Frankreich: P2P-Software illegal - Geldstrafen für Nutzer

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  1. Frankreich: P2P-Software illegal - Geldstrafen für Nutzer #1
    News Master Avatar von copy02
    Mit einem neuen Gesetz will Frankreich den Internet-Tauschbörsen den Kampf ansagen. Demnach wird P2P-Software - bis auf wenige Ausnahmen - illegal, Nutzer müssen Geldstrafen fürchten und die Umgehung eines Kopierschutzes wird richtig teuer. Daneben werden die Unternehmen aufgefordert, ihre unterschiedlichen DRM-Techniken untereinander kompatibel zu machen.

    Mit einem abgestuften Strafenkatalog will Frankreich dem illegalen Kopieren von Filmen und Musik aus dem Internet ein Ende machen. Nach wochenlanger heftiger Debatte beschloss die Nationalversammlung am Dienstag ein Gesetz zum Schutz der Autorenrechte im Internet. Es sieht für Privatleute, die Musik nur zum Eigenbedarf herunterladen, ein Bußgeld von 38 Euro pro Verstoß vor. Für Kontroversen dürfte die Forderung des Gesetzes sorgen, dass alle digitalen Formate miteinander kompatibel sein müssen. Dies könnte nach Experteneinschätzung den Marktführer bei legalen Musik-Downloads, den Computerkonzern Apple mit seinem Online-Shop Itunes, zum Rückzug vom französischen Markt veranlassen. Itunes-Songs spielen nur auf Apples Ipod-Playern.

    Wer P2P-Software zum Raubkopieren vertreibt, muss mit sechs Monaten Haft und 30.000 Euro Bußgeld rechnen, sieht das Gesetz vor. Auch die Entwicklung und die Bewerbung von P2P-Software ist nach dem Gesetz verboten, außer die Software wird ausschließlich für das gemeinschaftliche Arbeiten (zum Beispiel in Unternehmen), die wissenschaftliche Forschung oder den Tausch nicht geschützter Inhalte genutzt.

    Personen, die den Kopierschutz zum Eigenbedarf knacken, kommen mit 3750 Euro Buße davon. Der höchst umstrittene Gesetzesentwurf wurde mit 296 Stimmen der konservativen Regierungsmehrheit angenommen. 193 Abgeordnete der linken Opposition und aus der Zentrumspartei UDF stimmten dagegen.

    Das Gesetz solle dazu beitragen, ein legales Musik- und Filmangebot im Internet zu schaffen, hatte Kulturminister Renaud Donnedieu de Vabres in der Debatte erklärt. "Wer auf Kosten der Autoren und Künstler Geld machen will, wird strafrechtlich belangt. Dem privaten Internet-Nutzer droht nur ein Bußgeld, doch er hat vor allem keinen Anreiz mehr für Raubkopien, denn er wird ein neues und attraktives legales Angebot haben." Der Minister kündigte die Schaffung einer Fahndungseinheit an, die mit Hilfe von Software die Internetadressen von Raubkopierern erfassen und die Täter verfolgen soll.

    Die Linksparteien kritisierten in der Debatte den Strafenkatalog. Die geringen Bußen für Internetpiraten würden das Raubkopieren eher fördern, hieß es. Die Sozialisten setzten die Forderung durch, dass alle Formate miteinander vereinbar sein müssen. "Ein Verbraucher, der ein Werk legal erworben hat, muss es auf jedem beliebigen Gerät abspielen können", sagte Donnedieu de Vabres. Diese französische Neuerung werde in anderen Ländern Schule machen.

    Dies kollidiert mit der Strategie von Apple, Songs aus dem Itunes Music Store nur auf seinen Ipod-Playern abspielbar zu machen. Im Gegenzug laufen Titel aus Online-Shops, die auf die Windows- Kopierrechteverwaltung von Microsoft setzen, auch nicht auf Ipods. Apple verkaufte in weniger als drei Jahren mehr als eine Milliarde Songs im Internet und hat einen Marktanteil von mehr als 70 Prozent.

    Das neue Gesetz, das nun noch vom Senat abgesegnet werden muss, bevor es in Kraft tritt, ist aber trotzt der Forderungen hinsichtlich DRM ein wichtiger Schritt für die Industrie. Denn mit Inkrafttreten wird DRM in Frankreich legal. Bislang war es so, dass Anwender juristisch gegen Unternehmen vorgehen konnten, wenn sich deren CDs auf Grund von DRM nicht in allen Geräten abspielen ließen. Dies wird künftig nicht mehr möglich sein.

    Kommentar: Die Musikindustrie und der Blues

    Neues Copyright-Gesetz nimmt P2P ins Visier (PC-WELT Online, 21.03.2006)

    Quelle: IDG Magazine Verlag GmbH/ PC-WELT

  2. Hi,

    schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Hilfestellungen.
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  3. Frankreich: P2P-Software illegal - Geldstrafen für Nutzer #2
    SPONSOREN Avatar von ShadowThe2nd
    ZITAT(djcopy02 @ 22.03.2006, 09:09) Quoted post
    ....

    Das neue Gesetz, das nun noch vom Senat abgesegnet werden muss, bevor es in Kraft tritt, ist aber trotzt der Forderungen hinsichtlich DRM ein wichtiger Schritt für die Industrie. Denn mit Inkrafttreten wird DRM in Frankreich legal. Bislang war es so, dass Anwender juristisch gegen Unternehmen vorgehen konnten, wenn sich deren CDs auf Grund von DRM nicht in allen Geräten abspielen ließen. Dies wird künftig nicht mehr möglich sein.

    [/b]
    Dann hat man als ehrlicher Käufer keinen Anspruch auf korrekte Funktion der Silberscheiben???
    Wozu dann noch kaufen ???

  4. Frankreich: P2P-Software illegal - Geldstrafen für Nutzer #3
    Das mit den Tauschbörsen finde ich schon OK, die sollen zahlen.

    Das mit dem Kopierschutz - siehe anderer Post.

  5. Frankreich: P2P-Software illegal - Geldstrafen für Nutzer #4
    liberte? war wohl nix...


  6. Frankreich: P2P-Software illegal - Geldstrafen für Nutzer #5
    Grüßt die Winboarder Avatar von Fireblade
    ZITATPersonen, die den Kopierschutz zum Eigenbedarf knacken, kommen mit 3750 Euro Buße davon. Der höchst umstrittene Gesetzesentwurf wurde mit 296 Stimmen der konservativen Regierungsmehrheit angenommen. 193 Abgeordnete der linken Opposition und aus der Zentrumspartei UDF stimmten dagegen. [/b]
    Ich bin mal sehr gespannt,wie die Bundesregierung demnächst auf sowas antwortet.Die Cdu will das ja auch extrem verschärfen.

  7. Hallo,
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  8. Frankreich: P2P-Software illegal - Geldstrafen für Nutzer #6
    ZITAT(Fireblade @ 23.03.2006, 02:05) Quoted post
    ZITATPersonen, die den Kopierschutz zum Eigenbedarf knacken, kommen mit 3750 Euro Buße davon. Der höchst umstrittene Gesetzesentwurf wurde mit 296 Stimmen der konservativen Regierungsmehrheit angenommen. 193 Abgeordnete der linken Opposition und aus der Zentrumspartei UDF stimmten dagegen. [/b]
    Ich bin mal sehr gespannt,wie die Bundesregierung demnächst auf sowas antwortet.Die Cdu will das ja auch extrem verschärfen.
    [/b]
    Haben se doch quasi...siehe Spiegel Online von gestern:

    *Klick mich*

  9. Frankreich: P2P-Software illegal - Geldstrafen für Nutzer #7
    myoto
    Gast Standardavatar
    ZITATDies könnte nach Experteneinschätzung den Marktführer bei legalen Musik-Downloads, den Computerkonzern Apple mit seinem Online-Shop Itunes, zum Rückzug vom französischen Markt veranlassen. Itunes-Songs spielen nur auf Apples Ipod-Playern.[/b]
    Und? Wenn die so inkompatibel sind selber Schuld!



    Das DRM kompatibel sein soll ist ne gute Sache, denn dann ist das wenigstens einheitlich. Ist trotzdem doof das man einige Sachen nur auf bestimmten Playern spielen kann dann.

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