Colorful B150-GP104: Barebone-Mainboard mit integrierter GeForce GTX 1070 angekündigt

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Am morgigen Freitag soll mit der GeForce GTX 1070 aus dem Hause Nvidia der zweite Grafikkarten-Ableger auf Basis der Pascal-Architektur im Handel zur Verfügung stehen.Der Hardwarehersteller Colorful geht mit dem B150-GP104 einen anderen Weg, indem er ein Skylake-Mainboard mit B150-Chipsatz mit einer GeForce GTX 1070 kreuzt




Vielleicht werden sich einige noch an die Zeiten der NForce-Chipsätze erinnern, als integrierte Grafikeinheiten nicht in dem Prozessor, sondern als sogenannte "Onboard-Versionen" auf dem Mainboard verlötet gewesen sind. Wie die Kollegen von Videocardz berichten, soll der eigentlich für GeForce-Grafikkarten bekannte Hardwarehersteller Colorful mit dem B150-GP104 ein Mainboard vorgestellt haben, welches diese Funktion in ähnlicher Art und Weise wieder aufgreift.

Wie die Bezeichnung des Mainboards suggeriert, werkelt auf dem B150-GP104 mit dem Intel-B150-Chipsatz der aktuell kleinstmöglich verfügbare Chipsatz des Chipherstellers, der zwar sämtliche CPU-Baureihen der Skylake-Familie aufnehmen kann, aber nicht in der Lage sein wird, diese in ihren Taktraten beeinflussen zu können. Zusätzlich zeugt die Bezeichnung "GP104", dass auf der Hauptplatine eine der für morgen angekündigten GeForce GTX 1070 Grafikkarten verbaut ist, die auf Basis der neuen Pascal-Architektur beruht.

Da sich Colorful bezüglich der Spezifikationen noch seht bedeckt hält, stehen aktuell nur Vermutungen im Raum, die noch nicht offiziell bestätigt worden sind. So geht man davon aus, dass auch die auf dem B150-GP104 verbaute GeForce GTX 1070 über 1.920 Shadereinheiten, 120 Textureinheiten sowie 64 ROPs verfügt. Auch von einem eigenen Videospeicher wird ausgegangen, welcher wie bei den dedizierten Grafikkarten 8 Gigabyte GDDR5 RAM betragen dürfte, der mit einem 256-Bit großem Speicherinterface kommuniziert. Da das einzig gezeigte Bild des Mainboards noch kein Kühlsystem für die 150 TDP-starke Grafikeinheit aufzeigt, ist noch nicht ganz klar, wie der Hersteller die dort entstehende Wärme abzuführen gedenkt. Hier wäre vielleicht eine kompakte Wasserkühlung sinnvoll, die CPU und GPU gleichermaßen herunterkühlt. Ein mögliches Upgrade mit einer dedizierten Grafikkarte zu einem späteren Zeitpunkt scheint ausgeschlossen, da keine weiteren PCI-Express-Schnittstellen zu erkennen sind. Einzig zwei sichtbare M.2-Steckplätze lassen Aufrüstungen für ein eventuelles WiFi-Modul oder auch einer weiteren SSD-Steckkarte zu.

Das B150-GP104 weist auch nicht den normalen ATX-Standard auf, da einerseits die Proportionen zum CPU-Sockel nicht wie bei ATX-Boards ausfällt und zum anderen drei der insgesamt vier Seiten des Mainboards mit Anschlüssen bestückt sind. Aus diesem Grund geht man von einem Mainboard für die immer beliebter werdenden Barebone-PCs (Mini-PCs) aus, welches höchstwahrscheinlich auch gar nicht in dieser Form im Handel erscheinen wird. Vielmehr sprechen die vermuteten und offensichtlichen Spezifikationen für eine Platine, die für den OEM-Markt vorgesehen ist.

Doch selbst für OEM-Hersteller dürfte dieses Mainboard kein Schnäppchen werden, da alleine die morgen für den Handel erwartete GeForce GTX 1070 einen Preis von rund 500 Euro haben wird. Inklusive entsprechendem Intel-Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicherlaufwerken und Gehäuse könnte an einem fertigen Barebone mit diesem Mainboard als Grundlage schnell 1.000 Euro und mehr dran stehen.

Meinung des Autors: Der Trend zu maximaler Leistung auf kleinstem Raum ist nicht neu. Doch ob das B150-GP104 auch den Erfolg haben wird, den sich Colorful damit ausgerechnet haben könnte, halte ich für fraglich. Das Problem der damaligen NForce-Chipsätze, dass entweder das Board oder die Grafikeinheit das Zeitliche segnet, halte ich auch hier noch für gegeben. Unterm Strich eine nette Sache, die aber im Falle eines Defekts oder späteren Upgrades sehr schnell sehr teuer werden kann. Wie denkt ihr darüber, innovativ oder nicht?
 
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