Die ganze Wahrheit über den Great Open Source Swindle

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  1. Die ganze Wahrheit über den Great Open Source Swindle #1
    Moderator Avatar von Eric-Cartman

    Die ganze Wahrheit über den Great Open Source Swindle

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    Sparen Unternehmen durch den Einsatz von quelloffener Software? Wen soll man mit dem Support beauftragen? Ist On Demand billiger als Open Source? Lyn Robison, Analyst der Burton Group, beantwortet auch die schwierigsten Fragen.

    Open Source gilt als das derzeit heißeste Thema der Branche. Einige wesentliche Fragen hat aber bislang niemand klären wollen - oder können: Sparen Unternehmen durch den Einsatz von Open-Source-Software (OSS) Geld? In welchen Zweigen des Unternehmens lohnt der Einsatz? Soll man den Support durch den Distributor oder durch ein etabliertes Softwarehaus vornehmen lassen? Ultimative Antworten liefert Lyn Robison, Analyst der Burton Group, anlässlich der Catalyst Conference in Barcelona.

    ZDNet: Herr Robison, von Ihnen als Analyst erwarte ich mir eine klare Antwort: Können Unternehmen durch den Einsatz von Open-Source-Software Geld sparen oder nicht?

    Robison: Lizenzkosten sind nur eine Komponente - im Fall von OSS tendiert diese Komponente natürlich gegen null. Aber man muss sich immer fragen: Wie gut passt die "kostenlose" Software in das Unternehmen? Wenn viele Anpassungen nötig sind, wird aus "kostenlos" schnell "kostenintensiv". Auch muss überprüft werden, wie lebendig die Community ist, die hinter der OSS steht. Kann sie das Unternehmen mit einem gewissen Support versorgen? Gibt es vielleicht einen kommerziellen Anbieter, der den Support übernehmen kann - was übrigens stets für die Qualität der jeweilige OSS spricht? Da bleibt nichts anderes übrig, als den Einsatz von OSS von Fall zu Fall abzuwägen.

    OSS ist wie ein kleiner Hund: Man erhält ihn in der Regel umsonst, er macht aber jede Menge Arbeit und frisst einen möglicherweise die Haare vom Kopf.

    ZDNet: Noch eine andere Sparte macht derzeit mit dem Kostenargument auf sich aufmerksam: Die "On-Demand"-Anbieter. Nehmen wir das konkrete Beispiel CRM: Sollte ein kostenbewusstes Unternehmen lieber die CRM-OSS Sugar einsetzen oder besser das On-Demand-Angebot von Salesforce.com? Womit fährt das Unternehmen billiger?

    Robison: Die Themen On Demand und Open Source wurden im Juli auf der Oscon in Oregon intensiv diskutiert. Tatsächlich könnte On Demand die OSS überflüssig machen! Warum? Weil die Lizenz für OSS erst greift, wenn sie weitergegeben wird. Im Falle von On Demand erhaltener Software wird ja nichts weitergegeben. Die Software bleibt auf dem Server des Anbieters liegen! Um aber Ihre Frage zu beantworten: Die Antwort lautet wie bei Frage eins: Kommt drauf an. Es kommt darauf an, inwieweit eine On-Demand-Software in ein Unternehmen passt. Die Anpassung kostet Geld - eine Firma muss also im Einzelfall jeweils einen Vergleich anstellen: Was passt besser in mein Unternehmen?

    Jboss plus Red Hat ergibt Super-Plattform

    ZDNet: Wo wird sich Open Source im Unternehmen als nächstes festsetzen? Bislang ist OSS nur auf dem Server eine feste Größe. Was ist mit Datenbanken? ERP? CRM?

    Robison: Open Source findet seinen Weg in Organisationen als erstes als Entwicklungstool und als IT-Utility. Diese Werkzeuge werden von internen Programmierern genutzt, und nicht von den Kunden des Unternehmens. Beispiel: Eclipse. Darüber hinaus sehen wir, dass Linux immer öfter als Betriebssystem in Unternehmen zum Einsatz kommt, oft auf dem File-Server, wie Sie schon sagten. Im Bereich der Applikationen würde ich My SQL für Datenbanken und PHP für das Programmieren von Sites nennen. Das sind ausgereifte Produkte, die immer häufiger von Firmen genutzt werden.

    Da fällt mir ein: Durch die Übernahme von Jboss durch Red Hat entsteht etwas, das wir "Super-Plattform" nennen. Wir sagen voraus, dass diese Super-Plattform künftig die anderen Super-Plattformen von Oracle, IBM oder SAP herausfordern wird. Auch wenn das noch ein wenig dauern wird.

    ZDNet: Wie sieht es mit Open-Source-SOA aus? Das wird doch derzeit heiß diskutiert.

    Robison: Auch im Falle von SOA trifft das zu, was ich bereits über "Software as a Service" beziehungsweise "On Demand" gesagt habe: Sobald OSS als Service transferiert wird, greift die OSS-Lizenz nicht mehr. Prinzipiell ist es also sehr vorteilhaft, OSS zum Aufbau einer SOA einzusetzen, da der Anbieter keine Einschränkungen durch die OSS-Lizenz befürchten muss.

    ZDNet: Oracle macht derzeit Werbung damit, für Red-Hat-Linux einen besseren Kundendienst anbieten zu können als Red Hat selbst. Was halten Sie davon?

    Robison: Der Support einer Super-Plattform ist ein großes Vorhaben! Unternehmen sollten grundsätzlich froh sein, wenn sie Support für ihre Open-Source-Systeme auf Enterprise-Level erhalten können. Das Anbieten von Support für eine Open-Source-Plattform durch einen kommerziellen Anbieter ist somit grundsätzlich eine gute Sache. Unternehmen sollten das ernsthaft in Betracht ziehen, ja. Damit will ich keine Wertung in dem konkreten, von Ihnen genannten Fall abgeben. Aber grundsätzlich ist das eine gute Sache.

    Open Source ist Rock 'n' Roll

    ZDNet: Würde ein Vorstoß der Community in Richtung Consumer-Linux der Open-Source-Bewegung helfen?


    Robison: Oh, damit würde man direkt mit Microsoft konkurrieren. Das ist ein großer Stein, der da bewegt werden soll. Das würde ich nur empfehlen, wenn Microsoft schwächelt. Dafür müssten sie aber einen großen Fehler machen, den kann ich im Moment nicht sehen.

    ZDNet: Kann Virtualisierung zu einem Schwächeln von Microsoft führen? Wenn man mehrere Betriebssysteme auf einem Rechner fahren kann, muss Windows doch an Bedeutung verlieren, oder?

    Robison: Ich glaube nicht, das Virtualisierung die Branche komplett umkrempeln wird. Microsoft wird voraussichtlich keinen Schaden durch den flächendeckenden Einsatz von Virtualisierung nehmen.

    ZDNet: Aber es heißt doch immer, OSS wird die Branche grundlegend verändern. Das sagen zumindest Ihre Analysten-Kollegen von Gartner.

    Robison: Ach wissen Sie, ich glaube die Branche wird Open Source mehr verändern als Open Source die Branche. Das verhält sich wie mit dem Rock 'n' Roll: Anfangs mag es um Rebellion gegangen sein, schnell war Rock 'n' Roll aber nur mehr ein kommerzielles Produkt.

    ZDNet: Sie halten Open Source also für den neuen "Great Rock 'n' Roll Swindle"?

    Robison: Verdammt, ich wünschte, das wäre mir eingefallen! Ja, genau das denke ich.

    Quelle: CNET Networks Deutschland GmbH/ZDNet.de und CNET.de

  2. Hi,

    schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Hilfestellungen.
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  3. Die ganze Wahrheit über den Great Open Source Swindle #2
    Der ganze Artikel ist ziemlich dünn, aber der größte "swindle" ist die Überschrift

  4. Die ganze Wahrheit über den Great Open Source Swindle #3
    SPONSOREN Avatar von Cyron
    OSS ist wie ein kleiner Hund: Man erhält ihn in der Regel umsonst, er macht aber jede Menge Arbeit und frisst einen möglicherweise die Haare vom Kopf.
    Propritäre Software ist wie ein voll ausgebildeter Kampfhund: Man muss in der Regel sehr viel für ihn bezahlen, man weiß nicht was in ihm steckt und vielleicht fällt er über einen her.

  5. Die ganze Wahrheit über den Great Open Source Swindle #4
    Zitat Zitat von Cyron Beitrag anzeigen
    Propritäre Software ist wie ein voll ausgebildeter Kampfhund: Man muss in der Regel sehr viel für ihn bezahlen, man weiß nicht was in ihm steckt und vielleicht fällt er über einen her.
    sehr schön
    man kann diese ganzen tollen sprüche immer in 2 Richtungen drehen ^^

    aber die Antworten waren doch klar wenn man sieht aus welchem Teil der Branche die befragten kommen -,-

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