3D Mark Time Spy: Async Compute bringt die starke Rohleistung der AMD-Grafikkarten zur Geltung

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Das aus dem Hause Futuremark stammende Time-Spy-Benchmark für den 3D Mark ist nun endlich veröffentlicht worden. Erste Tests mit einem umfangreichen Portfolio an aktuell verfügbaren Grafikkarten sind daraufhin erschienen, welche nun aufzeigen, dass die seit langem unter DirectX 11 unterlegenen AMD-Grafikkarten jetzt mit DirectX 12 sowie Async Compute den Konkurrenz-Modellen aus dem Hause Nvidia deutlich überlegen sind




Lange Zeit wurden AMD-Grafikkarten hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit unter DirectX 11 belächelt, da diese trotz höherer Rohleistung nicht oder zumindest selten in der Lage gewesen sind, sich gegen die starke Konkurrenz aus dem Hause Nvidia behaupten zu können. Oftmals wurde AMD an dieser Stelle auch ein mangelnder Treiber-Support vorgeworfen, welcher bei Nvidia zumindest unter DirectX 11 deutlich besser funktioniert hat. Allmählich scheint sich das Bild aber zu drehen, da die Pixelbeschleuniger aus dem Hause AMD nicht nur unter der neuen Vulkan-API wie im Beispiel Doom, sondern auch im jetzt neu erhältlichen 3D Mark Time Spy einen deutlich größeren Leistungssprung aufweisen, als dieser überhaupt mir Nvidia-Grafikkarten möglich wäre.

Beim neuen Time Spy Benchmark von Futurmark handelt es sich um eine reine DirectX-12-Engine, welche von Grund auf neu entwickelt worden ist und zudem um Features wie Asynchronous Compute, Explizit Multi-Adapter sowie Multi-Threading ergänzt worden ist, wodurch nicht nur mehr Objekte dargestellt werden können, sondern auch bessere Texturen und hübschere Effekte als bisher gerendert werden können. Laut Futuremark waren an der Entwicklung des neuen 3D Mark Time Spy vor allem AMD, Intel, Microsoft und auch Nvidia beteiligt.



Bei den ersten Benchmark-Tests konnten Redaktionen wie die Kollegen von Computerbase oder auch pcper feststellen, dass zwar Nvidias neue Pascal-Generation wie die GeForce GTX 1070 und GTX 1080 bei aktiviertem Async Compute einen Leistungssprung erhalten, dieser aber bei weitem nicht so hoch wie bei AMDs Polaris- oder auch Fiji-Generation ausfällt. Interessant ist auch, dass selbst AMDs ältere Grafikkarten-Generation mit Granada-Chip (Radeon R9 390 und R9 390X) von Async Compute deutlich profitieren, während sich Nvidias Maxwell-GPUs (GeForce GTX 970, GTX 980 (Ti)) nahezu unbeeindruckt von den neuen DirectX-12-Features zeigen.
Time Spy Graphics Score Async aus Async an Async-Gewinn
<span style="color:#008000">GeForce GTX 1080 SLI </span><span style="color:#008000">12.248 </span><span style="color:#008000">12.412 </span><span style="color:#008000">1,3% </span>
<span style="color:#008000">GeForce GTX 1080 </span><span style="color:#008000">6.415 </span><span style="color:#008000">6.886 </span><span style="color:#008000">7,3% </span>
<span style="color:#008000">GeForce GTX 1070 </span><span style="color:#008000">5.327 </span><span style="color:#008000">5.632 </span><span style="color:#008000">5,7% </span>
<span style="color:#ff0000">Radeon R9 Fury X </span><span style="color:#ff0000">4.407 </span><span style="color:#ff0000">5.059 </span><span style="color:#ff0000">14,8% </span>
<span style="color:#ff0000">Radeon R9 Nano </span><span style="color:#ff0000">3.988 </span><span style="color:#ff0000">4.484 </span><span style="color:#ff0000">12,4% </span>
<span style="color:#008000">GeForce GTX 980 </span><span style="color:#008000">3.985 </span><span style="color:#008000">3.988 </span><span style="color:#008000">0% </span>
<span style="color:#ff0000">Radeon RX 480 </span><span style="color:#ff0000">3.603 </span><span style="color:#ff0000">3.938 </span><span style="color:#ff0000">9,2% </span>
<span style="color:#ff0000">Radeon R9 390 </span><span style="color:#ff0000">3.310 </span><span style="color:#ff0000">3.829 </span><span style="color:#ff0000">15,7% </span>
<span style="color:#008000">GeForce GTX 970 </span><span style="color:#008000">3.345 </span><span style="color:#008000">3.340 </span><span style="color:#008000">0% </span>

Tabelle von pcper, wobei die Daten der Radeon R9 390 von den Kollegen von computerbase stammen


Das neue 3D Mark Time Spy lässt sich aktuell über Steam und auch direkt von Futuremark beziehen, wobei nur die Basic-Version kostenlos erhältlich sein wird. Wer spezielle Einstellungen zu den Benchmark-Settings vornehmen möchte, einen Stress-Test starten oder auch die Time-Apy-Demo überspringen möchte, muss entweder das Time-Spy-Upgrade für 9,99 US-Dollar durchführen, insofern man bereits eine 3DMark Advanced Edition sein Eigen nennen kann. Für alle anderen kann die 3DMark Advanced Edition inklusive Time Spy als Vollversion zu einem aktuellen Sonderpreis von 10,00 US-Dollar erstanden werden, bevor dieser ab dem 23. Juli 2016 wieder auf den regulären Preis zu 29,99 US-Dollar angehoben wird.

Meinung des Autors: Jetzt scheint sich die Arbeit von AMD so langsam auszuzahlen, denn deren Karten waren seit jeher deutlich leistungsstärker (auf dem Papier) als die der Konkurrenz von Nvidia, allerdings hat man davon unter der älteren DirectX 11-Schnittstelle in den wenigsten Fällen etwas gemerkt. Viel wichtiger aber als das finde ich die Tatsache, dass Nvidia seine Bestandskunden mit GeForce-Grafikkarten der Maxwell-Reihe und älter einfach im Regen stehen lässt, da diese überhaupt nicht von DirectX 12 und Features wie Async Compute zu profitieren scheinen. Da geht AMD mit den Kunden älterer Grafikkartengenerationen wesentlich behutsamer um, da auch diese von einem Leistungsschub profitieren können. Ich bin kein AMD-Fanboy, aber diese Entwicklung darf mich ja trotzdem für AMD freuen, da sie die letzten Jahre schon fast für tot erklärt worden sind. Für die Zukunft drücke ich AMD ganz fest die Daumen, denn die sind die einzigen noch existierenden Hardware-Entwickler auf dem Markt, die Intel und Nvidia zumindest etwas Druck machen können, und das ist gut so und muss auch so bleiben. Eine Monopolstellung will sicherlich niemand haben, oder?
 
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