Abzocke auf meinNachbar.net: Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Diskutiere Abzocke auf meinNachbar.net: Nepper, Schlepper, Bauernfänger im Erfahrungsberichte (Software) Forum im Bereich Made by WinBoard-User; Hallo, im Juni letzten Jahres habe ich mich zu Testzwecken auf meinnachbar.net registriert. Damals war auf dieser Seite zu lesen: Einzige...
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Tobias28

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Hallo,

im Juni letzten Jahres habe ich mich zu Testzwecken auf meinnachbar.net registriert. Damals war auf dieser Seite zu lesen:
Wolltest du auch schon immer wissen, wer deine Nachbarn sind? Ob ihr vielleicht die gleichen Hobbies habt, gleiche Haustiere mögt, ob der Nachbar single ist oder doch 2 Kinder hat? etc.
Jetzt kannst du ganz einfach mehr über deine Nachbarn herausfinden!
Einfach suchen und schon wird dir angezeigt welche Nachbarn in deiner Umgebung sind inkl. dazugehörige Informationen wie: Hobbies, Haustiere uvm. je nachdem was dein Nachbar alles bekannt geben möchte.
Einzige notwendigen Angaben hierzu: Straße, Hausnr, PLZ/Land, Email und in einem weiteren Name und Geburtstag.
Quelle: http://web.archive.org/web/20070620155208/http://www.meinnachbar.net/#

Danach erhielt ich eine Bestätigungsemail mit folgendem Hinweis:
Meinnachbar.net befindet sich aktuell noch in der Beta-Test-Phase. Du hast daher die Möglichkeit, aktiv an der Weitergestaltung mitzuwirken. Innerhalb den nächsten Wochen werden weitere Funktionen dazu kommen, die wir euch nach und nach zur Verfügung stellen werden. ...
Mitte Dezember kam dann eine weitere Email (die ich natürlich nie gelesen habe - wer liest schon offensichtliche Werbemails):
Fröhliche Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2008 /Änderungen der AGB
...
Wie alles auf dieser Welt verändert sich auch meinnachbar. Der Stillstand der letzten Wochen bedeutete nicht, dass wir uns nicht weiter verändern. Investoren bauen auf unser Projekt und stecken sehr viel Hoffnung in das Potenzial unseres Portals. Aus diesem Grund wird meinnachbar ab dem 29.12.2007 kostenpflichtig sein. Durch diesen Umschwung werden dir demnächst viele neue Features bereit stehen. Nur dadurch können wir ein Höchstmaß an Benutzer-Freundlichkeit garantieren. Im neuen Jahr wirst du dann direkt in den neuen internen Bereich gelangen. Dies erfolgt alles automatisch. Um dich mit den neuen Funktionen zurecht zu finden, kannst du dann die bereitgestellte Hilfe in internen Bereich nutzen. Pro Monat fallen dann 9 Euro Monatsbeitrag an, welche halbjährlich im voraus zu entrichten sind. Genauere Vertragsbedingungen kannst du den aktuellen AGB’s entnehmen.
Am 4. April 2008 dann folgende Email inzwischen unter dem Namen deine-nachbarn24.net:
Sehr geehrter Herr X.,

wir freuen uns, dass Sie sich unserer Community am *.06.2007 angeschlossen haben.
Sie gehören zu den glücklichen Gewinnern eines exklusiven Hotelgutscheins in Höhe von 500 Euro!! Wir gratulieren Ihnen!
...

Ihr 14 Tage kostenfreier Zugang ist abgelaufen. Gemäß Ihrer Zustimmung berechnen wir Ihnen heute die fällige Nutzungsgebühr von:

Rechnungsbetrag: 54,00 Euro
----------------------------------------------------
Gesamtbetrag: 54,00 Euro

Begleichen Sie bitte beigefügte Rechnung innerhalb der nächsten 7 Tage.
Wir bieten Ihnen eine Begleichung des offenen Betrags per Rechnung, PayPal, Bankeinzug oder PayByCall an. Klicken Sie den nachfolgenden Link, um mehr über unsere Zahlungsmöglichkeiten zu erfahren.
Sobald die Rechnung beglichen ist, werden wir Ihren Zugang wieder frei schalten, so dass Sie weiterhin neue Leute kennen lernen können.
Und dann am 18.4.2008:
Sehr geehrter Herr X. ,

am *.06.2007 haben Sie sich mit der IP *.*.*.* bei uns registriert.

Den offenen Rechnungsbetrag haben Sie leider noch nicht beglichen.
Sie sind am *.06.2007 einen Vertrag mit uns eingegangen. Wir haben unseren Teil der Leistung erfüllt.

Bitte zahlen Sie den offenen Betrag innerhalb der nächsten 7 Tage. Ansonsten sehen wir uns gezwungen ein gerichtliches Mahnverfahren gemäß §§ 688 ff. ZPO gegen Sie einzuleiten, wodurch erhebliche Kosten auf Sie zukommen.
Wir hoffen jedoch, dass Sie das zu vermeiden wissen. Ihr 14 Tage kostenfreier Zugang ist abgelaufen. Gemäß Ihrer Zustimmung berechnen wir Ihnen heute die fällige Nutzungsgebühr von:

Rechnungsbetrag: 54,00 Euro
Mahngebühr: 5,00 Euro
------------------------------------
Gesamtbetrag: 59,00

Wir bieten Ihnen eine Begleichung des offenen Betrags per Rechnung, PayPal, Bankeinzug oder PayByCall an. Klicken Sie den nachfolgenden Link, um mehr über unsere Zahlungsmöglichkeiten zu erfahren.

Kontodaten unseres Zahlungsdienstleisters:

Zahlungsempfänger: ZEA Europaeische Abrechnungsstelle
Verwendungszweck: NB-1889524
Bankleitzahl: 71180005
Kontonummer: 0242579801
IBAN: De66711800050242579801
SWIFT: DRESDEFF711
(Nur an diesen Empfängernamen überweisen!)

Falls Sie bei der Anmeldung zusätzlich falsche Adressangaben gemacht haben, werden wir gegebenenfalls Anzeige gegen Sie stellen.

...

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Support

Telefax: 01805 715888
------------------------------------
Beauftragtes Servicecenter Europe:
Servicecenter
Bahnhofstrasse 33
8620 Wetzikon
Switzerland

netsolution FZE

Zaabeel Road, Karama
PO Box 124166 Dubai
United Arab Emirates
Natürlich habe ich nicht meinen richtigen Namen angegeben. Straße und Hausnummer stimmen zwar, aber hier gibt es 20 Appartments mit hoher Fluktuation, sodass ich noch relativ anonym bin.

Natürlich habe ich auch nicht vor zu zahlen, was mich aber dann doch unsicher gemacht hat, ist, dass in den AGB vom Juni 2007 folgende Klausel enthalten ist:
Der Nachbar willigt ein, über Änderungen der AGB nur auf elektronischem Wege, d.h. Veröffentlichung auf der meinNachbar -Homepage oder per E-Mail, informiert zu werden. Sie gelten als genehmigt, wenn der Nachbar nicht innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe schriftlich oder in Textform widerspricht. Der Nachbar schließt den Vertrag mit der meinNachbar Limited, 69 Great Hampton ST, B18 6EW, Birmingham.
Quelle: http://web.archive.org/web/20070630001504/www.meinnachbar.net/agb.html

Heute steht dort unter anderem:
3.6 Für die Dienstleitung/den Service von nachbarschaft24 wird ein Betrag in Höhe von 9,00 Euro pro Monat erhoben. Der Betrag ist halbjährlich zahlbar und im Voraus zu entrichten. Um dem Nutzer die Möglichkeit zu bieten sich nachhaltig von den Vorteilen von nachbarschaft24 zu überzeugen, wird dem Nutzer bereits im Rahmen des gesetzlichen 14-tägigen Widerrufsrechts der Zugang zur Verfügung gestellt. In bestimmten Fällen wird dem Nutzer eine Verlängerung des Testzeitraumes zugestanden. Akzeptiert der Nutzer diese Verlängerung, geht die Testphase automatisch in den Vertrag über, solange der Kunde nicht innerhalb des verlängerten Testzeitraumes die Möglichkeit zur Kündigung nutzt.

Deshalb meine Fragen
* Ist das überhaupt rechtens, dass Änderungen in den AGB automatisch gelten, obwohl ich als Nutzer nicht zugestimmt habe? Man kann ja wohl kaum erwarten, dass ich regelmäßig die AGBs dieses Dienstes darauf überprüfe, ob sich was geändert hat bzw. deren Emails lese ?

* Selbst wenn ich die AGB angeklickt hätte (was ich aber bezweifle), habe ich dann tatsächlich einen rechtskräftigen "Vertrag" mit denen abgeschlossen ?

* Das ganze Unternehmen ist natürlich äußerst unseriös, mit Adressen in England und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie einem Service Center in der Schweiz. Trotzdem, wie ernst muss ich das ganze nehmen? Habe ich etwas zu befürchten oder bewegen die sich auf rechtlich so dünnem Eis, dass die niemals tatsächlich ein Mahnverfahren einleiten werden?

Danke schonmal im Voraus für eure kompetenten Antworten!
 
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dimvlaan

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Du wirst die AGB bei der Anmeldung damals akzeptiert haben. Damit sitzt du in der Falle. Auch die Hinweis-Email hast du anscheinend bekommen und nach eigener Aussage einfach nicht gelesen.
Somit bist du ins Hintertreffen geraten, also musst du zahlen.
An deiner Stelle würd ich die Summe begleichen (Ohne Mahnkostenaufschlag), dann sofort zum nächstmöglichen Punkt kündigen. Durch deine zusätzliche Falschangabe von Name brauchst du nichts befürchten, oder stand da, dass das verboten sei?
Das ist m. E. die eleganteste Lösung. Manche Fehler kosten...!
 
WillyV

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Wenn die nachträglich die AGB ändern, müßtest du schon zumindest per Mausklick zustimmen, was auch noch fragwürdig wäre. Aber einfach eine Mail mit den geänderten Bedingungen zu schicken, speziell wenns dann abweichend von einer früheren Vereinbarung auf einmal kostenpflichtig wird, reicht sicher nicht. Was, wenn Du die Mailadresse nicht mehr hättest?

Da wäre ich mehr als cool. Am besten gar nicht reagieren. Da die ja Deinen Namen nicht haben, bist Du sowieso auf der sicheren Seite. Und den Herrn Leckt M. Doch, oder wie immer Du Dich genannt hast, können sie ruhig klagen, was aber eh nicht passieren wird.
 
WillyV

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An deiner Stelle würd ich die Summe begleichen (Ohne Mahnkostenaufschlag), dann sofort zum nächstmöglichen Punkt kündigen. Durch deine zusätzliche Falschangabe von Name brauchst du nichts befürchten, oder stand da, dass das verboten sei?
Das hätte zur Folge, dass sie zum Einklagen der Mahnkosten wenigstens den richtigen Adressaten hätten.:aah
 
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dimvlaan

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Mahnkosten werden in 99 % aller Fälle nicht eingeklagt.
 
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Tobias28

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Du wirst die AGB bei der Anmeldung damals akzeptiert haben. Damit sitzt du in der Falle.
Die Frage ist doch, ob gewisse Aktionen legal sind:
* Kann man ein kostenloses Angebot einfach so als Opt-out in den AGB in ein kostenplichtiges umwandeln
* Kann ich ein Produkt in der Beta-Phase ohne aktive Zustimmung in ein kostenpflichtiges Vollprodukt umwandeln?
Auch die Hinweis-Email hast du anscheinend bekommen und nach eigener Aussage einfach nicht gelesen.
Natürlich nicht, oder liest sämtliche Emails in deinem SPAM-Ordner?
An deiner Stelle würd ich die Summe begleichen (Ohne Mahnkostenaufschlag).
Ok, deine Meinung. Ich tendiere eher dazu, mich zu wehren, als einfach zu blechen... was durchaus Erfolg haben kann, vergleiche: http://www.winboard.org/forum/erfahrungsberichte-software/27146-web-de-nepp-de-4.html
 
WillyV

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* Kann man ein kostenloses Angebot einfach so als Opt-out in den AGB in ein kostenplichtiges umwandeln
* Kann ich ein Produkt in der Beta-Phase ohne aktive Zustimmung in ein kostenpflichtiges Vollprodukt umwandeln?
Definitiv nein.

Ich würde mich aber in Deinem Fall nur durch Nichtbezahlen wehren. Sonst mußt Du ja aus Deiner Anonymität raus. Ich glaube kaum, dass die die Möglichkeit haben, Dich über die IP zu identifizieren. Dazu müßten sie vor Gericht, was kaum passieren wird.

Wenn sie wissen, wer Du bist, werden sie auch nicht klagen, Dich aber mit Inkassobüros nerven.
 
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buma

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Habe mich auch mal bei Routenplaner.de (o.ä.) angemeldet.. und eine 50€-Rechnung erhalten :sleepy


Also NICHT ZAHLEN!!.. nach der 2. Mahnung hörte ich nichts mehr von ihnen :blush


Solche Dienste nutzen Angst vor Gericht usw. aus, um ans Geld zu kommen.. ein AGB-Eintrag mit Kosten reicht da dafür aber nicht aus :satisfied
 
T

Tobias28

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Ich hab mal den zugehörigen Email-Account gelöscht. Die haben also keine Möglichkeit mich digital zu belästigen. Anschreiben können sie mich auch nicht, weil sie meinen Namen nicht haben.
 
froemken

froemken

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Also NICHT ZAHLEN!!.. nach der 2. Mahnung hörte ich nichts mehr von ihnen :blush

Hatte mich bei Genealogie angemeldet. Jetzt nach 1,5 Jahren kommt grad das Schreiben vom Inkasso-Büro reingeflattert. Hatte es eigentlich schon abgestempelt als nach den Mahnungen nix mehr kam.

Danke auch an franbier für den hervoragenden Link zu Computerbetrug :up
 
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Tobias28

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Hatte mich bei Genealogie angemeldet. Jetzt nach 1,5 Jahren kommt grad das Schreiben vom Inkasso-Büro reingeflattert. Hatte es eigentlich schon abgestempelt als nach den Mahnungen nix mehr kam.
Per Email oder per Post?
 
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wugge

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Rechnungen dürfen per Email versandt werden, man hat ja schließlich in der AGB zugestimmt.
Bei Mahnungen ist es jedoch jedoch etwas anderes. Um ein Mahnverfahren anstrengen zu können muss nachgewiesen werden können, dass auch mehrmals gemahnt wurde.
Mahnungen per Email werden nicht hierbei nicht anerkannt, da der Empfang hier nicht eindeutig quittiert werden kann. Diese müssen auf dem Postweg erfolgt sein. Für den Nachweis genügt ein Einwurfeinschreiben, in dem der Postbote quittiert, dass der Brief eingeworfen wurde.
Mahnungen, die nicht auf dem Postweg erfolgen, können in der Regel ignoriert werden. Dies soll jedoch keine Anstiftung zur Zahlungsverweigerung sein.
Also immer informieren, ob die Forderung gerechtfertigt ist!

Dies ist jedoch bei Post (nicht Email!) von einem Inkassobüro nicht ratsam. Wenn du Zweifel hast, dass die Forderung nicht gerechtfertigt ist, solltest du in jedem Fall das Inkassobüro anschreiben und darlegen, warum dies nicht gerechtfertigt ist. Dies möglichst per Übergabeeinschreiben oder per Rückschein.
Im Zweifel solltest du dich umgehend an eine der Verbraucherzentralen hier oder hier wenden.
 
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Tobias28

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Ich zitiere mal aus dem Link von frankbier Quelle:

Briefe von Anwälten und Inkassofirmen

Bei ihren Versuchen Geld einzutreiben, setzen die Diensteanbieter oft auch Anwälte und Inkassofirmen ein. Was sie dabei natürlich nicht erwähnen: Anwälte und Inkassofirmen haben in diesem Fall keine anderen Befugnisse als jede Privatperson auch. Trotz ihrer oft klangvollen Namen. Man sollte sich also nicht einschüchtern lassen, wenn statt der Firma XYZ aus Dubai, Großbritannien oder Schweiz plötzlich eine Inkassofirma XY oder ein Rechtsanwalt/eine Rechtsanwältin XYZ die Mahnung schickt. Wenn du der ersten Rechnung bereits widersprochen hast, müssen dich die folgenden Schreiben nicht mehr interessieren bis zum Mahnbescheid.

Wichtig: Verwechsle Mahnschreiben nicht mit dem gerichtlichen Mahnbescheid!

Der Gerichtliche Mahnbescheid

Etwas ganz anderes als die normalen Mahn- und Inkassobriefe ist der gerichtliche Mahnbescheid.

Wenn jemand von einem anderen Geld will, kann er nach fruchtlosen Mahnungen zu seinem zuständigen Amtsgericht gehen und dort den Erlass eines Mahnbescheids beantragen. Das Gericht prüft den Antrag auf formelle Richtigkeit und schickt den Formbrief dann an den vermeintlichen Schuldner. Achtung: Das Gericht prüft in diesem Stadium nicht, ob das Geld zu Recht gefordert wird - oder ob die Forderung womöglich erstunken und erlogen ist!

Wenn du als Empfänger dem Mahnbescheid nicht innerhalb von 14 Tagen widersprichst (dazu genügt ein Kreuzchen auf dem Mahnbescheid und die Rücksendung ohne Begründung), ist wieder der Gläubiger dran. Er muss jetzt einen Vollstreckungsbescheid beantragen. Tut er das nicht, ist der Fall wieder erledigt.

Widerspruch gegen Mahnbescheid, Klage und Prozess

Wenn der angebliche Schuldner (also du) dem gerichtlichen Mahnbescheid widersprochen hat (ich sage nur Kreuzchen, siehe oben), muss wieder der Dienste-Anbieter 'ran. Er muss jetzt einen Antrag auf Durchführung des "strittigen Verfahrens" stellen. Damit geht die Sache in ein Klageverfahren. Und erst wenn er das getan hat, kommt es irgendwann einmal zum Prozess. Dann wird ein Richter - zum ersten Mal überhaupt in dem ganzen Mahnverfahren - prüfen, ob der Anbieter wirklich einen Anspruch auf das geforderte Geld hat. Das heißt aber auch, der Richter wird sich die Internetseite genau ansehen und prüfen, ob auf der klar und deutlich über die Zahlungspflicht informiert wurde. Wenn der Internetdienst wirklich Geld von dir will, muss er jetzt vor Gericht nachweisen, dass zum Zeitpunkt deiner Anmeldung die Kostenpflicht klar und deutlich zu erkennen war.
Demnach kann man also sämtliche Schreiben bis zum gerichtlichen Mahnbescheid getrost ignorieren.
 
froemken

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Und wie gehst du jetzt vor? Schickst du ein Widerspruchsschreiben, ignorierst du das ganze oder hast du einen Anwalt eingeschaltet?
Ich habe vor anderthalb Jahren einen Widerspruch per eMail geschickt. Ich habe wie erwartet keine Bestätigung zurückerhalten. Meine EX-Freundin arbeitet bei einer Anwaltskanzlei, da habe ich dann kostenlos erfahren, dass ich bis zum richterlichen Mahnbescheid überhaupt nix machen brauche, wie es in dem Link von Frankbier auch beschrieben steht.
 
WillyV

WillyV

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Richterlicher Mahnbescheid wird keiner kommen. Da kosten die Gebühren mehr, als die "Forderung" ausmacht. Nachdem die Leutchen sehr genau wissen, dass sie im Widerspruchsfall keine Chance haben und auf ihren Gebühren sitzen bleiben, lassen sie das dann auch bleiben.

Was bleibt, kann eine fortwährende Belästigung durch ein Inkassobüro durch Briefe (natürlich außen groß mit "Inkasso" oder gar "letzte Zahlungsaufforderung" beschriftet) oder gar persönliche Besuche sein. Da ist dann ein Schreiben an das Inkassobüro mit der Androhung einer Unterlassungsklage recht hilfreich, das den Spuk ziemlich schnell beendet.
 
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emil51

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Hallo Leute
ich häng mich jetzt mal mit einer Frage hier rein.
Gestern kam ein Festnetztelefonanruf mit Computerstimme
die eine Codenummer vorlas die man dann auf dieser Seite
eingeben soll: http://nachbarschaftspost.com/
Mir kommt aber die Art der Kontaktaufnahme
und die Seite auch nicht gerade seriös vor.
Weiß jemand etwas von dieser Seite???
Vielen Dank

mfg.$
 
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Abzocke auf meinNachbar.net: Nepper, Schlepper, Bauernfänger

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