Windows 10 S soll im kommenden Jahr durch einen S Mode abgelöst werden, der dann allen bestehenden Windows-10-Versionen zur Verfügung steht - UPDATE

08.03.2018 10:05 Uhr | maniacu22

Das im Mai vergangenen Jahres vorgestellte Windows 10 S als Microsofts Antwort auf die Verbreitung der günstigen Chrome-Books hat sich bis heute nie richtig durchsetzen können, wodurch mittlerweile Stimmen laut geworden sind, dass Microsoft bereits über eine Absetzung des eingeschränkten und eigenständigen Betriebssytems nachdenkt. Heute kam von Joe Belfiore über Twitter eine unmissverständliche Bestätigung, dass Windows 10 S im kommenden Jahr als eigenständiges Betriebssystem aufhören wird zu existieren und durch einen „S Mode“ mit ähnlichen Eigenschaften ersetzt werden wird, welcher allerdings auf sämtlichen bestehenden Windows-10-Versionen (Home, Pro und Enterprise) eingerichtet werden könne

UPDATE vom 08.03.2018 – 11:05 Uhr

Nachdem Joe Belfiore noch am gestrigen Tag relativ überraschend von einem „S Mode“ berichtet hat, welcher das vor einem Jahr eingeführte und bis zum heutigen Zeitpunkt eher weniger erfolgreiche Windows 10 S ersetzen soll, sind mittlerweile noch ein paar weitere Informationen aufgetaucht, die Martin von drwindows aufgrund einer Informations-Sperre am gestrigen Tage noch zurückhalten musste.

Obwohl der neue „S Mode“ erst im kommenden Jahr zum Einsatz gelangen soll, wird dieser rückwirkend bis zum in wenigen Tagen startenden Redstone-4-Update kompatibel sein. Jeder Nutzer eines Windows 10-PCs in den Versionen „Home“, „Pro“ oder auch „Enterprise“, kann dann optional entscheiden, den neuen „S Mode“ zu nutzen oder auch nicht. Der Wechsel vom „S Mode“ auf eine der regulären Versionen wird immer kostenlos sein, so dass die bisherige Überlegung mit der „Freischaltgebühr“ für die Pro-Version vom Tisch ist.

Ein weiterer Punkt, der bisher ebenfalls unbeachtet gewesen ist, gibt Hinweise zum Wechsel zwischen den regulären Versionen sowie dem S Mode. Es wird demnach nicht möglich sein, die Betriebssystem-Versionen im laufenden Windows-Betrieb zu wechseln. Für einen solchen Wechsel, ganz gleich ob dieser den S Mode re- oder deaktivieren soll, wird also immer eine Neuinstallation nötig sein, so wie es beim aktuellen Windows 10 S schon der Fall ist.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es sich beim S Mode im Grunde nur um eine Umbenennung von Windows 10 S handelt, da die aktuellen Eigenschaften von Windows 10 S beibehalten werden. Einzig die Thematik, dass ein Wechsel bisher mit Kosten verbunden gewesen ist, dürfte den Informationen zufolge begraben werden.

Original-Artikel vom 07.03.2018 – 15:17 Uhr

Die Geschichte von Windows 10 S als eigenständige Version sollte eigentlich als Aushängeschild und Option für Bildungseinrichtungen und alle diejenigen dienen, die ein einfaches und zugleich sicheres Betriebssystem wünschen, bei welchem die Performance nicht durch eine Installation weniger geeigneter, nicht geprüfter Software beeinträchtigt wird. Wie die meisten wissen dürften, ist es unter Windows 10 S nur möglich, Anwendungen direkt aus dem „geprüften“ Microsoft Store herunterladen und installieren zu können.

Der Versuch, Windows 10 S „salonfähig“ zu machen, ging allerdings nach hinten los, da technisch weniger versierte Nutzer recht wenig mit dem Kürzel „S“ anfangen können und eine Umstellung alleine auf den Microsoft Store für viele doch recht eingeschränkt ist. Bereits im Januar diesen Jahres sind Stimmen laut geworden, dass Microsoft sein durch Windows 10 S gesetztes Ziel nicht mehr erreichen kann und den Vertrieb als Verkaufsversion möglicherweise einstellen wird.

Heute hat Microsofts Vice-President Joe Belfiore über Twitter mitgeteilt, dass Windows 10 S schon im kommenden Jahr als eigenständiges Betriebssystem eingestellt wird und an seine Stelle ein sogenannter „S-Mode“ treten wird, welcher wiederum auf jeder Windows 10-Version ab dem Redstone-4-Update zur Verfügung stehen wird. Darunter fallen Windows 10 Home, Windows 10 Professional sowie auch Windows 10 Enterprise. Der S-Mode sperrt genau wie Windows 10 S auch, jede Anwendung, die nicht über den Microsoft Store installiert worden ist, wodurch sich aktuell nichts in der eigentlichen Aufgabe und Funktion gegenüber Windows 10 S ändern dürfte.

Was und ob sich beim neuen S-Mode überhaupt gegenüber dem aktuellen Windows 10 S ändern wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht kommuniziert worden und würde nur wilden Spekulationen entsprechen. Wenn die Zeit reif dafür sein sollte, wird Microsoft in Form von Joe Belfiore oder einem anderen Mitarbeiter ein entsprechendes Statement abgeben.

via theverge

Meinung des Autors

Wie schon bei Windows RT habe ich nie verstanden, warum man solch ein eingeschränktes Betriebssystem als eigenständige Version vermarkten musste, bei dem die Freischaltung auf ein "vollwertiges " Betriebssystem mit so vielen Klauseln, Hürden und vor allem Geld verbunden gewesen ist, dass das Ganze nicht nur verwirrend, sondern auch nicht sinnvoll gewesen wäre. Für Bildungseinrichtungen oder auch Office-PCs in Unternehmen fände ich allerdings eine solche Möglichkeit zur Sperrung für ungewollte (oder auch gewollte) Downloads sehr sinnvoll. Nur sollte der System-Admin auch in der Lage sein, ohne Zahlung von 50 Euro und mehr, die Systeme für seine Bedürfnisse freischalten und sperren zu können, wie ihm beliebt. Insofern der S Mode eine solche Möglichkeit bietet, halte ich diesen dann auch für sinnvoll und in vielen Bereichen notwendig. Wie seht ihr das?

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