Forscher: Reines Verbot von "Killerspielen" fruchtet nicht

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    Forscher: Reines Verbot von "Killerspielen" fruchtet nicht



    "Verbot kann nur greifen, wenn es auf breite Zustimmung in der Bevölkerung trifft"

    Vor einem Verbot so genannter Killerspiele muss nach Einschätzung des Jugendforschers Klaus Hurrelmann klar sein, ob die Menschen in Deutschland das Verbot auch akzeptieren. "Nichts ist schlimmer als ein Verbot, das unterlaufen wird", sagte der Bielefelder Wissenschaftler. "Das Verbot kann nur greifen, wenn es auf breite Zustimmung in der Bevölkerung trifft." Andernfalls drohe ein Schwarzmarkt für Gewaltspiele zu entstehen. Mit einem Verbot würde die Gesellschaft aber signalisieren, Gewaltspiele nicht zu akzeptieren.

    Entscheidend für die Signalwirkung seien vor allem die öffentliche Diskussion und Aufklärung, betonte Hurrelmann. "Das oberste Ziel sollte nicht das Verbot sein, sondern die Zahl der Nutzer zu senken. Es kann sein, dass ich am Ende sogar sage, ich halte mich mit einem Verbot zurück und versuche es erst mit einer Verschärfung der freiwilligen Selbstkontrolle der Produzenten." Ein reines Verbot ohne begleitende Maßnahmen "könnte nach hinten losgehen, weil es den Wert der Produkte steigert".

    Hurrelmann erinnerte an das Verbot der Züchtigung von Kindern, das von einer öffentlichen Kampagne begleitet war. "Das war ein Verbot zur richtigen Zeit", sagte der Wissenschaftler. Mit Blick auf das geplante Verbot von Gewaltspielen sagte er, "ich könnte mir vorstellen, dass das jetzt verstanden wird, weil wir die schrecklichen Amokläufe hatten". Anders als bei illegalen Drogen sei die Bereitschaft der Menschen, ein Verbot von Gewaltspielen zu akzeptieren, deutlich größer.

    Denn der Umgang mit menschlicher Aggression in den Spielen leite diesen Impuls fehl. "Es wird so getan, als ob ich selbst der Täter wäre. Wir müssen Sorge haben, dass in bestimmten Gruppen echte Kurzschlusshandlungen die Folge sind." Nach Hurrelmanns Einschätzung gibt es daher gute Gründe dafür, "dass die Gesellschaft darüber diskutiert, ob sie das akzeptieren will". Dazu zählten auch entwürdigende pornografische Darstellungen. Er regte Befragungen an, auch in der Zielgruppe der unter 18-Jährigen. "Ich fände es positiv, wenn über ein Verbot das Ziel erreicht würde."

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    Quelle: CNET Networks Deutschland GmbH/ZDNet.de und CNET.de

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