3D-Druck soll nicht nur auf unserem Planeten Hausbau in 24 Stunden ermöglichen

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Die USA wird nicht umsonst "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" genannt. Jetzt will ein Professor der US-Univerität Südkalifornien riesige 3D-Drucker für den Gebäudebau einsetzen. Ein insgesamt 230 Quadratmeter großes Haus könnte somit innerhalb von 24 Stunden fertiggestellt sein, und das nicht nur auf der Erde




Obwohl 3D-Druck bisher nur im kleinen Format möglich gewesen ist, fasst Professor Behrokh Khoshnevis mit seinem Team aus der Universität Südkalifornien ein ehrgeiziges Projekt namens "Contour Crafting". Schichtweise soll ein riesiger 3D-Drucker laut der Projekt-Web-Seite ein Wohn- oder gewerblich nutzbares Gebäude konstruieren, welches im Schnitt innerhalb von 24 Stunden gebaut werden könne. So erklärt Khoshnevis gegenüber dem US-amerikanischen TV-Sender MSN, dass das Team "grundsätzlich nur den 3D-Druck auf die Größe von Gebäuden skaliert" habe.

Unter Zuhilfenahme dieser Technologie könnten einzelne Häuser oder sogar ganze Siedlungen in einem Rutsch gebaut werden, ohne dass ein Haus dem anderen gleichen würde. Zusätzlich sollen bereits sämtliche Installationsrohre für Wasser, Elektrizität und Belüftung berücksichtigt werden. Laut Dr. Khoshnevis soll der Einsatzbereich von Unterkunfts-Bauten in Notfällen über den Bau von günstigen oder auch ganz herkömmlichen Gebäuden bis hin zu Habitaten auf anderen Planeten wie Mond oder Mars reichen, was jedoch noch Zukunftsmusik ist.




Allerdings gibt es laut Kritikern auch noch viel Entwicklungsarbeit, da die Behauptung eines gedruckten Hauses nach heutigem Stand noch eine Milchmädchenrechnung sei, da die Methodik noch regulären Zement verwenden würde, der bevor er belastet werden könne, auch erstmal ausreichend trocknen müsse, was wiederum mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Dementsprechend wäre die Angabe der 24 Stunden als Durchschnittswert zu sehen, der nur funktionieren würde, wenn gleich mehrere Häuser parallel hochgezogen werden würden. Der zweite Fehler liegt in der derzeitigen Verwendung des Materials, so ein Forschungsassistent der Loughborough Universität. Zwar ließe sich über diese Technik ein komplettes Haus konstruieren, doch eine Bewohnbarkeit wäre ausgeschlossen. Ohne eine zusätzliche Verstärkung des Zements müsste die Bauaufsichtsbehörde demnach den Abriss fordern, da der Zement nicht als "Sicher" erklärt werden könne.

Das Team um Professor Behrokh Khoshnevis zeigt sich auf der Webseite des Projekts zuversichtlich, dass die Technologie bald zur Anwendung kommen könnte oder zumindest die Entwicklung zügig voranschreitet. Momentan könne der riesige 3D-Drucker auch Teile eines Gebäudes herstellen, die zumindest den klassischen Hausbau deutlich beschleunigen würden.
 

WalterB

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Die Idee ist nicht schlecht, wenn der richtige Baustoff vorhanden ist würde das sicher funktionieren.
Es gibt ja heute schon Kunststoffe welche anstelle von Eisen verwendet werden und sogar bei Brücken Verwendung finden.
Es war mal eine Sendung bei *Einstein* vom Schweizer Fernsehen wo Mehrfachverbund Kunststoff Werkstoff verwendet wurde, als Träger von Brücken.
 

Slayer10061977

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Da kann ich @Walter Buergin nur zu 100% zustimmen, die Idee ansich ist sehr Interessant und sicher auch zukunftsträchtig...

Mal sehen was sich da alles noch tut in der nahen bzw. späteren Zukunft... :satisfied
 
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