Windows 10 Creators Update: so funktioniert die automatische Speicherplatzbereinigung mittels Storage Sense - UPDATE

12.09.2018 09:00 Uhr | maniacu22

Windows-10-Nutzer werden mit dem für April angekündigten Creators Update mit etlichen neue Funktionen beschenkt, welche die Arbeit mit dem aktuellsten Windows deutlich vereinfachen sollen. Eine der neuen Funktionen hört auf den Namen „Storage Sense“, welches dafür sorgt, dass nicht mehr benötigte temporäre und auch andere Dateien automatisch und unkompliziert von der Festplatte gelöscht werden können und es zusätzliche Tools wie zum Beispiel den CCleaner bei vielen Windows-Nutzern unnötig macht

UPDATE vom 12.09.2018 – 11:00 Uhr

Laut der Ankündigung zur neuen Insider Preview Build 17758 soll die automatische Speicherplatzbereinigung alias „Storage Sense“ mit dem kommenden Herbst-Update mit weiteren Funktionen aufgewertet werden. So soll zum Beispiel eine engere Zusammenarbeit mit dem Cloud-Speicher OneDrive ermöglicht werden, was zur Folge hat, dass wirklich nur die wichtigen und regelmäßig genutzten Dateien auf dem jeweiligen Windows-10-PC lokal vorliegen, damit diese auch offline genutzt werden können. Ein Großteil der Daten sollen nur in Form von Platzhaltern zur Verfügung stehen, die sich dann bei Bedarf vom OneDrive-Server herunterladen lassen.

Auch wenn die Nutzer die Einstellungen zur Speicherbereinigung immer noch manuell vornehmen können sollen, wird das aufgebohrte Storage Sense auch automatisch in der Lage sein, entsprechende Optionen für einzelne Files festlegen zu können. Auf diese Weise werden länger nicht genutzte Dateien wie zum Beispiel ältere Urlaubsvideos nach einigen Wochen vom lokalen Speicher des PCs in die OneDrive-Cloud ausgelagert, wodurch Windows selbst signifikant mehr freier Speicherplatz zur Verfügung stehen wird.

Zudem soll Storage Sense auch Entscheiden können, welche Log-Files und Foto-Thumbnails überhaupt noch benötigt werden. Ältere Dateien im Download-Verzeichnis werden abgeglichen und wenn nötig vom lokalen Speicher entfernt. Das Gleiche soll auch für Cache-Files, alte Signatur-Datenbanken des Virenscanners oder auch Update-Pakete von Treibern gelten, wobei verschiedene Möglichkeiten zur Wahl stehen sollen, wann Storage Sense aktiv werden soll.

Insofern Storage Sense aktiviert ist, wird der Nutzer Zeiten auswählen können, in denen Storage Sense den lokalen Speicher überprüft und diesen bei Bedarf aufräumt. Darüber hinaus soll das Tool aber auch selbständig aktiv werden, wenn zum Beispiel der lokale Speicher dermaßen überfüllt ist, dass die Performance des Systems beeinträchtigt wird. Ob sich für letztgenanntes Beispiel dann Prioritäten festlegen lassen, ist nicht kommuniziert worden. Wer die Fähigkeiten des neuen Storage Sense schon jetzt einmal ausprobieren möchte, kann diese über die neue Insider Build 17758 testen.

Original-Artikel vom 26.01.2017 – 15:49 Uhr

Wer bisher unter Windows 10 eine regelmäßige Speicherplatzbereinigung durchführen möchte, musste dies entweder in manueller Arbeit umsetzen oder Tools von Drittanbietern wie dem CCleaner anvertrauen, um dies automatisch durchführen zu können. Mit dem für April angekündigten Creators Update für Windows 10 werden allerdings nicht nur neue Features wie der Blaulichtfilter oder auch die Möglichkeit von individuell einstellbaren Fensterrahmen eingeführt, die für eine neue Optik sorgen, sondern auch schon längst überfällige Tools wie zum Beispiel „Storage Sense“, bei welchem es sich im Grunde um eine automatische Speicherplatzbereinigung handelt.

Die Teilnehmer am Windows Insider-Programm können diese und viele andere Features natürlich jetzt schon ausprobieren, wozu einfach nur die Installation der aktuellen Build 15014 notwendig ist.Wie Dona Sarkar im Windows-Blog schreibt, ist „Storage Sense“ standardmäßig deaktiviert. Für eine Aktivierung sind folgende Schritte notwendig:

  • ruft die Einstellungen über den Startknopf, Cortana oder die Tastenkombination „Windows + i“ auf
  • klickt nun weiter auf „System“
  • wählt im nächsten Schritt „Speicher“
  • hier könnt ihr den Storage-Schalter auf „Ein“ stellen

Habt ihr Storage Sense aktiviert, werden fortan nicht benötigte temporäre Dateien automatisch gelöscht. Zusätzlich werden alle Dateien, die länger als 30 Tage im Papierkorb verweilen, automatisch gelöscht, wodurch es sich bei „Storage Sense“ im Grunde um eine automatische Form der manuellen Speicherplatzbereinigung handelt.

Wem die Einstellungen nicht gefallen, der kann natürlich auch im Vorfeld definieren, was Storage Sense alles löschen darf und was nicht. Hierfür klickt ihr auf „Freigeben von Speicherplatz ändern“.

Hier lässt sich separat einstellen, ob die Dateien im Papierkorb oder die temporären Dateien gelöscht werden sollen oder nicht. Wer möchte, kann darüber auch eine manuelle Speicherbereinigung starten.

via zdnet

Meinung des Autors

Das automatische Löschen der Temporären Files ist in meinen Augen ein längst überfälliges Feature. Hinsichtlich des Papierkorbs lässt sich sicherlich streiten, da sich bereits seit etlichen Windows-Versionen einstellen lässt, zu löschende Dateien sofort zu löschen und gar nicht erst in den Papierkorb zu verfrachten. Wer dies allerdings nicht möchte, hat eben fleißig seinen Müll im Papierkorb gesammelt. Fraglich ist aber sicherlich, ob 30 Tage "Quarantäne" ausreichend sind oder ob es nicht besser sein dürfte, hier auch eine Auswahl zwischen 30, 60 und 80 Tagen wählen zu können.

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