Ausgetrickst und abgezockt: Die fiesen Tricks im Internet

Diskutiere Ausgetrickst und abgezockt: Die fiesen Tricks im Internet im IT-News Forum im Bereich News; Ärger bei Geschäften über das Internet kann man sich auf vielen Wegen einhandeln. Und doch bekommen wir immer wieder Mails mit ähnlichen Taktiken und Tricks, ...


+ Antworten + Neues Thema erstellen

(Um antworten zu können, bitte registrieren oder einloggen)

Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. Ausgetrickst und abgezockt: Die fiesen Tricks im Internet #1
    News Master Avatar von copy02
    Ärger bei Geschäften über das Internet kann man sich auf vielen Wegen einhandeln. Und doch bekommen wir immer wieder Mails mit ähnlichen Taktiken und Tricks, mit denen Anwender übers Ohr gehauen werden. Wir stellen Ihnen eine Reihe bekannter Taktiken vor, vor denen Sie sich schützen sollten.

    Ausgetrickst und abgezockt

    Ärger bei Geschäften über das Internet kann man sich auf vielen Wegen einhandeln. Und doch bekommen wir immer wieder Mails mit ähnlichen Taktiken und Tricks, mit denen Anwender übers Ohr gehauen werden. Interessanterweise trifft es nicht nur arglose unerfahrene Anwender, die über wenig Internet-Praxis verfügen, sondern auch "alte Hasen", die zu unvorsichtig sind und schnell mal einen AGB-Text wegklicken oder abnicken. Oft spielt auch Gier und die Aussicht, etwas kostenlos oder billiger zu bekommen, eine Rolle.

    Wir stellen Ihnen eine Reihe bekannter Taktiken vor, vor denen Sie sich schützen sollten. Übrigens nennen wir in diesem Zusammenhang keine Beispiel-Websites; zum einen wechseln die Websites oft in kurzen Abständen, die Tricks bleiben dennoch stets dieselben oder sehr ähnlich. Zum anderen wollen wir den Anbietern nicht noch auf diesem Wege zusätzlichen Traffic und ein verbessertes Google-Ranking durch Verlinkung bescheren.

    Der Warenproben-Trick

    Das Angebot: "Wir tragen Ihre Adresse in eine Vielzahl von Websites ein, die Werbeproben verschicken und Sie erhalten jeden Monat wertvolle Pakete mit Werbeproben oder -geschenken." So oder so ähnlich lauten die Versprechen der meisten Werbeproben-Sites. Oft wird auch gleich mit vorgerechnet, wie viele hundert Euro Sie geschenkt bekommen, teilweise auch durch Gutscheine, die Ihnen traumhafte Einsparmöglichkeiten vorgaukeln - für Produkte, die sie gar nicht brauchen und nie kaufen werden.

    Das steckt dahinter: Egal wie die Unternehmen sich nennen - uns ist kein System bekannt, bei dem Anwender wirklich das bekommen haben, was sie erwarten. In einigen Fällen gibt's ein paar wertlose Werbebriefe, in vielen Fällen nichts außer Rechnungen und Mahnungen. Denn viele Kunden zahlen nicht, fühlen sich über's Ohr gehauen, weil sie erst nach der 14-tägigen Rücktrittsfrist überhaupt wahrnehmen, dass in den AGBs auch eine Jahresgebühr steht, die sie als Gegenleistung zu entrichten haben. Die ist oft hoch zweistellig und in vielen Fällen binden sich Anwender direkt für zwei Jahre wenn sie den Vertrag unterschreiben.

    Ob tatsächlich ein Vertag zustande kommt, ist unklar. Ein Kunde müsste vor Gericht beweisen, dass er über die genauen Vertragsmodalitäten im Unklaren gelassen wurde. Ob es hierfür reicht, dass die Gebühren so versteckt genannt wurden wie das in der Regel geschieht, ist jeweils vom Einzelfall abhängig. Übrigens steht bei vielen Firmen in den Geschäftsbedingungen nicht, dass der Kunde eine bestimmte Zahl an Warenproben bekommt, sondern nur, dass er in eine bestimmte Zahl an Verteilern eingetragen wird.

    Der Warentester-Trick

    Das Angebot: In ähnlicher Weise funktioniert das auch mit Warentests - angeblich suchen Autohersteller regelmäßig händeringend nach Testkunden, die kostenlos neue Autos fahren sollen, diese dann am Ende möglicherweise noch behalten dürfen oder für einen günstigen Preis erwerben können. Gibt's auch mit teurer Computerhardware, Unterhaltungselektronik und diversen anderen hochwertigen Produkten.

    Das steckt dahinter: Auch hier gilt: In der Regel kostet ein solcher Vertrag nur Geld und bringt nichts ein. Mehrere Autofirmen, deren Modelle teilweise auf solchen Sites abgebildet waren, haben erklärt, dass sie keine Testwagen für solche Angebote zur Verfügung stellen. Wer nicht zahlt, bekommt in vielen Fällen Mahnschreiben, in einigen Fällen treten auch Inkassounternehmen auf.

    Allerdings ist fraglich, ob ein solches Unternehmen an einem Rechtsstreit interessiert ist - wir kennen keinen Fall, in dem die Drohung, vor Gericht zu gehen, tatsächlich wahr gemacht wurde. Denn, das erfährt man von Anwälten und Verbraucherschützern, kein Unternehmen, das solche Versprechungen macht, hat ein größeres Interesse, die Hintergründe vor Gericht zu erörtern.

    Der Probe-Abo-Trick

    Das Angebot: Gratis einen Web-Service testen, von Club-Vorteilen profitieren, DVDs ausleihen oder Bücher erhalten, kurzum: Vorteile nutzen, die nicht jeder hat. Da sagt man gerne mal ja, denn testen kostet ja nichts.

    Das steckt dahinter: Kostet es doch, wenn der Kunde nicht rechtzeitig kündigt oder nicht beweisen kann, dass er gekündigt hat. Genau genommen ist der Trick mit der kurzfristig kostenlosen Clubmitgliedschaft lediglich blankes Kalkül. Denn den Firmen ist bewusst, dass viele Anwender vergessen werden, zu kündigen oder aus Bequemlichkeit dabei bleiben.

    Gerade ein großer deutscher Mail-Provider war deswegen in der Vergangenheit häufiger in die Kritik geraten. Zumindest hier steht inzwischen gut lesbar dabei, worauf sich der Kunde einlässt und bis wann er wie kündigen muss. Hier kann man gerade versierteren Internet-Nutzern nur raten, genau zu lesen und sich gegebenenfalls auch die AGB auszudrucken.

    Wenn Sie schließlich kündigen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie beweisen können, dass die Kündigung nicht nur erfolgt ist, sondern auch rechtzeitig ausgesprochen wurde. Denn gerade hier kommt es, wie sich in zahlreichen Verbraucherforen nachlesen lässt, immer wieder zu Streitigkeiten.
    Anders als bei vielen anderen der hier genannten Tricks spielen hier auch große und bekannte Unternehmen eine große Rolle.

    Der Free-SMS-Trick

    Das Angebot: Das Angebot ist ein Klassiker der Werbung - Sie bekommen etwas gratis - zum Beispiel einige SMS, die Sie übers Internet verschicken dürfen. So etwas kostet im Internet nur etwas Zeit und man geht scheinbar kein Risiko ein.

    Das steckt dahinter: In vielen Fällen geht es darum, an "qualifizierte Adressen" zu kommen, also an Adressen, die dann weiterverkauft werden. Wenn Sie sich irgendwo eintragen, tun Sie dies in der Regel mit einer Mail-Adresse, die auch abgerufen wird. Vielleicht werden Sie auch noch gefragt, für welche Themen Sie sich interessieren, welches Auto Sie fahren oder wie alt Sie sind. All diese Daten sind für Firmen bares Geld wert.

    Achten Sie darauf, ob Sie irgendwo der Weiterverwendung Ihrer Daten, etwa für "Informationen der Partner der Firma" zustimmen und de-aktivieren Sie diesen Punkt nach Möglichkeit. Übrigens werden seriöse Unternehmen Ihre Adressen ohne Ihre Zustimmung nicht weitergeben.

    Tipp: Um nachvollziehen zu können, über welchen Weg ein Ihnen unbekanntes Unternehmen an Ihre Adresse gekommen ist, können Sie einfach einen zweiten Initial an Ihren Vornamen hängen, etwa Thomas A. Müller. Wenn Sie jetzt für solche Fälle jeweils einen anderen Buchstaben verwenden und eine Liste führen, sehen Sie genau, welche Firmen Ihre Adressen weiterverkauft - Sie werden überrascht sein.

    Der Get-a-free-...-Trick

    Das Angebot: Dieses Angebot ist bislang vor allem in den USA bekannt, kommt aber langsam auch in Europa in Mode. Sie sollen sich mit Ihren Adressdaten bei einem Dienst anmelden - Postfach-Adressen sind zumeist nicht erlaubt - und werden mit Online-Werbung beliefert. Nach der Anmeldung werden Sie aufgefordert, Mailadressen Ihrer Freunde, Bekannten und Kollegen anzugeben, denen Sie quasi den Dienst empfehlen und ebenfalls die Anmeldung nahe legen.

    In Aussicht gestellt wird Ihnen ein hochwertiges technisches Gerät, etwa ein Gratis-Handy oder ein MP3-Player im Wert von mehreren hundert Euro. Das bekommen Sie, wenn sich eine bestimmte Zahl Ihrer Freunde und Kollegen auf Ihre Werbung hin ebenfalls bei dem Dienst anmeldet.

    Das steckt dahinter: Auch hier geht's ums Datensammeln - in der Regel sogar ganz offensichtlich. Sie melden sich für einen Dienst an und stimmen zu, kostenlose Verbraucherinformationen, sprich Werbung zu bekommen. Gleichzeitig werben Sie weitere Interessenten für den Dienst in einer Art Schneeballsystem. Nach einer festgelegten Anzahl von Anmeldungen, die Sie generiert haben, bekommen Sie tatsächlich die versprochene Ware.

    Der Haken dabei: Die Zahl der zu werbenden Personen ist sehr hoch, so dass viele die nötige Zahl nicht erreichen. Außerdem bezahlen die Firmen für die generierten Adressen Geld bezahlen - dadurch rechnet sich das System vor allem für denjenigen, der es betreibt. Dass einige Ihrer Freunde und Kollegen es wenig lustig finden könnten, wenn Sie deren Mailadresse irgendwo eintragen, ist ein weiterer Grund, von einer solchen Site die Finger zu lassen.


    Der Nebenjob-Trick


    Das Angebot: Meist kommen die Angebote per Mail, angesichts des aktuellen Arbeitsmarkts zunehmend auch per Kleinanzeige mit einem Internet-Link: Gesucht werden deutsche Mitarbeiter für eine ausländische Firma, die beispielsweise ein Konto unterhalten sollen, einige Zahlungen weiterleiten sollen oder ähnliches. Das Ganze könne problemlos von zu Hause aus erledigt werden, oft auch als Nebenjob. Klingt nach einer einfachen Arbeit ohne Risiko.

    Das steckt dahinter: Der Schuss wird in vielen Fällen nach hinten losgehen. Denn oftmals erhalten Sie tatsächlich auf ein von Ihnen eingerichtetes Konto die erwarteten Zahlungen. Nachdem Sie diese weitergeleitet haben - meist abzüglich einer vermeintlich großzügigen Beteiligung für Ihre Arbeit, bekommen Sie Post von der Polizei oder Staatsanwaltschaft. Das auf Sie angemeldete Konto wurde für Geschäfte verwendet, bei denen der Käufer betrogen wurde. Sie müssen den Geprellten möglicherweise deren Schaden ersetzen, in jedem Fall haben Sie Ärger.

    Manchmal sind solche "unmoralischen Angebote" auch einfach ein Mittel zur Geldwäsche. Dann machen Sie sich möglicherweise sogar der Beihilfe schuldig.

    Die Nigeria-Connection

    Das Angebot: Das Geschäftsmodell gibt's auch mit Mails aus Afrika und Osteuropa, in denen Ihnen vorgegaukelt wird, jemand befände sich in einer Notlage und Sie könnten mit einer Überweisung von Geld, das über Ihr Konto läuft, helfen oder gar die Finanzen einer Familie, eines Dorfes oder einer unterdrückten Minderheit retten. Auch hier wird Ihnen ein nicht ganz kleiner Prozentsatz der Summe als Lohn für die Mühe versprochen.

    Das steckt dahinter: So wild die Geschichten rund um die "Nigeria-Connection" oder ähnliche Vereinigungen klingen, es gibt immer wieder Anwender, die aus Geldgier oder gutem Willen auf so etwas hereinfallen.

    Hat derjenige dann erst einmal Ihr Vertrauen gewonnen, werden Sie aufgefordert, eine geringe Gebühr für Überweisungs- oder Anwaltskosten zu überweisen - quasi ein kleiner Betrag verglichen mit dem, was Sie hinterher zu erwarten haben. Nur so könne das Geschäft abgewickelt werden. In der Regel hören Sie dann nichts mehr von den Betrügern.



    Fazit: Seien Sie vorsichtig!


    Ein Sprichwort aus der Börsenwelt besagt, dass es sinnvoller ist, ein vermeintlich gutes Geschäft auszuschlagen als eingehandelten Ärger wieder loszuwerden - das gilt auch für viele Angebote im Internet. Etwas Vorsicht und eine Portion gesunder Menschenverstand können vor Gefahren schützen. Lieber dreimal lesen und nach dem Haken suchen als blauäugig einen riskanten oder ungünstigen Vertrag unterschreiben.

    Niemand hat etwas zu verschenken und ein möglicher Schaden wird Ihnen hinterher nur ersetzt, wenn Sie ihn notfalls gerichtlich einklagen. Das bringt nicht nur viel Ärger mit sich, sondern endet oft erfolglos, etwa wenn es sich um Briefkastenfirmen oder Unternehmen aus dem Ausland handelt, die nur schwer zu belangen sind.

    Quelle: IDG Magazine Verlag GmbH/PC-WELT

  2. Hi,

    schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Hilfestellungen.
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Ausgetrickst und abgezockt: Die fiesen Tricks im Internet #2
    SuperTux
    Gast Standardavatar

    Beitrag

    Danke, fand es sehr interessant, war auch was neues für mich dabei. Werde demnächst noch vorsichtiger sein.

  4. Ausgetrickst und abgezockt: Die fiesen Tricks im Internet #3
    Grüßt die Winboarder Avatar von Fireblade
    Vor einigen Stunden war ne tolle Sendung dazu im TV.
    Es handelte sich um die Sendung Bizz auf Pro7.Da ging es um die Seite
    www.kostenlos-neuwagen.de die User verarscht hat.Leider steht die nicht mehr zur Verfügung.

Ähnliche Themen zu Ausgetrickst und abgezockt: Die fiesen Tricks im Internet


  1. Vista - Firewall kann ausgetrickst werden!: Wie man -> hier <- nachlesen kann, ist es wohl doch nicht so ganz ausreichend, im Vista die Systemeigene Firewall zu benutzen! Wer Sicherheit...



  2. Vista Firewall kann ausgetrickst werden: Newsmeldung von Digit http://www.winboard.org/forum/imagehosting/1376045b14d895687e.gif ...



  3. Tipps & Tricks zum IE 7: http://www.pcwelt.de/imgserver/bdb/57400/57497/168x168_only_scaled.jpg Bei der neuen Version 7 des Internet Explorers hat sich einiges verändert -...



  4. Tipps und Tricks: Wie die meisten wahrscheinlich schon gesehen haben, gibts es im WinBoard eine Tipps und Tricks Forum. Dort soll ein grosses Tipp Archiv entstehen....