Journalisten verklagen Hewlett-Packard wegen

Diskutiere Journalisten verklagen Hewlett-Packard wegen im IT-News Forum im Bereich News; Newsmeldung von Bullayer Drei Journalisten des Branchendienstes Cnet haben gegen Hewlett-Packard, den weltgrößten Computerkonzern, Klage wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechts eingereicht. Dieser Schritt folgt monatelangen ...


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    Moderator Avatar von Eric-Cartman

    Journalisten verklagen Hewlett-Packard wegen

    Newsmeldung von Bullayer

    Drei Journalisten des Branchendienstes Cnet haben gegen
    Hewlett-Packard, den weltgrößten Computerkonzern, Klage wegen der
    Verletzung des Persönlichkeitsrechts eingereicht. Dieser Schritt
    folgt monatelangen Verhandlungsgesprächen zwischen dem Unternehmen
    und mehreren Journalisten, die zwischen 2005 und 2006 von
    Hewlett-Packard abgehört wurden, um undichte Stellen im Vorstand
    aufzudecken. Die Klage stellt eine Ausnahme dar, heißt es in der New
    York Times. Medien und Journalisten verzichten in der Regel auf
    finanzielle Ausgleiche mit Unternehmen, über die sie berichten, da
    der Eindruck entstehen könnte, Journalisten würden Geld aus
    Berichterstattungen schlagen.

    Als skandalös bezeichnet Hendrik Zörner, Sprecher des Deutschen
    Journalisten-Verbands (DJV), das Vorgehen von Hewlett-Packard in den
    USA. Ihm sei aus Deutschland noch kein Fall bekannt, bei dem ein
    Unternehmen Journalisten heimlich ausgehorcht hat. "Dafür müssen wir
    häufiger das Ausspionieren durch staatliche Behörden beklagen", sagt
    Zörner. Zwar operieren die Behörden auf rechtlicher Grundlage, die
    sei allerdings höchst umstritten, wie Zörner betont. "Noch bevor ein
    Gerichtsverfahren eingeleitet wurde, sind Ermittlungsverfahren gegen
    Journalisten bislang immer eingestellt worden", so der DJV-Sprecher.

    Cnet schließt sich der Klage seiner Journalisten nicht an, plant aber
    ein eigenes Gerichtsverfahren einzuleiten. Zu den betroffenen
    Journalisten, deren Privattelefonate abgehört wurden, gehören drei
    Redakteure vom Business Week, zwei vom Wall Street Journal sowie ein
    New-York-Times-Redakteur. Gefordert wurde bei den Verhandlungen ein
    Schadensgeld in der Höhe von 250.000 Dollar pro Journalist, das zum
    Großteil für einen guten Zweck verwendet werden sollte, etwa für eine
    Journalismus-Schule. Die damalige Vorstandsvorsitzende von
    Hewlett-Packard, Patricia Dunn, hatte die heimlichen Untersuchungen
    gegen Journalisten angeordnet. Als diese ans Licht kamen, musste Dunn
    ihren Sessel räumen. Ein Richter hat Dunn im März 2007
    freigesprochen.

    Inzwischen haben sich die drei Cnet-Journalisten von der Gruppe, die
    durch den kalifornischen Staatsanwalt Bill Lockyer bei den
    Verhandlungen vertreten wird, abgespalten, um Klagen vor Gericht
    einzureichen. Die drei Reporter vom Business Week sowie der
    New-York-Times-Journalist verhandeln weiterhin gemeinsam mit
    Hewlett-Packard. Die zwei Journalisten des Wall Street Journal haben
    ihre Forderung nach Schadensersatz zurückgezogen. Das Wall Street
    Journal hatte bereits im Dezember angekündigt weder an
    Streitbeilegungsgesprächen teilzunehmen noch rechtliche Schritte
    einzuleiten.

    David McCraw, Anwalt der New York Times, betont, dass es seinem
    Mandanten nicht um das Geld gehe. "Hewlett Packards
    Spionageaktivitäten wurden durchgeführt, um unseren Journalismus zu
    beeinträchtigen und letztlich unseren Lesern wichtige Informationen
    vorzuenthalten", so McCraw. Die New York Times begrüße die Schritte
    HPs, die Situation zu bereinigen. Aber er glaube, dass HP mehr
    dagegen unternehmen sollte, um anderen Unternehmen zu zeigen, dass
    dies ein Vergehen ist, das nicht ohne Folgen bleibt.

    Dass Journalisten vor Gericht gehen, ist nach Ansicht von Tom Bivins,
    Professor für Medienethik an der Universität Oregon, zwar
    ungewöhnlich, er sehe darin aber kein ethisches Problem, wenn
    Journalisten einen Prozess einleiten. "Journalisten sind schließlich
    vor allen Dingen Bürger", so Bivins gegenüber der New York Times.


    Quelle: Newsletter von computeriwissen.de

  2. Hi,

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  3. Journalisten verklagen Hewlett-Packard wegen #2
    Üble Geschichte, muss ich schon sagen.

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