Windows 10: Superfetch bei SSD-Laufwerken deaktivieren - so funktioniert es

20.02.2018 10:56 Uhr | maniacu22

Um den Start von Programmen schneller ausführen zu können, hat Microsoft auch in Windows 10 den Dienst SuperFetch integriert, wodurch diese bereits im Vorfeld in den Arbeitsspeicher geladen werden. Nutzer mit SSD-Laufwerken benötigen diesen Dienst aber nicht mehr, da einerseits die SSD an sich schon schnell genug ist, um Programme weitestgehend ohne Geschwindigkeitsverluste starten zu können, andererseits SuperFetch für unnötige Lese- und Schreibvorgänge auf der SSD sorgt, die wiederum die Lebensdauer der Speicherzellen verkürzen können. Dieser Praxis-Tipp soll die Möglichkeiten aufzeigen, die Funktion SuperFetch deaktivieren oder auch wieder aktivieren zu können

Vor der Ära der SSD-Laufwerke war es für Windows-Nutzer wichtig, öfter benötigte Programme und Anwendungen im Arbeitsspeicher bereit zu halten, so dass diese bei einem Start schneller geladen werden können. Da mittlerweile viele Nutzer von den Vorteilen der schnellen SSD-Laufwerke überzeugt sind, bedarf es dieser Windows-Funktion namens SuperFetch nicht mehr. Vielmehr sorgt SuperFetch sogar dafür, dass auf den SSD-Laufwerken unnötige Lese- und Schreibvorgänge stattfinden, was deren Lebensdauer über einen längeren Zeitraum drastisch verringern kann. Windows 10 bietet wie auch schon Windows 7 und Windows 8 mehrere Möglichkeiten, die SuperFetch-Funktion zu deaktivieren. Zwei dieser Methoden möchte ich euch nachfolgend vorstellen.

SuperFetch über Windows-Services deaktivieren:

  • betätigt die Tastenkombination Windows +R um das Ausführen-Fenster zu öffnen
  • gebt hier den Befehl services.msc ein und betätigt Enter
  • in der sich nun geöffneten Dienste-Liste sucht ihr den Eintrag SuperFetch, welchen ihr mittels Doppelklick öffnet
  • in dem sich nun geöffneten Eigenschaften-Fenster wählt ihr über das Dropdown-Menü bei Starttyp den Eintrag Deaktiviert aus
  • nachdem ihr die Einstellungen übernommen habt, könnt ihr alle geöffneten Fenster schließen
  • abschließend muss Windows neu gestartet werden, damit die Einstellungen aktiv werden

SuperFetch über die Registry deaktivieren / konfigurieren:

Wie so oft, lässt sich das Windows-Verhalten über die Registry etwas detaillierter einstellen, was auch im Fall von SuperFetch der Fall ist. Allerdings empfehle ich diese Vorgehensweise nur versierten Nutzern, da bei fehlerhaften Einstellungen keine Garantie übernommen werden kann.

  • betätigt wieder die Tastenkombination Windows + R um das Ausführen-Fenster zu öffnen
  • gebt nun den Befehl regedit ein, um die Registry zu öffnen
  • navigiert nun zu folgendem Schlüssel ComputerHKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMCurrentControlSetControlSession ManagerMemory ManagementPrefetchParameters den ihr auch einfach kopieren und in die Suchleiste der Registry einfügen könnt
  • im rechten Feld führt ihr nun einen Doppelklick auf den Eintrag EnablePrefetcher aus
  • unter Wert habt ihr nun die Möglichkeit, unter folgenden SuperFetch-Modi wählen zu können
  • 0: SuperFetch ist deaktiviert
  • 1: beschleunigt den Start von Programmen
  • 2: beschleunigt den Bootvorgang
  • 3: beschleunigt Start von Programmen sowie auch den Bootvorgang

Standardmäßig ist hier der Wert „3“ eingetragen, wodurch der Programmstart als auch der Bootvorgang beschleunigt wird. Sollte euer Windows auf einer SSD installiert sein, sollte auf den Wert 0 umgestellt werden.

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