AMD Ryzen: Linux-Nutzer sollten möglichst neue Kernel-Versionen für die volle Unterstützung verwenden

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maniacu22

maniacu22

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Obwohl Linux nur von einer relativ kleinen Nutzergruppe verwendet werden dürfte, könnten so manche Nutzer auch nach den ab morgen verfügbaren, neuen AMD Ryzen-Prozessoren schielen. Allerdings sollte man als Linux-Nutzer bei der Verwendung der neuen Ryzen-CPUs einiges beachten




Während die Nutzer von MacOS X und Windows kaum Probleme mit den morgen im Handel erscheinenden neuen Ryzen-CPUs aus dem Hause AMD bekommen dürften, sieht das Ganze bei den Linux-Usern dann doch schon etwas anders aus. So heißt es von offizieller Seite, dass die Prozessoren zwar unter Ubuntu 16.04.2 und 16.10 problemlos laufen, dafür aber die Kernel-Version von essentieller Bedeutung sein wird.

Wie die Kollegen von tomshardware via Phoronix berichten, sollten Linux-User am besten zum Kernel 4.10 greifen, da dieser seitens AMD bereits alle Optimierungen für das Betriebssystem erhalten hat. Sollte es mit der Version 4.10 dennoch zu Schwierigkeiten kommen, wird noch die Kernel-Version 4.9.10 empfohlen, die immerhin noch einige der Optimierungen vorweisen kann.

Nutzer älterer Kernel-Versionen dürften dagegen Schwierigkeiten bekommen, die sich vor allem in Form mit der SMT-Technologie äußern (Simultaneous Multi Threading), welche mit Intels Hyper-Threading-Technologie vergleichbar ist. Diese SMT-Technologie von AMD nutzt einen neuen Scheduler, welcher nur in Verbindung mit den oben genannten Kernel-Versionen 4.9.10 und 4.10 fehlerfrei arbeiten soll. Man spricht zwar auch davon, dass Linux auch ohne diese Unterstützung ausgeführt werden kann, doch soll dann die Performance unterirdisch sein.

Für Nutzer von Onboard-Soundchips sei noch erwähnt, dass einige der neuen AM4-Mainboards mit einem ALC1220-Audio-Codec ausgestattet sind, welcher allerdings erst ab der Linux-Kernel-Version 4.11 unterstützt wird.

Meinung des Autors: Dass AMDs neue Ryzen-CPUs möglicherweise unter einigen älteren Linux-Distributionen nicht mehr angesprochen werden können, liegt meines Erachtens aber nicht an AMD, sondern eher an Linux selbst. Die Softwarehersteller müssen sich im Allgemeinen an die Vorgaben der Hardwarehersteller halten und nicht umgekehrt, oder was sagt ihr dazu?
 
E

Eddie Kreutz

Gast
Ryzen mit Vmware

Da VMWARE ja auch auf Linux aufsetzt, heißt das jetzt, man kann den 1800x nicht unter ESXi einsetzen? Ich weiß nicht, was für ein alter Kernel selbst unter ESXi 6.5 noch werkelt.
 
G

G-SezZ

Gast
liegt meines Erachtens aber nicht an AMD, sondern eher an Linux selbst.
Da gibts nicht viel zu erachten. Neue Hardware braucht einen aktuellen Kernel, völlig normal. War schon immer so und wird immer so bleiben.
Das ist bei bei Windows nicht anders, nur dass MS dafür sorgt dass die Benutzer davon möglichst nichts mitbekommen. Zu Aufregung kommt es dann wenn alte Versionen wie Vista nicht mehr für neue Hardware Aktualisiert werden.
Da man unter Linux immer den Vanilla Kernel verwenden kann dürfte das eigentlich selbst für veraltete Distributionen kein Problem sein.
 
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093298w

Gast
"Die Softwarehersteller müssen sich im Allgemeinen an die Vorgaben der Hardwarehersteller halten und nicht umgekehrt, oder was sagt ihr dazu?"

https://www.linuxfoundation.org/members/corporate

Tun Sie ja. AMD arbeitet ja selbst am Kernel mit, Sponsort Linux und wie es mein Vorredner richtig erkannt hat ist es bei Windows genau das gleiche.

Mal wieder ein "Aufreger" wegen nichts.
 
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093298w

Gast
Und wie haben bitteschön MACOSX nutzer kein Problem mit Ryzen? Macs basieren doch alle auf Intel (CPU) Hardware. Und ob Ryzen für einen Hackintosh geeignet ist..... Naja. Ich zweifle gerade ein wenig an dem Artikel.
 
maniacu22

maniacu22

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Und wie haben bitteschön MACOSX nutzer kein Problem mit Ryzen? Macs basieren doch alle auf Intel (CPU) Hardware. Und ob Ryzen für einen Hackintosh geeignet ist..... Naja. Ich zweifle gerade ein wenig an dem Artikel.
Ähem, ich gehe mal davon aus, dass du Besitzer eines Macs bist?!

Dann solltest du wissen, dass obwohl Macs mittlerweile auf Intel-Hardware (Nvidia- oder AMD-GPU) setzen, für den Betrieb derer spezielle Treiber nötig sind, die von Apple entwickelt werden müssen. Damit sind wir wieder beim Kernthema dieses Artikels, dass sich die Softwarehersteller an die Vorgaben der Hardwarehersteller zu halten haben und nicht umgekehrt.

Bei Linux ist das so eine Sache, da dieses zwar auch irgendwo weiterentwickelt wird, aber den Usern nicht "untersagt" wird, auch ältere Versionen zu nutzen. Mit "untersagt" meine ich, dass einem Windows- oder Mac-User irgendwann eingetrichtert wird, dass eine entsprechende Version (Bsp. Windows XP, MacOS X 9.1) nicht mehr supportet wird, was bei Linux eben anders ist.

Um deine Frage zu beantworten....ja, auch Apple dürfte bereits MacOS X dementsprechend aktualisieren, dass dies mit Ryzen-CPUs und vor allem im mobilen Bereich mit den angekündigten Ryzen-APUs harmoniert. Wann das alles umgesetzt wird, kann ich dir nicht sagen, da ich mich persönlich mit der Materie Apple und MacOS X zu wenig beschäftige und das Winboard auch die falsche Plattform ist, um hier über MacOS X zu debattieren. Du hättest sogar recht, wenn du jetzt sagst, dass es auch die falsche Plattform für Diskussionen bezüglich Linux ist, aber aus Erfahrung weiß ich, dass wir hier neben vielen Windows-Usern auch einige dabei haben, welche Linux-Distributionen nutzen, zumindest mehr als MacOS X User ;)
 
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093298w

Gast
Ähem, ich gehe mal davon aus, dass du Besitzer eines Macs bist?!

Dann solltest du wissen, dass obwohl Macs mittlerweile auf Intel-Hardware (Nvidia- oder AMD-GPU) setzen, für den Betrieb derer spezielle Treiber nötig sind, die von Apple entwickelt werden müssen. Damit sind wir wieder beim Kernthema dieses Artikels, dass sich die Softwarehersteller an die Vorgaben der Hardwarehersteller zu halten haben und nicht umgekehrt.

Bei Linux ist das so eine Sache, da dieses zwar auch irgendwo weiterentwickelt wird, aber den Usern nicht "untersagt" wird, auch ältere Versionen zu nutzen. Mit "untersagt" meine ich, dass einem Windows- oder Mac-User irgendwann eingetrichtert wird, dass eine entsprechende Version (Bsp. Windows XP, MacOS X 9.1) nicht mehr supportet wird, was bei Linux eben anders ist.

Um deine Frage zu beantworten....ja, auch Apple dürfte bereits MacOS X dementsprechend aktualisieren, dass dies mit Ryzen-CPUs und vor allem im mobilen Bereich mit den angekündigten Ryzen-APUs harmoniert. Wann das alles umgesetzt wird, kann ich dir nicht sagen, da ich mich persönlich mit der Materie Apple und MacOS X zu wenig beschäftige und das Winboard auch die falsche Plattform ist, um hier über MacOS X zu debattieren. Du hättest sogar recht, wenn du jetzt sagst, dass es auch die falsche Plattform für Diskussionen bezüglich Linux ist, aber aus Erfahrung weiß ich, dass wir hier neben vielen Windows-Usern auch einige dabei haben, welche Linux-Distributionen nutzen, zumindest mehr als MacOS X User ;)
Linux ist ein Gemeinschaftsprojekt. Windows und Mac müssen sich anpassen. Linux wird teilweise sogar von AMD selbst mit Treibern und Verbesserungen versehen.

Unter linux werden änderungen auch "backported". Soll heißen das gewisse features ihren weg auch in ältere Kernel finden. Und die Linux Distibutionen trichtern den Nutzern auch neue, Aktualisierte Versionen ein. Ich könnte aber, da hast du recht, eine alte Version nehmen.
Wäre im vergleich so als ob ich meine XP CD ausgrabe und auf einen Ryzen Rechner installiere. Kein Unterschied zwischen altem Linux und altem Windows, oder? Oder wird es mir bei der installation "untersagt" XP zu installieren? :D

Und das Apple MacOSX angepasst hat ist dem Kommentar zu folge reine Spekulation. Also quasi Schrödingers Anpassung. Da steht es um den Linux Kernel und einer klaren Ansage besser als bei Apple.

Und Linux passt sich hardware in einem Umfang an von den Windows und Mac nur träumen können. Linux passt sich seiner entstehung an. Daher verstehe ich den Satz von dir nicht:

"Die Softwarehersteller müssen sich im Allgemeinen an die Vorgaben der Hardwarehersteller halten und nicht umgekehrt"

Glaubst du meine CPU, Drucker, Scanner, usw. wurde für Linux extra gebaut? Nö. Die Hardwar kam und Linux wurde angepasst. Linux war z.B. das erste Betriebssystem weltweit welches USB 3.0 unterstützte. Die Software wurde halt angepasst. Oder wurde USB 3.0 extra für Linux Entwickelt? Nö.
 
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093298w

Gast
Wenn schon dann hat es AMD verbockt den Kernel rechtzeitig Anzupassen bzw. die nötigen Infos dafür zu verfügung zu stellen. Ein problem was AMD GPU besitzer gut kennen denke ich. Wie of wurde der Treiber nachtäglich für ein Spiel optimiert?
 
Thema:

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