Elektroschrott darf ab Freitag nicht mehr in die Tonne

Diskutiere Elektroschrott darf ab Freitag nicht mehr in die Tonne im IT-News Forum im Bereich News; Verordnung tritt in Kraft: Sammelstellen nehmen Altgeräte kostenlos an Ständige Neuentwicklungen bei Computern, Handys oder Unterhaltungselektronik regen die Kauflust der Verbraucher an. Mit der Neuerwerbung ...


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  1. Elektroschrott darf ab Freitag nicht mehr in die Tonne #1
    Moderator Avatar von Eric-Cartman
    Verordnung tritt in Kraft: Sammelstellen nehmen Altgeräte kostenlos an

    Ständige Neuentwicklungen bei Computern, Handys oder Unterhaltungselektronik regen die Kauflust der Verbraucher an. Mit der Neuerwerbung stellt sich dann die Frage, wohin mit den Altgeräten. Der bisher schnellste Weg für ausgediente Videospiele, Telefone oder PC-Tastaturen - die Restmülltonne - wird jetzt versperrt.

    Von diesem Freitag an ist Elektroschrott von der elektrischen Zahnbürste über Rasierer, Toaster und Dialysegerät bis hin zu Waschmaschine und Kühlschrank nur noch bei einer der 1500 kommunalen Sammelstellen kostenlos abzuliefern. Auch die wilde Entsorgung in Wald und Flur soll damit ein Ende haben.

    Dafür müssen die Verbraucher beim Kauf neuer Elektrogeräte zumTeil mit spürbaren Aufpreisen rechnen. Die für die Entsorgung nun zuständigen Hersteller und Importeure wollen die geschätzten Kosten von 300 bis 500 Millionen Euro jährlich möglichst auf die Kundschaft abwälzen. Ein echtes Kreislaufsystem also, das den Konsumenten für die Folgen seiner Produktentscheidung heranzieht. Der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) gibt die Kosten der Entsorgung mit 15 Euro für einen Kühlschrank, 10 Euro für einen Fernseher und 8 Euro für eine Waschmaschine an. Bei den Giftstoffe enthaltenden Leuchtstofflampen werden sogar Kosten bis 60 Prozent des Herstellerpreises angenommen.

    Laut ZVEI soll die Rechnung für die Privathaushalte am Ende kostenneutral ausfallen, denn nun könnten die Kommunen ihre Gebühren senken, weil die Entsorgungsverantwortung auf die Erzeuger übergehe. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund winkt jedoch ab: "Keine Senkung" - wurden doch gerade erst Ankündigungen für Gebührenerhöhungen wegen 300 Millionen entstehender Zusatzkosten wieder fallen gelassen. Dort stellt man sich auf kostenträchtige Rechtsauseinandersetzungen ein, falls gerade am Anfang einzelne Elektromüll-Depots überquellen, "weil die Container nicht pünktlich abgeholt werden". Auch will der Gemeindebund am liebsten zum bisherigen System zurück, bei dem die Kommunen die ihnen von den Bürgern herbeigefahrenen Wertstoffe selbst ausschlachteten und dafür zum Teil Gebühren kassierten.

    Aber auch nach dem neuen System behalten die Kommunen grundsätzlich das Recht, Wertstoffe wie Gold, Silber und Platin oder auch Aluminium selbst auszubeuten. Ob sich die Gerätehersteller dabei ins Handwerk gepfuscht fühlen, bleibt abzuwarten. Beobachter sehen außerdem das Problem, dass mancher Bürger weite Wege zu den Sammelstellen scheuen könnte und der kleine Elektroschrott doch wieder in der Restmülltonne landen könnte - zumal rechtliche Sanktionen als kaum durchsetzbar gelten.

    Warum also die Neuerung? Hauptziel des noch von Ex-Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) eingefädelten Gesetzes ist, schon bei der Geräteproduktion die Abfallmenge klein zu halten. Den Anreiz soll der Hersteller dadurch bekommen, dass er die Entsorgung selbst zahlen muss. Das könnte wieder mehr zu auseinanderschraubbaren statt verschweißten und verklebten Produktteilen führen, heißt es in der Branche. Bei der Entsorgung werde vor allem ein effizienter Wiedergebrauch angestrebt. Gelinge dies nicht, sollen wenigstens die Wertstoffe ausgeschlachtet werden.

    So kann man nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) aus 14 Tonnen Elektro-Altgeräten eine Tonne Kupfer gewinnen: "Die Verwertung von Altgeräten schont wertvolle Rohstoffe." Waschmaschinen sind wegen des Eisen gefragt. In Computern, Hi-Fi-Anlagen und Handys finden sich wertvolle Metalle sowie Aluminium, Kupfer, Zink und Nickel. Auf der anderen Seite ist eine Reihe problematischer Stoffe zu entfernen: sei es die Quecksilber-Beleuchtung eines Displays, seien es Akkus, Batterien oder Leiterplatten. Fernseher und Monitore enthalten Blei und andere Schwermetalle. In alten Toastern sei immer noch Krebs erregender Asbest zu finden.

    Bleibt abzuwarten, wie sich das Zusammenspiel entwickelt, nachdem zum Start des Systems von etwa 10.000 Herstellern erst die Hälfte im Boot sitzt. Zentral bleibt aber die Frage, ob der Bürger den Umweg über die Sammelstellen einsieht oder nicht.


    Quelle: CNET Networks Deutschland GmbH/ZDNet.de und CNET.de

  2. Hi,

    schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Hilfestellungen.
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  3. Elektroschrott darf ab Freitag nicht mehr in die Tonne #2
    ZITAT(Eric-Cartman @ 22.03.2006, 18:48) Quoted postAuf der anderen Seite ist eine Reihe problematischer Stoffe zu entfernen: sei es die Quecksilber-Beleuchtung eines Displays, seien es Akkus, Batterien oder Leiterplatten. Fernseher und Monitore enthalten Blei und andere Schwermetalle. In alten Toastern sei immer noch Krebs erregender Asbest zu finden.[/b]
    OMFG!

    Die Asbest-Panikmache nervt - nicht jeder, der irgendwo Asbst sieht, schleift dran rum um dann den Staub einzuatmen.

    Leiterplatten kann man beim Schrotthändler seines Vertrauens für ein paar Cents pro Kilo loswerden.

  4. Elektroschrott darf ab Freitag nicht mehr in die Tonne #3
    Grüßt die Winboarder Avatar von Fireblade
    ZITAT Von diesem Freitag an ist Elektroschrott von der elektrischen Zahnbürste über Rasierer, Toaster und Dialysegerät bis hin zu Waschmaschine und Kühlschrank nur noch bei einer der 1500 kommunalen Sammelstellen kostenlos abzuliefern. Auch die wilde Entsorgung in Wald und Flur soll damit ein Ende haben.[/b]
    Eine wilde Entsorgung wird nie ein Ende haben,es gibt zu viele schwarze Schafe,die ihren Dreck heimlich entsorgen.
    Hier sollten die mal richtig hart durchgreifen,wenn die einen erwischen.

  5. Elektroschrott darf ab Freitag nicht mehr in die Tonne #4
    *michi*
    Gast Standardavatar
    ... und ich soll jetzt wirklich wegen jedem kaputem Kleinkram, z.b Fön, oder Rasierapperat, oder einer Energiesparlampe !!! zur Sammelstelle fahren? was machen die Leute auf'm plattem Land, mal eben nach Hamburg zur nächsten Sammelstelle jucken und dabei mit 20 Litern Super die Umwelt verpesten?....

    Solange es kein vernünftiges Abholsystem gibt, kann man doch den Leuten nicht zumuten mit jedem Mist zur Sammelstelle zu fahren, die Händler werden sich bedanken. Stellt Euch doch mal vor ich knall der Media-Markt Kassiererin meinen kaputten Fernseher auf den Tresen... Das Gesicht möchte ich sehen.

    Werden die Keller halt noch voller, das ist schon so, seit z.B. in Hamburg die Sperrmüllabfuhr geld kostet, was bei uns im Haus für Gerümpel rumsteht. auf der anderen Straßenseite haben die mal Container organisiert, für 30 Tonner, da waren 5 Stück ruckzuck voll....

    .... Aber wenn das nächste mal ein Reifenlager abbrennt wird uns die Feuerwehr wieder glaubhaft versichern, daß keine Schadstoffbelastung vorlag und die Bevölkerung nicht gefährdet war, aber ich gefährde mit einem weggeworfenem Fön die Umwelt.

    Ich hab langsam so einen Hass auf unsere Politiker man glaubt es einfach nicht, der Bürger wird drangsaliert, der wirtschaft unnötige Kosten aufgebürdet und landen tut das Zeugs in der dritten Welt auf der Müllkippe, genau wie beim "grünen Punkt" ganz genau der gleiche Unsinn.

    gruß *michi*

  6. Elektroschrott darf ab Freitag nicht mehr in die Tonne #5
    Ach alles nur Panikmache.

    Wenn man auf dem Land wohnt muss man ja auch schliesslich weit fahren um das Produkt zu kaufen.

    Oder die Disko.

    Oder einen Vergnügunspark.

    Oder Flughafen.

    Oder Oder Oder

    Warum also nicht für die Umwelt?!

    Abgesehen davon wohne ich auf dem Land und bei uns kommt einmal im Monat ein LKW wo man das abgeben kann.

    Das wird sich alles regeln.

  7. Elektroschrott darf ab Freitag nicht mehr in die Tonne #6
    früher hiess das "leichensammler"

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