov (#219593109)
Abbildung 3: fotolia.de © Poobest (#195025506)
Abbildung 4: fotolia.de © Christian (#224512784)
Abbildung 5: fotolia.de © Paopano (#193313916)
 
Thema:

Das Internet der Zukunft - Was uns in Kürze und in einigen Jahren erwartet

Das Internet der Zukunft - Was uns in Kürze und in einigen Jahren erwartet - Ähnliche Themen

Das sind die neuen Notebooks: Die Consumer Electronic Show (CES) gehört zu den wichtigsten Messen der Unterhaltungsindustrie und wartet jedes Jahr mit neuen Produkten sowie...
Huawei HarmonyOS ist nun offiziell und soll auf Smartphones, Tablets und auch PCs genutzt werden: Huawei hat auf der aktuellen Huawei Developers Conference 2019 seine Alternative zu Android OS vorgestellt und nachdem man ArkOS oder OakOS...
Swisscom plant noch in diesem Jahr den Start des schnellen Mobilfunk-Standards 5G: Das Schweizer Unternehmen Swisscom plant noch für dieses Jahr, den neuen Mobilfunk-Standard 5G einzuführen - zumindest punktuell, womit die...
Internetsicherheit 2018 – Neue Bedrohungen aus dem Web: Wer glaubt, gut geschützt vor Schadsoftware oder fremden Zugriffen auf den eigenen Rechner zu sein und seine Informationen und Daten in Sicherheit...
Privatsphäre auf technischen Geräten schützen: so geht es: Es gibt heute kaum noch einen Haushalt, in dem kein PC, Laptop, Tablet etc. vorhanden ist. Während es im Jahr 2000 noch unter 50 Prozent der...
Oben