China: Künftig scharfe Kontrolle bei Videos und Podcasts im Internet

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computerexperte06

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China

Künftig scharfe Kontrolle bei Videos und Podcasts im Internet

China wird Videos, Podcasts oder andere audiovisuelle Angebote im Internet künftig streng kontrollieren. Nur staatliche Webseiten dürfen von Februar an solche Filme und Radio-Programme verbreiten oder Video-Tauschbörsen anbieten, verfügte die Staatliche Verwaltung für Radio, Film und Fernsehen (SARFT) nach Angaben der amtlichen Medien vom Freitag.



Die Betreiber dürften kein Material verbreiten, das Sex, Gewalt und Spielsucht fördert, gegen die soziale Moral verstößt oder "die Interessen und das Ansehen des Staates schädigt". Die Vorschriften richten sich vor allem gegen die immer beliebter werdenden Webseiten, auf denen Nutzer ihre Videos austauschen können. China hat heute rund 150 Millionen Internetnutzer und wird die USA bald als größten Online-Markt der Welt ablösen.

Verboten sind auch Videos oder Programme, die gegen die Einheit des Landes, seine Souveränität und territoriale Integrität gerichtet sind. Damit sind meist die Unabhängigkeitsbestrebungen in Tibet, Taiwan oder Xinjiang gemeint. Auch der Verrat von - in China sehr allgemein definierten - "Staatsgeheimnissen" ist verboten. Alle verbreiteten Programme und Filme, einschließlich Cartoons, müssen vorher von zuständigen Behörden genehmigt werden. Videos, die auf Webseiten geladen werden und gegen die Vorschriften verstoßen, müssen vom Betreiber gelöscht werden. Sonst drohen Strafen.

Die vielen privaten Videoanbieter in China sind künftig aus dem Rennen, da künftig nur Webseiten, die ganz oder zumindest mehrheitlich in Staatsbesitz sind, Filme und andere audiovisuelle Produkte anbieten dürfen. Welche Auswirkungen die Regeln für internationale Anbieter wie YouTube, die ihre Server außerhalb Chinas stehen haben, oder die größte in China ansässige und populäre Website Tudou.com haben werden, war zunächst unklar. YouTube war in den vergangenen Monaten in China immer wieder zeitweise gesperrt worden.

Die neuen Kontrollen spiegeln die bereits geltenden Vorschriften für andere Angebote im Internet wider. China sperrt außerdem schon viele ausländische Seiten wie die des britischen Rundfunksenders BBC, das chinesische Angebot der Deutschen Welle oder Informationen von Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International oder exiltibetischen Organisationen. Die großen internationalen Suchmaschinen wie Google oder Yahoo zensieren sich in China wie ihre chinesischen Konkurrenten selber und zeigen chinakritische Informationen gar nicht erst an, um auf dem boomenden Internetmarkt in China mitmischen zu können.

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Rebecca M.

Rebecca M.

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Lobbyisten wollen das Internet EU-weit filtern - erste Erfolge

Der fundamentale Unterschied zu China und Deutschland ist einfach, das die Chinesen es einfach machen, und eben auch sagen.

Da wird nicht lange um den "heißen Brei" herumgeredet ;) .

Und wir haben das Gefühl, das die Menschen es in China doch nicht so gut haben, usw. usw.!

Unsere Laufburschen der Oberschicht haben solche Pläne doch schon in den Schubladen.
Nur wird hier immer ein Vorwand gesucht, um die Freiheit weiter einzuschränken: Terrorismus, Kindesmißbrauch, Frauenfeindlichkeit und was weiß ich noch alles.

Wichtig ist, was am Ende herauskommt, und da werden wir uns nicht so von denen unterscheiden.

Mir ist Informationsfreiheit wichtiger als Wahlfreiheit :sneaky .

Nur mal so am Rande...

Rebecca :sing
 
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#3
K

Konservenbüchse

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...Die großen internationalen Suchmaschinen wie Google oder Yahoo zensieren sich in China wie ihre chinesischen Konkurrenten selber und zeigen chinakritische Informationen gar nicht erst an, um auf dem boomenden Internetmarkt in China mitmischen zu können.
Nicht nur das, sondern sie helfen der Regierung auch, das Volk zu durchleuchten. Suchbegriffe (z.B.: Demokratie oder Tian'anmen-Massaker), die die der Regierung nicht passen, werden den Behörden gemeldet. Ein 'kommunistischer Bundestrojaner'. Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich Google und Yahoo hasse.
(Wahrscheinlich hat sich irgendein deutscher Bundesinnenminister etwas abgekuckt:D)

Aber das ist typisch für die Regierung von China:
Größenwahn und das bestreben nach totaler Kontrolle.
Zu China kann ich nur sagen:
Ein geniales Volk mit einer verblödeten Regierung.
Ich hoffe nur, dass der Wahnsinn mit dem 'Kommunismus' bald endet.

Der fundamentale Unterschied zu China und Deutschland ist einfach, das die Chinesen es einfach machen, und eben auch sagen.

Da wird nicht lange um den "heißen Brei" herumgeredet
Ist auch kein großes Problem in einer 'getarnten' Diktatur.

"Was sie Sozialismus nennen, ist heute in Wahrheit Kapitalismus. Sie arbeiten völlig gegen die ursprüngliche marxistische Idee, die ich in China studiert habe. Als halber Marxist darf ich mir dieses Urteil erlauben!"
-Dalai Lama
 
#4
Rebecca M.

Rebecca M.

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China will möglicherweise keine Demokratie wie im Irak ??

Ja, aber wir brauchen den chinesischen Markt, als Exportweltmeister ohne Binnennachfrage.
Wenn klassische Importländer (USA) aus welchem Grund auch immer, nicht mehr so viel bei uns ordern, werden die Löhne bei uns noch weiter sinken, um die Waren an den Mann/Frau zu bringen.
Das wäre ein Aufschrei :aah ; und die Einschränkungen des Internet in China wären hier kein Thema mehr.

Also wir Deutschen brauchen die chinesischen Märkte, und das wissen die Chinesen auch. (ist wohl bei den Moderatösen im TV und dem geneigten Puplikum noch nicht angekommen :unsure ).
Unsere Außenkanzlerin wurde von China ja wegen des Dalai Lama entsprechend vorgeführt.

Aber das ist typisch für die Regierung von China:
Größenwahn und das bestreben nach totaler Kontrolle.

Ich hoffe nur, dass der Wahnsinn mit dem 'Kommunismus' bald endet.

Ist auch kein großes Problem in einer 'getarnten' Diktatur.

In der Zukunft werden sich totalitäre Gesellschaftsformen entwickeln. In China, und hier in Deutschland.
Der hohe technischen Entwicklungsstand der Gewaltmittel und Manipulationstechniken, als Voraussetzung, ist ja vorhanden.


Schönes Wochenende


Rebecca :sing
 
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