Dank Ryzen-CPU und Vega-GPU kann AMD im Q3/2017 wieder so viel Umsatz machen, wie zuletzt vor sechs Jahren

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Noch am gestrigen Abend hat der kalifornische Chiphersteller AMD seine Quartalszahlen veröffentlicht, die mit einem Quartalsumsatz in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar dermaßen positiv ausfallen, dass nicht nur die zuvor von Analysten gesetzten Erwartungen übertroffen worden sind, sondern auch den seit nunmehr sechs Jahren höchsten Wert darstellen. Während die neuen Ryzen-CPUs die Hauptlast dieses Aufschwungs tragen, darf man auch nicht die Grafikkartensparte mit Vega und Polaris außer acht lassen, die trotz geringer Verfügbarkeit sehr guten Absatz finden




Der kalifornische Chiphersteller AMD hat seine Quartalszahlen für das dritte Quartal 2017 veröffentlicht, die einen Umsatz in Höhe von 1,64 Milliarden US-Dollar nachweisen können, womit dieser 26 Prozent über dem Vorjahresquartal liegt und so hoch ausfällt, wie seit dem vierten Quartal 2011 nicht mehr, in welchem zuletzt 1,691 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden konnten. Nach einem Verlust von zuletzt 406 Millionen US-Dollar, inklusive der Sonderausgaben, wie sie im Vorjahresquartal durch ein Wafer-Supply-Abkommen mit dem Auftragsfertiger Globalfoundries in Höhe von 340 Millionen US-Dollar getätigt worden sind, kann das Unternehmen im dritten Quartal 2017 nun auf ein Plus von 70 Millionen US-Dollar blicken, womit man sich seit langem aus den roten Zahlen katapultieren konnte.

Computing and Graphics gehört dabei zu der Sparte, die mit 819 Millionen US-Dollar den Löwenanteil zum Quartalsergebnis beigetragen hat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind das 347 Millionen US-Dollar mehr, womit klar sein dürfte, dass sowohl die Ryzen-CPUs als auch die Vega-GPUs nicht ganz unschuldig an dieser Situation sind. Die restlichen 824 Millionen US-Dollar teilen sich die Segmente Enterprise sowie Embedded- and Semi-Custom in gleichen Teilen untereinander auf. Hierzu gehören sowohl die Konsolen-Chips, welche in Xbox One sowie PlayStation 4 verbaut werden als auch die neuen Epic-Server-CPUs. Während die Verkaufszahlen bei den Semi-Custom-SoCs für die Spielekonsolen leicht eingebrochen sind, konnten die ersten verkauften Epyc-Server-CPUs einen Umsatzrückgang in diesem Bereich abfedern. Dennoch lässt in diesem Bereich der gesunkene operative Gewinn von 136 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum zu nun 84 Millionen US-Dollar im Q3/2017 nicht verbergen.




Im Ausblick auf das kommenden vierte Quartal 2017 gibt AMD an, dass der Umsatz trotz eines Rückgangs um 15 Prozent (+/- 3%) immer noch bei 26 % im Vergleich zum Vorjahresquartal liegen wird. Im direkten Vergleich zum gesamten Vorjahreszeitraum soll der Umsatz in diesem Jahr um rund 20 Prozent gewachsen sein. Endgültige und genauere Ergebnisse lassen sich hier aber erst im Januar 2018 beziehen, sobald die Daten des vierten Quartals 2017 veröffentlicht werden.

AMDs Aktienkurs soll trotz des nachweislichen Aufwärts-Trends zwischenzeitlich um 10 Prozentpunkte an Wert verloren haben. Allerdings kann man auch hier davon ausgehen, dass dieser Wert im kommenden Jahr von der allgemeinen Entwicklung und Weiterentwicklung profitieren und wieder steigen wird.

Meinung des Autors: Auch wenn das durcharbeiten solcher Quartalszahlen sehr trocken sein kann, macht es doch deutlich, wie wichtig ein Konkurrent gegenüber Intel und Nvidia ist, welche die letzten Jahre den Markt und damit einhergehend die Preise diktiert haben. Ich finde es persönlich sehr gut, dass sich AMD wieder so fangen konnte und dass sie es geschafft haben, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Letzteres bedeutet aber noch lange nicht, dass die in den Jahren zuvor angehäuften Schulden getilgt sind. Diesen Weg hat AMD noch vor sich und wenn ich mit dem Kauf von AMD-Produkten dazu beitrage, dass andere Nerds weiterhin ihren Intel-PC mit Nvidia-Grafikkarte kaufen und sich vor allem wieder leisten können, ist doch die Welt in Ordnung, oder was meint ihr?
 
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