Windows 10: Kalibrierung von Farben und Helligkeit - so gehts - UPDATE

21.02.2018 10:17 Uhr | maniacu22

Viele Windows-Systeme sind von Haus aus nicht richtig kalibriert, was Farbdarstellung und Helligkeit anbelangt, da die wenigsten Nutzer wissen, dass Windows 10 ein entsprechendes Kalibrierungs-Tool mit sich bringt. Im folgenden Praxis-Tipp möchte ich euch zeigen, wie ihr Farben, Helligkeit und Kontraste so kalibrieren könnt, dass euch sämtliche darstellbaren Inhalte wie Bilder, Videos oder auch Games besser zur Geltung gebracht werden können

Während eine optimale Monitor-Kalibrierung an einem Desktop-PC vielleicht noch mit den dortigen Einstellungsreglern und optionalen Kalibrierungsgeräten möglich ist, bewerkstelligt sich auf einem Notebook-Display schon deutlich schwieriger, da es für diese Panels neben der Helligkeit keine weiteren Einstellmöglichkeiten gibt, welche den Kontrast, die Farbtemperatur oder auch die Farbe allgemein ändern können. Windows 10 bringt aber eine Möglichkeit mit, die Farben, Helligkeit und Kontrast perfekt kalibrieren zu können. Wie das funktioniert und worauf ihr achten müsst, sollt ihr in den folgenden Zeilen erfahren.

Geht über den Start-Button in die Windows-Einstellungen (Zahnrad)

Klickt als nächstes auf „System“

Von hier aus geht es weiter über „Bildschirm“ auf „Erweiterte Anzeigeeinstellungen“

Klickt als nächstes auf „Farbkalibrierung“

Hinweis für Nutzer des Fall Creators Updates (1709) und höher:

Für die Nutzer des Windows 10 Fall Creators Update (Version 1709) und vermutlich dann auch der kommenden Version 1803 steht der bis hier beschriebene Weg zur Farbkalibrierung nicht mehr zur Verfügung, weshalb diese über einen alternativen Weg erreicht werden muss. Betätigt hierzu einfach die Windows-Taste + „dccw“, woraufhin ihr auch in der nachfolgend beschriebenen Farbkalibrierung landet.

Achtung: Habt ihr mehrere Monitore angeschlossen und in Betrieb, so zieht das geöffnete Kalibrierungsfenster auf den Monitor, den ihr kalibrieren wollt. Bei einer Kalibrierung aller Monitore, muss der folgende Vorgang entsprechend oft wiederholt werden.

Klicke auf „Weiter“

Als nächstes erhälst du die Info, dass dein Monitor idealerweise auf die Standardeinstellungen zurückgestellt werden sollte. Ist das erfolgt, klicke auch „Weiter“

Jetzt wird euch ein Beispiel gezeigt, wie der optimale Gamma-Wert auszusehen hat (Mitte). Diese Ansicht sollte für den nächsten Schritt im Hinterkopf behalten werden. Klicke auf „Weiter“

Über den links zu sehenden Schieberegler stellt ihr den Gammawert jetzt so ein, dass dieser wie im obigen Bild aussieht. Das heißt, dass in den Kreisen weder schwarze noch weiße Punkte zu sehen sein sollten. Habt ihr das erledigt, klickt auf „Weiter“

Nutzt ihr einen Desktop-PC oder auch ein Notebook mit einem externen Monitor, welcher für gewöhnlich separate Möglichkeiten zur Helligkeits- und Kontrastanpassung bietet, könnt ihr auf „Weiter“ klicken, um Feineinstellungen vornehmen zu können. Nutzt ihr nur ein Notebook oder euch reicht die bisherige Einstellung, könnt ihr auch den Button „Helligkeits- und Kontrasteinstellung überspringen“ anklicken. Für das Tutorial habe ich die Feineinstellung übersprungen, was uns zum nächsten Schritt führt.

Im aktuellen Schritt kann eine Farbausgleichsanpassung vorgenommen werden, wozu euch neutrale Grautöne sowie mehrere Balken mit zu viel rot, grün oder blau angezeigt – klickt auf „Weiter“ um den Vorgang zu starten.

Anhand der Grauton-Balken könnt ihr erkennen, ob euer Monitor einen Rotstich, Grünstich oder auch Blaustich hat. Über die zur Verfügung gestellten drei Schieberegler könnt ihr mögliche Farbstiche entschärfen. Klickt auf „Weiter“, wenn das Ergebnis für euch zufriedenstellend ist.

Im nächsten Schritt könnt ihr euch noch einmal die Ergebnisse eurer Kalibrierung ansehen, indem ihr über die Schaltflächen „Vorherige Kalibrierung“ sowie „Aktuelle Kalibrierung“ einen Vorher-Nachher-Vergleich anstreben könnt.

Wenn ihr die ClearType-Einstellungen schon von meinem vorherigen Praxis-Tipp befolgt habt, könnt ihr den Haken bei ClearType-Tuner entfernen, wodurch ihr dann Kalibrierung mit einem Klick auf „Fertig stellen“ abschließt.

Meinung des Autors

Viele PC-Anwender nutzen zum Beispiel eine viel zu hohe Helligkeitseinstellung an ihrem PC, was nicht nur die Akkulaufzeit von mobilen Geräten wie Notebooks entscheidend beeinflussen, sondern auch, was noch viel schlimmer ist, die Augen auf Dauer schädigen kann. Eine gute Monitor-Kalibrierung ist immer angebracht und sollte nicht nur an professionellen Arbeitsplätzen durchgeführt werden. Man sitzt teilweise auch am heimischen PC ab und an mal mehrere Stunden, oder?

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