AMD Radeon Software Crimson - so kommt man in die Overdrive-Einstellungen

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maniacu22

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Im November vergangenen Jahres hat AMD sein Catalyst-Treiberpaket durch die neue "AMD Radeon Software Crimson" ersetzt, die Vieles verbessern und erleichtern soll. Wie es aber bei jeden neuen Software der Fall ist, muss sich der Anwender an die Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger gewöhnen, wobei viele Menü-Punkte unter Umständen nicht auf Anhieb gefunden werden. Aus diesem Grund zeige ich euch an einem Beispiel, wie ihr Overdrive-Einstellungen separat zu jeder Anwendung anwenden könnt




AMDs neues Treiberpaket namens "Radeon Software Crimson" hat das "Catalyst Control Center" (CCC) zwar bereits im November vergangenen Jahres in den Ruhestand geschickt, doch wie das mit jeder neuen Software ist, treten viele Fragen erst nach einiger Zeit auf. Einer der großen Vorteile der neuen "Radeon Software Crimson" besteht nicht nur in den globalen Grafikeinstellungen, die sich für sämtliche Spiele / Anwendungen einrichten lassen, sondern in Profilen für jede(s) einzelne, installierte Anwendung (Spiel). Auch ist die neue Software wieder in der Lage, der Grafikkarte entweder durch moderates Übertakten mehr Leistung oder durch Steuerung der Lüftergeschwindigkeit mehr Ruhe in den PC zu bekommen. Da diese Einstellungen etwas versteckt sind, möchte ich euch in diesem Praxis-Tipp zeigen, wie ihr dorthin kommt und was es zu beachten gibt.


Radeon Software starten:

Ähnlich wie beim Vorgänger, dem Catalyst Control Center, startet ihr die Radeon Software ebenfalls mit einem Linksklick auf den Pfeil in der Taskleiste (neben der Uhr) und wählt mit einem Rechtsklick die Radeon Software aus, die ihr über das darauf folgende Drop-Down-Menü öffnet.




Nach dem Öffnen startet die neue Radeon Software sehr zügig und zeigt sich sehr aufgeräumt. Im oberen Bereich lassen sich die fünf Reiter "Spiele", "Video", "Anzeige", "Eyefinity" sowie "System" finden. Updates sowie allgemeine Anzeigeeinstellungen für die Software könnt ihr im unteren Bereich finden.




AMD-Overdrive-Einstellungen

Da wir in die Overdrive-Einstellungen wollen, wo sich die Eigenschaften der Grafikkarte ändern oder auch nur anzeigen lassen können, klicken wir auf den Reiter "Spiele", woraufhin jede installierte Anwendung / Spiel aufgezeigt wird. Sollte ein bereits installiertes Spiel nicht erscheinen, klickt einfach auf den Button "Hinzufügen" und sucht die Exe-Datei des entsprechenden Spiels, welches euch noch in der Liste fehlt.




In unserem Beispiel nehmen wir das Spiel "Tomb Raider" aus dem Jahr 2013 indem es mit Linksklick ausgewählt wird.

Hier wird als erstes das allgemeine Spielprofil aufgerufen, über welches sich Bildverbesserungsverfahren wie der Antialiasing-Modus, anisotropische Filterung, Tessellation-Modus und nicht zuletzt das Frame Rate Target Control steuern lässt. Während sich alle anderen Einstellungen zwar auch im Spiel einstellen lassen, lässt sich über die Frame Rate Target Controll die maximale Framerate (Bildwiederholung) einstellen, was jetzt vielleicht bei einem Spiel wie Tomb Raider eher vernachlässigbar ist, da es aktuell keine Grafikkarte gibt, die zum Beispiel in UHD-Auflösung über 100 FPS schafft. Daher sind bei mir nur als Beispiel 80 FPS eingestellt, was besagt, dass Software im Spiel dafür sorgt dass das Spiel nicht über 80 FPS gehen wird und somit unter Umständen weniger Leistung benötigt. In Spielen wie Counterstrike GO ist diese Einstellung Gold wert, da dort Frameraten von bis über 200 FPS erreicht werden können, die kein Mensch mehr benötigt, da im Grunde alles über 60 FPS als "flüssig" wahrgenommen werden dürfte.




Um jetzt in die Overdrive-Einstellungen zu gelangen, klickt einfach auf den mittleren Reiter. Hier könnt ihr nicht nur die aktuellen Lüftergeschwindigkeiten, Taktraten und Temperaturen ablesen, sondern könnt diese auch entsprechend ändern. Sollte euch also eine Grafikkarte zu heiß werden, könnt ihr hier die Lüftergeschwindigkeit entsprechend nach oben anpassen. Habt ihr das Problem, dass das Bios der Grafikkarte eine unlogische Lüfterkurve aufweist und die Lüfter immer unnötig hochdrehen, obwohl die Karte noch kühl genug ist, könnt ihr diese natürlich auch nach unten hin anpassen.




Achtung: Die Overdrive-Einstellungen lassen zwar eine Modifikation der Grafikkarte bezüglich Taktraten, Temperaturen sowie Lautstärkeentwicklung zu, doch geschieht die Veränderung auf eigene Gefahr hin. Sollte eine Grafikkarte aufgrund extremer und unbedarfter Übertaktung das Zeitliche segnen, übernehmen weder wir vom Winboard, noch AMD Haftung dafür. Solltet ihr euch an Übertaktungsversuche heran wagen, empfehle ich euch vorher in einschlägigen Foren über euer entsprechendes Grafikkartenmodell zu informieren und zusätzlich die Anhebung des Taktes in Megahertz-Schritten durchzuführen. Zwischendurch sollten dann immer Benchmark-Tests (am besten Prime95) durchlaufen werden, damit man sehen kann, wie die Grafikkarte unter Dauerbelastung mit der Taktanhebung zurecht kommt.
Meinung des Autors: Ich hatte letztens das Problem, dass ich bei der neuen Radeon Software dumm und dämlich nach den Overdrive-Einstellungen gesucht habe, weil ich wissen wollte, warum meine Fury X selbst unter Vollast keinen Mucks von sich gibt und diese auch im "Anfass-Test der Karte" eiskalt geblieben ist - irre.
Persönlich bin ich kein Freund von manuell übertakteten Grafikkarten. Entweder werden bereits von Werk übertaktete Modelle gekauft oder im Notfall die Grafikeinstellungen dementsprechend heruntergeschraubt. Dennoch bin ich froh über die Möglichkeiten der neuen Radeon Software. Und Überwachung der Temperatur sowie Lüfterdrehzahl ist schon interessant, wenn auch im Falle der Radeon Fury X unnötig, da diese selbst unter Vollast nicht über 35 Grad geht.
 
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