Cloud-Dienst Mega vor dem Aus - Kim Dotcom warnt, Unternehmen dementiert

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Nachdem der File-Hoster Megaupload aus rechtlichen Gründen zerschlagen wurde, konterte der Betreiber Kim Schmitz alias Kim Dotcom mit dem Cloud-Speicherdienst Mega. Dieser soll jetzt angeblich am Ende sein, weswegen der Unternehmensgründer den Nutzern entsprechende Maßnahmen. Das Unternehmen selber, in dem Dotcom nichts mehr zu sagen hat, weist die Nachricht aber ausdrücklich zurück


Im Januar 2013 hat Mega seinen Dienst aufgenommen. Dabei waren Kim Dotcom zwei Dinge besonders wichtig: zum einen der Schutz der Daten durch umfangreiche Verschlüsselung, zum anderen die Wahrung der Rechte Dritter durch Löschung einzelner Dateien wegen Urheberrechtsverletzung. Letztes ist aufgrund der Verschlüsselung natürlich nur schwer nachweisbar, weswegen Mega auch in der Kritik steht, eben genau für solche Zwecke missbraucht zu werden. Diverse Unternehmen haben daraufhin ihre Zusammenarbeit mit dem Speicherdienst Mega eingestellt. Am schwerwiegendsten dürfte dabei der Rückzug des Finanzdienstleisters PayPal sein, der Anfang letzten Jahres erfolgte. Doch auch Zahlungen per Kreditkarte an das Unternehmen waren und sind aktuell kaum noch möglich, angeblich sollen auf diesem Weg bereits seit zwei Jahren keine Beträge mehr bei Mega ankommen. Aus diesem Grund warnt Kim Dotcom jetzt vor finanziellen Engpässen im Unternehmen, die zum baldigen Ende führen könnten. Den Nutzern empfiehlt er, auf den Servern abgelegte Daten so schnell wie möglich zu sichern, damit diese nicht verloren gehen.

Mega had to survive without a credit card payment processor for almost 2 years now. The air is getting thin. Backup your Mega files asap.
— Kim Dotcom (@KimDotcom) 21. April 2016


Das Problem an dieser Ankündigung: theoretisch kann Kim Dotcom gar nicht wissen, wie es derzeit um die Finanzkraft von Mega steht, da er seine Mitwirkung an Mega bereits im August 2013 aufgegeben hat, um eine (gescheiterte) politische Karriere zu starten. Im Rahmen eines gescheiterten Börsengangs des Unternehmens in Neuseeland hat der Firmengründer zudem die Kontrolle über "seine" Firma verloren. Diese wird jetzt angeblich mehrheitlich vom chinesischen Staatsbürger Bill Liu kontrolliert, der seinen Wohnsitz ebenfalls im ozeanischen Inselstaat hat. Dabei handelt es sich offenbar um einen zwielichtigen Geschäftsmann, der laut Neuseelands Premierminister John Key die Nummer 5 der meistgesuchten Verbrecher Chinas sein soll. Aus diesem Grund geht das Land inzwischen wohl gegen Liu vor, wobei auch mehrere Millionen Dollar an Liu zugerechnetem Vermögen beschlagnahmt wurden, was eine baldige Zahlungsunfähigkeit bedeuten könnte. Diese Entwicklung hat Dotcom offenbar als Anlass genommen, vor dem möglichen Ende zu warnen.

Bei Mega sieht man das allerdings ganz anders. In einer heute veröffentlichten Erklärung teilt man mit, dass sich die rund 40 Millionen registrierten Nutzer keine Sorgen machen sollten. Das Unternehmen habe "erhebliche Mittel und eine starke Unterstützung von Aktionären", weshalb "seine finanzielle Lage gesund ist". Auch die fehlenden Zahlungsmöglichkeiten der Kunden sollten kein Problem darstellen, denn schließlich könnten die Nutzer die Beträge "über eine Vielzahl von Methoden bezahlen", die allerdings von ihrem jeweiligen Wohnort abhängig seien. Um seine gesunde Stellung zu verdeutlichen verweist man bei Mega auf die angeblich 24 Petabyte an möglichem Speicherplatz, der alleine in diesem Jahr hinzugekommen sein soll. Die Aussagen von Kim Dotcom hingegen werden als "unkorrekt" zurückgeweisen. Allerdings hat das Unternehmen trotzdem einen guten Ratschlag für die Anwender: Es ist gute Praxis, eine Sicherungskopie Ihrer Dateien zu haben.
(Mit Material von: TorrentFreak)​


Meinung des Autors: Aussage gegen Aussage: laut dem Gründer Kim Dotcom steht der Cloud-Speicherdienst Mega vor dem Ende, was das Unternehmen aber umgehend dementiert. Wer nun recht hat, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen. Um aber wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollten die Nutzer unbedingt ein Backup anfertigen - in diesem Punkt widerspricht nicht einmal die aktuelle Firmenleitung.
 
M

microsoft

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... Dieser soll jetzt angeblich am Ende sein, weswegen der Unternehmensgründer den Nutzern entsprechende Maßnahmen empfiehlt oder ankündigt oder was ?? :unsure :D
 
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