Bestätigt: AMD kauft ATI

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Eric-Cartman

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Transaktion hat ein Volumen von 5,4 Milliarden Dollar

AMD übernimmt den kanadischen Grafikchip-Hersteller ATI Technologies für 5,4Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro). Dies haben die beiden Unternehmen am Montag in New York bekannt gegeben. Damit spitzt sich der Konkurrenzkampf zwischen AMD als dem Branchenzweiten und dem weltweiten Primus Intel weiter zu.

AMD erhält Direktzugang zu der Grafikchip-Technologie von ATI, die eine immer größere Bedeutung für leistungsstarke PCs, Video-Spielekonsolen und andere Verbraucherelektronik-Geräte hat. ATI und der Erzrivale Nvidia dominieren den Markt für Chips, die Computerspiele ermöglichen. AMD und Intel sind beide große ATI-Kunden.

AMD wird nach dem ATI-Kauf zu einem Unternehmen mit rund 7,3 Milliarden Dollar Umsatz und 15.000 Beschäftigten. ATI hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Dollar und hat rund 4000 Mitarbeiter in Nord- und Südamerika, Europa und Asien.

Die Gesellschaft bietet neben Grafikchips für Computer auch Chipsätze an, die viele PC-Funktionen übernehmen. Außerdem liefert die Gesellschaft mit Sitz in Markham (Provinz Ontario) Hochleistungschips für Spielekonsolen wie die Xbox 360 von Microsoft, für Desktop-Boxen für digitale Fernseher und für andere Verbraucherelektronik-Geräte.

AMD zahlt 4,2 Milliarden Dollar in bar sowie 57 Millionen AMD-Aktien für die kanadische Gesellschaft. Das entspricht 16,40 Dollar je ATI-Aktie in bar zuzüglich 0,2229 eigenen Aktien je ATI-Anteil. Die ATI-Aktionäre würden damit bei derzeitigen Kursen 20,47 Dollar je eigene Aktie erhalten.

AMD wird die Übernahme aus eigenen liquiden Mitteln von rund drei Milliarden Dollar finanzieren und über Kredite finanzieren. Der Deal muss noch von den ATI-Aktionären sowie Aufsichtsbehörden abgesegnet werden. AMD verspricht sich bis Ende 2007 Kostenersparnisse von 75 Millionen Dollar. Die Transaktion werde 2007 leicht gewinnsteigernd wirken. Platzt die Transaktion, muss ATI dem US-Unternehmen 162 Millionen Dollar Abstand zahlen. Die Übernahme soll bis zum vierten Quartal 2006 vollzogen werden.

Der Zusammenschluss wird nach Darstellung von AMD-Konzernchef Hector Ruiz das Wachstum und Innovationen für die gesamte Branche vorantreiben. AMD will durch den Kauf des Spezialchipherstellers ATI auch der verstärkten Nachfrage nach "integrierten" Lösungen in Schlüsselmärkten nachkommen. Das bedeutet die Integration von Mikroprozessoren und Grafikprozessoren auf einer Chip-Plattform. AMD will seinen Kunden aber auch weiterhin separate Produkte anbieten, so dass sie Wahlmöglichkeiten bei der Entwicklung ihrer Erzeugnisse haben.

ATI-Chef Dave Orton wird die ATI-Sparte führen. Er verspricht sich ebenfalls enorme Wachstums- und Innovationschancen auf der PC-Plattform und im Verbraucherelektronik-Geschäft. Die ATI-Aktien waren am Freitag wegen der Übernahmespekulationen an der NASDAQ-Börse im regulären Handel um 5,28 Prozent gestiegen. Die AMD-Aktien sind an der New Yorker Börse wegen enttäuschender Quartalsergebnisse um 15,66 Prozent auf 18,26 Dollar eingebrochen.

ATI hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2005/2006 rund 1,9 Milliarden Dollar umgesetzt. Der kanadische Spezialchip-Anbieter verdiente in dem am 31. Mai beendeten Neunmonats-Abschnitt 73,7 Millionen Dollar.

Quelle: CNET Networks Deutschland GmbH/ZDNet.de und CNET.de

Kommentar: :up
 
#2
E

eifelyeti

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Irgendwann gehören alle Konzerne zum Micro$oft-Konzern , und Bill Gates ist dann Mister President!
 
#3
M

MoZ

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bin da leicht kritisch. seh das nicht ganz so drastisch wie eifelyeti , aber ich will nicht in ein paar jahren zwangsweise ein system aus amd und ati ODER intel und nvidia chipsätzen haben. bin mla gespannt wie lange es dauert bis intel nvidia schluckt........
 
#5
JumpingJohn

JumpingJohn

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Ich wäre dafür das die Beiden tauschen, ich bin Fan von AMD, aber mag ATI nicht so gerne, will eigentlich bei NVidia bleiben, aber bald ist es sicher so das man Perfomance vorteile hat wenn man AMD Chip mit ATI Chip kombiniert und die konfiguration AMD NVidia bleibt zurück.

Und wenn Intel wirklich NVIDIA schlucken sollte gibt es dann da das selbe spielchen, am ende wird es also so aussehen das man bei nem Intel CPU ne NVIDIA GraKa nehmen sollte und bei AMD ne ATI. Dann ist es sicher vorbei mit der schönen Konfigurations wahl, okay man kann sicher immernoch AMD/NVIDIA und Intel/ATI zusammensetzen, muss aber mit geringerer Leistung rechnen. <== Fände ich allerdings dem Käufer gegenüber unfair
 
#6
D

dragon01

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es gibt doch noch VIA! da könnte man schon fast einen ganzen PC aus einer hand kaufen, wenn das unternehmen seine produkte so ausgerichtet hätte.
 
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