AMD Ryzen-CPUs erhalten durch Intels neue Coffee-Lake-CPUs eine Preisanpassung

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Obwohl sich AMDs Portfolio an Ryzen-Prozessoren bereits sehr gut verkauft hat und auch immer noch sehr gut verkauft, scheint der Hersteller AMD die Preise gesenkt zu haben. Besonders bei den Achtkern-Ryzen mit X-Suffix sind die Preise so niedrig wie noch nie. Als Begründung für die Preissenkungen können viele Spekulationen aufgestellt werden, wobei ein anhaltendes Kaufinteresse gegenüber Intels neuen Coffee Lake-S CPUs zu wahren, wohl am wahrscheinlichsten erscheint




Auch wenn Intel seine neuen Prozessoren der Coffee Lake-S-Serie schon offiziell in den Handel entlassen haben sollte, ist man von einer breit-flächigen Verfügbarkeit noch weit entfernt. Um die Kunden abzufangen, die aktuell noch zwischen den neuen Coffee Lake-S-Sechskernern Core i7-8700K, Core i7-8700, Core i5-8600K oder Core i5-8400 und einem Prozessor aus dem Hause AMD schwanken, scheint AMD jetzt flächendeckend in die Preisoffensive zu gehen.

Von der Preisoffensive, die nicht nur den bekannten Händler Mindfactory, sondern auch andere wie Alternate, Amazon, Caseking & Co erreicht hat sind hauptsächlich die für die AM4-Plattform gedachten Ryzen-Achtkern-CPUs mit X-Suffix sowie auch die der TR4-HEDT-Plattform angehörenden Threadripper-CPUs betroffen.

So werden derzeit für den Ryzen 7 1700X nur noch knappe 290 Euro aufgerufen, womit der Preis auf dem Niveau des kleineren Ryzen 7 1700 angelangt ist. Auch der Ryzen 7 1800X, welcher als Top-Modell der AM4-Plattform fungiert, darf mittlerweile für rund 390 Euro den Besitzer wechseln, womit dieser mittlerweile günstiger als der Ryzen 7 1700X zu Zeiten seiner Markteinführung ausfällt. Allerdings ist der Ryzen 7 1800X im Vergleich zum Ryzen 7 1700X immer noch zu teuer, wenn man bedenkt, dass beide CPUs nur 200 MHz voneinander trennen. Somit lässt sich der Ryzen 7 1800X nur für Nutzer empfehlen, die die bestmögliche Leistung haben benötigen, aber nicht übertakten wollen oder können.

Auch wenn der Preisnachlass bei den kleineren Ryzen 5- und Ryzen 3-Modellen nicht so stark wie bei den preislich höher angesiedelten Modellen ausfallen kann, sind auch hier einige Modelle zu finden, die deutlich günstiger als noch vor ein paar Tagen ausfallen.

Ebenfalls positive Nachrichten gibt es für alle, die schon länger mit AMDs HEDT-Plattform TR4 geliebäugelt haben. Alle drei Prozessor-Modelle sind in den letzten Tagen deutlich im Preis gefallen, womit der Ryzen Threadripper 1900X mittlerweile für 479 Euro statt der bisherig aufgerufenen 525 Euro, der Ryzen Threadripper 1920X für 720 Euro statt der bislang aufgerufenen 760 Euro und das mit 16 Kernen und 32 Threads ausgestattete Top-Modell im Form des Ryzen Threadripper 1950X für 869 Euro statt der bisherig aufgerufenen 950 Euro zu haben ist.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass AMD durch seine Preissenkungen auf die bereits erfolgte Markteinführung von Intels Cooffee Lake-S-Modellen reagiert, womit wir Kunden nun nach langer Zeit wieder das Szenario erhalten, welches wir uns gewünscht haben. Der CPU-Sektor hat in diesem Jahr hauptsächlich durch AMD Ryzen eine Bewegung erfahren, wie sie seit längerem von uns Nutzern gewünscht gewesen ist. Durch das neu auflebende Konkurrenz-Geschäft zwischen AMD und Intel werden auch die Hardware-Preise schnellere Bewegungen erfahren, was dem Endkunden nur zugute kommen kann. Für welche Plattform man auch immer sich entscheiden mag, ohne AMD würde Intel auch jetzt noch keinen Grund haben, mehr als vier Rechenkerne in der Consumer-Plattform anbieten zu müssen.

Meinung des Autors: Gute Prozessoren für weniger Geld? Warum nicht? Konkurrenz belebt das Geschäft. AMD hat in diesem Jahr beweisen können, dass sie immer noch ein sehr starker Konkurrent gegenüber Intel sein kann - und das auch längerfristig. Selbst die Intel-Fans dürfen sich freuen, dass dank AMD endlich wieder Bewegung in die CPU-Entwicklung gekommen ist, was sich nun auch anhand der Preissenkungen bemerkbar macht. Das Jahr 2017 dürfte vielen als das Jahr in Erinnerung bleiben, in welchem AMD wieder zurückgekommen ist, wobei der Kampf David gegen Goliath im kommenden Jahr in eine weitere Runde gehen wird - versprochen.
 
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