Adblock-Plus: Axel Springer Verlag strebt Verbot vor Gericht an

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maniacu22

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Wer kennt nicht den Fall, dass man im Internet eine Seite aufruft, und prompt von einem Haufen Werbebannern regelrecht zugeschüttet wird. Dieser Thematik haben sich sogenannte Werbeblocker wie Adblock-Plus angenommen, wodurch lästige Werbeanzeigen blockiert werden können. Doch da Verlagshäuser wie der Axel Springer Verlag von diesen Werbeeinnahmen leben, wurden gegen die Entwickler des Werbeblockers kurzerhand Anklage erhoben




Viele Betreiber von Webseiten verdienen ihr Geld dadurch, dass diese Werbung auf ihren Seiten schalten. Doch viele Nutzer sehen sich von den massenhaften Werbeeinblendungen nur noch genervt, so dass diese zu einer speziellen Software greifen, welche die Werbeeinblendungen auf Webseiten automatisch erkennt, und diese geschickt ausblendet. Eines der wohl bekanntesten oder zumindest meistgenutzten Programme dieser Art nennt sich Adblock-Plus, welches nach Aussage der Kölner Eyeo GmbH schon bis zu 300 Millionen Downloads vorweisen kann, kostenlos natürlich.

Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, haben sich der Axel Springer Verlag sowie die Eyeo GmbH vor Gericht eingefunden, da der Springer Verlag ein Verbot solcher Software fordert. Die Chancen auf einen Erfolg stehen laut zuständigem Gericht allerdings sehr gering, da die Kammer dazu tendiert, ein allgemeines Verbot einer solchen Software abzulehnen. Schon am ersten Verhandlungstag betonte der vorsitzende Richter Heinz-Georg Schwitanski, dass ein generelles Verbot einer solchen Software "sehr vorläufig" nicht durchzusetzen sei.

Dennoch hat der Fall eine andere Thematik ins Rollen gebracht. Adblock-Plus nutzt zwei verschiedene Listen, in denen Werbe-Banner gesammelt und geblockt, oder auch durchgelassen wird. Die auf der schwarzen Liste stehenden Werbeseiten werden gnadenlos geblockt. Dem gegenüber existiert auch nachweislich eine sogenannte "weiße Liste", auf denen Unternehmen stehen, deren Werbung nicht der Filter-Klausel unterliegt. Damit Adblock-Plus auch für die Eyeo GmbH Geld einspielen soll, zahlen größere Unternehmen dafür, auf diese sogenannte weiße Liste zu kommen, womit ihre Werbung selbst mit Adblock-Plus durchkommen wird. So sollen sich laut Recherchen der Financial Times Unternehmen wie Google, Microsoft und Amazon sozusagen freigekauft haben.

Neben dem Axel Springer Verlag haben auch andere Medien wie Zeit Online sowie die Vermarkter von RTL die Eyeo GmbH auf Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht und auch die Pressefreiheit verklagt. Die Süddeutsche Zeitung plant ebenfalls, sich dieser Klage anzuschließen. Wie sich dieses Gerichtsverfahren entwickelt und welches Ergebnis erzielt wird, bleibt derzeit noch abzuwarten.

Meinung des Autors: Einerseits mag ich auch keine Werbung auf den Webseiten, weil sie in diesem Umfang einfach nur noch nervt. Andererseits verstehe ich auch die Verlagshäuser das Wettbewerbsrecht sowie der Pressefreiheit betreffend. Entweder alle oder gar keiner. Fair sollte es dennoch bleiben. Wie denkt ihr darüber?
 
WalterB

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Selber habe ich den * Adblock* auf allen PC und Apple Geräte unter dem Firefox installiert und ich finde es selber eine gute Sache, selbstverständlich ist es klar das die Page Verwalter mit diesen Werbeeinblendungen auch Geld verdienen. Leider wird es aber übertrieben mit diesen Einblendungen und es nervt dann extrem.
Aber jedem seine Meinung !
 
Micha45

Micha45

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ABP ist genauso unseriös wie es aufdringliche und aggressive Werbung auch ist.
Deshalb setze ich auf Adblock Edge. Da wird nichts gefiltert und durchgelassen, was vorher freigekauft wurde.

Werbung ist mittlerweile für die meisten Konsumenten eine regelrechte Seuche. Deshalb sind Werbeblocker im Internet ein wahrhafter Segen.
Verbietet man solche Software, wird man Wege finden, sich auf andere Weise vor aufdringlicher Werbung zu schützen.
Ich bin aber relativ sicher, dass die Richter die Klage fallen lassen werden.
Andernfalls wäre das ein massiver Eingriff in das Grundrecht der freien Entfaltung.

Für mich ist Werbung nichts anderes als ein Versuch der Nötigung.
Man will mir mit allen Mitteln Produkte aufdrängen, die ich gar nicht haben will. Man setzt mich dabei unter Druck, unter Zuhilfenahme psychologischer Strategien.
Eine Art "Gehirnwäsche" also.

Wenn man sich im Fernsehen heute die Werbespots anschaut, ist man erschüttert, auf welch unterirdischem Niveau die daherkommen.
Früher fühlte man sich durch die meisten Werbespots sogar unterhalten. Die Zeiten sind aber längst vorbei.
 
Hups

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Katzennarr
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Schrott kann ich nicht sagen.
Auch Adblock-Plus macht seine Arbeit prima.
 
Erli

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Unter Firefox ist Adblock Plus für mich ein Muss!!
(Praktisch das erste das installiert wird bei den Add-ons)

Einfach nur so verwende ich aber ab und an auch den Chrome (ohne Blocker) damit kommen die von mir bevorzugten bekannten Seiten auch zu Ihren Werbeeinnahmen ab.

Erli ;)
 
maniacu22

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Einfach nur so verwende ich aber ab und an auch den Chrome (ohne Blocker) damit kommen die von mir bevorzugten bekannten Seiten auch zu Ihren Werbeeinnahmen ab.
Also müsste man Mozilla auch noch verklagen, weil sie zu viele Nutzer haben?? :blink :deal :rofl1
 
pils65

pils65

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Was soll das?
Man sollte doch den Benutzer freistellen ob die Werbung haben wollen oder nicht.
Wer das nicht haben möchte ,weil es einen auf dem Keks geht ,soll die Werbeblocker nutzen können.
Ausgerechnet der Axel Springer Verlag ,die 2,8 Millarden Umsatz 2013 hatten,macht die Welle.Unfassbar.:wut

Bei der TV Werbung gehe ich Rauchen, Bier holen oder auf Toilette. :D Also sehe ich die auch nicht.
 
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