Windows 10: mehrere Bilder gleichzeigtig verkleinern - so geht's

18.10.2018 10:45 Uhr | maniacu22

Die Möglichkeit, Fotos in hochauflösender Qualität zu erstellen ist in der heutigen Zeit dank DSLR oder auch Smartphones kein Problem mehr. Problematisch wird es, wenn sich mehrere Hundert Fotos aus Urlaub und Co. angesammelt haben, von denen jedes Einzelne Dateigrößen im ein- beziehungsweise zweistelligen Megabyte-Bereich umfasst, so dass bei hunderten Bildern schnell einige Gigabyte der Festplattenkapazität einfach mal „weg“ sind. Windows selbst bietet über seine integrierten Anwendungen wie Paint zwar die Möglichkeit, Bilder zu ohne größeren Qualitätseinbußen verkleinern, doch kann Paint immer nur ein Bild nach dem anderen bearbeiten. Hat man jedoch mehrere Hundert Bilder, die möglicherweise schnell mal via E-Mail verschickt werden sollen, lässt sich deren Speicherbedarf über den Bild-Allrounder IrfanView gleichzeitig verringern. Wie das funktioniert, soll euch nun der nachfolgende Praxis-Tipp Schritt für Schritt erklären

Gegen Fotos und anderweitige Bilder in hochauflösender Qualität hat sicherlich niemand etwas auszusetzen. Während herkömmliche Festplatten mit mehreren Terabyte unzählige dieser Bilder fassen können, haben Nutzer, die auf nur mit einer SSD ausgestattet sind, schnell ein Problem, welches sich Speicherplatzmangel nennt. Auch beim Versenden von nicht komprimierten oder verkleinerten Bildern via E-Mail gibt es oftmals Probleme, wenn ein solches Bild beispielsweise über 10 Megabyte belegt.

Während sich einzelne Bilder über die im Windows 10 integrierten Anwendungen Paint oder auch Paint3D relativ leicht konvertieren respektive verkleinern lassen, stoßen diese Programme bei der Bearbeitung mehrerer Bilder schnell an ihre Grenzen. Hierbei könnte man sich als Nutzer die Zeit nehmen, jedes Bild einzeln zu bearbeiten, doch bei mehr als Hundert Bildern wird diese Arbeit schnell zur Qual. Um mehrere Bilder gleichzeitig, also in einem Rutsch konvertieren zu können, gibt es unzählige Programme, die unter Windows laufen. Stellvertretend zu diesen Anwendungen möchten wir Euch in der nachfolgenden Anleitung zeigen, wie sich mehrere Bilder gleichzeitig über das Freeware-Tool IrfanView bearbeiten lassen, welches sich nicht nur als gute Alternative zu den im Windows angebotenen Bildbetrachtern erwiesen hat, sondern zudem auch Stapelverarbeitung beherrscht, über welche sich ganze Windows-Ordner mit Bildern gleichzeitig bearbeiten lassen.

Wer IrfanView noch nicht kennen sollte oder nicht sicher ist, ob er die aktuelle Version installiert hat, kann diesen unter https://www.irfanview.com downloaden und installieren.

  • startet nun IrfanView und öffnet über den Reiter „Datei“ die „Batch[Stapel)-Konvertierung/Umbenennung“
  • alternativ könnt ihr bei geöffnetem IrfanView auch einfach die Taste „B“ drücken

  • daraufhin öffnet sich ein neues Fenster, über welches Ihr ähnlich wie im Windows-Explorer den entsprechenden Ordner auswählen könnt, welcher die zu bearbeitenden Bilder enthält
  • je nachdem, ob Ihr einzelne Bilder oder gleich den gesamten Ordner auswählen möchtet, klickt ihr auf die Schaltflächen „Hinzufügen“ oder „Alle hinzufügen“
  • alternativ dazu lassen sich auch einzelne Bilder oder ganze Ordner via Drag&Drop direkt aus dem Explorer in die untere Datei-Liste ziehen

  • habt Ihr die zu bearbeitenden Bilder in der unteren Datei-Liste, könnt ihr nun auf der linken Seite das Ziel-Format einstellen – hier wird JPG empfohlen, da es sich hierbei um ein gängiges Format mit einer guten Komprimierung handelt
  • klickt anschließend rechts davon noch auf „Optionen“, über welche ihr über einen Slider noch die Komprimierungsstufe bestimmen könnt – je kleiner der Wert, desto höher die Komprimierung und so kleiner die Datengröße der Bilder
  • in der Regel solltet ihr aber den Wert von 80 Prozent beibehalten, da dies den besten Kompromiss aus Dateigröße und Qualitätsverlust darstellt
  • optional könnt ihr noch die Häkchen bei „Original-xxxx behalten“ entfernen, was die Dateigröße nochmals reduziert, aber auch Metadaten entfernt

  • setzt im nächsten Zwischenschritt noch einen Haken bei „Spezial-Optionen aktiv“ und klickt den daneben liegenden Button „Setzen“
  • hierauf öffnet sich ein neues Fenster, in welchem für unser Vorhaben nur der Bereich „Größe ändern“ von Belang ist
  • aktiviert diesen mit einem Haken bei „Größe ändern“, woraufhin Ihr nun die Ziel-Größe bestimmen könnt
  • um die Bilder nicht zu verzerren, empfiehlt es sich, den Haken bei „Proportional“ zu behalten
  • ein Haken bei „Kleine Bildern nicht vergrößern“ kann sinnvoll sein, wenn man ganze Ordner konvertieren möchte und sich dort ein Bild mit kleineren Abmessungen eingeschlichen hat
  • übernehmt nun die Einstellungen mit „OK“
  • zum Abschluss wählt ihr noch ein Zielverzeichnis/Ordner, in welchem dann die bearbeiteten Bilder zu finden sind
  • drückt ihr den Button „Aktuelles Verzeichnis verwenden“, landen die konvertierten Bilder im gleichen Ordner wie die Originale
  • hierbei werden die Original-Bilder nicht überschrieben, sondern die neuen Bilder mit dem Namenszusatz „Klein“ abgespeichert
  • um die zu konvertierenden Bilder lieber in einem separaten Ordner zu finden, setzt hier noch einen Ordner xyz dahinter

Wenn Ihr alles eingestellt habt, klickt auf „Starten“, wodurch IrfanView nun damit beginnt, die Bilder nach den Vorgaben zu konvertieren. Dies kann je nach Größe und Menge der Ursprungsbilder sowie auch PC-Performance einige Zeit in Anspruch nehmen. Entspricht das Ergebnis den eigenen Vorstellungen, klickt auf „Batch beenden“. Wollt ihr noch einige Änderungen vornehmen, klickt auf „Zurück zu Batch“.

Meinung des Autors

Bilder mit Speichergrößen im ein- bzw. zweistelligen Megabyte-Bereich sind längst keine Ausnahme mehr. Als nicht Profi-Fotograf reichen allerdings auch Bilder im gängigen JPG-Format, dessen Qualitätsverluste sich im Zuge der Komprimierung doch in Grenzen halten, dafür aber Unmengen an Speicherplatz einsparen. Da ist es doch schön, dass es Freeware-Programme gibt, die gleich ganze Ordner von Bildern auf einmal konvertieren können, so dass ohne großen Qualitätsverlust der Bilder wichtiger Speicherplatz für noch mehr Bilder frei wird.

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