AMD AM4: Neustart mit acht neuen Bristol Ridge Prozessoren sowie Promontory-Chipsätzen für OEMs

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Obwohl einige wenige Informationen der neuen Bristol-Ridge-Prozessoren sowie den dazugehörigen AM4-Sockel bereits Anfang des Jahres im Rahmen der Computermesse Computex durchgesickert sind, hat diese der texanische Chip-Hersteller jetzt öffentlich bekannt gegeben. Wie zu erwarten, sind sowohl die auch als Promontory bezeichneten AM4-Chipsätze sowie die dazugehörigen Prozessoren vorerst für den OEM-Markt gedacht, wodurch sich die Verfügbarkeit einzelner Systemkomponenten noch etwas verzögern dürfte




Der neue AM4-Chipsatz

Seit vielen Jahren hat sich der texanische Chiphersteller AMD bezüglich seiner Chipsätze AM3+ sowie FM2+ im Kreis gedreht, weshalb Technologien wie USB 3.1, NVMe, SATA-Express oder auch DDR4-Speicherunterstützung ausschließlich Käufern von Intel-Systemen zur Verfügung stand. Das sich hier etwas ändern muss, ist sicherlich auch AMD bewusst, weshalb jetzt der neue AM$-Chipsatz offiziell vorgestellt wird, der die Sockel AM3+ sowie FM2+ beerben soll. Neben den Bristol-Ridge-Prozessoren soll der AM4-Chipsatz auch den heiß erwarteten Prozessoren als Basis dienen. Hierfür bedarf es natürlich auch entsprechend passender Chipsätze, wo der Begriff "Promontory" ins Spiel kommt.


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Die neue AM4-Plattform mit Promontory-Chipsatz soll in die Modelle "Enthusiast", "Mainstream", "Essential" und "Small Form Factor" unterteilt werden, wobei die aktuelle Vorstellung dem Mainstream- sowie dem Essential-Bereich gilt, da sich diese primär auf die Bristol Ridge Generation konzentrieren werden.

Den Einstieg in die Essential-Klasse liefert der neue AMD-A320-Chipsatz, welcher den 760G- (AM3+) sowie den A86H-Chipsatz (FM2+) beerbt. Für den Mainstream-Bereich wird der AMD B350-Chipsatz bereitgestellt, der den 970iger- (AM3+) sowie den A78-Chipsatz (FM2+) beerben soll. Beide Chipsätze bieten neben der Unterstützung von DDR4-2400-Speicher auch einen PCIe-Gen3-Uplink, mit dem die AM4-APUs/CPUs verbunden sind. Zudem wurden die aktuellen Technologien wie USB-3.1(Gen 2), NVMe oder auch SATA-Express integriert. AMD hat allerdings nicht nur bezüglich der Schnittstellen seine Hausaufgaben gemacht, sondern auch bezüglich der Effizienz. Während die Desktop-Southbridge aus der AM3+-Serie noch stolze 19,6 Watt für sich beansprucht hat, konnte der A78-Chipsatz schon auf 7,8 Watt gedrosselt werden. Die neue Mainstream-Serie (B350) begnügt sich nur noch mit einer TDP von geradezu lächerlichen 5,8 Watt.


Die neuen AM4-Prozessoren der Bristol-Ridge-Generation

Was AMD bereits mit der Kaveri-Generation (FM2+) begonnen hat, scheint mit Bristol-Ridge in Richtung Perfektion zu gehen. Obwohl auch Bristol-Ridge auf Excavator-Kerne setzt, können sich diese deutlich effizienter und mit einer um bis zu 27 Prozent gesteigerten Grafiktaktfrequenz in Szene setzen. Während die Vorgänger noch eine TDP von bis zu 95 Watt aufgewiesen haben, lässt sich bei Bristol Ridge nicht ein Prozessor finden, der mehr als 65 Watt Leistung benötigt. Letzteres ist für AMD sehr wichtig gegen Konkurrent Intel bestehen zu können, da dieser seine letzten Prozessorentwicklungen auch hauptsächlich auf Effizient getrimmt hat.

Wie Intel bei seinen neuesten Kaby-Lake-Prozessoren, kommen auch AMDs neue Bristol-Ridge-Prozessoren mit implementierter hardwareunterstützter VP9- sowie HEVC-Codec-Unterstützung daher, welche das Dekodieren von hochauflösenden 4K-Streams beschleunigen soll. Wie sich die Entwicklung auf die Gesamtperformance gegenüber eines aktuellen Intel-Systems auswirken kann, hat AMD in eigenen Benchmark-Tests dargestellt:


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Obwohl seitens AMD noch keine Auskunft über eine Markteinführung abseits des OEM-Marktes geäußert wurde, sollen einige Mainboardhersteller im Rahmen der IFA bereits Andeutungen getätigt haben, dass mit ersten Hauptplatinen Ende Oktober mit Tendenz Richtung Ende des Jahres zu rechnen sein dürfte.



via AMD-Pressemitteilung​


Meinung des Autors: Diese Entwicklung sieht ernsthaft sehr vielversprechend aus. Wenn schon die Bristol Ridge APUs in der Lage sind, Intels Konkurrenzmodelle teilweise so stark abzuhängen, wie wird das dann erst mit Zen werden? Fakt ist, dass ich nicht glaube, dass Intel keinen "Joker" im Ärmel hat, aber bezüglich der Preisentwicklung dürfte sich in den kommenden Monaten - also im kommenden Jahr - einiges tun. Ich bin echt gespannt.
 
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