Computex 2016: Intels Core i7 6950X mit 10 Broadwell-E-Kernen, 20 Threads sowie 25 MB Cache nun offiziell

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Im Rahmen der in Taipeh stattfindenden Computex 2016 hat der Chipentwickler Intel nun endlich die neuen Prozessoren der Broadwell-Extreme-Edition vorgestellt, deren Top-Modell, der Intel Core i7 6950X wie schon im Vorfeld vermutet, mit 10 physischen Rechenkernen der Broadwell-E-Generation, 20 Threads, 25 Megabyte Cache sowie bis 3,5 Gigahertz pro Rechenkern aufbieten kann. Diese enorme Leistung, die in erster Linie für das ebenfalls in diesem Jahr neu verfügbare Virtual Reality benötigt werden soll, hat allerdings auch ihren Preis, welcher ebenfalls genannt worden ist





Noch bevor AMD die Karten zur neuen Zen-Architektur auf den Tisch legen konnte, hat der Konkurrent Intel im Rahmen der diesjährigen, in Taipeh stattfindenden Computex bezüglich der neuen Prozessoren der Extreme-Edition die Katze aus dem Sack gelassen. Wie schon im Vorfeld vermutet, kommt das Top-Modell der neuen Broadwell-E-Generation, der Intel Core i7-6950X mit insgesamt zehn anstatt der bisher maximalen acht Rechenkerne, die zudem mit bis zu 3,5 Gigahertz im Turbo-Modus erreichen können. Hinsichtlich der Turbo-Technologie gibt es auch eine Neuerung, die von Intel als "Turbo Boost Max Technology 3.0" betitelt wird. Durch diese Technik soll eine 20- bis 25-prozentige Taktsteigerung gegenüber der letzten Haswell-E-Generation erreicht werden. Zudem werden die einzelnen Kerne separat getestet, um die maximale Übertaktbarkeit zu ermitteln, ohne dass "sichere" Grenzen überschritten werden, welche die CPU beschädigen können. Wie die Kollegen von tweaktown berichten, soll bei diesen Prozessoren das Overclocking nicht nur erwünscht sein, sondern durch mitgelieferte Boardmittel auch einfach wie nie sein.




Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, setzt sich die neue Broadwell-E-Familie aus insgesamt vier Prozessoren zusammen, deren Einstieg mit dem neuen Core i7-6800K erfolgt, einem Sechkern-Prozessor mit satten 15 MB Cache sowie Quad-Channel-Unterstützung für DDR4-2400er RAM. Wie schon bei dessen Vorgänger, dem Intel Core i7-5820K, kann auch der neue Core i7-6800K auf lediglich 28 PCIe-Lanes zurückgreifen, was sich für Nutzer eines Grafiksetups aus mehr als einer Grafikkarte als kleiner Nachteil erweist, da neben der ersten, mit 16 Lanes voll angebundenen Grafikkarte die zweite im Bunde nur noch auf acht Lanes zurückgreifen darf, womit diese nicht ihre volle Leistung entfalten kann. Allerdings kostet der Einstieg in die Extreme-Edition auch "nur" rund 100 US-Dollar mehr als das derzeitig verfügbare Top-Modell für den Sockel 1151, den Intel Core i7-6700K.
Modell Basistakt/TurobtaktKerne/ThreadsPCI-E-LanesL3-CacheSpeicher-SupportTDP in WattPreis
Core i7-6950X 3,0 GHz / 3,5 GHz10 / 204025 MBQuadchannel DDR4-2133 / 2400140$1.723
Core i7-5960X3,0 GHz / 3,5 GHz8 / 164020 MBQuadchannel DDR4-2133140$1.059
Core i7-6900K 3,2 GHz / 3,7 GHz8 / 164020 MBQuadchannel DDR4-2133 / 2400140$1.089
Core i7-5930K3,5 GHz / 3,7 GHz6 / 124015 MBQuadchannel DDR4-2133140$594
Core i7-6850K 3,6 GHz / 3,8 GHz6 / 124015 MBQuadchannel DDR4-2133 / 2400140$617
Core i7-5820K3,3 GHz / 3,6 GHz6 / 122815 MBQuadchannel DDR4-2133140$396
Core i7-6800K 3,4 GHz / 3,6 GHz6 / 122815 MBQuadchannel DDR4-2133 / 2400140$434
Core i7-6700K4,0 GHz / 4,2 GHz4 / 8168 MBDualchannel DDR4-2133 DDR3L-160091$339
Core i5-6600K3,5 GHz / 3,9 GHz4 / 4166 MBDualchannel DDR4-2133 DDR3L-160091$242
Das Top-Modell in Form des Core i7-6950X sprengt dagegen einen neue Preisvorstellung hinsichtlich Consumer-Prozessoren. Mit veranschlagten 1.569 US-Dollar ist dieses Modell weitaus teurer als das bisherige Top-Modell der Haswell-Generation, welches als Inte Core i7-5960X für 1.059 US-Dollar zu bekommen gewesen ist. Auch wenn derzeit schon die Preise genannt worden sind, wurden über die Verfügbarkeit im Handel noch keine genaueren Angaben gemacht. Lange kann es allerdings nicht mehr dauern, bis diese "Kraftprotze" den Handel erreichen.

Abschließend stellt sich die Frage, welcher Consumer solch brachiale Leistung und vor allem für solch hohe Kosten benötigt. Intel kontert diesbezüglich mit einer Antwort namens "Megatasking", einem Szenario, welches 4K-Gaming bei 60 FPS mit gleichzeitigem Encoding des Gameplays sowie Live-Streaming in 1.080p vorsieht. Ob man solche Multitasking-Anwendungen als Normalsterblicher allerdings jemals zur Anwendung bringt, sei Mal dahingestellt.

Meinung des Autors: Neue Extreme-Prozessoren braucht das Land?! Wenn man die Leistungsfähigkeit auf dem Papier mit der einhergehenden Energieeffizienz vergleicht, hat Intel wirklich einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Andererseits frage ich mich, wer wirklich 1700 US-Dollar (in Euro sicherlich noch etwas mehr) für einen einzigen Prozessor ausgibt, um diesen im privaten Bereich zu nutzen? Sicherlich kann ich nicht meine PC-Nutzung mit denen anderer User vergleichen und obwohl auch ich mich schon als kleinen Freak bezeichne, sehe ich derzeit noch keinen Grund, meinen liebgewonnenen und absolut treuen Core i5-3570K gegen ein anderes Modell einzutauschen, da dieser wirklich alle Anwendungen noch mit Bravour erfüllt.
 
G

G-SezZ

Gast
welches 4K-Gaming bei 60 FPS mit gleichzeitigem Encoding des Gameplays sowie Live-Streaming in 1.080p vorsieht. Ob man solche Multitasking-Anwendungen als Normalsterblicher allerdings jemals zur Anwendung bringt, sei Mal dahingestellt.
Gibt doch genug Leute die genau das tun, dafür reicht auch eine CPU unter 300€.
Wofür man solche Rechenleistung ohne ECC tatsächlich gebrauchen kann ist mir auch ein Rätsel. Aber der Enthusiasten Markt boomt wie noch nie. Viele werden sich diese CPUs einfach nur holen um ihre RGB Lichter auf irgendwas ausrichten zu können.

Ich warte auf eine lohnenswerte Gelegenheit mal meinen 3770k aufzurüsten (brauche ein Mainboard mit mehr raidfähigen SATA3 Ports ), aber Broadwell reizt mich jetzt genau so wenig wie Skylake. Wird wohl wieder nichts... Wir sind jetzt drei Generationen weiter, und noch immer gibt es in der gleichen Preisklasse nichts was deutlich besser wäre. Hoffentlich mischt AMD den Markt bald mal wieder etwas auf.
 
C

Castle

Gast
Ich warte auf eine lohnenswerte Gelegenheit mal meinen 3770k aufzurüsten (brauche ein Mainboard mit mehr raidfähigen SATA3 Ports ), aber Broadwell reizt mich jetzt genau so wenig wie Skylake. Wird wohl wieder nichts... Wir sind jetzt drei Generationen weiter, und noch immer gibt es in der gleichen Preisklasse nichts was deutlich besser wäre. Hoffentlich mischt AMD den Markt bald mal wieder etwas auf.

Seit Sandy Bridge kam nichts was sich wirklich lohnt IMHO. Der i5 2500k z.B. ist nicht tot zu kriegen. Wenn ich mir sowas anschaue dann macht ein upgrade Null Sinn.

https://www.cpubenchmark.net/compare.php?cmp[]=804&cmp[]=2570
 
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G-SezZ

Gast
Joa. Ein Upgrade habe ich sowieso noch nie wegen der CPU gemacht, sondern immer nur weil ich neue Funktionen auf dem Mainboard brauchte. PCIe3, SATA3, USB3, irgendwas anderes mit ner 3 am Ende :D. Die schnelle CPU war immer nur das Sahnehäubchen dass die Entschiedung erleichtert hat. Das fehlt momentan.
 
C

Castle

Gast
Joa. Ein Upgrade habe ich sowieso noch nie wegen der CPU gemacht, sondern immer nur weil ich neue Funktionen auf dem Mainboard brauchte. PCIe3, SATA3, USB3, irgendwas anderes mit ner 3 am Ende :D. Die schnelle CPU war immer nur das Sahnehäubchen dass die Entschiedung erleichtert hat. Das fehlt momentan.

"Brauchte" :D
 
G

G-SezZ

Gast
Wenn ich nur kaufen würde was ich wirklich bräuchte würde ich gerade vor Win95 sitzen. ;)
 
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