GELÖST Caon EOS 700D + Tokina 11 - 16mm - was mache ich falsch?

Diskutiere Caon EOS 700D + Tokina 11 - 16mm - was mache ich falsch? im weitere Hardware Forum im Bereich Hardware Forum; Tagchen, Leute. Ich war gestern mal wieder mit meiner Kamera unterwegs um ein paar Sternenbilder zu machen. Leider sind die Bilder alle etwas...
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Ambush

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Tagchen, Leute.

Ich war gestern mal wieder mit meiner Kamera unterwegs um ein paar Sternenbilder zu machen. Leider sind die Bilder alle etwas unscharf geworden. Jedenfalls wenn ich mir diese am Laptop anschaue. Auf dem Display der Kamers sehen die Sterne alle scharf aus, aber nicht so am Laptop. Verstehe das nicht so ganz. Vielleicht liegt es ja am Display der Kamera, was eventuell die Bilder schöner darstellt, als sie sind. Hier mal meine Kameraeinstellungen, um Sterne zu knipsen ..

Blende ist auf f2.8
ISO ist zwischen 1600 und 3200 angesiedelt
Verschlusszeiten sind immer so zwischen 20" und 30" eingestellt
Belichtung steht auf +2 bis +5, je nach Licht
Auslöser hat 2 Sekunden Verzögerung
Stativ ist von Velbon und absolut massiv im Stand

Hmm.. oder ist mein Display am Laptop nicht so bäumig? Ist ein 17" TFT it nur 1.600x900. Kann es sein, dass darum einige Bilder nicht so dolle aussehen?

Danke für eure Tipps!

MfG
Ambush

P.S.: Hier ein Beispielbild ..

IMG_0693.jpg
 
Keruskerfürst

Keruskerfürst

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Werden die Bilder von RAW auf JPEG kodiert?
 
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Ambush

Gast
Hallo.

Nein, es sind von vornherein normale JPEG's.

MfG
Ambush
 
Mike

Mike

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Vielleicht liegt es ja am Display der Kamera, was eventuell die Bilder schöner darstellt, als sie sind. Hier mal meine Kameraeinstellungen, um Sterne zu knipsen ..
Teilweise ja, aber der Grund ist einfach erklärt

20-30 Sekunden Belichtung ist unbrauchbar für Detailschärfe, da sich die Sterne in 20-30 Sekunden hunderte Kilometer bewegen im Verhältnis zur Erde. Selbst ein Stativ bringt da nix.

Einzige Lösung: ISO rauf (3200 ist noch sehr brauchbar, ich nehm meist 6400 weil die EOS70D recht gut ist im HighIso Bereich) und Belichtung unter 1 Sekunde bringen. Sonst wird das nix.

Außerdem ist das Display deshalb schärfer, weil es ja nur knapp kleiner als ein großer Monitor ist. 3" zu 27" ist doch ein Unterschied.

Wenn ich 6400 ISO nehm, hilft mir eben Lightroom weiter :)
 
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Ambush

Gast
Wenn ich 6400 ISO nehm, hilft mir eben Lightroom weiter :)
Und wenn ich z.B. ein PSE12-Nutzer bin? ^^

Aber mal eine andere Frage.. die Belichtung unter eine Sekunde?! Ernsthaft? Sieht man da eigentlich noch irgendwas? Das erscheint mir doch sehr kurz. Und wenn du das so anwendest, wie viel Blende hast du dann? Und was ist mit der zusätzlich einstellbaren Belichtungskorrektur? Änderst du da etwas dran?

MfG
Ambush
 
Mike

Mike

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Und wenn ich z.B. ein PSE12-Nutzer bin? ^^
Leider entzieht es sich meinem Wissen ob PSE das kann. Luminanzmaske JA, aber nicht zum Zweck der Rauschreduzierung.

Weiters ist es natürlich schon sehr schwer mit einem Weitwinkelobjektiv mit so langer Belichtung in der Nacht noch eine Schärfe auf die Sterne zu bekommen. Mond mit mehr als 2-3 Sekunden bereits völlig unmöglich, da er "zu schnell" ist.

Du müsstest ein Tele verwenden ab ca. 70mm wenigstens. Dadurch erzeugen die Sterne mehr Licht im Bild und du kommst mit ISO6400 und Blende 3.5 (hab kein teures Tele) auf ca. 2-3 Sekunden Belichtung OHNE dass ich überbelichten muss. Für 1 Sekunde muss man schon kräftig aufhellen 2 1/3 und mehr.

Eines musst du dir auf alle Fälle sicher sein: Wenn du scharfe Sternenbilder siehst im Internet, dann entweder extrem gut nachbearbeitet oder mit Objektiven die mehr als ein Auto kosten.

Als billig-Alternative könntest du die Videofunktion missbrauchen. Die macht 30 Bilder pro Sekunde in FHD (1920x1080) und da könntest du ein Standbild rausnehmen. Aber das ist eben nur eine Variante und auch mit viel Rauschen verbunden.

Als Höchstgrenze - einfach testen, kostet ja außer Zeit nichts - solltest du einen Kompromiss von ISO (3200), Belichtung (unter 5 Sekunden) und Blende je nach Objektiv rausbekommen.
Vielleicht gefällt dir ein Ergebnis ja bereits mit 5-10 Sekunden.

Deine EOS700 unterstützt in den Einstellungen auch "Spiegelverriegelung". Das solltest du bei solchen Aufnahmen auch aktivieren. Nicht vergessen zu deaktivieren, da du sonst keine normalen Aufnahmen machen kannst :D
Das hilft zusätzlich nochmals sehr stark Wackler zu vermeiden.

Unbedingt bei Langzeitbelichtungen im Dunkeln die Sucher-Abdeckung verwenden, damit nicht von hinten durch den Sucher Streulichter einfallen können.
 
A

Ambush

Gast
Okay.

Danke für die Tipps. Wenn ich heute Abend Zeit habe, versuche ich das einmal. Ich werde mich melden, wie es gelaufen ist.

MfG
Ambush
 
A

Ambush

Gast
Den Mond habe ich übrigens im Av-Modus abgelichtet. Klappte einwandfei, dies allerdings mit dem 55 - 250mm Kit-Objektiv von Canon. Ging aber bestens, wie ich finde.

Beinahe-Vollmond.JPG
 
Mike

Mike

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Den Mond habe ich übrigens im Av-Modus abgelichtet. Klappte einwandfei, dies allerdings mit dem 55 - 250mm Kit-Objektiv von Canon. Ging aber bestens, wie ich finde.

Anhang anzeigen 75622
:up Stimmt. Mit 55-250 (also 250 = 400mm inkl. Crop) bietet der Mond soviel Licht, dass man locker mit 1/160sec oder sogar noch schneller unterwegs sein darf.
Du schreibst es selbst. Mit dem Canon-Objektiv. Mittlerweile habe nur mehr Canon-Objektive. Die Lichtstärke von Fremdanbietern muss nicht heißen, dass das Objektiv auch tatsächlich scharfe Fotos macht.
Vor allem ist das Tokina ja für Landschaftsaufnahmen bei Tag und Dämmerung bzw. für Raumaufnahmen gedacht mit der Brennweite von 11-16mm (18-26mm KB)

Selbst verwende ich das 70-300 IS USM und bin mit den effektiven 480mm sehr zufrieden.
 
A

Ambush

Gast
Sooo ..

Nach mehreren Nächten mit Testen muss ich leider sagen, dass das Tokina nichts taugt für die Aufnahme von Sternen. Mittlerweile habe ich das Center scharf bekommen, dank euren Tipps, aber das ändert leider nichts an der Tatsache, dass die Ränder doch sehr krass unscharf sind. Daher benutze ich nun das Kit-Objektiv (18 - 55) für Nachtaufnahmen. Der Schärfeabfall am Rand ist deutlich, ach was, mit Abstand besser. Und so krass ist der Unterschied von 11 zu 18mm nicht. Man bemerkt ihn, aber nicht gleich so, als wenn das einem Weltuntergang gleichkommt. ;)

Danke nochmals, Leute!

MfG
Ambush
 
Mike

Mike

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Der Schärfeabfall am Rand ist deutlich, ach was, mit Abstand besser.
Dazu müsste die Blende höher sein, was aber natürlich auch bedeutet, dass die Verschlusszeiten wieder langsamer werden :(
Kompromiss finden ist immer schwer.
 
A

Ambush

Gast
Das ist so, da gebe ich dir Recht.

Es ist aber tatsächlich so, dass ich beim Kit-Objektiv etwas länger belichten muss, was auch logisch ist, dachte ich mir. Denn das Kit geht "nur" auf f3.5 minimal runter. Ergo.. weniger Licht, dass auf den Sensor trifft. Jedenfalls habe ich mir das so zusammengereimt. Ich hoffe, dass ich mir das so richtig vorstelle. Aber die Bilder mit dem Kit sind am Rand deutlich schärfer. Jedenfalls ist das rein optisch so auszumachen.

MfG
Ambush
 
Mike

Mike

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Denn das Kit geht "nur" auf f3.5 minimal runter. Ergo.. weniger Licht, dass auf den Sensor trifft. Jedenfalls habe ich mir das so zusammengereimt. Ich hoffe, dass ich mir das so richtig vorstelle.
Stimmt!

ein kleiner BlendenWERT = eine große Blendenöffnung, also viel Licht am Sensor, dadurch einen tollen Boque Effekt (Unschärfe im Hintergrund, also wenig Tiefenschärfe)
ein großer BlendenWERT = kleine Blendeöffnung, also wenig Licht am Sensor, dadurch LANGE Belichtungszeiten und sehr hohe Tiefenschärfe.

Wobei es objektivabhängig einen hohen Wert gibt, bei dem man "als grenzwertig spricht". Also alles eigentlich scharf, aber nicht so richtig. Bei meinem 15-85mm Objektiv ist das die Blende 16-20. Die besten Ergebnis habe ich bei 8-10 wenn ich Tiefenschärfe haben will.

Allerdings rede ich jetzt von Nahaufnahmen bis ca. 3m max. Entfernung bei diesem Objektiv

Bei deinem Vorhaben mit dem Sternenhimmel ist aufgrund der Entfernung zum Objekt der Blendenwert fast egal, da du keine Tiefenschärfe brauchst.
Zugunsten der Verschlusszeiten solltest du also den niedrigsten Blendenwert (große Öffnung) wählen, der verfügbar ist.

Wie schon erwähnt, das größte "Problem" - welches sich aber nicht beheben lässt - ist die Geschwindigkeit der Sterne, die gewaltig hoch ist und dadurch bereits bei > 5 sec im Detail einiges an Unschärfe zu sehen ist.

Deshalb ist es völlig normal, dass du bei einem Objektiv mit Bestwert 3.5 um einiges länger belichten musst, als mit einer Lichtstärke von 1.8 oder 2.8

Ich besitze das neue EF-S 24mm 2.8 mit fixer Brennweite. Einfach toll! bzw. das EF 50mm 1.8. Beide sind hervorragend für solche Zwecke.

ACH JA!! Ganz wichtig. Bitte UNBEDINGT dern Bildstabilisator abschalten wenn du mit Stativ fotografierst!

Der Bildstabilisator arbeitem im Prinzip so, dass er Schwingungen im Objektiv erzeugt mit denen er Bewegungen ausgleichen kann. Bei Stativ-Fotografien sind diese Schwingungen kontraproduktiv und erzeugen genau das falsche Ergebnis.
Und nicht den Tipp mit der Spiegelverriegelung übersehen!
 
A

Ambush

Gast
Danke für deine Mühe.

Das mit der Spiegelverriegelung habe ich im Menü gesucht, aber nirgends gefunden. Ich habe das beim Überfliegen wohl nicht gesehen. Schaue da nochmals genauer hin. Was ich auch gemerkt habe.. ein im Wind flatterndes Schulterband ist nicht gerade hilfreich. :D

Und danke für den Tipp mit dem Stabilisator. Der sorgt wohl kontinuierlich für Bewegung in der Kamera. Jetzt muss ich nur noch eine Methode herausfinden, wie ich mit dem Kit-Objektiv gescheit fokussiere, so mitten im Wald, mitten in der Nacht. Das dürfte schwierig werden. Eventuell hilft es wohl, mit dem MF auf ein paar weit entfernte Stadtlichter (mehr wie 200m) zu fokussieren, denn dann sollte alles weitere ja auch scharf sein, denke ich mal.

Ich melde mich mit einigen Resultaten. ;)

MfG
Ambush

P.S.: Nochmals danke.
 
Mike

Mike

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wie ich mit dem Kit-Objektiv gescheit fokussiere, so mitten im Wald, mitten in der Nacht. Das dürfte schwierig werden. Eventuell hilft es wohl, mit dem MF auf ein paar weit entfernte Stadtlichter (mehr wie 200m) zu fokussieren, denn dann sollte alles weitere ja auch scharf sein, denke ich mal.
Wenn die Objekte allesamt weit genug weg sind, dann auf unendlich stellen und AF ausschalten.
 
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Ambush

Gast
Unendlich hat mein Canon Kit-Objektiv leider nicht. Also es wird nicht am Objektiv angezeigt. Leider. Und es gibt auch keinen Anschlag. Es dreht immer weiter. Soll heissen, dass das Scharfstellen nicht automatisch am Ende der Fokussierung stattfindet. Ich kann drehen und drehen..

MfG
Ambush
 
Mike

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Unendlich hat mein Canon Kit-Objektiv leider nicht. Also es wird nicht am Objektiv angezeigt. Leider. Und es gibt auch keinen Anschlag. Es dreht immer weiter. Soll heissen, dass das Scharfstellen nicht automatisch am Ende der Fokussierung stattfindet. Ich kann drehen und drehen..
:) o.k. das haben nicht alle Objektive :( (leider) Hat bei mir auch nur das 15-85er und das 60er Macro. Den Rest muss man entweder manuell einstellen wobei man da bei Sternen natürlich an die natürlichen Grenzen der Augen stößt :aah
 
Mike

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Verwendet ihr da eine Fernbedienung?
"ihr" .. ich verwende: Stativ (ein stabiles), keinen Stabilisator, keinen Gurt auf der Kamera (hab ich generell keinen drauf), Sucherklappe gegen Geisterlicht, Spiegelverriegelung, Fernbedienung Infrarot Standard

Mehr kann ICH nicht mehr tun mit meinem Equipment für Nachtaufnahmen bzw. Langzeitbelichtungen.
 
AndreasBloechl

AndreasBloechl

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Was ist denn die Spiegelverriegelung? Spiegelvorauslösung? Heist das vielleicht bei Canon anders als bei Nikon?
 
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Caon EOS 700D + Tokina 11 - 16mm - was mache ich falsch?

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